Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 27. Mai 2019

Ausgabe vom 01. August 2000

Ungewöhnliche Passagiere auf der Fähre

"Pötenitz" transportiert Stapler der LHG von Schlutup nach Vorwerk

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Die Stapler werden mit Hilfe eines Krans auf die Fähre verladen; Foto: LHG

Die Fähre "Pötenitz" auf Abwegen: Während sie normalerweise im Dienste der Stadtwerke Lübeck Passagiere und Fahr- zeuge zwischen Travemünde und dem Priwall befördert, lieferte sie im Auftrag der Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG) kürzlich sieben Stapler vom LHG-Terminal Schlutup zum Terminal Nordlandkai.

Mit einem sogenannten "Reach-Stacker". einem staplerähnlichen Großgerät, das bis zu 46 Tonnen tragen kann, wurden die Langmaststapler innerhalb einer Stunde auf die "Pötenitz" verladen und dann zum acht Kilometer entfernten Nordlandkai transportiert. Hier wurden sie mit dem großen LHG-Kran 50, der bis zu 100 Tonnen tragen kann, wieder an Land gehoben.

Die im Papierumschlag eingesetzten Stapler, jeder rund 15 Tonnen schwer und fünf Meter hoch, wurden in Schlutup nicht mehr benötigt und sollten deshalb am Nordlandkai eingesetzt werden. "Zwar wäre auch ein Transport per Tieflader über die Straße möglich gewesen, aber dafür hätte der Hubmast der Stapler abgebaut werden müssen - ein aufwendiges und teures Unterfangen", berichtet LHG-Sprecher Rolf Klein. Deshalb habe sich die für den Transport zuständige LHG-Service-Gesellschaft (GS) mit den Stadtwerken in Verbindung gesetzt, um die Idee zu diskutieren, den Transport mit der Fähre zu wagen.

Nachdem diese Premiere "völlig problemlos" (Klein) verlaufen ist, sind sich alle Beteiligten sicher, daß dies nicht der letzte Einsatz der "Pötenitz" für solche Transporte gewesen sein dürfte...

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