Ausgabe vom 13. Juni 2000
Hansegedanken in die Bürgerschaft tragen
SPD

V.i.S.d.P.: Gabriele Hiller-Ohm
Der diesjährige Hansetag war ein ganz besonderer. Nach 20 Jahren gab sich der Hansetag der Neuzeit erstmals eine Satzung und einen neuen Namen: "Die Hanse". Der Bürgermeister der Hansestadt Lübeck ist jetzt nicht mehr "geborener" Vormann (Präsident) der Hanse, sondern wird künftig von den Vertretungen der Hansestädte gewählt. Neu-Bürgermeister Bernd Saxe trat in der niederländischen Hansestadt Zwolle, diesmal noch als "geborener" Vormann, die Nachfolge von Michael Bouteiller an. Bouteiller hat über viele Jahre am Bau der Hanse mitgewirkt und den Hansegedanken mit neuem Leben erfüllt.
Den Fraktionen in der Lübecker Bürgerschaft war die Bedeutung des diesjährigen Hansetages sehr bewußt. Sie entsandten deshalb ihre Spitzen als Delegation nach Zwolle. Die SPD wurde von Fraktionschefin Gabriele Hiller-Ohm und MdBü Ilse Schumacher vertreten. Die CDU entsandte ihre stellvertretende Fraktionsvorsitzende Roswitha Kaske und MdBü Ingrid Schatz. Fraktionschefin Antje Jansen reiste für Bündnis 90/ Die Grünen und Charlotte Harnack (SPD) als stellvertretende Stadtpräsidentin mit. Für Gabriele Hiller-Ohm war es der erste Hansetag: "Wir haben gemeinsam unsere Stadt vertreten und für Lübeck in Zwolle geworben. Diesen Auftrag haben wir über die Fraktionsgrenzen hinweg wahrgenommen. Es hat Spaß gemacht, sich auf dieser Ebene zu begegnen und kennenzulernen. Wir konnten viele Kontakte mit Vertretungen anderer Hansestädte knüpfen. Ich bedanke mich bei meinen Bürgerschaftskolleginnen ganz herzlich für die intensiven und auch fröhlichen vier Hansetage. Wir waren ein tolles und erfolgreiches Lübeck-Team. Ich hoffe, daß es uns gelingen wird, dieses gute interfraktionelle Klima als Arbeitsgrundlage auch in der Bürgerschaft hinzubekommen. Wir haben zwar unterschiedliche politische Profile und Programme, für die wir in der Bürgerschaft streiten. Es gibt aber gerade in der Kommunalpolitik auch viele gemeinsame Ziele, die wir schneller erreichen könnten, wenn es gelänge, kollegialer zusammenzuarbeiten und unsere Kräfte zu bündeln."




