Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Ausgabe vom 16. März 2010

Eine Stadtbahn für Lübeck

Autor: Sascha Thomas

Die Linke

Bis vor 50 Jahren fuhr in Lübeck eine Straßenbahn. Dann wurde der Betrieb ein- und auf Busse umgestellt. So verschwanden nach und nach die Gleise aus den Fahrbahnen. Viele Linienführungen von Bussen erinnern bis heute daran. Es gibt in Lübeck eine Menge Gleisanlagen, die alte Gewerbegebiete anschließen und die Hafenanlagen an das Schienennetz anbinden. Diese befinden sich z.T. im Besitz der DB, teilweise wird die sog. Hafenbahn von der LHG betrieben. Die jetzt vorhandene Infrastruktur eignet sich noch nicht wirklich zur Personenbeförderung. Trotzdem hat Lübeck in den letzten Jahren einige neue Bahnhaltepunkte an DB-Strecken hinzugewonnen, wie St. Jürgen, Kücknitz und Flughafen. Als nächstes soll der Haltepunkt Hochschulstadtteil hinzukommen. Der Antrag der Fraktion DIE LINKE, einen Haltepunkt Moisling einzurichten, fand in der Bürgerschaft leider noch keine Mehrheit. Trotzdem sind weitere Haltepunkte denkbar: Dänischburg, Oderstraße, Karlstraße und Kamelbrücke - hier könnte ein Regionalbahn- oder ein S-Bahn-Betrieb von Travemünde über Kücknitz bis nach Moisling oder Reinfeld eingerichtet werden, wie er von Hamburg aus gesehen bis Bad Oldesloe schon lange üblich ist. Das würde auch die Fahrtzeiten nach Hamburg verkürzen, da die Regionalexpresszüge nur noch in Bad Oldesloe halten müssten. Eine Stadtbahn macht für Lübeck Sinn, erhöht die Mobilität und verkürzt Wegezeiten. Dies wäre ein erster Schritt, um auch die Innenstadt wieder an den Schienenverkehr anzubinden und Lübeck zu einer modernen, weil mobilen Stadt weiter zu entwickeln.

V.i.S.d.P.: Antje Jansen

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