Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 21. August 2019

Ausgabe vom 22. August 2000

"Ein Kulturfeuerwerk, das es noch nie in Lübeck gab"

Die Vorbereitungen zum 13. Lübecker Altstadtfest laufen auf Hochtouren - Über 250 000 Besucher werden erwartet

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Mittelalterliches Handwerk auf dem Markt, die Open-Air Aufführung des Musicals Buddy Holly³ am Krähenteich sowie ein vielfältiges Programm auf zwölf Bühnen mit ber 200 Künstlern bietet das Altstadtfest 2000; Foto: M. Erz, Privat

"Wat de Bur nich kennt ..." war das Motto des ersten Altstadtfestes 1975 und es könnte auch das des diesjährigen Festes sein. "Die Besucherinnen und Besucher erwartet ein Kulturfeuerwerk, das es noch nie in Lübeck gab", versprechen die Macher des dreitägigen Spektakels. So werden alte Traditionen wiederbelebt aber auch so manche Premiere vom 8. bis 10. September gefeiert.

Nach dem 12. Altstadtfest 1998 waren sich Politik und Wirtschaft einig: Es muß etwas passieren, um die Attraktivität des Festes wieder zu steigern. Nicht nur die Besucherzahlen waren rückläufig, auch das Engagement derer, die die Anfangsjahre der Veranstaltung prägten, ließ nach. Die Bürgerschaft beschloß, daß die Lübeck und Travemünde Tourismus-Zentrale (LTZ) ein neues Konzept für dieses traditionelle Fest erarbeitet. In Zusam- menarbeit mit der Hamburger Event-Agentur Uwe Bergmann entstand ein Programm, daß nicht nur die heutigen Ansprüche der BesucherInnen berücksichtigt, sondern auch eine Basis für zukünftige Aktivitäten schaffen soll. "Wir wollen ein internationales Festival, das aus Lübeck heraus wächst und nach außen transportiert wird, um sowohl Bewohner als auch Touristen zu begeistern", betont Tourismusdirektor Johann W. Wagner.

So findet das Altstadtfest wie vor 25 Jahren von Freitag bis Sonntag statt. Allerdings im neu definierten Veranstaltungsraum ohne Travebereich- eine deutliche Abgrenzung zum Hafenfest. Und auch der Spendengedanke wurde wieder aufgenommen: Die Einnahmen sollen zur Restaurierung der beschädigten Terrakotten des Holstentores verwendet werden. "Viele Institutionen, Vereine und Service-Clubs beteiligen sich in diesem Jahr wieder an dem Fest", so Uwe Bergmann. Von diesen würden keine Standgebühren erhoben, weil der Spendengedanke im Vordergrund stünde.

Noch freie Standplätze

Doch auch für alle anderen seien die Kosten moderat: "Im Vergleich zu ähnlichen Veranstaltungen ist Lübeck absolut günstig", so Bergmann. Dennoch seien die hanseatischen Geschäftsleute zurückhaltend. "Leider, denn je mehr Lübecker sich an dem Fest beteiligen, desto au-thentischer wird es", bedauert Bergmann. So gibt es noch freie Plätze, beispielsweise für den Verkauf von Antikem in der Großen Burgstraße oder von Kunsthandwerk in der König-straße. "Wir freuen uns über jeden, der mitmacht - und wer noch unsicher ist und nicht weiß wie, den beraten wir und helfen gern", fordert Bergmann die Lübecker auf. Informationen gibt es unter der Rufnummer (040) 46 88 22 13.

Sponsor gewonnen

Neue Wege gehen die Veranstalter in diesem Jahr bei der Finanzierung. Rund 750 000 Mark beträgt das Gesamtbudget. Erstmals wurde ein Hauptsponsor, die Holstenbrauerei, für das Altstadtfest gewonnen. Die Brauerei engagiert sich neben dem finanziellen Beitrag mit einer Spendenaktion. Für zwei Mark können Besucher einen Ballon mit Grüßen beschriften. Am Sonntag sollen alle vor dem Holstentor in den Himmel aufsteigen. Im Gegenzug erhielt die Brauerei die Exklusivrechte für den Ausschank ihrer rund zehn Biersorten. "Doch wir knebeln niemanden", betont Bergmann. Gaststätten, die vor ihrem Geschäft ausschenken würden, seien davon ausgenommen.

Drei ausgewählte Areale

Premiere hat zudem der Altstadt-Paß. Für zehn Mark pro Person berechtigt er zum Eintritt zu den drei speziellen Veranstaltungsarealen am Krähenteich, auf dem Markt und im Burgtor-Innenhof. "Das sind aber maximal zehn Prozent des gesamten Bereiches", betont Wagner. Der Rest sei frei. Ein weiterer Bonus: Der Paß ist gleichzeitig für drei Tage Fahrausweis für den Lübecker

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