Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 25. April 2019

Ausgabe vom 27. Januar 1998

Mehr Mittelalter aufden Schrangen?

Bevor die Diskussion über Blumenkübel wieder beginnt: Lübeck hat einen dritten sehr schönen Platz in der Altstadt! Mit 15 Metern Breite, 110 Metern Länge und einem Gefälle von 3,5 Metern bietet dieser Platz eine natürliche Bühne für alles, was auf dem ehrwürdigen Markt nicht stattfinden muß.

Denkt man sich rechts und links an den Geschäftshäuserfronten Fahrwege, so bleibt in der Mitte Platz für eine großzügige, unregelmäßige, gepflasterte Treppenanlage mit 25 Stufen. Zwischen Treppe und Fahrwegen verspringende Sockel in Sitzhöhe. Zur Breiten Straße könnte die Anlage durch eine Doppelreihe Stadtbäume, zur Königstraße durch ein zweigeschossiges Haus begrenzt werden.

In diesem Haus müssen WC, Wickelraum, Gepäckaufbewahrung (=Schließfächer), Kiosk, Auskunft usw. untergebracht werden. Auf der Rückseite, also zur "Treppe" hin bietet sich im ersten Obergeschoß eine Bühne für Musik, Aufführung und Film an, ohne Auf- und Abbau. Und noch zwei Ideen: Auf dem Koberg gibt es einen neuen Brunnen - weil es da immer einen gab. In der Breiten Straße gibt es den Sod. Weil es da schon immer sowas gab. Und auf dem Schrangen, diesem Ort der Schlachter und des Spritzenhauses, gab es sicherlich immer ablaufende Wasserrinnsale. Auf dieser "Treppe" kann man ruhen - aber auch spielen.

Diese Stadt hat soviel Mittelalter - wie wäre es mit Stelzen, Murmeln, Kreiseln, Reifen? Vielleicht unter Aufsicht, während Eltern einkaufen?

Jan-Peter Limburg, Lübeck

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