Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 25. April 2019

Ausgabe vom 27. Januar 1998

Soviel Service wie möglich aus einer Hand

In Travemünde wird im März das erste bürgernahe Stadtteilbüro Lübecks eröffnet

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Das Stadtteilbüro wird im Anbau der Bibliothek eröffnet; Foto: M. Erz

"Wir peilen den März für die Eröffnung an", berichtet Conja Grau, Leiterin des Projekts Stadtteilbüro Travemünde. Die Bürger sollen dort soviel Service wie möglich aus einer Hand bekommen. Das Travemünder Bürgerbüro ist das erste dieser Art in Lübeck, andere sollen folgen. Fernziel ist es, daß jeder alles im Stadtteilbüro seiner Wahl erledigen kann. "Das kann natürlich nicht von Null auf Hundert durchgesetzt werden", so Conja Grau.

Seit Oktober ist das Gebäude eine einzige Baustelle. Denn in den Räumen, in dem derzeit noch eine Außenstelle des Ordnungsamtes ist und Sozialberatungen angeboten werden, werden Wände eingerissen und neue gezogen, damit es bis zum Tag der Eröffnung den Ansprüchen an ein offenes Dienstleistungszentrum gerecht wird.

450000 Mark investiert

Das Haus an der Ecke Lotsenberg/Parkallee, in dem sich auch die Stadtbibliothek befindet, hat sich laut Conja Grau angeboten, weil es bereits der Stadt gehört und mit dem Umbau schnell begonnen werden konnte. Dafür werden 450 000 Mark investiert. "Aber wenn wir etwas erreichen wollen, müssen wir die alten Strukturen auflösen", so Conja Grau. "Und dazu gehört, daß sich ein Bürger, der seinen Paß verlängern will, in dem Büro wohl und wie ein Kunde fühlt, für den eine Dienstleistung erbracht wird." Neubürger können sich möglicherweise in Zukunft viel Lauferei ersparen, indem sie sich selbst samt Auto und Hund anmelden und nebenbei noch einen Kindergartenplatz beantragen können - und das alles in nur einem Amt. "Auf Dauer könnten durch Entbürokratisierung und ganzheitliche Bearbeitung viel Zeit und damit letztlich auch Geld eingespart werden", so die Projektleiterin.

Das neue Büro wird ähnlich wie eine Bank oder ein Reisebüro gestaltet: In dem offenen Dienstleistungszentrum kann jeder Mitarbeiter direkt angesteuert werden. Außerdem soll es die Möglichkeit zum Kopieren und Faxen geben und eine Spielecke für Kinder eingerichtet werden. Seine Vermögensverhältnisse muß niemand in der

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