Ausgabe 005 vom 16. Dezember 1997
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Volle Straßen, volle Parkplätze
Lübecks Innenstadthandel erlebt einen vorweihnachtlichen Boom
Sonnabend im Dezember in Lübeck: Die Fußgängerzone in der Innenstadt ist schwarz von Menschen. Keine Maus scheint mehr ins dichte Gedränge zu passen. In der Breiten Straße und Königstraße ist kein Vorankommen. Nicht viel anders ist es in der Holstenstraße oder der Beckergrube. Und: Die Autostaus auf den Einfahrtstraßen nehmen kein Ende, die Parkplätze sind voll. Kein Zweifel - Lübecks vorweihnachtlicher Handel "brummt". -
Mehr Autos am Haken
1997 wurden bereits 591 Wagen abgeschleppt
Die Zahl der falsch geparkten Autos, die in Lübeck abgeschleppt werden, schwankt stark und steigt seit zwei Jahren wieder. 1995 waren es in Lübeck 248, im Jahr darauf 449, und in diesem Jahr kamen bis Ende November bereits 591 Autos an den Haken. Sachgebietsleiter der Verkehrsüberwachung Egbert Ohlow: "Das liegt vor allem daran, daß Ende 1996 damit begonnen wurde, Autos vom Koberg abzuschleppen. Das hat sich in diesem Jahr fortgesetzt, aber inzwischen ist das kaum noch notwendig." -
Schüler demonstrieren gegen den ,,Bildungsklau"
Zweieinhalbtausend Schüler demonstrierten in Lübecks Straßen gegen den "Bildungsklau". "Wir fordern Lernmittelfreiheit, jüngere Lehrer und besser ausgestattete Schulen," so Enrico Kreft, Sprecher des Stadtschülerparlaments. Die Pennäler ,,ernannten'' Schulsenator Ulrich Meyenborg zum Postboten, der ihre Forderungen an das Land Schleswig-Holstein weiterleiten soll. Ingesamt waren 15 von insgesamt 42 Lübecker Schulen, darunter die Thomas-Mann-Schule, die Geschwister-Prensky-Schule und die St.-Jürgen-Realschule an den Protesten beteiligt. -
Kalender der SZmit Lübeck-Fotos
Der brandneue Kalender der Lübecker Stadtzeitung - aufgelegt vom Verlag + Druck Linus Wittich, Lübeck, Wahmstr. 53, ist soeben im Format DIN A 4 mit 13 künstlerisch ansprechend gestalteten Fotos aus dem Jahreslauf der Hansestadt erschienen. Abgebildet sind Motive von St. Marien, Holstentor, Mühlenteich, Buddenbrookhaus, Schiffergesellschaft, Schulgarten, Obertrave, Stülper Huk, Beidendorfer See, Travemünde, Gothmund, St. Petri und Koberg/St. Jakobi -
Editorial
Wenn Fremde nach Lübeck kommen, wundern sie sich über die krassen Fronten, die sich in unserer Stadt zuweilen gegenüberstehen. Man/frau erschreckt über den Ton der Auseinandersetzung und die Verbissenheit, mit der die Kontrahenten und Kontrahentinnen aufeinander losgehen. -
Neuer Schub für den Tourismus
Kurverwaltung Travemünde und Amt 81 bilden gemeinsam die LTZ
Der bevorstehende Jahreswechsel bringt mächtig Bewegung in Lübecks Tourismusförderung: Mit Wirkung vom 1. Januar 1998, Null Uhr, startet die Hansestadt ihren neuen Eigenbetrieb "Lübeck-Tourismus-Zentrale (LTZ). Gleichzeitig endet die Amtszeit des Fremdenverkehrsdirektors Dr. Michael-Thaddäus Schreiber, der nach zweijähriger Tätigkeit an der Trave auf einen Lehrstuhl für Tourismuswirtschaft wechselt. Zur gleichen Zeit schließt der Lübecker Verkehrsverein (LVV) - ein nichtstädtischer Zusammenschluß von Fremdenverkehrsprofis - sein Tourismusbüro in der Holstentorpassage. -
Mehr Sicherheit durch Streifen
Fahrbahnverengung und ein neuer Fußgängerweg auf dem Priwall
Priwall, Staubereich der Fähre: An der Einmündung des Kohlenhofes in die Mecklenburger Landstraße entsteht ein Fußgängerüberweg mit Fahrbahnverengung. -
Sitzverteilung
Die Bürgerschaft, das Parlament - oder genauer die Ratsversammlung - der Hansestadt Lübeck, hat 49 Mitglieder. Stärkste Fraktion ist die SPD mit 23 Stimmen, gefolgt von CDU (18), Bündnis90/Die Grünen (5) und der WIR e.V (2). Hinzu kommt ein fraktionsloses Mitglied. -
Volle Straßen
Als "trügerisch" bezeichnet Frick den Augenschein von einem florierenden Weihnachtsgeschäft. "Es gibt bundesweit einen fünfprozentigen Umsatzrückgang, dazu kommen in Lübeck wegen unsicherer wirtschaftlicher Verhältnisse noch einmal zwei Prozent minus - und die Diskussion um die Verkehrsberuhigung bringt als i-Tüpfelchen noch ein bis zwei Prozent Rückgang obendrauf." -
LÜBECK STATISTISCH
Der Frauenanteil bei der Stadtverwaltung hat sich im Jahr 1996 folgendermaßen gegliedert: -
Stenogramm
Beschlüsse der Sondersitzung der Lübecker Bürgerschaft vom 10. Dezember 1997: -
,,Beste Voraussetzungfür neue Aufgabe''
Das Freizeitbad Aqua Top in Travemünde und alle anderen städtischen Hallenbäder werden auf den Eigenbetrieb Stadtwerke Lübeck übertragen. Das hat die Bürgerschaft mit Mehrheit (SPD und Bündnis 90/Die Grünen) am 10. Dezember 1997 beschlossen. -
Lübecks Öko-Siedlung in der Expo-Warteschleife
Neuer Bauträger will das Projekt retten * Nur der Grundstücksvertrag für die Wohnanlage fehlt noch
Noch steht sie auf freiem Feld - die Buche, die am 2. Juni dieses Jahres gepflanzt wurde. Gepflanzt von Bürgermeister Michael Bouteiller, Familien- und Bauministerin Angelika Birk und Dr. Walter Trautsch als "Symbol für ein gemeinsames, harmonisches Wachsen" im neuen Wohngebiet "Flintenbreite" an der Paul-Gerhardt-Straße. Die Pflanz-Aktion war zugleich der erste Spatenstich für die Realisierung einer ökologischen Wohnsiedlung, die als ökologisches Pilotprojekt der Hansestadt die Farben Lübecks bei der Weltausstellung Expo 2000 vertreten soll. -
Einzug noch in 1998 möglich
Stadtplanungsamt mußte umfangreiche Überzeugungsarbeit leisten
Projekt-Daten (geplant) Größe:5,6 ha ( 2,8 ha unbebaut) Zahl der Wohneinheiten:100 Zahl der Bewohner:300 Reihenhäuser:40 (114 - 151 m2) Doppelhäuser:12 (114 - 151 m2) Eigentumswohn.:70 (52 - 151 m2) Investitionsvolumen:40 Millionen DM Besonderheiten:Ökologische Baustoffe, Vakuum-Toilettensystem, Energie-Eigenerzeugung zu 60 Prozent durch Solaranlage und Blockheizkraftwerk Sonstiges:Mehrgenerations-Wohnen, Behinderten- und altengerechte Wohneinheiten Lage:im Südwesten Lübecks (siehe Lageplan) -
IM GESPRÄCH
"Der Aufwand hat sich gelohnt" Antonius Jeiler, 43, ist stellvertretender Amtsleiter im Stadtplanungsamt (Foto: M.Erz) -
Mittwoch 17. Dezember
Theater -
Donnerstag 18. Dezember
Theater -
FREITAG 19. Dezember
Theater -
Sonnabend 20. Dezember
Theater -
Sonntag 2 1. Dezember
Theater -
Montag 22. Dezember
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Dienstag 23. Dezember
Theater -
ADRESSEN
Behnhaus/Drägerhaus, Königsstr. 9-11, -
AUSSTELLUNGEN
"Arbeit im Hochofenwerk - Leben in der Werkskolonie" -
Kulturelle Bereicherung für die Landkreise
Die Würfel sind gefallen: Theater wird GmbH * Herzogtum Lauenburg möchte nachverhandeln
Grünes Licht für die Theater-GmbH. Mit dem jüngsten Beschluß der Bürgerschaft kann die Umorganisation der Lübecker Bühnen nun starten. Nach ihrer Meinung gefragt äußerten sich die Landkreise zu dem Beschluß. "Wir erhoffen uns eine kulturelle Bereicherung im Landkreis Nordwest-Mecklenburg," begründete der stellvertretende Landrat Udo Paff die Beteiligung an der Lübecker Theater-GmbH. Die neue Betriebsform sieht vor, daß es fünf Gesellschafter geben soll, die alle bei den Belangen des Theaters mitbestimmen können: neben der Hansestadt Lübeck und dem Verein der Theaterfreunde sind dies drei Landkreise. Auch der Kreis Ostholstein äußerte sich zufrieden darüber, daß das Lübecker Theater mit seiner Umwandlung in eine GmbH auch in den Landkreisen spielen wird. "Immerhin," so der Pressesprecher Hans-Bernd Schwark, "kam bisher ein Viertel der Theaterbesucher aus dem Kreis Ostholstein." Das Herzogtum Lauenburg hingegen möchte noch nachverhandeln. Jürgen Meier vom Kulturamt ist unzufrieden, daß für zukünftige Entscheidungen eine Dreiviertel-Mehrheit genügen soll. Da die Hansestadt mit 50 Prozent der größte Anteilseigner ist, sieht Meier die Position der Landkreise geschwächt, wenn nicht einstimmige Beschlüsse zur Grundbedingung gemacht werden. Kultursenator Ulrich Meyenborg erklärte dazu: "Eine Einstimmigkeit wird nicht funktionieren, einen Intendanten beispielsweise einstimmig zu wählen, ist völlig ausgeschlossen.'' Die Landkreise haben ohnehin einen großen Spielraum. Man muß doch die Kirche im Dorf lassen. -
Weltkulturerbe: Spaß muß sein
Das ,,Informative Spektakel'' bot illustre Szenen * Musikalische Vielfalt
Wir sind jung, wir sind flippig. Wir hauen auf den Putz, deshalb sind wir alle für den Denkmalschuhuhutz," rappte Cäsar Zehrer im rund 700 Besucher vollen Foyer der MuK. Mit tiefgründigem Humor war das Programm der Weltkulturerbe-Party nicht gerade bestückt, die Initiatoren bekannten sich zu einem Weltkulturerbe "light", zu einem Denkmalschutz, der Spaß bringt. So schlüpften denn auch die Mitarbeiter des archäologischen Denkmalamtes in historische Gewänder und ließen das Mittelalter und die Schülertheaterzeiten wiederauferstehen. Umrahmt war das "informative Spektakel" mit musikalischer Vielstimmigkeit, mit Hühnerbrust und Rundkornreis nach mittelalterlichem Rezept. -
Weihnachten auf platt
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Gelöste Stimmung bei der "Stunde der Begegnung":
Henning Straus, neuer Kapitän der Fregatte "Lübeck", amüsierte sich mit Bürgermeister Michael Bouteiller über die Rede Peter Oertlings. Der Stadpräsident hatte bei dem Empfang von Politik, Verwaltung und Freunden der Hansestadt das zu Ende gehende Jahr Revue passieren lassen und neben Ermahnung auch Raum für Scherze gefunden. Foto: M.Erz -
Anfängerkurs für Aquarellmalerei
Im St. Annen-Museum beginnt unter der Leitung von Dr. Brigitte Heise am 26. Januar ein neuer Anfängerkurs für die Aquarellmalerei. Die Teilnehmer werden in die Grundtechniken des Aquarells eingeführt. Sie haben Gelegenheit, an Blättern aus der graphischen Sammlung des Museums die Geschichte und besondere bildnerische Fragestellungen der Aquarellmalerei kennenzulernen. Die Gebühren für einen sechswöchigen Kurs, jeweils montags 14 bis 16 Uhr, betragen 70 Mark. Aquarellblock. Farben und Pinsel sind mitzubringen. Anmeldungen: Dienstag und Donnerstag, Tel. 1224137 -
Bücherflohmarkt und Bastelwettbewerb
Einen großen Weihnachtsbücherflohmarkt veranstaltet die Fahrbibliothek und die Stadtteilbibliothek Eichholz am 19. Dezember von 14 bis 18 Uhr, in der Zweigstelle Brandenbaumer Feld 27. Anläßlich ihres 40jährigen Bestehens hat die Fahrbibliothek einen Bastelwettbewerb ausgerufen. Jedes Kind und jeder Jugendliche bis 16 Jahre kann einen Fensterbilder-Bücherbus basteln und ihn bis zum 16. Januar einreichen. Es gibt viele attraktive Preise, die in einer Feierstunde Ende Januar in der Zweigstelle Eichholz überreicht werden. -
Buddhas im Völkerkundemuseum
Die Lübecker Völkerkundesammlung zeigt erneut ihre Ausstellung mit dem Titel "Bildwerke aus der Welt des Bud-dhismus". Die Schau mit rund 240 Exponaten aus eigenen Beständen bietet einen Einblick in die vielfältigen Ausprägungen, die der Buddhismus im Verlauf seiner Verbreitung erfuhr. Gezeigt werden kostbare Sammlungsstücke, unter anderem Bronzeplastiken, Holzskulpturen, Malereien und dekorativ gestaltete Kultgegenstände. Geöffnet ist täglich außer montags von 10 bis 16 Uhr. -
Jahresschau der LübeckerMaler und Bildhauer
Die Gemeinschaft Lübecker Maler und Bildhauer stellt bis 11. Januar im Kulturforum Burgkloster aus. 42 Künstler sind an der Jahresschau beteiligt. Das Spektrum der Exponate reicht von der abstrakten bis zur gegenständlichen Malerei, von Plastiken über Objekte bis hin zu Installationen. Zahlreiche Arbeiten sind käuflich zu erwerben. Zur Ausstellung ist ein rund 100 Seiten starker Katalog mit 42 Abbildungen und Texten erhältlich. Die Ausstellung ist täglich von 10 bis 16 Uhr geöffnet, außer montags. -
Bettenschütteln in der Kongreßhalle
Früher war alles anders. Und schöner! Oma erzählte Märchen, nachts kamen die Feen und tags der Schnee. Für den sorgte Frau Holle. In dem Märchen der Gebrüder Grimm geht es um zwei Schwestern, Goldmarie und Pechmarie, und um eine alte Dame, deren Bettfedern als Schnee auf die Erde fallen. Natürlich fehlt auch die garstige Stiefmutter nicht. Allen modernen Konkurrenten aus Film und Fernsehen zum Trotz regt die Geschichte auch heute noch die Phantasie der Kinder an. Frau Holle ist am 20. Dezember um 17 Uhr in einer Inszenierung des Kindertheaters Kompanie in der MuK zu sehen. -
Filmtip
Charlie Chaplin in Lübeck
König Shahdov von Estrovia, durch eine Revolution um seinen Thron gebracht, sucht Zuflucht in den Vereinigten Staaten. Da er kein Geld hat, läßt er sich von einer jungen Dame aus dem Fernsehwerbungsgeschäft überreden, als Darsteller in Werbespots aufzutreten. Aber er macht die Produkte, die er anpreisen soll, nur lächerlich. Als er sich eines kleinen Jungen annimmt, dessen Eltern man wegen ihrer politischen Ansichten vor ein Untersuchungskomitee geschleppt hat, muß er selbst vor diesem Komitee erscheinen. Er wird als unbedenklich deklariert, muß aber erleben, daß der Junge die Freunde seiner Eltern denunziert. Verbittert kehrt Shahdov zusammen mit seiner Frau Amerika den Rücken. Chaplins erster in England gedrehter Film ist eine satirische Abrechnung mit den USA. Chaplin befand sich gerade auf einer Europareise als der damalige Justizminister der Eisenhower-Regierung erklärte, daß Chaplin keine Erlaubnis zur Rückkehr in die Vereinigten Staaten erhalte. Vorausgegangen war dieser Erklärung eine beispiellose Hetzkampagne mit politischen und persönlichen Anschuldigungen gegen Chaplin. In "Ein König in New York" verarbeitete Chaplin also seine eigenen Erfahrungen. Geistvoll parodiert er die gegen ihn erhobenen Vorwürfe des Komitees für unamerikanische Umtriebe. Sir Charles Chaplin stirbt am Weihnachtstag 1977. "Ein König in New York", 19., 20. und 21. Dezember, KoKi, 20 Uhr. -
Respekt und einbißchen neidisch
Mit viel Respekt und auch ein bißchen neidisch: Mein Kompliment und herzlichen Glückwunsch zu Eurer Lübecker Stadtzeitung. Die ersten Ausgaben haben mir ausnehmend gut gefallen, der öffentliche Streit in der Bürgerschaft über das Amtsblatt dagegen weniger. Mir kommt das alles ein wenig bekannt vor; wir hatten die Debatten nicht zum Start (damals gab es sogar einen einstimmigen Beschluß), sondern erst in den späteren Jahren, als unsere "Stadtnachrichten" immer wieder Objekt von Kürzungsanträgen bei Haushaltsdebatten im Gemeinderat waren. Die Argumente ähneln denen, die offenbar bei Ihnen auch ins Feld geführt werden. Vielleicht ist es ganz gut, daß die Fronten gleich zum Anfang geklärt werden. -
Einseitige Zeitungskosteinigen nicht bekommen
Zu: Herausgabe der SZ. -
Dürftiges Angebot für betagtere Reisekunden
Im Tourismus haben noch längst nicht alle Anbieter erkannt, welch ungeheure Wachstumsmarkt die Gruppe der betagteren Reisekunden darstellt. -
Wer hindert Theateran Flexibilisierung?
Zu: "Theater ums Orchester". SZ vom 18. November. -
Mehrere Zeitungen fürMeinungsbildung wichtig
Seit nun acht Monaten sind meine Lebenspartnerin und ich Bürger der Hansestadt Lübeck. Wie wir es aus Aachen, aber auch von anderen Städten gewohnt sind, zwischen mehreren Tageszeitungen auswählen zu können, waren wir über eine solche Monopolstellung wie bei den "Lübecker Nachrichten" überrascht. -
Verkehrsberuhigung oderbelebte Innenstadt
In unserer Straße, der Marlesgrube, wird bauhistorische Substanz vorsätzlich durch Schwerlastverkehr zerstört. Wir hatten eine Woche lang täglich um ein Gespräch beim Lübeck -Management gebeten; wurden aber stets vertröstet bzw. abgewimmelt. Da das Lübeck-Management offenbar nicht gewillt ist, das Thema Verkehr mit betroffenen Bewohnern zu besprechen, werden wir als ersten Schritt ab sofort nicht mehr die Geschäfte betreten, deren Inhaber Mitglied im Lübeck-Management sind. -
Die Verkehrsberuhigung trifft keine Schuld
Zum Thema "Handel und Verkehrsberuhigung" werden vor allem Meinungen geäußert. Ich möchte hier ein paar Zahlen nennen, die ich bisher in der Diskussion vermißt habe, und die zeigen, daß Verkehrsberuhigung nicht die Ursache für den beklagten Rückgang des Umsatzes sein kann. -
Wirtschaftsverbändeins Abseits gelaufen
Was die Lübecker Tagespresse über die neuen Forderungen der Wirtschaftsverbände berichten müssen, ist erschreckend. Wenn die Wirtschaft die Verlautbarung des Presseamtes für ,,falsch'' hält (Herr Hübner: ,,üble Meinungsmache''), dann wird es Zeit, daß sie ihre Forderungen der Öffentlichkeit schriftlich sehr schnell bekannt macht und zwar komplett, also ungekürzt. Nicht, daß die Forderungen wie in früheren Jahren - "bröckchenweise" bekannt gemacht werden. -
Welche Forderungensind berechtigte?
Seit die Verkehrsberuhigung im Gespräch ist, und das ist sie schon ein paar Jahre, hört man von Wirtschaftsverbänden immer nur Forderungen, "berechtigte'' selbstverständlich. Wer entscheidet, ob sie berechtigt sind? Lübecks Bewohner und Besucher sollten in Zukunft Forderungen an "die Wirtschaft" stellen, vermutlich würden Wirtschaftsverbände und der Handel sich die Augen reiben, was alles von ihnen gefordert würde. -
Die Verkehrsberuhigungmuß weiter gehen
Auf dem Weg zur Verkehrsberuhigung in Lübeck darf es kein Zurück geben. Diese Forderung richtet der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) an Bürgermeister Bouteiller und an die Lübecker Parteien. Lübeck brauche die kontinuierliche Weiterführung der Verkehrsberuhigung auf ganzer Fläche, damit die Menschen in der Stadt auf Dauer gesund und umweltschonend leben und arbeiten können. -
Verkehrsberuhigungoder Qualität und Service
Natürlich ist es bedauerlich, wenn Geschäftsleute nicht genügend umsetzen. Gelegentliche Anzeigen sollen dem Verbraucher klarmachen, daß Lübeck ein "Einkaufserlebnis" sei. Hier sind meine Erlebnisse von Anfang September: -
Böse Berichterstattungfindet ihre Fortsetzung
Citysperrung kostet Arbeitsplätze ..., Schluß mit lustig ..., Verkehrsberuhigung tötet Lebensnerv ... und so weiter die bewußt böse angelegte Berichterstattung findet in diesen Tagen eine weitere unrühmliche Fortsetzung. -
Mir geht dasThema auf die Nerven
Als Neubürger der Stadt geht mir das Thema "Autofrei - ja oder nein" ziemlich auf die Nerven. Als Lübecker muß man doch erkennen, daß man so gut wie keine Fußgängerzone hat, wenn man von der ungemütlichen Breiten Straße und ihre Nebengäßchen einmal absieht. Für eine Stadt mit über 215 000 Einwohnern ist das ausgesprochen mickrig. Gehen Sie doch mal nach Trier (95 000 Einwohner) oder nach Freiburg -
OMBUDSMANN
Gerhard Burmester, 60, ist Leiter der Kanzlei des Bürgermeisters. Er arbeitet seit über 40 Jahren in der Verwaltung der Hansestadt Lübeck und hat dabei alle Ämter kennengelernt. An dieser Stelle beantwortet er für die Lübecker Stadtzeitung die Anfragen, Eingaben und Beschwerden der Bürgerinnen und Bürger. -
Was wird eigentlicham Fähranleger gebaut?
H. Lindemann: Ich habe bemerkt, daß an der Hafenstraße am Fähranleger Bauarbeiten im Gang sind. Was geschieht dort eigentlich zur Zeit? -
Projekt beschäftigt sich mit Verschmutzung
Wolf-Ullrich Malm beklagt sich über die urinierenden Punker in der Breiten Straße und das Beschmieren der Straßen mit Hundekot.
Burmester: Das Problem der Verunreinigung durch Hundekot und urinierende Menschen nimmt in den Großstädten ständig zu. Einiges bekommt man durch satzungsrechtliche Regelungen in den Griff. Manchmal können Bürgerinnen und Bürger aber auch regeln, indem sie diejenigen, die meinen, sie könnten sich so über die Rechte anderer hinwegsetzen, zur Rede stellen. -
Schließung des Traktes"Am Behnckenhof"
Eine Reihe von schriftlichen und mündlichen Anfragen an den Ombudsmann hinsichtlich der Schließung des Therapietraktes am Alten- und Pflegeheim Behnckenhof veranlaßt mich mitzuteilen, daß die Bürgerschaft am 27.11.1997 mit Mehrheit folgenden Antrag an den Ausschuß für Sozial- und Wohnungswesen überwiesen hat, damit dort noch einmal eine Beratung stattfinden kann. -
Müssen professioneller werden
Scheidender Tourismusdirektor sieht großes Potential im Kongreßwesen
Heute, Dienstag, ist sein letzter Arbeitstag. Nach zwei Jahren scheidet Tourismusdirektor Dr. Michael- Thaddäus Schreiber, 39, aus seinem Amt in der Beckergrube aus und wird der Hansestadt nur noch als Berater zur Verfügung stehen. Der gebürtige Mainzer, der künftig als Hochschulprofessor tätig sein wird, hat von der Bürgerschaft noch ein Weihnachtsgeschenk mit auf den Weg bekommen: Die Neugliederung des Tourismus in Lübeck, die am Mittwoch beschlossen wurde (siehe Seite 2). Das Konzept ist Schreibers Werk. Die SZ sprach mit ihm: -
Lübecker Videogruppeerhält Förderpreis
Beim Bundeswettbewerb "Jugend und Video 1997" haben sieben Lübecker Schülerinnen und Schüler den zweiten Preis erhalten. Aus 460 Einsendungen wurden die 39 besten Videos der Bundesrepublik in Kiel gekürt. -
Ausstellung überFledermäuse verlängert
"Fledermäuse - faszinierende Nachtschwärmer" heißt eine Ausstellung im Naturhistorischen Museum, die bis zum 7. Januar verlängert worden ist. -
Stadt-Fotograf Gerlitzgeht in den Ruhestand
In Zukunft wird das Baudezernat auf einen eigenen Fotografen verzichten müssen. Denn Helmut Gerlitz, der diese Stelle 31 Jahre innehatte, geht jetzt in den vorgezogenen Ruhestand. -
Kurz notiert
Für Reisebusse ist in der Altstadt eine Haltestelle eingerichtet worden. Zwischen Meng- und Alfstraße können in der Straße Schüsselbuden tagsüber zwischen 9 und 18 Uhr Reisebusse für zehn Minuten halten, um Touristen aussteigen zu lassen. Nachts bleibt der Bereich als Anwohnerparkstreifen erhalten. -
STANDESAMT
Geburten: -
Die drei Neuen sollendie Gerichte entlasten
Schlichten statt Klagen, das ist das Motto der Lübecker Schiedsleute. Am Montag sind drei neue vereidigt worden. -
Knusperhaus vom Nikolaus im Aqua Top
Aus Lebkuchen und vielen Leckereien können Kinder ab vier Jahre ein ein Meter hohes Knusperhaus im Foyer des Aqua Top gestalten. Die Teilnahme am Freitag, 19. Dezember, von 14 bis 18 Uhr, ist kostenlos. -
STADTPFLEGE
Unter der Lübecker Telefonnummer 12 2 7777 ist die zentrale Anlaufstelle für die Stadtpflegemaßnahmen in der Altstadt zu erreichen. Von Montag bis Freitag, 6 bis 14.30 Uhr antwortet Sachbearbeiter Matthias Kleinfeld. Außerhalb dieser Zeit steht ein Anrufbeantworter zur Verfügung. -
Der Maulwurf unter dem Kanal
Spezialunternehmen schloß Verkabelungslücke zur Kronsforder Allee
Jetzt ist sie geschlossen, die Lücke im Glasfasernetz zwischen der Innenstadt und dem Verwaltungsgebäude an der Kronsforder Allee. Ein Spezialunternehmen aus Wittenburg/Mecklenburg schaffte dieser Tage den Durchstich unter dem Kanal hindurch mit einer neu entwickelten Technik nach Art eines Maulwurfes. "Gesteuerte Horizontalbohrung" nennen Fachleute das Verfahren. -
Stadt empfängtGruppe aus Israel
Eine Gruppe schwuler und lesbischer Jugendlicher aus Israel sind am Freitag von der Frauenbeauftragten Emilija Mitrovic im Audienzsaal des Rathauses empfangen worden. -
Schwindler mahnt Zahlungen an
Ein Schwindler hat jetzt als "Obergerichtsvollzieher" eine Lübeckerin zum Zahlen einer Rechnung aufgefordert. Das Amtsgericht Lübeck weist darauf hin, daß ein Obergerichtsvollzieher namens Hans-Peter Schneider nicht existiert. -
Fest gegen Rassismus undRechtsextremismus zusammenstehen
Ein sogenanntes "Bündnis Rechts" beabsichtigt, zu den nächsten Kommunalwahlen in Lübeck anzutreten. Diese Gruppierung will nur in Lübeck antreten, da sie meint, hier besonders gute Chancen zu haben. Im Mittelpunkt ihres Wahlkampfes soll das Motto "Bouteiller muß weg" stehen. -
Lübecker Jugendliche brauchen
eine Inline-Skater-Bahn!
In der Lübecker Altstadt gibt es 5000 Parkplätze und etliche Parkhäuser. Flächen für Jugendliche, die Skateboard - oder Rollerblads fahren, gibt es nicht. Flächen wie MuK-Parkplatz oder die untere Breite Straße erwiesen sich als schlechte Alternativen. Sie wurden bis jetzt von der Stadt nicht freigegeben, so daß ständig Konflikte mit Polizei und Anwohnern die Konsequenz waren. -
4. Satzung zur Änderung der Gebührensatzung zur Abfallwirtschaftssatzung in der Hansestadt Lübeck vom 4.12.97
Aufgrund der §§ 4 und 17 der Gemeindeordnung für Schleswig-Holstein, der §§ 1, 2 und 6 des Kommunalabgabengesetzes des Landes Schleswig-Holstein i.d.F. vom 22.7.1996 (GVOBl. Schl.-H. S. 564), des § 5 Abs. 2 des Abfallwirtschaftsgesetzes für das Land Schleswig-Holstein vom 6.12.1991 (GVOBl. Schl.-H. S. 640) sowie des § 18 der Satzung über die Abfallwirtschaft (Abfallwirtschaftssatzung) in der Hansestadt Lübeck vom 2.9.1994 (Lübecker Nachrichten vom 25.9.1994), zuletzt geändert durch die Satzung vom 22.6.1995 (Lübecker Nachrichten vom 25.6.1995), wird die Gebührensatzung vom 29.9.1994 (Lübecker Nachrichten vom 30.9.1994), zuletzt geändert durch die Satzung vom 20.12.1996 (Lübecker Nachrichten vom 29.12.1996) nach Beschlußfassung durch die Bürgerschaft vom 27.11.1997 wie folgt geändert:




