Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Samstag, 17. November 2018

Ausgabe vom 25. Juli 2000

Lübecks allerschönste Tochter

Die 111. Travemünder Woche zieht Segler, Touristen und Einheimische in ihren Bann

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"Heiß Flagge!" Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) eröffnete die Segelwoche - assistiert vom Vize-Stadtpräsidenten Peter Sünnenwold (CDU), Innenminister Klaus Buß (SPD) und LYC-Chef Horst-Dieter Heye; Fotos: M. Erz

Es ist noch nicht einmal Halbzeit bei der Travemünde Woche - und doch ist eins schon klar: Die 111. Auflage der zweitgrößten Segelveranstaltung der Welt wird als eine der besten in die Geschichte der Lübecker Vorzeige-Veranstaltungen eingehen. Den Wetterunbilden zum Trotz - Flauten machten den Seglern zu schaffen und auch die Sonne hielt sich in den ersten Tagen zurück - war Lübecks Ostseeheilbad an allen Tagen Anlaufstation für Tausende. Am ersten Sonntag war die Traveufer-Promenade schwarz von Menschen - und auch an der geräumigeren Strandpromenade ging es zuweilen nur in Trippelschritten vorwärts.

Die Travemünder Woche erweist sich wiederum als Magnet für Lübeck und das weite Umfeld. Und hat ihre Anziehungskraft für die Wassersportler noch erhöht: 2500 Seglerinnen und Segler in 1000 Booten - dazu eine Weltmeisterschaft und hochrangige Wettbewerbe in insgesamt 29 Klassen - das gab es bisher noch nie.

Als ganz große Attraktion stellte sich die Premiere der Skiff-Protour heraus: Segeln zum Anfassen unmittelbar vor der Nordermole. Die atemberaubenden Bootskonstruktionen, völlig übertakelt und Turngeräte für die Fittesten, zeigten sich in zwei Klassen und kurzen Rennverläufen von ihrer besten Seite. Da fehlten zum völligen Glück nur ein paar Windstärken. "Macht nichts", war von den Skiff-Seglern, die sogar aus Italien und Australien angereist waren, zu hören. "Travemünde ist echt Spitze. Wir würden auf jeden Fall auch im kommenden Jahr wiederkommen."

Zu der Zufriedenheit der Segler, die nach wie vor die wichtigste Klientel der Travemünder Woche sind, trug eine optimierte Organisation an Land bei. Das Rahmenprogramm war perfekt. Angefangen beim Essen, Trinken, Unterkunft, Regattaorganisation und Logistik bis hin zum Kulturprogramm, Festen und und vielen Empfängen - die meisten an Bord der SS Passat - war alles zum Wohlsein der Segelsportler arrangiert. Die Nähe von Segeln und flanierenden Zuschauern, die beim Zuwasserlassen der Boote gern mit anpacken - das ist das eigentliche Geheimnis der Travemünder Woche.

"Es muß etwas passieren in Travemünde" heißt eine Standardleier im nördlichsten Lübecker Stadtteil. "Und sie bewegt sich doch", kann man heute getrost antworten.

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