Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 18. Dezember 2017

Ausgabe vom 16. März 2010

Gesamtkonzept für Wissenschaftsstadt

Initiativkreis setzt auf Potential in Lübeck - Vier Bausteine

Vor zwei Jahren hoffte Lübeck auf den Titel "Stadt der Wissenschaft 2009", musste sich aber knapp der Konkurrentin Oldenburg geschlagen geben. "Es war ein Photo-Finish", betitelt Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) den zweiten Platz der Hansestadt.

"Trotzdem sind wir Gewinner. Wir haben uns entschieden, weiter an dem Projekt ,Wissenschaftsstadt' zu arbeiten", so Saxe ergänzend. Aufgrund der Erfahrungen der damaligen Bewerbung und dem wissenschaftlichen Potential der Hansestadt gründete sich der Initiativkreis "Stadt der Wissenschaft" aus Bürgermeister, Vertretern der vier Lübecker Hochschulen und der Wissenschaftsmanagerin Iris Klaßen. Das Gremium legte jetzt ein Entwicklungskonzept vor, das auf vier Säulen steht: dem Ausbau der Hochschul- und Forschungsinfrastruktur, der Kooperation zwischen Hochschulen und Wirtschaft, der Verankerung der Wissenschaft in den Köpfen und Herzen der hier lebenden Menschen und die Vision und Strategie des Wissenschaftsstandortes Lübeck in Stadt und Region zu vermitteln.

"Das Konzept ist ein Meilenstein, die Wissenschaft stärker bekannt zu machen", erklärt Iris Klaßen. Die Bewerbung als "Stadt der Wissenschaft 2012" sei nur ein Baustein des Ganzen. Die Bewerbung werde von zahlreichen Veranstaltungen für Klein und Groß begleitet, um die Menschen in Lübeck zu begeistern.

Stefan Bartels, Präsident der Fachhochschule Lübeck, verweist darauf, dass die Hochschulen in der Hansestadt bundesweit "spitze" sind. "Die Universität zu Lübeck ist im Bereich Medizin die Nummer Eins - obwohl sie eine recht kleine Uni ist".

Die Fachhochschule sei im E-Learning europaweit führend und die Musikhochschule der größte Konzertanbieter Deutschlands. "Das alles ist ein extrem gutes Ausgangspotential, das zum Nutzen aller Menschen werden kann". Matthias Schulz-Kleinfeldt, gerade frisch in das Amt des Hauptgeschäftsführers der IHK zu Lübeck gewählt, möchte, dass Lübeck den Anschluss an den Wettbewerb und die Aufbruchsstimmung nicht verliert. "Lübecks Rückgrat sind die kleinen und mittelständischen Unternehmen. Hier ist es wichtig, die Kommunikation zur Wissenschaft zu initialisieren".

Das Thema der Bewerbung als "Stadt der Wissenschaft 2012" soll das komplexe Thema "Leben" sein. Im Oktober wird die Bewerbung als Ideenskizze eingereicht. Erreicht Lübeck in das Finale, präsentiert die Stadt sich und die Bewerbung im März 2011 in Oldenburg.

Bernd Saxe sieht Chancen auf den Titel: "Alle Preisträger gewannen erst im zweiten Anlauf", so der Bürgermeister augenzwinkerd. msn

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