Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 25. April 2019

Ausgabe vom 10. Februar 1998

SPD-Fraktion zur Jugendpolitik Teil 1: Lübeck - Our house !

SPD

Ausbildung:

"....und raus bist Du!" ....so ergeht es vielen Jugendlichen, die auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind. Gerade größere Betriebe verzichten auf die Ausbildung von Jugendlichen und lassen lieber kleine und mittlere Betriebe ausbilden. Hier gilt es anzusetzen. Bis zu einer bundesgesetzlichen Umlagefinanzierung wollen wir in Lübeck versuchen, die von den Betrieben immer wieder betonte Ausbildungsbereitschaft über eine kommunale Umlagefinanzierung einzuführen.

Die Stadt wird die Ausbildungskapazität ausweiten. Bei der Auftragsvergabe wird darauf geachtet, daß nur Unternehmen mit ausreichender Ausbildungsquote und mit sozialversicherten Beschäftigten berück-sichtigt werden. Der Benachteiligung von jungen Frauen in der Ausbildung gegenüber ihren männlichen Kollegen wollen wir durch spezielle Förderprogramme entgegentreten.

Wir wollen die Schule für ihr Umfeld öffnen. Durch kulturelle Angebote und Kooperation mit Vereinen soll die Schule integrativer Teil ihres Stadtteils werden, in dem auch gesellschaftliches Leben jenseits der klas- sischen Bildung stattfindet. Wir wollen ein Bildungssystem aufbauen, das allen Menschen eine selbstbestimmte und demokra-tisch-solidarische Teilhabe an der Gesellschaft ermöglicht. Darum wollen wir das bisherige Schulsystem der Selektion re-formieren. Wir wollen in Lübeck weitere Gesamtschulplätze einrichten, projektorientiertes Lernen ermöglichen und kostenlose Hausaufgaben- und Nach- hilfeprogramme in den Jugendzentren ausbauen. Dem oftmals schlechten baulichen Zustand vieler Schulen wollen wir durch Renovierungen abhelfen. Wir wollen Schulen verstärkt mit Solarmodulen und anderen regenerativen Energien ausstatten und so den solaren Umbau in Lübeck mit voranbringen.

Wir wollen Jugendliche an allen wichtigen Entscheidungen in der Stadt durch Runde Tische und Zukunftswerkstätten beteiligen und so "mehr Demokratie wagen"! Gleiches gilt für die notwendige Erneuerung der bestehenden Jugendeinrichtungen, Jugendliche müssen das Angebot von Jugendeinrichtungen durch Nutzer- und Publikumsräte mitbestimmen können. Wir wollen ein offenes und demokratisches Jugendforum einrichten, in dem alle Jugendlichen der Stadt mitarbeiten können und die städtischen Vorhaben kritisch diskutiert werden können. Mit dem Wahlalter 16 haben Jugendliche jetzt eine größere Lobby und so die Chance, mehr Einfluß auf Politik auszuüben. Wir sehen in der Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre bei Kommunalwahlen einen ersten Schritt, der durch die Ausweitung auf Landtags-, Bundestags- und Europawahlen ergänzt werden soll. Fortsetzung folgt

V.i.S.d.P. Dietrich Szameit

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