Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 23. April 2019

Ausgabe vom 09. Mai 2000

Rechte verbessern

Gleichstellungbeauftragte treffen sich

Die neue Frauenministerin Schleswig-Holsteins, Anne Lütkes, war Gast beim landesweiten Treffen der Gleichstellungsbeauftragten der Kommunen in Lübeck, bei dem es darum ging, "Erfahrungen auszutauschen, den Informationsfluß zu sichern und sich gegenseitig fortzubilden", so Britta Rudolph, Gleichstellungsbeauftragte aus Husum. Die Ministerin sagte, es sei wichtig, die Arbeit der Gleichstellungbeauftragten rechtlich abzusichern; in Eutin zum Beispiel hatte eine einfache Ratsmehrheit ausgereicht, daß 1997 eine Gleichstellungsbeauftragte abberufen wurde.

Die Frauen waren sich einig, daß "Gleichstellung" abstrakt klinge und der englische Begriff "gender mainstreaming" schwer zu übersetzen sei. Es gehe um "das Einüben von Geschlechterdemokratie", so die Ministerin, oder, wie Elke Sasse, eine der beiden Leiterinnen des Lübecker Frauenbüros formulierte, darum, "bei jeder Maßnahme zu gucken, wie wirkt sie sich für Frauen und wie wirkt sie sich für Männer aus". Gisela Heinrich, die andere Leiterin, stellte ein gemeinsames Projekt der Hansestadt und der Stadt Norderstedt vor, bei dem untersucht wurde, wie die dezentrale Verwaltungsreform für das Ziel der Gleichstellung genutzt werden kann.

"In der Frauen- und Gleichstellungsarbeit und -politik ist Schleswig-Holstein sehr weit", sagte die Ministerin. Es gibt im Land 67 hauptamtliche Gleichstellungsbeauftragte (in Kommunen über 10 000 Einwohnern), etwa 125 Ehrenamtliche in kleineren Kommunen und zusätzlich rund 1400 nebenberufliche Frauenbeauftragte in Be- hörden, Betrieben oder Universitäten.

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