Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 25. April 2019

Ausgabe vom 30. Mai 2000

Zwei neue Projekte beschlossen

Jugendhanse beschließt Satzung - Jan Lindenau Sprecher der Kommission

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Die Zukunft der Hanse: eine fröhliche Jugend; Foto: M. Erz

Vorangekommen ist auf dem 20. Hansetag auch die Jugendhanse, genannt Youth Hansa. Einstimmig beschlossen die 45 Delegierten aus 23 Städten eine Satzung und folgten damit der Hanse. Damit soll die Jugendhanse ein verbindlicherer Zusammenschluß werden, aber vor allem soll die Satzung professionellere Arbeit ermöglichen. Die Satzung ist automatisch Bestandteil der Hanse-Satzung.

Anders als bei der Hanse hat Lübeck in der siebenköpfigen Jugendhanse-Kommission - vergleichbar dem Präsidium der Hanse -- einen dauerhaften Sitz. Jan Lindenau, 20, wurde zunächst für zwei Jahre auf diesen Platz gewählt. Er ist zugleich Sprecher der Kommission. Ihr gehören neben Lindenau jeweils ein Vertreter aus Riga, Brügge, Stade und Zwolle an. Zusätzlich wurden zwei Vertreter der englischen Hanseatic Union, ein Zusammenschluß von Jugendlichen aus englischen Hansestädten, als beratende Mitglieder ohne Stimmrecht aufgenommen.

Neben der Satzung wurden zwei neue Projekte auf den Weg gebracht. Zum einen soll die Homepage der Youth Hansa im Internet ausgebaut und unter anderem mit Informationen über die historische Hanse versehen werden. Daneben ist jeden Sonntag von 20 bis 21 Uhr ein Chat- room geöffnet. Die Internet-Adresse der Jugendhanse lautet: http://www.hanse-online.net Sie wird betreut von Jugendlichen aus Visby/Schweden.

Zusätzlich haben Jugendliche aus der Hansestadt Stade zugesagt, einen regelmäßigen E-MailVersand innerhalb der Delegierten zu organisieren, damit auch zwischen den Hansetagen die Kontakte nicht abreißen.

Ein weiteres Projekt ist die Herausgabe einer CD mit Musik von Gruppen aus den Hansestädten. Möglichst schon im nächsten Jahr soll diese Hanse-CD in Riga vorgestellt werden. Die Organisation haben Jugendliche aus der Hansestadt Alfeld übernommen, die die aus den Hansestädten übersandten Beiträge in einem Tonstudio zusammenstellen werden.

Anfangs sah es nicht nach einem erfolgreichen Verlauf des Jugendhansetreffens aus. Denn anders als im vergangenen Jahr in Oldenzaal verabredet, erschienen nur zwei der damaligen Delegierten, alle anderen waren zum ersten Mal dabei. "Wir mußten praktisch wieder bei Null anfangen", so Lindenau. Er hoffe im nächsten Jahr in Riga auf "mehr Kontinuität bei den Delegierten".

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