Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 25. April 2019

Ausgabe vom 30. Mai 2000

Viele Kontakte

Delegation von Zwolle begeistert

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Auf Reisen im Namen Lübecks (v.li.): Ilse Schumacher, Roswitha Kaske, Jan Lindenau, Gabriele Hiller-Ohm, Antje Jansen und Ingrid Schatz; Foto: T. Wewer

Gabriele Hiller-Ohm, Vorsitzende der SPD-Fraktion der Lübecker Bürgerschaft, hat die Reise nach Zwolle als "fraktions- übergreifenden Auftrag wahrgenommen". Dementsprechend seien die Kontakte zu den Menschen gewesen: Das Parteibuch habe dabei keine Rolle gespielt, so Hiller-Ohm zur SZ. Ganz konkret ergab sich beispielsweise ein Kontakt zur Hansestadt Herford. Vereinbart wurde, sich demnächst zu treffen.

Für Roswitha Kaske, stellvertretende Vorsitzende der CDU-Bürgerschaftsfraktion, seien insbesondere die "netten Gespräche am Rande" und die Kontakte zu den anderen Teil- nehmerinnen und Teilnehmern das nachhaltigste Erlebnis des Hansetages gewesen. Mit gewissem Unbehagen habe sie dagegen den Beschluß der Delegiertenversammlung zur Kenntnis genommen, daß Lübeck künftig nicht mehr automatisch den Vorsitz der Hanse innehabe. "Das ist schon einschneidend für unsere Hansestadt", so Kaske.

Ihre Fraktionskollegin Ingrid Schatz war besonders angetan von den Gastgebern. Das Miteinander von Autofahrern, Radfahrern und Fußgängern sei beeindruckend: Die Niederländer lebten vor, wie man trotz unterschiedlicher Interessen aufeinander Rücksicht nehme.

Vom Charme und der Ausstrahlung der gastgebenden Stadt Zwolle schwärmte auch Ilse Schumacher (SPD). Besonders beeindruckt habe sie die Vielfalt der Geschäfte.

Dagegen freute sich Antje Jansen von Bündnis 90/Die Grünen insbesondere darüber, daß Jugendliche stark in den Hansetag eingebunden waren. Ganz persönlich angetan war sie von der Hanse-Ausstellung. "Besonders gefallen hat mir daran, daß hier nicht irgendwelche Künstler ihre Arbeiten ausgestellt haben, sondern Menschen wie du und ich."

Übereinstimmend lobten die lübschen Delegierten die herzliche Aufnahme und die ausgeprägte Gastfreundschaft - und waren zugleich verwundert darüber, daß "die Lübecker" in der Hanse nach wie vor eine hervorgehobene Rolle spielen. Dies sei den Lübeckerinnen und Lübeckern selbst wohl oft gar nicht bewußt, meinte Gabriele Hiller-Ohm. Deshalb plädierte sie dafür, daß die Hansestadt baldmöglichst auch wieder einmal einen Hansetag ausrichtet. Damit auch die LübeckerInnen merkten, wie groß das Ansehen der Hansestadt innerhalb des Hansebundes ist.

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