Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 14. Dezember 2017

Ausgabe vom 16. März 2010

BfL-Wirtschaftsinitiativen abgewürgt

Autor: Dr. Raimund Mildner

BfL - Bürger für Lübeck

Frei nach Lichtenberg: Es ist nicht gesagt, dass es besser geworden wäre, wenn es anders gemacht worden wäre. Aber wenn es hätte besser werden sollen, hätte es anders gemacht werden müssen. Die BfL verweisen auf drei vor mehr als einem Jahr eingebrachte Anträge: Der Investitionslotse hätte eine erfolgreichere Investorenansprache und -betreuung vor allem auch im gewerblichen Bereich bewirken sollen. Statt dessen Stillstand in der Ansiedlungspolitik, geplatzte indische Investitionsträume der Wirtschaftsförderung oder Null-Verkaufsplanung der KWL. Das Entwicklungskonzept für den Logistikstandort Lübeck hätte eine Bündelung von Ressourcen, wegweisende Kooperationsprojekte und gemeinsame Orientierung in der Krise bewirken sollen. Stattdessen aber bloße Krisenbewältigung in der Logistikbranche, warten auf einen kaum absehbaren Aufschwung in Weiter-so-Mentalität, ohne wirkliche Perspektive, die Herausforderungen des Logistikmarktes im Ostseeraum systematisch anzugehen. Das städtebaulich-funktionale Konzept für Travemünde hätte Ordnung in die Stadtteil-Entwicklung bringen sollen. Stattdessen umstrittene Einzelprojekte wie Gosch-Markthalle, endlose Kontroversen zwischen Waterfront und BIP oder die tourismusfeindliche Brache am Aquatop Gelände. Wohlgemerkt: Die Anträge der Bürger für Lübeck wurden seinerzeit in Bürgerschaft und Wirtschaftsausschuss mehrheitlich beschlossen. Seitdem aber Funkstille und Umsetzungsverweigerung samt fehlender politischer Unterstützung. Stattdessen wirtschaftspolitische Initiativ- und Konzeptlosigkeit:

... es muss anders werden, wenn es besser werden soll.

V.i.S.d.P.: Dr. R. Mildner

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