Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Samstag, 20. April 2019

Ausgabe vom 07. November 2000

Kinotip

Petits Frères

Die Stärke des französischen Films "Petits Frères" ist die Arbeit mit den jungen Darstellern, die sichtlich selbst die Erfahrungen der "cité" mitbringen. Regisseur Jacques Doillon läßt ihre Sprache und ihre Bewegungen, ihren Witz und ihre Energie authentisch zur Geltung kommen. Gleichzeitig versteht er es aber auch, aus dem Reigen lose geknüpfter Szenen eine Erzählung von großer Dichte entstehen zu lassen.

Zum Inhalt: Talia ist 13. Nach einem heftigem Streit mit ihrem Stiefvater haut sie mit ihrer Pitbull-Hündin Kim von zu Hause ab. Sie fährt nach Patin, um dort bei einem Freund unterzukommen - aber der lebt mittlerweile im Heim. Stattdessen freundet sie sich mit vier Jungen in ihrem Alter an. Diese locken ihren "Pit" weg, um ihn an die "Großen" zu verkaufen, die bei Hundekämpfen Geld machen wollen. Verzweifelt sucht Talia nach ihrer Hündin. Iliès, der älteste der vier, hat sich inzwischen in Talia verliebt und möchte ihr Kim zurückbringen. Doch sowohl die drei anderen als auch die "Großen" wollen erst einmal Geld mit Kämpfen verdienen - dann könne sie Kim zurückkaufen. Da läßt sich Talia eine Pistole besorgen. Sie ist fest entschlossen - und dafür gut ausgerüstet - die geliebte Hündin zurückzuholen.

Der Film von 1998 wird am 11. und 12. November im Kommunalen Kino gezeigt. Vorstellungsbeginn ist jeweils um 20 Uhr.

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