Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 25. April 2019

Ausgabe vom 12. September 2000

Die Königin gibt sich die Ehre

Hansestadt Lübeck bewirbt sich um Ausrichtung des Hansetages

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Nicht nur mitlaufen - selbst veranstalten: Lübeck Auf dem Hansetag in Visby 1998; Foto: M. Erz

Das mittelalterliche Treiben auf dem Markt während des Altstadtfestes am vergangenen Wochenende hat einen Eindruck davon vermittelt, wie es in der Hansestadt Lübeck zuging, als sie noch zu Recht "Königin der Hanse" genannt wurde: Sie war der Mittelpunkt pulsierenden Lebens und Handelns. Daß Lübecks Geschichte und Wachstum untrennbar mit der Hanse verbunden ist (der letzte Hansetag der alten Zeit fand 1669 statt), wissen die heutigen Bewohnerinnen und Bewohner zumeist; daß aber auch die Neuauflage dieses Städtebundes für Lübeck viele Vorteile hat, ist eher unbekannt. Dies könnte sich schon bald ändern, denn die Bürgerschaft hat in der Sitzung am Donnerstag Bürgermeister Bernd Saxe beauftragt, sich für die Ausrichtung des Hansetages im Jahr 2014 zu bewerben. Dann werden wieder viele Menschen aus den Hansestädten für mehrere Tage in Lübeck zusammenkommen, gemeinsam feiern und Handelsbeziehungen knüpfen - so wie früher.

Gabriele Hiller-Ohm, die für die SPD den Antrag eingebracht hatte, berichtete den Bürgerschaftsmitgliedern von ihren Erfahrungen auf dem diesjährigen Hansetag Ende Mai in Zwolle: "Man muß das selbst erlebt haben, um diesen Hansegedanken verstehen zu können." Sie habe sich an diesen drei Tagen wie in einer Familie aufgenommen gefühlt, hatte sie damals der Stadtzeitung erzählt. Und hatte sogleich Kontakt mit Sozialdemokraten aus Herford geknüpft.

Auch CDU-Fraktionschef Klaus Puschaddel, der 1997 am Hanstag in Danzig teilnahm, war des Lobes voll: "Einen besseren Beitrag zum Frieden und zur Völkerverständigung kann es nicht geben."

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