Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Ausgabe vom 23. März 2010

166 Fahrräder werden versteigert

Weißer Winter minimiert die Drahtesel-Funde

166 Fahrräder unterschiedlichster Jahrgänge lagerten bis heute in den Kellern des Lübecker Fundbüros in der Dr.-Julius-Leber-Straße 46-48 und warteten auf einen neuen oder den alten Besitzer. Mindestens ein halbes Jahr lang schlummerten die Drahtesel im Verborgenen, bis sie heute ab 14 Uhr auf dem Rathausmarkt zur Versteigerung gebracht werden. „Nur selten bleibt eines übrig. Und wenn, dann ist es wirklich Schrott“, weiß Peter Wangerin, Verwaltungsfachangestellter, aus mehr als zehn Jahren Fundbüroerfahrung. Und während  der 48-Jährige erzählt, treffen der Verwaltungsfachangestellte Sebastian Steffen (21) und die Auszubildende Mandy Schreiber (17) die letzten Vorbereitungen. Steffen schwärmt: „Hier sind schon ein paar schöne Fahrräder bei. Das lohnt sich.“

Kinder-, Damen- und Herrenräder werden bis etwa 17 Uhr von Wolfgang Mutz, einem Urgestein unter den Auktionatoren, unter dem Hammer gebracht. Mit seiner tollen, lustigen Art fessele und begeistere er die Besucher der Versteigerung, manch einer käme nur der Unterhaltung wegen, gar nicht mal um einen Drahtesel zu erwerben, so Wangerin.

Der lange, kalte Winter macht sich auch im Fahrradkeller des Fundbüros bemerkbar: „So wenig Fahrradfunde hatten wir schon lange nicht mehr“, resümiert Wangerin.

Wer dennoch sein Fahrrad vermisst kann sich an die nächste Polizeidienststelle oder an das Fundbüro Lübeck unter Telefon 0451/122-3256 wenden. Geöffnet ist das Fundbüro Montag und Dienstag von 8 bis 14 Uhr, Donnerstag von 8 bis 18 Uhr und Freitag von 8 bis 12 Uhr. In dieser Zeit können auch gefundene Fahrräder abgegeben werden. „Aber Vorsicht!“, warnt Peter Wangerin, „Wir arbeiten eng mit der Polizei zusammen. Und wenn jemand sein Fahrrad für wenige Minuten am Bahnhof abstellt und möglicherweise vergisst, anzuschließen, gilt dieses noch längst nicht als verloren.“ Es komme tatsächlich vor, das gewisse Leute regelmäßig Fahrräder „finden“, aber Wangerin kenne seine Pappenheimer und weise sie dann in ihre Schranken: „Die sollen die Fahrräder dann dahin zurückbringen, wo sie sie ‚gefunden‘ haben.“

Was man auf Lübecks Straßen und Plätzen noch so finden kann, was man wann und warum abgeben muss und wann man was behalten darf, lesen Sie in der nächsten Ausgabe der Lübecker Stadtzeitung.  fem

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