Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 18. Juni 2019

Ausgabe vom 27. Januar 1998

Das penible Hausschwein Wutz

"Urmel aus dem Eis" als Musical - liebevoll gezeichnete Figuren

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Das Dinosaurierkind Urmel in der Musik- und Kongreßhalle; Foto: A. Henkel

Es ist schon so eine Sache mit der Wissenschaft: Tiere können nicht sprechen, Fische sind nicht unsichtbar und Dinosaurier, die aus Eiern schlüpfen, gibt es auch nicht. Ganz anders sieht das Tierprofessor Habakuk Tibatong, der nicht nur jede Menge sprechende Tiere um sich schart, sondern auch noch das Urmel entdeckt, das es eigentlich gar nicht gibt. Frisch aus einem im Eis eingefrorenen Dinosaurier-Ei geschlüpft, findet das neugierige und freche "Urmeli" schnell viele Freunde auf der Insel Titiwu, wo es friedlich lebt, bis der Dinosaurier-Jäger König Pumponell der 55. auf den Plan tritt und die Idylle zu zerstören droht. Das auf einer Vorlage des Kinderbuchautors Max Kruse basierende Stück wurde durch die Inszenierung der "Augsburger Puppenkiste" bekannt und erfreut sich bis heute großer Beliebtheit. Jedes der dargestellten Tiere fällt durch einen besonderen Sprachfehler und liebevoll gezeichnete Charakteristik auf. Das penible Hausschwein Wutz, das mütterliche Instinkte entwickelt, der See-Elefant "Seelefant", der alte Studentenlieder singt oder der Pinguin Ping, der sich mit dem Schuhschnabel Schusch um den Besitz einer "Mupfel" (= Muschel) streitet: Figuren, die seit zwanzig Jahren zur Kindheit vieler Menschen dazugehören. In die Musik- und Kongreßhalle kommt eine Musicalbearbeitung für Kinder und für Erwachsene. Die Produktion wurde in ganz Deutschland rund hundertmal mit einem Hamburger Ensemble aufgeführt. Regie führte Andreas Wegner, die Musik komponierte das Team Lange/Preuße und die Bühne gestaltete Frank Pinkus. Urmel aus dem Eis ist am 30. Januar, 16 Uhr, in der MuK zu sehen.

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