Ausgabe vom 05. September 2000
Kantaten und Orgelwerke
Europäisches Buxtehude-Festival in der St. Marien-Kirche - Hochkarätige Musiker
Marien-Organist Ernst-Erich Stender widmet seinem berühmten Vorgänger ein "1. europäisches Buxtehude-Festival": Gedrängt auf fünf Tage vom 13. bis 17. September gibt es sechs Konzerte mit Kantaten und Orgelwerken von Dietrich Buxtehude (1637-1707). Hochkarätige Musiker aus den Niederlanden, aus Dänemark, Schweden und Deutschland geben dazu ihre Visitenkarte in der Hansestadt ab.
Buxtehude hat über 110 Kantaten komponiert. "Unglaubliche Schätze
sind darunter", berichtet Professor Stender. Acht Kantaten will er mit seinem
Lübecker Buxtehude-Ensemble - "eine Neugründung auf hohem Niveau"
(Stender) - aufführen: Jeweils vier erklingen im Eröffnungskonzert am
Mittwoch,
13. September, 20 Uhr, sowie zum Abschluß am Sonntag,
17. September, 17 Uhr.
Eine Wiederbegegnung
Dazu gesellt sich eine Bach-Kantate. Stender:"Das wird eine Wiederbegegnung der beiden Komponisten auf musikalischer Ebene nach 295Jahren."
Die Kantaten seien "chorisch oder solistisch zu besetzen". Stender entschied sich für letztere Version:"Bei dem Hall in der St. Marien-Kirche hat das Solistische den Vorteil der Klarheit." So sind am 13. September Agnete Munk Rasmussen (Sopran) und Ole Stoevring Larsen (Bass) aus Dänemark die Sänger, am 17. September dann Dorothea Gotthelf (Sopran) und Matthias Lüderitz (Bass) sowie Joachim Pfeiffer (Trompete).
Die beiden Konzerte an der Totentanzorgel bestreiten die Buxtehude-Spezialisten Erik Wadmann (Schweden) am 14. September, 20 Uhr, und Stef Tuinstra (Niederlande) am 15. September, 20 Uhr. Kirchenmusikdirektor Stender wiederum läßt am 16. September, 18.30 Uhr, an der Totentanz- sowie an der Großen Orgel neben Buxtehude auch Bach erklingen - und leitet natürlich die Kantaten-Abende.




