Ausgabe 007 vom 13. Januar 1998
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Filmdiva Lübeck strahlt bis Japan
Weltkulturerbe spielt immer häufiger Kulisse oder sogar die Hauptrolle
Der junge Thomas Mann in Jeans? Selbst für innovative Japaner unvorstellbar. Aber für Marianne Junghanns von der Tourismus-Zentrale ist die sekundenlange Auferstehung des Literaten überhaupt kein Problem. Schließlich hat der Sohn einer Kollegin das passende dunkle Haar, das Theater der Stadt Lübeck das passende Outfit: Wenn im Reich der Sonne demnächst 30 Minuten lang die Hansestadt Lübeck über Millionen Fernsehschirme flimmert, dann werden die Buddenbrooks auch einen stilechten Thomas Mann treffen. -
Mehr ABC-Schützen
Geburtenstarke Jahre*Trend zur Gesamtschule
300 ABC-Schützen mehr als im Vorjahr haben Lübecks Schulen zu verzeichnen. Gleichzeitig sinken die Einwohnerzahlen. "Das sind die geburtenstarken Jahrgänge," erklärt Fried-rich Thorn vom Schulamt den Aufwärtstrend bei den Schülerzahlen. Die Hansestadt hat in ihrer Prognose der Schülerzahlen offenbar richtig kalkuliert. So stehen für alle SchülerInnen genügend Unterrichtsräume zur Verfügung. Die durchschnittliche Klassenstärke von 21,3 SchülerInnen liegt noch unter dem Landesdurchschnitt. -
Sondernutzungsgebühr für Telefonzellen?
Anbieter von Telefonzellen sollen künftig nicht nur in Köln eine Miete für die Benutzung des städtischen Grund und Bodens entrichten. Die Hansestadt denkt ebenfalls darüber nach, eine Sondernutzungsgebühr für die Nutzung städtischen Bodens zu verlangen. Ob sich die Forderung der Stadt auf 20 bis 100 Mark monatlich belaufen werde wie in der Hansestadt am Rhein, kann Holger Groth, Leiter des Bauverwaltungsamtes, derzeit noch nicht sagen. "Denkbar ist, daß man unterschiedliche Gebühren nimmt, je nach Profitabilität des Standortes." -
Redaktionsbeirat
Dem Redaktionsbeirat der Lübecker Stadtzeitung gehören laut Redaktionsstatut sieben Mitglieder an, darunter zwei unabhängige Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Stadtpräsident Peter Oertling berief jetzt Kreishandwerksmeister Gerhard Haaker und Probst Dr. Niels Hasselmann für zwei Jahre in dieses Ehrenamt. Dem Beirat, der über die journalistische Unabhängigkeit der SZ wachen soll, gehören zudem drei Mitglieder der Redaktion, der Leiter des Presseamtes sowie ein Vertreter des Wittich-Verlags an. -
Lübeck auf der "boot"
Mit einem großen Aufgebot präsentiert sich Lübeck erneut auf der weltgrößten Wassersportmesse "boot", deren 29. Auflage vom 17. bis 25. Januar in Düsseldorf stattfindet. Erstmals dabei: Bürgermeister Michael Bouteiller, der am Montag, 12 Uhr, zahlreiche Gäste beim Lübeck-Empfang in Messehalle 5 begrüßen wird. -
Editorial
Nach einer zwei Wochen dauernden Feiertagspause sind wir nun wieder zur Stelle - mit der siebten Ausgabe der Stadtzeitung, die vielerorts schon sehnsüchtig erwartet wird. Wir fühlen uns geschmeichelt, wenn seit mehreren Tagen Anfragen eingehen, wo die Stadtzeitung denn nun bliebe. Der fett gedruckte Hinweis auf Seite 1 am 22. Dezember, daß die nächste Ausgabe am 13. Januar herauskommen werde, ist offenbar im vorweihnachtlichen Trubel übersehen worden. -
Gelingt eine stabile Einigung?
Verwaltung, Wirtschaft und Initiativen ringen um neues Verkehrskonzept
Ob es in der Lübecker Altstadt zu einer neuen Verkehrsführung kommt, entscheidet sich in diesen Tagen. Unter Leitung von Bürgermeister Michael Bouteiller war es seit Dezember zu mehreren Zusammenkünften von Stadtspitze und Wirtschaft sowie Vertretern von Altstadt- und Umweltinitiativen gekommen (die SZ berichtete). -
2000 Kartons zogen mit
Umwelt- und Grünflächenamt: neues Domizil
,,Wir sind innerhalb von zweieinhalb Tagen mit rund 100 Arbeitsplätzen umgezogen", berichtet Sabine Trilke von der Allgemeinen Abteilung im Umweltamt. Sie hat den Umzug der 60 MitarbeiterInnen des Umweltamtes und der 20 des Grünflächenamtes und des großen Lagers am Klingenberg organisiert: "Die Zusammenarbeit mit Ämtern, Personalrat und Vermieter hat so gut geklappt, daß der ganze Umzug richtig Spaß gemacht hat." -
Kurz notiert
Mit Öger Tours fliegt ab 31. März ein weiterer Anbieter ab Flughafen Lübeck-Blankensee nach Kreta, Tunesien und in die Türkei. Mit diesem zusätzlichen Angebot will die Flughafen Lübeck GmbH, eine Tochter der Hansestadt, in diesem Jahr rund 24000 Fluggäste in Blankensee abfertigen. 4,4 Millionen Mark wird die Hansestadt bis Ende 1998 für einen neuen Tower und das Abfluggebäude investiert haben. -
LÜBECK STATISTISCH
Hochkonjunktur für Statistiker: Zum Jahresbeginn stehen die Bilanzen des zu Ende gegangenen Jahres ins Haus. Die erste Mitteilung des Jahres 1997 kommt aus dem Bereich Fremdenverkehrsstatistik. -
Bald Jugendkioskin St. Gertrud
Außer Alkohol und Zigaretten wird es bald am Jugendkiosk alles geben, was an anderen Kiosken auch verkauft wird - eventuell noch Lübeck-Souvenirs und Eintrittskarten für Veranstaltungen. "Vielleicht ist die Arbeit im Kiosk ja tatsächlich etwas für die Zukunft", hofft die 16jährige Arletta, die sich, genau wie ihre Schulkameraden von der Berufsvorbereitungsgruppe Hauswirtschaft, auf das neue Lernprojekt freut. -
,,Zur Alternative gibt es gar keine Alternative''
Initiativen investieren in ihren Treffpunkt auf der Wallhalbinsel * Mischung aus Politik- und Musikangeboten
Zum 20. Geburtstag im Mai werden es wohl wieder Tausende sein, die mitfeiern. Aber das wichtigste Geburtstagsgeschenk, das erhoffen sich die Macher im Januar von der Bürgerschaft. Dann nämlich, wenn die vom Verein "Alternative Tagungsstätte" erhoffte Verlängerung des Mietvertrags auf den Weg gebracht wird. Statt wochenlanger Jubiläumsfeten soll schließlich schon das Frühjahr genutzt werden, um dringende Renovierungsarbeiten vorzunehmen. Joe Hartung, ein "Jugendlicher" der ersten Stunde, ist schon jetzt sicher: Wie seit 20 Jahren werden auch im nächsten Sommer genügend Mitstreiter ehrenamtlich zur Stelle sein, wenn es gilt, Abflußrohre zu sanieren oder windschiefe Dachpfannen zu ersetzen. -
Gefragt ist jetzt die Bürgerschaft
SPD und Grüne signalisieren Bereitschaft zur Vertragsverlängerung
Das Koordinierungsbüro Wirtschaft in Lübeck (KWL), offizieller Vertragspartner für die Alternative, hat Verhandlungsbereitschaft signalisiert. Uwe Mantik: "Wenn unser Gesellschafter das will, gibt es keine sachlichen Gründe, die eine Verlängerung des Vertragsverhältnisses verhindern müssen." Klartext: Auch ein Messehallen-Projekt kann völlig unabhängig von der Zukunft der Alternative realisiert werden. Aber auch die KWL-Geschäftsführung muß bestätigen, daß ein Alternative-Vertrag nicht unbedingt die wirtschaftlichste Nutzung der Immobilie bedeutet. Ein Punkt, der bislang von der CDU vehement ins Spiel gebracht wird. -
Im Gespräch
SZ: Können wir in Lübeck auf die Alternative nicht zukünftig doch verzichten? -
HINTERGRUND
,,Walli''-Debatte mit zwei Aspekten: -
ADRESSEN
Behnhaus/Drägerhaus, Königsstr. 9-11, -
Ausstellungen
"Arbeit im Hochofenwerk - Leben in der Werkskolonie" -
Mittwoch, 14. Januar
Theater -
Donnerstag, 15. Januar
Theater -
Freitag, 16. Januar
Theater -
Sonnabend, 17. Januar
Theater -
Sonntag, 18. Januar
Theater -
Montag, 19. Januar
Musik -
Dienstag, 20. Januar
Theater -
Das Leid der anderen ruft Abwehr hervor
Ausstellung über Zwangsarbeit bewegte die Gemüter - 2500 Besucher - Fachkonferenz geplant
"Wir haben auch gehungert, wir waren auch in Gefangenschaft," diese Äußerung hat Dr. Wolfgang Muth, Leiter der Geschichtswerkstatt Herrenwyk, oft während einer Besichtigung gehört. "Zwangsarbeiter in Lübeck - ein schwieriges Kapitel deutscher Geschichte, das Abwehr hervorruft," weiß Muth. "Wir haben festgestellt, wenn wir auf diese Einwände eingehen, dann sind die Leute auch plötzlich offener für das Leid anderer," so Muth. Am 24. Januar findet zu diesem Thema eine landesweite Fachkonferenz (AKENS) in Lübeck statt. Mit von der Partie ist auch Christian Rathmer. Er hat die Ausstellung "Ich erinnere mich nur an Tränen und Trauer - Zwangsarbeit in Lübeck von 1939 bis 1945" konzipiert. "Wir sind mit unseren Forschungen noch ganz am Anfang," so der Historiker, "die Konferenz dient dem Erfahrungsaustausch." -
"Mehr Demokratie wagen"
Willy-Brandt-Ausstellung eröffnet: 700 ehrten den großen Sohn der Stadt
Nicole hat ihm ein Lied gewidmet, für Nelson Mandela ist er ein großer Held, Franz Josef Strauß hat ihn bitter bekämpft und bei Michael Bouteiller hängt er an der Wand: Willy Brandt, der große Sohn der Stadt, hat wie kaum ein anderer Politiker die deutsche Nachkriegsgeschichte geprägt. "Er war ein großer Deutscher, ein Patriot im besten Sinne, ein Friedensnobelpreisträger, ein Ehrenbürger und Weltbürger," sagte Bouteiller in seiner Eröffnungsrede, denn Willy Brandts Leben und Wirken ist in einer Ausstellung festgehalten und die ist seit Freitag im Burgkloster zu sehen. -
Drehort Archiv
Gedächtnis der Stadt feiert 700. Geburtstag
700 Jahre ist es alt, das Archiv der Hansestadt Lübeck. Zum Jubiläum sind geplant: Eine Ausstellung, die ab 21. Juni im St.-Annen-Museum zu sehen sein wird, zwei wissenschaftliche Tagungen, eine am 23. Juni, die andere vom 1. bis 4. Juni, und - so die Finanzen es zulassen - drei Publikationen, darunter eine Beständeübersicht. Den Auftakt bildet der Videofilm "700 Jahre Archiv der Hansestadt Lübeck" von Dr. Ulrich Simon. -
Theater-Premiere:Figaros Hochzeit
Am 17. Januar steht die Opera buffa von Wolfgang Amadeus Mozart auf dem Spielplan des Theater Lübeck. Im Mittelpunkt der Handlung stehen Figaro und Susanna, die ihre Hochzeit vorbereiten. Sie geraten in einen Strudel von Intrigen. Um die eheliche Treue von Figaros Dienstherrn, dem Grafen Almaviva, ist es nicht besonders gut bestellt. Er versucht, die Hochzeit seines Kammerdieners Figaro mit allen Mitteln zu verzögern, weil er vorher noch Susanna erobern möchte. Demgegenüber steht die Gräfin, die die Liebe ihres Mannes zurückgewinnen möchte und gemeinsam mit Susanna und Figaro ein Gegenkomplott schmiedet: Eine Beziehungskomödie mit Tempo, Witz und Hintersinn. -
Pergamenthandschriftenrestauriert
15 000 Mark hatte der Lions Club beim letzten Lübecker Altstadtfest gesammelt und jüngst der Stadtbibliothek übergeben. Mit dem Geld werden Bücher restauriert, die schwer beschädigt aus Georgien zurückgekehrt waren. Der eine Band, ein Brevier mit lithurgischen Texten, enthält eine Pergamenthandschrift aus dem 14. Jahrhundert. Sie ist koloriert und teilweise mit Miniaturen verzierten Initialen versehen. Sie gilt als das schönste Stück aus dem Rückkehrgut. Bei der zweiten Handschrift handelt es sich um eine solide Gebrauchshandschrift mit rot nachgezogenen Satzanfangsbuchstaben und einem ausführlichen Register. Sie stammt aus dem 15.Jahrhundert. -
Plankton-Fischen im Mühlenteich
Ab 20. Januar sind sie wieder rund um den Mühlenteich beim Planktonfischen und Käfersammeln zu finden: Naturbegeisterte Jungen und Mädchen gehen mit dem Naturhistorischen Museum auf Entdeckungsreise. Seit drei Jahren bereits veranstaltet die Einrichtung die Kinderkurse, die sich großer Beliebtheit erfreuen. Sie sind so beliebt, daß sie für dieses Mal schon wieder ausgebucht sind. Aber keine Bange: Die nächsten Kurse sind in Planung. Sie beginnen nach den Osterferien. Ab 10. März kann man sich zwischen 13 und 16 Uhr unter der Telefonnummer 1224122 anmelden. -
Drei Ausstellungenwerden verlängert
Wegen des anhaltend großen Interesses werden drei Ausstellungen in der Hansestadt verlängert: "geFUNDen in Lübeck - Archäologie im Weltkulturerbe" ist bis 1. Februar im Burgkloster zu sehen, die Jahresschau der Lübecker Künstler bis zum 25. Januar. Ebenso bis 25. Januar läuft "Zen und die Kultur Japans - Klosteralltag in Kyoto". Die letzte Führung zu dieser Ausstellung findet am 18. Januar in der Völkerkunde-Sammlung statt. -
Lesung in derGeschichtswerkstatt
Die Geschichtswerkstatt Herrenwyk und der "Verein für Lübecker Industrie- und Arbeiterkultur" warten zum Jahresbeginn mit einem Veranstaltungsprogramm auf: Den Auftakt bildet am 19. Januar Volkmar Bendig vom Theater Lübeck. Er liest Texte von E. Annie Proulx. Beginn 19.30 Uhr. Titel: "...und die Reibung kommt durch Druck zustande." -
FILMTIP
Italienischer Science-fiction
Jimi ist ein erfolgreicher Computer-Designer, der soeben sein neues virtual reality-Spiel "Nirvana" fertiggestellt hat. Drei Tage vor dem 24. Dezember des Jahres 2005, dem Tag, an dem "Nirvana" den Markt erobern soll, macht er eine folgenschwere Entdeckung: Solo, der Protagonist des Spiels, hat durch einen Virus im Programm eine Art Bewußtsein erhalten und erkannt, daß er als virtuelle Spielfigur zur Wiederholung des Immergleichen verdammt ist. Solo sieht nur eine einzige Hoffnung auf Freiheit: seine eigene Auflösung. Jimi soll das Programm löschen. Diese Aufgabe bietet Jimi die Chance, aus der Lethargie auszubrechen, die ihn umfängt, seit seine Freundin Lisa ihn verlassen hat. Doch "Nirvana" ist längst in die Datenbank des mächtigen Multimedia-Konzerns Okosama Star eingespeist worden, der auf seltsame Weise mit dem totalitären Staatssystem in Verbindung steht. Mit Hilfe der Computer-Freaks Joystick und Naima nimmt es Jimi mit diesem omnipräsenten Gegner auf. So wie Jimi als Programmierer seine virtuelle Welt erzeugt, so errichtet auch Regisseur Gabriele Salvatores seine filmische Realität aus ausgewählten Zitaten. Solos absurder Humor, mit dem er sein Schicksal erträgt, fügt sich mit den Reflektionsebenen des Films zu einem erstklassigen Science-fiction-Erlebnis. Italien/Frankreich 1996, 13./14. Januar, 20 Uhr, Kommunales Kino -
Konzerttip
Nabatovs Solo
Simon Nabatov gilt als einer der talentiertesten Musiker der aktuellen Jazzszene. Der 1959 in Moskau geborene Pianist studierte in New York Musik und spielte mit zahlreichen namhaften Jazzgrößen zusammen. Nabatovs Pianospiel ist schwer auf einen Nenner zu bringen, da er so gut wie alles beherrscht. Es zeigt Einflüsse von der klassischen Moderne über den Jazz bis hin zur Freitonalität. Nabatov wird nachgesagt, er könne ein ganzes Orchester "ersetzen". Seine Technik gründet auf dem Einfluß der New Orleans- und Harlem-Stride-Pianisten.Er knüpfe, schrieb ein Kritiker, an der konzeptionellen Offenheit und den strukturellen Mög-lichkeiten an, die Thelonious Monk und Herbie Nichols in den Jazz brachten, und entwickle diese im Sinne der Kammermusik weiter. In seinem neuen Programm verbindet Nabatov die Improvisationen des Jazz mit Themen klassischer Kompositionen von Bach, Brahms oder Chopin. Das Solokonzert am 16. Januar beginnt um 20 Uhr im Orchestersaal der MuK. -
Briefe an die Stadtzeitungs-Redaktion
Die Lübecker Stadtzeitung freut sich über jede Zuschrift. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe unter Wahrung des Sinns zu kürzen. Der Anspruch auf Abdruck besteht nicht. -
Unsere Gesellschaft wird Zeche bezahlen müssen
Zu: "Sahnehäubchen wird abgeschöpft" SZ vom 22. Dezember
Natürlich hängen bei uns einige tausend Arbeitsplätze und soziale Hilfen an den Erlösen aus Altkleidern. Aber: diese Arbeitsplätze und sozialen Dienste bezahlen uns die Ärmsten der Armen, denen wir u.a. auch deshalb umfangreiche Entwicklungshilfe leisten müssen. -
"Verrückte Löwen" erinnern an Kindertage
Zu: "Verrückte Löwen". SZ vom 25. November
"Verrückte Löwen", dieser Artikel brachte mich in wunderbare Erinnerung: Als Sieben- und Achtjährige auf dem Weg ins Kino "Senf", Schmiedestraße, jeden Sonntag nach dem Mittagessen, erstmal auf die Löwen, vor dem "Hotel Stadt Hamburg", Ecke Klingenberg, sie wurden gestreichelt, es war ein wunderbares Erlebnis, es gab doch keinen Kindergarten, keine Spielstube. Für mich waren die Löwen wunderschön! Die Stadtzeitung ist vielseitig und aufschlußreich. -
Hetze hat Ansehen der Stadt geschadet
Zu: "Editorial". SZ vom 9. Dezember
Mit Bestürzung habe ich in der Lübecker Stadtzeitung gelesen, daß einzelne BürgerInnen unserer Stadt mit strafbaren Handlungen (Beleidigungen und Nötigung von ZeitungsausträgerInnen, Diebstahl von Zeitungen aus den Briefkästen und Verteilerdepots sowie Sachbeschädigung) gegen die Lübecker Stadtzeitung und deren MitarbeiterInnen vorgehen. Besonders betroffen macht mich, wie diese FanatikerInnen selbstherrlich anderen Menschen, die sich über Ihre Zeitung informieren wollen, das Recht auf Information und Meinungsbildung beschneiden und zudem öffentliches Eigentum zerstören. Diese Radikalität ist offenkundig das Ergebnis der Haßtiraden, der GegnerInnen der Lübecker Stadtzeitung - auch in der Lübecker CDU. Sie haben mit ihrer blindwütigen Hetze gegen die Stadtzeitung das gesellschaftliche Klima in Lübeck vergiftet und dem Ansehen unserer Heimatstadt geschadet. -
Jansen und Jannsenwird Filz umgehängt
Zu: "Soziale und ökologische Spuren in den städtischen Finanzen''. SZ vom 22. Dezember
All das, was den zwei grünen Frauen jetzt an Filz umgehängt wird, hat bei Licht besehen einen Realitätsgehalt, der ungefähr bei Null liegt. Die Geschichte darf als Wahlkampf-Show-Nummer der niederen Preisklasse abgebucht werden. -
Der Korrektheithalber lieber "man/fra"
Zu: "Editorial". SZ vom 16. Dezember
Ich danke Ihnen für die erstmalige Überlassung Ihrer "Stadtzeitung", die ich mit großem Interesse gelesen habe. Besonders das "Editorial" der Nr. 5 (die übrigen Ausgaben bekam ich nicht) habe ich mit Freude gelesen. -
Mitarbeiter haben sich für die Stadt engagiert
Zu: ,,Weltkulturerbe: Spaß muß sein''. SZ vom 16. Dezember
Ihr Artikel über die Weltkulturerbeparty war ungenügend und unzureichend: Sven Simon vom Lübecker Stadttheater las Texte von bekannten und weniger bekannten Autoren, die auch noch kommentiert wurden. -
Korrektur
"Historische Altstadt sichert Arbeitsplätze" lautete die Überschrift eines Leserinnenbriefes, den wir in der SZ-Ausgabe vom 22. Dezember veröffentlichten. Als Autorin war Gabriele Engelhardt ausgewiesen. -
OMBUDSMANN
Gerhard Burmester, 60, ist Leiter der Kanzlei des Bürgermeisters. Er arbeitet seit über 40 Jahren in der Verwaltung der Hansestadt Lübeck und hat dabei alle Ämter kennengelernt. An dieser Stelle beantwortet er für die Lübecker Stadtzeitung die Anfragen, Eingaben und Beschwerden der Bürgerinnen und Bürger. -
Gelbe Säcke verunzieren die Stadt
Eine Bürgerin beschwerte sich, daß am Freitag nach Weihnachten im östlichen Teil der Altstadt die Gelben Säcke nicht abgefahren worden seien und deshalb das ganze Wochenende am Straßenrand gelegen hätten. Viele Säcke seien aufgeplatzt, der Sturm habe den Müll über die Straßen geweht. Touristen seien beispielsweise in der Glockengießerstraße kopfschüttelnd über die verstreut liegenden Abfälle gestiegen. Sie habe bei der Stadtreinigung angerufen, dennoch habe niemand den Müll abgeholt. ,,Warum kommt die Müllabfuhr in solchen Fällen nicht auch am Sonnabend und macht die Stadt sauber?'', fragte sie abschließend. -
Zu kurze Grünphasen für Kinder?
Heidemarie Hintzpeter: Ich bin der Meinung, daß die Grünphasen für Fußgänger an den Ampelanlagen, insbesondere für kleine Kinder und gehbehinderte Menschen, zu kurz sind. -
Bezeichnung des Lübecker Flughafens
In der vierten Ausgabe der Lübecker Stadtzeitung vom 9. Dezember hatte ein Lübecker Bürger den Wunsch geäußert, daß der Flughafen Blankensee nicht nur mit "Lübeck" bezeichnet werden, sondern den vollständigen Namen "Hansestadt Lübeck" erhalten sollte. -
Kinder sind zeitweise unbeaufsichtigt
Claudia Wilms beklagt sich darüber, daß die Kindertagesstätte Klipperstraße wegen einer Personalversammlung vorzeitig geschlossen wurde. Dadurch haben viele berufstätige Eltern das Problem, daß ihre Kinder während dieser Zeit ohne Aufsicht sind. -
Komfortbusse ersetzen Berliner Doppeldecker
LVG legt Beschaffungsprogramm für 5,4 Millionen auf * Zusätzlicher
Englandreisende lieben sie, Berlintouristen schwärmen von ihnen, doch in Lübeck ist die Verehrung für die doppelstöckigen Nahverkehrsbusse offensichtlich in die Jahre gekommen: Acht von den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) angemieteten Fahrzeugen schickt die LVG jetzt aufs Altenteil und beschafft die gleiche Zahl von normalhohen Komfortbussen. Sie sollen auf der Linie Lübeck-Travemünde über Kücknitz eingesetzt werden. -
Bleiberecht für alle Brandopfer
Betroffene übergaben Heide Simonis 5000 Lübecker Unterschriften
Betroffene des Brandanschlages auf die Asylbewerberunterkunft in der Hafenstraße haben im Gespräch mit der schleswig-holsteinischen Ministerpräsidentin Heide Simonis erneut ein dauerhaftes Bleiberecht für alle Opfer gefordert. Kibolo Kabila übergab am Freitagabend im Burgkloster mehrere Aktenordner mit rund 5000 Unterschriften, die im Rahmen der Bleiberechtsaktion im vergangenen Jahr in Lübeck gesammelt worden waren. -
Rund ein Prozent Kranke
Informations veranstaltung ,,Leben mit Epilepsie'' im Gesundheitsamt
"Leben mit Epilepsie - Epilepsie braucht Offenheit" heißt eine Informationsveranstaltung für Menschen mit Epilepsie und andere Interessierte. -
Durch Werbung mehr Behnckenhof-Patienten?
"Es ist die Frage, ob ein Weiterbetrieb des Therapietraktes überhaupt sinnvoll ist", brachte Hilde Römer (SPD) das zentrale Thema der Sitzung des Sozialausschusses auf den Punkt. -
Neues Hilfsangebot für Drogenabhängige?
Auf Einladung des Arbeitskreises Arbeit, Gesundheit und Soziales der SPD-Landtagsfraktion waren Sozialministerin Heide Moser und Generalstaatsanwalt Erhard Rex in Lübeck. Sie nahmen an dem Rundgang über die Drogenszene und an der Besichtigung der Hilfsangebote teil. Diskutiert wurde über einen Gesundheitsraum. -
Hoffnung für 98: Entscheidungen statt Hickhack
Grußwort zum Jahreswechsel von Stadtpräsident Peter Oertling und Bürgermeister Michael Bouteiller
Liebe Lübeckerinnen, liebe Lübecker, -
Alternative muß in der Hansestadt erhalten bleiben
Seit fast 20 Jahren gibt es sie in Lübeck: Ende der 70er Jahre hatten sich einige aus der ,,Neuen Linken'' und dem Alternativ-spektrum zusammengetan, um ein unabhängiges Jugend- und Kommunikationszentrum zu schaffen: Die Alternative. Sie wurden Untermieter des Vereins Frauen Helfen Frauen in der Hüxstraße 69. 1984 folgte der Umzug in ehemalige Gebäude der Stadtreinigung auf die Wallhalbinsel. Später wurde das Gelände um ein Grundstück für ein Wohnprojekt erweitert. -
2 Millionen Mark für Radverkehr in Lübeck im Jahr 1998
BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN haben für das nächste Jahr zwei Millionen Mark für die Förderung des Fahrradverkehrs im Haushalt durchsetzen können. Der Fahrradverkehrsanteil liegt in Lübeck nur bei 13 Prozent, dies ist knapp über dem Bundesdurchschnitt. Wir wollen eine Steigerung erreichen und haben mit der Erhöhung der finanziellen Mittel den ersten Schritt dazu getan. -
Ausschreibung Nr. 4
a) Der Bürgermeister der Hansestadt Lübeck -
Öffentliche Ausschreibung Nr. 5
Entsorgungsbetriebe Lübeck, Malmöstraße 22, 23560 Lübeck -
Ausschreibung Nr. 346
a) Der Bürgermeister der Hansestadt Lübeck -
Nichtamtliche Bekanntmachungen
Jagdmöglichkeit
Jagdbegehungsrecht im Eigenjagdbezirk Kücknitz- Dummersdorf -
Amtliche Bekanntmachung
Die nachstehende Straßenbenennung hat der Bauausschuß der Hansestadt Lübeck in seiner Sitzung am 1.12.1997 mehrheitlich bei einer Stimmenthaltung beschlossen: -
Aufruf von Grabstätten auf den kommunalen Lübecker Friedhöfen




