Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 23. April 2019

Ausgabe vom 03. Februar 1998

Erstes Stadtteilgespräch des Ombudsmannes

Zu einem ersten allgemeinen Stadtteilgespräch traf ich mich jetzt mit der "St.-Jürgen-Runde". Dieser "Runde Tisch" des Stadtteils St. Jürgen hatte mich eingeladen, um mit mir über die Aufgaben des Ombudsmannes im Bereich der Stadtteilarbeit zu diskutieren.

Ich habe dargestellt, wie wichtig es für die Hansestadt Lübeck ist, daß sich die Bevölkerung aktiv an der Gestaltung ihres Stadtteils beteiligt.

Nur auf diese Art und Weise kommen wir dem Ziel ein Stück näher, eine Stadt zu entwickeln, in der sich alle Gruppen wohlfühlen. Diese Arbeit ist auf beiden Seiten - auf der Seite der Verwaltung und auf der Seite der Bürgerinnen und Bürger - außerordentlich schwierig. Es bestehen Vorurteile und damit Denkblockaden.

Für mich ist es wichtig, daß die Verwaltung offen ist für die Argumente der Menschen, die in einem Stadtteil leben und deshalb die alltäglichen Situationen sehr viel besser bewerten können als die Fachlichkeit in den Verwaltungen. Umgekehrt müssen sich die Bürgerinnen und Bürger auch offen und aufgeschlossen mit den Argumenten der städtischen Mitarbeiter auseinandersetzen.

Für mich ist eine Voraussetzung für die gemeinsame Arbeit, daß die Stadtteilrunden Selbstbewußtsein entwickeln und mit diesem Selbstbewußtsein auch Macht ausüben. Ich verstehe mich als, Ansprechpartner, wenn sich die Runden nicht innerhalb der Verwaltung zurechtfinden. Des weiteren besteht meine Aufgabe darin, in festgefahrenen Konfliktsituationen zwischen Verwaltung und Stadtteil als Außenstehender zu moderieren. Und drittens habe ich die Aufgabe, den Stadtteil beratend zu unterstützen, um eine Mitwirkungs- und Mitbestimmungsstruktur zu entwickeln.

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