Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Samstag, 20. April 2019

Ausgabe vom 12. September 2000

"Die Arbeit der Bürger würdigen"

Westlicher Altstadtrand: Bürgerschaft beschließt Wettbewerb zur Umgestaltung

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An der Untertrave: Promenade am Oldtimer-Hafen; Foto: M. Peters

Die Bürgerschaft hat beschlossen, für die Entwicklung und Umgestaltung des westlichen Altstadtrandes einen städtebaulichen Wettbewerb durchzuführen. Das Gebiet umfaßt die Straßen- und Uferzone zwischen Trave und den Altstadthäusern von der Dankwartbrücke bis zur Hubbrücke, das heißt die Straßen Obertrave und Untertrave.

Der Entscheidung ging eine leidenschaftliche Diskussion über die Frage voraus, welchen Stellenwert die Ergebnisse, die in mehreren Workshops von AnwohnerInnen, InteressenvertreterInnen und Geschäftsleuten zusammengetragen worden waren, in diesem Wettbewerb haben würden. Carl Howe, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, schimpfte, daß man erst die Bevölkerung aufrufe sich zu beteiligen, und dann sei das Erarbeitete plötzlich nichts mehr wert. "Die Arbeit der Bürger muß gewürdigt werden", so Howe. Der Grund für Howes Erregung: Die Ergebnisse aus den Workshops sollen lediglich als "Arbeitsmaterial" im Wettbewerbsverfahren berücksichtigt werden.

Christopher Lötsch versuchte für die CDU die Wogen zu glätten: Die Gestaltung des genannten Gebietes könne nicht für sich allein betrachtet werden, sondern gesamtstädtisch. Deshalb könne man die Work-shop-Ergebnisse nicht einfach übernehmen. Und aus diesem Grund könnten auch nicht die Betroffenen entscheiden. Das müsse die Politik tun. Gleichwohl blieben die Betroffenen im weiteren Verfahren beteiligt, unterstrich Ulrich Pluschkell von der SPD: Sie seien schließlich als Sachverständige und Preisrichter im jetzt beschlossenen Wettbewerb vertreten.

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