Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 19. April 2019

Ausgabe vom 12. September 2000

Der Prozeß von Werden und Vergehen

Im St. Annen-Museum werden Arbeiten des Künstlers Harald Frackmann gezeigt

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Museumsdirektor Dr. Thorsten Rodiek vor dem Frackmann-Werk liegend, geschält³; Foto: T. Wewer

Der Maler Harald Frackmann befaßt sich in seinen Arbeiten mit menschlichen Grenzsituationen. 60 Arbeiten des 1944 in Plauen geborenen und heute in Hamburg lebenden Künstlers werden vom 17. September bis 26. November im St. Annen-Museum, St. Annen-Straße 15, gezeigt. In die Ausstellung einführen wird am Sonntag, 17. September, 11.30 Uhr, der Direktor des Museums für Kunst und Kulturgeschichte, Dr. Thorsten Rodiek. Der Künstler wird zugegen sein.

Die in vielen Schattierungen ausgeführte Farbe Schwarz dominiert die Kompositionen, vor denen sich bewegte Farbspuren wie flackernde Lichter abheben, um dann wieder vom tiefen Schwarz verschluckt zu werden. Motive und Farben werden häufig von gestischer Malweise überdeckt. Auf diese Weise entsteht ein großartiges Spannungsverhältnis zwischem dem Noch-Sichtbaren und dem bereits Verdecktem. Dieses Spannungs- verhältnis, das bis zur totalen Auslöschung tendieren kann, verdeutlichen Frackmanns Bilder. Auf diese Weise wird der mitunter tragische Prozeß von Werden und Vergehen sichtbar gemacht. Neben Bildern werden auch Fotografien und Zeichnungen gezeigt.

Zur Ausstellung erscheint ein umfangreich bebilderter Katalog zum Preis von 35 Mark. Das St. Annen-Museum ist dienstags bis sonntags täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet, ab 1. Oktober nur bis 16 Uhr.

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