Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 26. April 2019

Ausgabe vom 17. Februar 1998

Editorial

Jeder hat sie schon erlebt, die Dünnhäutigkeit von Berufskritikern, wenn diese selbst einmal ins Fadenkreuz der Kritik geraten. Diejenigen, die gerne kräftig ausschenken, jaulen laut auf, wenn sie nur angetippt werden, wo doch ein Tritt in den - Verzeihung! - Hintern überfällig ist. Zweierlei Maß eben.

Deshalb lassen wir uns auch ohne Wehklagen einmal foulen, in der Hoffnung, daß Sachlichkeit und Fairneß am Ende die Oberhand behalten und daß die Wahrheit den längeren Atem hat.

Entgegen den weiterhin umlaufenden Verdrehungen bleiben wir dabei: Das besagte Lübecker Monopolblatt verletzt gerne und häufig seine Pflicht als verantwortungsvolles Presseorgan, wenn es um die Belange der Hansestadt und deren Verwaltung geht. Kaum zu glauben, aber wahr. Wenn's gewünscht wird, liefern wir gerne weitere Beispiele.

Wir können die Ergebnisse unserer Recherchen jederzeit belegen und entgegen allen andersgestrickten Anschuldigungen beweisen, daß die vermeintlichen Fehler beim Verbot der Neonazi-Demo in Moisling nicht im Lübecker Rathaus gemacht wurden. Wer das widerlegen will, muß Fakten auf den Tisch legen, nicht lediglich mit unbewiesenen Sprüchen hausieren gehen.

Dies gilt auch für das "Schabernack"-Zitat. "Hat Bouteiller es nun gesagt oder nicht?", wollten Leser wissen. Antwort: Er hat nicht (Siehe Dokumentation S.7).

Übrigens: Ein Bürgermeister, der einen Hund beißt, erregt Aufmerksamkeit. Unsere Darstellung war indes eine fiktive Schilderung und ging allein der Frage nach: "Wie entstehen Medienkampagnen, wie wird versucht, platten Lügen lange Beine zu verpassen?" Tut uns leid, wenn uns da jemand mißverstanden haben sollte. Ihre SZ-Redaktion

Zurück zur Übersicht

 
Jetzt Werbung schalten auf www.luebeck.de