Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 26. Juni 2019

Ausgabe vom 27. Januar 1998

Alternative gebenwichtige Impulse

"Zur Alternative gibt es keine Alternative". SZ vom 13. Januar.

Im Namen des Trägervereins des Arbeitslosenzentrums Lübeck e. V. möchten wir mit Entschiedenheit unsere Solidarität mit der Alternativee. V. auf der Wallhalbinsel ausdrücken. Wir empfinden die wöchentlichen Hetzartikel in den Lübecker Nachrichten gegen die seit 20 Jahren geleistete Arbeit in der Alternative als unerträglich. In diesem Zeitraum gingen von der Alternative wichtige Impulse für die kulturelle und politische Landschaft in Lübeck aus. Besonders Jugendlichen bietet die Alternative Raum und Möglichkeiten, sich zu verwirklichen, ohne daß die Hansestadt einen nennenswerten Beitrag dazu leistet. Die Musik- und Kongreßhalle verschlingt dagegen Jahr für Jahr Millionen von städtischen Subventionen. Für uns ist es auch nicht verwunderlich, daß Leute wie Peter Sünnenwold (Vorsitzender der CDU-Mittelstandsvereinigung) in vorderster Linie Stimmung machen. Wenn solchen Personen die Alternative ein Dorn im Auge ist, zeigt es nur, wie wichtig die Arbeit, die dort geleistet wird, ist.

Wir treten für ein antirassistisches, antifaschistisches Lübeck ein, in dem jeder Mensch seinen Platz hat, egal welche Haut- oder Haarfarbe, und nicht nur Nadelstreifen-Herren und Pelzmantel-Damen! In diesem Sinne fordern wir eine Mietvertragsverlängerung für die Alternative ohne Wenn und Aber.

Jens Uwe Schulz (Vorsitzender des Arbeitslosenzentrums Lübeck e.V.)

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