Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 17. Juni 2019

Ausgabe vom 07. November 2000

"Personal ist unser wichtigstes Gut"

Oliver Bäth ist neuer Leiter der Feuerwehr Lübeck

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Oliver Bäth; Foto: M. Rulfs

Seit 1. November ist der 45jährige Oliver Bäth neuer Chef der Feuerwehr Lübeck. Er löst Gerald Wegner ab, der mit 60 Jahren in den Ruhestand gegangen ist. Gemeinsam mit der zuständigen Senatorin Dr. Beate Hoffmann nahm Bäth vergangene Woche seinen Arbeitsplatz in Augenschein, nachdem er von Bürgermeister Bernd Saxe die Ernennungsurkunde entgegengenommen hatte.

Der geborene Lübecker ist in der Hansestadt und in Hamburg aufgewachsen. Er hat in Hannover Maschinenbau studiert. Sein Interesse für die Feuerwehr reicht weit zurück: Bereits mit 14 Jahren war er bei der Freiwilligen Feuerwehr in Lübeck, später bei der Freiwilligen Feuerwehr in Hamburg - wichtige Erfahrungen für seine jetzige Aufgabe, da die Berufsfeuerwehr eng mit den freiwilligen Feuerwehren zusammenarbeitet.

1986 begann Bäth die Ausbildung als Referendar für den höheren feuerwehrtechnischen Dienst und schloß sie mit dem zweiten Staatsexamen an der Landesfeuerwehrschule in Münster ab.

Die vergangenen Jahre hat er in Mannheim verbracht: hier arbeitete er vier Jahre lang in der Abteilung Technik, leitete fünf Jahre die Abteilung "Vorbeugender Brandschutz" und war weitere fünf Jahre stellvertretender Amtsleiter, zuständig für die Personalabteilung, die Organisation, die Einsatzplanung und die EDV. Die Personalarbeit sieht er als Kernbereich : "Das Personal ist unser wichtigstes Gut." 85 Prozent der Kosten der Feuerwehr entfallen auf das Personal.

Das zu verlassen, was er in so vielen Jahren in Mannheim aufgebaut hat, war für ihn kein einfacher Schritt, zumal er auch Aussichten auf die Chefstelle hatte. Aber es zog ihn zurück nach Norddeutschland. "Ich fühle mich einfach hier zu Hause." Das Flair Lübecks, die Landschaft und die Nähe zum Meer reizten. Außerdem: "Die Leute liegen mir mehr als die in Süddeutschland, zum Beispiel wie sie miteinander umgehen."

Bäth lebt mit einer Logopädin zusammen und hat mit ihr drei Kinder, eine 17jährige Tochter und zwei 14jährige Söhne. Er hofft, bis zum Jahresende eine Bleibe im stadtnahen Bereich gefunden zu haben, damit seine Familie nachkommen kann.

Die Umweltsenatorin betonte, daß Bäth bereits gut über die Situation der Lübecker Feuerwehr informiert sei. Sie habe mit ihm schon über die Feuerwehrbedarfsplanung gesprochen sowie über den Sparvorschlag des Bürgermeisters, den vorbeugenden Brandschutz an Dritte zu übertragen. Das halten beide für falsch. Denn in die Brandschutz-Beratung von Unternehmen würden viele Erfahrungen einfließen, die bei der aktiven Brandbekämpfung gewonnen werden.

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