Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 17. Juni 2019

Ausgabe vom 09. Mai 2000

Opern-Doppel

Bartók und Weill/Brecht im Theater

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Béla Bartók 1915 Foto: Privat

Die letzte Opernpremiere des Theater Lübeck in dieser Saison wartet am Freitag, 12. Mai, mit einem Doppelabend auf:Rüdiger Bohn dirigiert Béla Bartóks Einakter "Herzog Blaubarts Burg" und Ludwig Pflanz
darauf Kurt Weills/Bert Brechts "Die sieben Todsünden", ein "Ballet chanté" - die Klammer zwischen beiden sehr unterschiedlichen Werken bildet das Bühnenbild von Florian Parbs.

Didier von Orlowsky, Regie-Professor an der Musikhochschule und bereits früher am Theater Lübeck tätig, setzt Bartóks Version vom Blaubart-Märchen in Szene.Alles äußere Geschehen ist wie im Traum die symbolhafte Übertragung psychischer Situationen und Vorgänge. Die Partitur entstand 1918 und zählt zu einem Schlüsselwerk des beginnenden 20. Jahrhunderts. Es singen in dieser Aufführung Mark Schnaible (Bariton) und Angela Nick (Mezzosopran).

Im Gedenken an Kurt Weill, dessen Geburtstag sich im März zum 100. Mal jährte, kommen "Die sieben Todsünden" auf die Bühne des Großen Hauses. In der letzten Gemeinschaftsarbeit, entstanden im Pariser Exil, von Weill und Brecht nach "Dreigroschenoper" und "Mahagonny" geht es um Anna, die aus ihrer Familie ausbricht, um in sieben Städten ihr Glück zu versuchen. Die Rolle ist in eine singende (Elke Wollmann) und eine tanzende (Juliane Rößler) Anna aufgeteilt. Die Familienmitglieder in der Inszenierung von Florian Parbs singen Patrick Busert, Roberto Gionfriddo, Dorin Mara und Klaus Esch.

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