Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Samstag, 20. April 2019

Ausgabe vom 06. Juni 2000

Hintergrund

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Positiver Trend: Müllgetrenntsammlung; Foto: M. Langentepe

Der größte Teil des Energieverbrauchs in Deutschland entfällt auf die Erzeugung von Wärme. Allein rund 40 Prozent des gesamten Verbrauchs werden für Raumheizung und Warmwasserversorgung benötigt.

Die Stromversorger waren und sind an den Untersuchungen und Entwicklungen maßgeblich beteiligt, einen Teil des Energiebedarfs durch erneuerbare Energien zu decken. Das Ziel ist, den Anteil regenerativer Energien zu vertretbaren wirtschaftlichen Bedingungen so weit wie möglich zu erhöhen. Dazu zählen:

*die Nutzung der Sonnenenergie mittels Kollektoren,

*die indirekte Umgebungswärme mittels Wärmepumpen

*die Nutzung direkt verwertbarer Abwärme bei diversen industriellen Prozessen sowie Haushaltungen und Stallungen

*die Kombination von Kälte- und Wärmeerzeugung.

Ende 1997 waren 226 Deponiegasanlagen, die Strom erzeugten, mit einer Gesamtleistung von 157,5 Megawatt in Betrieb, darunter 92 Anlagen von Stromversorgern. Die Netz einspeisung aller Anlagen belief sich 1997 auf rund 605 Millionen Kilowatt pro Stunde, ausreichend für die Versorgung von rund 200 000 Haushalten.

Insgesamt ist mit einer nur noch kleinschrittigen Zunahme der Stromerzeugung auf Deponiegasbasis zu rechnen. Die bestehenden Deponien werden sich allmählich erschöpfen, und die als positiv zu wertende Müllgetrenntsammlung mit ihrer verstärkten Kompostierung organischer Abfälle wird sich negativ auf die Gasergiebigkeit auswirken.

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