Ausgabe 008 vom 20. Januar 1998
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Demonstration für die Opfer
Hafenstraßenbrand zwei Jahre her * Bleiberecht dringlichste Forderung
Zwei Jahre ist es her, daß zehn Menschen starben und 39 zum Teil schwer verletzt wurden bei einer Brandkatastrophe, die als die schwerste in der Geschichte der Bundesrepublik gilt. Es gibt keinen verurteilten Täter, den Vorwurf einer nachlässigen Beweisaufnahme und einer einseitigen Ermittlung. Vor allem aber gibt es viele offene Fragen. Was sich in jener Nacht des 18. Januar ereignet hat, wird vermutlich nicht mehr ans Tageslicht kommen. Mit der Urteilsbegründung ist aber - wie es scheint - noch kein Schlußpunkt unter das Thema Hafenstraße gesetzt. So gab es zu diesem zweiten Jahrestag wieder einige Aktivitäten, allerdings weit weniger als im Vorjahr. Der Runde Tisch, der nach wie vor das sofortige Bleiberecht für die Überlebenden fordert, will auf dem Gelände der Hafenstraße eine Gedenktafel anbringen lassen. Grundstückseigentümer Jochen Brüggen, sowie Vertreter des Runden Tisches und der Flüchtlinge einigten sich vergangene Woche auf den Standort der Tafel. Weitere Aktion: Am 7. März soll eine Podiumsdiskussion zum Thema "rechte Gewalt" in der St. Petri-Kirche stattfinden. -
EU-Bürger wählen
Wahlrecht für Kommunalwahlen am 22. März
Erstmals dürfen sich nach Mitteilung des Statistischen Amtes und Wahlamtes an der Kommunalwahl im März auch in Schleswig-Holstein lebende Staatsangehörige der übrigen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) beteiligen, wenn sie das 16. Lebensjahr vollendet haben. -
Berufung von Emilija Mitrovic widerrufen
Bürgermeister Bouteiller hat durch einen Eilentscheid die Berufung der Frauenbeauftragten Emilija Mitrovic widerrufen. Hintergrund ist die Uneinigkeit innerhalb des Frauenbüros über die Verteilung der Aufgaben. -
Liegen aus: Schlußbericht und Jahresrechnung
Der Schlußbericht über die Prüfung der Jahresrechnungen der Hansestadt Lübeck und der von ihr verwalteten Stiftungen für das Haushaltsjahr 1996 und die Jahresrechnung 1996 liegen ab Dienstag, 20. Januar, bis zum 20. März öffentlich aus. -
Editorial
Ein Projekt wie die Stadtzeitung macht Angst. Jawohl Angst. Gemeint ist damit aber nicht etwa die Furcht anderer Blätter vor dem Verlust des Meinungs- und Informationsmonopols in der Hansestadt, sondern die Angst der SZ-Macher, sich zu verheben. "Ob wir wohl jede Woche genug Themen haben, acht Zeitungsseiten mit städtischen Informationen zu füllen?", haben wir uns oft gefragt, bevor es mit der Lübecker Stadtzeitung losging. -
Verkehr beruhigt?
Vorschlag von Wirtschaft und Initiativen
Nach langen Verhandlungen haben sich Vertreter von vier Lübecker Wirtschaftsverbänden und der Initiativen "autofreie" Altstadt auf ein gemeinsames Vorgehen geeinigt. Kern der Einigung: Die bestehende Verkehrsberuhigung der Altstadt wird so schnell wie möglich durch eine einheitliche, 24 Stunden gültige, Regelung ersetzt. Sie hat zum Ziel, einerseits die Innenstadt weiterhin für den motorisierten Individualverkehr offenzuhalten, andererseits die Bewohner und die Bausubstanz im Weltkulturerbe durch Verkehrsreduzierung in den Wohnquartieren besser zu schützen. -
Effektivere Wirtschaftsförderung
Mit Beginn des Jahres hat Lübeck eine neue Wirtschaftsförderung gestartet: Die Wirtschaftsförderung Lübeck GmbH ist eine Gesellschaft, mit der die Hansestadt zusammen mit der Industrie- und Handelskammer, der Handwerkskammer und dem Deutschen Gewerkschaftsbund neue Arbeitsplätze schaffen will. Die Gesellschaft hat vier Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen eingestellt, die mit einem Jahresbudget von rund 700 000 Mark den Wirtschaftsstandort Lübeck festigen und ausbauen sollen. -
Bürger können Vorlagen einsehen
Einsicht in die Vorlagen für die Bürgerschaftssitzung am 29. Januar um 10 Uhr können Interessierte ab Montag, 26. Januar, nehmen. Dies können sie im Büro der Bürgerschaft während der Dienststunden tun, am Sitzungstag jedoch nur bis 9 Uhr. Es handelt sich dabei um Beschlußvorschläge mit Begründung und Berichte. Tribünenkarten für die Sitzung gibt es kostenlos beim Rathauspförtner ab 26. Januar. -
Vortrag und Fortbildung über Machtmißbrauch
"Übergriffe in psychosozialen Arbeitsfeldern" ist das Thema eines Vortrags mit anschließender Diskussion am Donnerstag, 22. Januar um 19 Uhr in der Diele, Mengstraße 41. Am 23. Januar zwischen 9.30 und 17 Uhr findet zur selben Problematik eine Fortbildung im BIFF (Beratung und Information für Frauen Lübeck, Mühlenbrücke 17) statt. -
LÜBECK STATISTISCH
Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist nach Mitteilung des Statistischen Amtes von 1990 bis Ende 1996 von 85 221 auf 81 633 gesunken. Aktuelle Zahlen für das Jahr 1997 liegen noch nicht vor, da der Meldeweg vom Arbeitgeber über Krankenkasse, Rentenversicherungsträger, Statistisches Bundesamt bis zu den Statistischen Landesämtern geht, ehe die Ergebnisse endlich bei den Statistikern der Hansestadt Lübeck landen. -
Banges Warten auf die Aufenthaltsgenehmigung
Auch zwei Jahre nach dem schweren Brandanschlag in der Hafenstraße leiden die Opfer - Unzufriedenheit mit Prozeßverlauf
Kibolo Katuta sitzt auf der braungesprenkeltenWohnzimmercouch mit der Fernbedienung in der Hand und zappt die Programme durch. An der Wand hängt ein zwei Meter großes schon etwas abgenutzt aussehendes Stofftier. Das Geburtstagsgeschenk an Töchterchen Paola hat da seinen gebührenden Platz erhalten, wo in deutschen Wohnzimmern vielleicht ein Miró oder auch ein röhrender Hirsch hängen würde. Paola lümmelt auf dem Bett im Nebenzimmer und kaut an ihrem Kuli und ihren Rechenaufgaben, während Mutter Eyenga das Abendessen kocht. Die kleine Zweizimmerwohnung in der Lübecker Innenstadt ist nur spärlich ausgestattet - bis auf das große Plüschtier und den großen Fernseher. In einer Ecke stehen aufeinandergeschichtet acht Koffer. Es sieht so aus, als ob die Katutas jederzeit wieder aufbrechen könnten, als ob sie sich nie häuslich niedergelassen hätten. -
Eine Welle der Hilfsbereitschaft
150 000 Mark für die Überlebenden * Flut von Briefen, die Mut machten
"Die Menschen haben aus dem Stegreif heraus gespendet," schildert Pastor Iwer Rinsche die Reaktionen auf die Brandnacht. "Sie wollten die größte Not lindern helfen." Über 150 000 Mark kamen dabei zusammen, die unter der Obhut von Rundem Tisch und Diakonischem Werk verwaltet wurden. Zuerst sollte das Geld, das auf das Konto der Sozialeinrichtung geflossen war, ausgegeben werden. So ist es nun geschehen, die Spendenkasse der Diakonie ist leer. Ende des Jahres hatte Pastor Rinsche eine Rechnungsprüfung beantragt und eine ordnungsgemäße Buchführung bescheinigt bekommen. -
HINTERGRUND
Der Runde Tisch wurde im März 1994 von Bürgermeister Bouteiller ins Leben gerufen, nachdem rechte Jugendliche einen Brandanschlag auf die jüdische Synagoge verübt hatten. Alle gesellschaftspolitisch relevanten Gruppierungen sollten daran teilnehmen mit dem Ziel, unbürokratische Hilfe für die Betroffenen zu leisten, aber auch herrschende Feindbilder aufzuspüren. Nach wie vor nehmen rund 40 Personen an den Sitzungen teil. Letzte größere Aktion war die Bleiberechtskampagne. -
IM GESPRÄCH
SZ: Es gab hier eine Reihe von Anschlägen und dennoch steht die Hansestadt bundesweit in dem Ruf, offen und tolerant gegenüber Ausländern zu sein. Wie hat Lübeck das geschafft? -
ADRESSEN
Behnhaus/Drägerhaus, Königsstr. 9-11, -
Ausstellungen
"Arbeit im Hochofenwerk - Leben in der Werkskolonie" -
Mittwoch, 21. Januar
Theater
Antigone, 19.30 Uhr, Kammerspiele, Theater Lübeck -
Donnerstag, 22 . Januar
Theater
Gastspiel: A streetcar named desire by Tennessee Williams, American Drama Group, 19.30 Uhr, Kammerspiele, Theater Lübeck -
Freitag, 23. Januar
Theater
Zum letzten Mal: Rigoletto, Oper von Guiseppe Verdi, 19.30 Uhr, Großes Haus, Theater Lübeck -
Sonnabend, 24. Januar
Theater
Schneeweißchen und Rosenrot, 15 Uhr, Marionettentheater -
Sonntag, 25. Januar
Theater
Hair, 19.30 Uhr, Großes Haus, Theater Lübeck -
Montag, 26. Januar
Theater
Der Zauberbeutel, Kaspertheater, 15 Uhr, Jugendzentrum Burgtor -
Dienstag, 27. Januar
Theater
Premiere: Seemann, pass op!, Niederdeutsches Theater, 20 Uhr, (auch 28. Januar.), Kammerspiele, Theater Lübeck -
"Auch Treppenhäuser sind soziale Räume"
Die kleine Tochter einer der Mieterinnen, die in eine der 36 Wohnungen zieht, die derzeit am Blessensahl 22-32 in Kücknitz entstehen, hat eine Form-aldehyd-Allergie. Laut Architekt Günter zur Nieden dürfte die Vierjährige in ihrem neuen Umfeld keine Probleme bekommen. "Die Häuser sind weitgehend wohngesund und in ökologischer Bauweise entstanden", erklärt er. Die ersten Wohnungen sind seit 15. Januar bezugsfertig, so daß bereits einige Mieter ihr neues Domizil bezogen haben. -
Münzfälscher am Werk
Im Mittelalter fing alles an: das Geld horten, das Vergraben der Reichtümer, die Suche nach dem Schatz, überhaupt der ganze Tanz um das goldene Kalb Geld. Im Rahmen der Münzschatz-Ausstellung, die von Dr. Rolf Hammel-Kiesow konzipiert wurde, gibt es jetzt einen Vortrag über Geld im Alltagsleben des späten Mittelalters. Franz Irsigler, Professor für Geschichtliche Landeskunde an der Uni Trier, hat sich damit beschäftigt. Irsliger will Normen und Realität im Umgang mit den Talern aufspüren und die Vielfalt der im Umlauf befindlichen Geldsorten entschlüsseln. Nicht zu vergessen: Die Frage nach dem Warum. Die komplexen spätmittelalterlichen Verhältnisse lassen sich am besten mit Hilfe einer funktionalen Geldtheorie erklären und mit jeder Menge Beispiele. So nimmt der Referent sich den Devisenschiebereien an, der Münzfälscherei, den Münzreformen Karls des Großen, der Verfallzeit des karolingischen Denars und dem Libra-Systems in der Gold-Silber-Doppelwährung von Gulden-, Groschen- und Pfennigmünzen im Jahr 1252 und 1266. Fast nebenbei gelingt es ihm dabei, die Anfänge der im Tennis gebräuchlichen Fünfzehnerzählung auf die Zeit zwischen 1215 und 1266 zu datieren und den rätselhaften "deuce" der angloamerikanischen Tennisschiedsrichter zu erklären -Tennis war eben immer schon ein Geldspiel. Der Vortrag findet statt am 27. Januar um 20 Uhr im Burgkloster, wo auch nach wie vor die ganz und gar nicht trockene Münzschatz-Ausstellung zu sehen ist. -
Museum als Erbe
Ein Ehepaar aus Hamburg möchte das Lübecker Völkerkunde-Museum beerben. Die Schenkung soll nach dem Tod der beiden, die namentlich nicht genannt werden möchten, in Kraft treten. Sie besteht aus ca. 1000 Objekten, darunter Knüpfarbeiten, Kleidung, Schmuck, Metallgefäße, Dias und eine umfangreiche Bibliothek. Der Wert der aus dem mittelasiatischen Raum stammenden Ethnographica wird auf eine halbe Millionen Mark geschätzt. An das Vermächtnis sind Auflagen geknüpft. So soll innerhalb von drei Jahren nach der Testamentsvollstreckung eine Sonderausstellung entstehen und ein Katalog. Um das zu gewährleisten, muß die Sammlung wissenschaftlich bearbeitet werden. Die Kosten für eine auf ein Jahr befristete Stelle werden sich auf rund 100 000 Mark belaufen. Kann die Stadt diese Mittel nicht aufbringen, geht das Vermächtnis automatisch an weitere im Testament festgesetzte Erben über. Anfallende Sachkosten in Höhe von 60000 Mark werden durch Spenden abgedeckt. Die Völkerkunde-Sammlung hat großes Interesse an dem Angebot. Sie besitzt bereits eine beachtliche Sammlung aus Mittelasien. Die jüngste Sitzung des Kulturausschusses hatte einstimmig entschieden, daß das Angebot des Hamburger Ehepaares angenommen wird. -
Alte Musik im Lübecker Rathaus
Ein Konzert "Nach italiänischer Manier..." gibt das Ensemble "Akademie für alte Musik" am Freitag, 13. Februar, 20 Uhr, im Audienzsaal des Lübecker Rathauses. Die internationalen namhaften Solisten und Dozenten der Hochschule für Künste Bremen beenden ihre Deutschlandtournee mit dem Konzert in Lübeck. Auf dem Programm stehen unter anderem Werke von Dario Castello, Francesco Rognoni Taeggio, Diet-rich Buxtehude und Johann Sebastian Bach. Besetzung: Harry van der Kamp (Baß), Thomas Albert (Violine), Veronika Skuplik (Violine), Sarah Cunningham (Viola da Gamba), Stephen Stubbs (Laute/Chitarrone) und Klaus Eichhorn (Orgelpositiv).Veranstaltet von der Kuturstiftung der Hansestadt und der Hochschule für Künste Bremen. -
Hämmern und Sägen in der Röhre
Ein neuer Musikkurs für Kinder von sechs bis neun Jahren startet am 22. Januar im Kinder- und Jugendhaus "Röhre". Jeweils von14 bis 15.30 Uhr können die Kinder verschiedene Instrumente ausprobieren und unter Anleitung selber bauen. Der Kurs findet zehn Mal statt und kostet 35 Mark. Die beliebte Holz AG lädt Kinder ab zehn Jahren dienstags von 15 bis 17 Uhr ein, im Werkraum der "Röhre" nach Lust und Laune zu sägen und zu hämmern. Die TeilnehmerInnen haben Gelegenheit, Gegenstände für den eigenen Gebrauch oder zum Verschenken unter Anleitung selber zu fertigen. Der Kurs kostet 30 Mark. Anmeldungen unter Telefon 12 257 41. -
Das kunstseidene Mädchen
Aufgrund der großen Nachfrage hat sich das Theater Lübeck entschlossen, die in der letzten Spielzeit so erfolgreicheVeranstaltungsreihe "Lust um Mitternacht" wieder ins Leben zu rufen. Mit dem Schauspiel von Irmgard Keun und Gottfried Greiffenhagen "das kunstseidene Mädchen" beginnen diese nächtlichen Vorstellungen am 24. Januar um 22 Uhr im Studio. Doris, das kunstseidene Mädchen, ist Sekretärin bei einem Rechtsanwalt. Sie will weg aus der Provinz, die "große Welt" erobern. In Berlin stürzt sie sich in das Leben der Tanzhallen, Bars, Literatencafés, läßt sich in vornehme Lokale einladen, goutiert die "feine Gesellschaft" - und bleibt doch allein. Ihre Affären sind kurzlebig, die erträumte Filmkarriere erweist sich als Illusion. Dieses Ein-Personen-Stück nach dem berühmten Roman entführt die Zuschauer in das Berlin der 30er Jahre und stellt ihnen eine Frau vor, die zielstrebig der gesichterten Provinz Tristesse entfliehen will. In der Aussstattung von Michael Goden inszeniert Hella Peperkorn. Das Mädchen Doris wird von Anke Schüler gespielt. -
Ausstellungstip
Die Natur verpackt Güter seit jeher perfekt: Materialsparend, energiesparend, ästhetisch und konservierend. Und sie hat klare Verfallsdaten für ihren "Müll", der stets wieder in die Stoffkreisläufe rückgeführt wird. Restmüll gibt es nicht! Manche Verpackungen in der Natur halten sogar Extremanforderungen wie Frost, Feuer oder UV-Strahlen aus. Sie sind wasserfest oder extrem druckfest, zuweilen dienen sie der Ernährung von Nachkommen und manche Verpackungen wachsen sogar mit. Auch das Öffnen der "Naturverpackungen" ist technisch anspruchsvoll verwirklicht. Die Ausstellung "Können wir einpacken? Verpackungstechniken in der Natur" zeigt "ökologisches Design" - vom Ei über die Banane bis zur Kokosnuß. Ein riesiges Lernfeld für umweltbewußte Nachahmer: 6.Februar bis 30. April, Naturhistorisches Museum -
Ausstellungstip
Die Natur verpackt Güter seit jeher perfekt: Materialsparend, energiesparend, ästhetisch und konservierend. Und sie hat klare Verfallsdaten für ihren "Müll", der stets wieder in die Stoffkreisläufe rückgeführt wird. Restmüll gibt es nicht! Manche Verpackungen in der Natur halten sogar Extremanforderungen wie Frost, Feuer oder UV-Strahlen aus. Sie sind wasserfest oder extrem druckfest, zuweilen dienen sie der Ernährung von Nachkommen und manche Verpackungen wachsen sogar mit. Auch das Öffnen der "Naturverpackungen" ist technisch anspruchsvoll verwirklicht. Die Ausstellung "Können wir einpacken? Verpackungstechniken in der Natur" zeigt "ökologisches Design" - vom Ei über die Banane bis zur Kokosnuß. Ein riesiges Lernfeld für umweltbewußte Nachahmer: 6.Februar bis 30. April, Naturhistorisches Museum -
Wilde Müllablagerungen
Umweltsünden nehmen wieder zu
Bürgerbeschwerden gehen beim Umweltamt ständig ein, und auch die Polizei teilt häufig mit, daß mal wieder ein Kühlschrank aus Mutter Natur oder ein ausgedientes rostiges Fahrrad aus Nachbars Garten entfernt werden muß. "Die wilden Müllablagerungen haben wieder stark zugenommen. Im vergangenen Jahr sind hunderte gemeldet worden", so Joachim Blumenthal, Mitarbeiter bei der Unteren Abfallentsorgungsbehörde. -
Briefe an die Stadtzeitungs-Redaktion
Die Lübecker Stadtzeitung freut sich über jede Zuschrift. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe unter Wahrung des Sinns zu kürzen. Der Anspruch auf Abdruck besteht nicht. -
Ökologischer Blick beim Kleiderkauf
Zu: "Sahnehäubchen wird abgeschöpft". SZ vom 22. Dezember -
Doppeldecker ohneAussicht nach vorn
Zu: "Komfortbusse ersetzen Berliner Doppeldecker". SZ vom 13. Januar -
Dank für die Infos zur Alternative
Zu: "Zur Alternative gibt es gar keine Alternative". SZ vom 13. Januar -
Wichtige Punkte sprechen gegen Umgehungsstraße
Zu: "K 13: Nun geht es ins Detail". SZ vom 22. Dezember -
Vielleicht hat dieBevölkerung dazugelernt
Zu: ,,Sahnehäubchen wird abgeschöpft". SZ vom 22. Dezember -
OMBUDSMANN
Gerhard Burmester, 60, ist Leiter der Kanzlei des Bürgermeisters. Er arbeitet seit über 40 Jahren in der Verwaltung der Hansestadt Lübeck und hat dabei alle Ämter kennengelernt. An dieser Stelle beantwortet er für die Lübecker Stadtzeitung die Anfragen, Eingaben und Beschwerden der Bürgerinnen und Bürger. -
Alle sollten sich für saubere Stadt einsetzen
Bei mir laufen regelmäßig berechtigte Klagen über Verschmutzungen der Stadt, insbesondere durch herumliegende gelbe Säcke, ein. Besonders ärgerlich ist es dann, wenn dieser Müll an touristisch interessanten Stellen angehäuft wird. -
Sind die LVG-Busse behindertengerecht?
Frau Freitag aus Kücknitz fragt unter Bezug auf die Berichterstattung in der Stadtzeitung vom 13.01.1998, ob die neuen Busse, die die LVG für die Linien 31, 32 und 34 anschafft, auch geeignet sind, Rollstuhlfahrer aufzunehmen. -
Bootschafterin am Rhein: Passat
Mit einem großen Aufgebot präsentiert sich dieser Tage die Hansestadt auf der weltgrößten Wassersportmesse "boot '98" in Düsseldorf. Zusammen mit dem Lübecker Yacht Club (LYC), der in diesem Jahr 100 Jahre alt wird, und dem Verein "Rettet die Passat" wirbt ein vielköpfiges Team an dem Stand F 41 in Halle 5 um Gäste und Segelsportfreunde. -
An der Bäckerstraße soll es blühen
Bunte Blumenwiesen mit blühenden Gräsern und farbenprächtigen Schmetterlingen: Ein selten gewordenes Bild in unserer vom Menschen geprägten Kulturlandschaft und noch seltener in den Städten. Doch in Lübeck sollen bald wieder bunte Wiesen blühen. Das Grünflächenamt stellt zukünftig die Bewirtschaftung des städtischen Grüns auf naturnahe Pflege um. -
Senioren und Jugendnehmen Kontakt auf
Weder Werbematerial noch Prospekte gibt es vom Therapietrakt Behnckenhof, stellte der "Arbeitskreis betreutes Wohnen, Alten- und Pflegeheime, Soziales" des Seniorenbeirats in seiner jüngsten Sitzung fest. Da müsse Abhilfe geschaffen werden, so die Mitglieder, die über das Thema in ihrer Sitzung diskutierten. Denn in der Sitzung des Sozialausschusses, der sich um die Frage des Weitererhalts der Einrichtung drehte (die SZ berichtete), hatte der Seniorenbeirat zugesagt, für den Behnckenhof Werbung zu machen. Der Arbeitskreis wird jetzt häufiger in den acht städtischen Alten- und Pflegeheimen tagen, um die persönliche Beratung der Heimbewohner zu verstärken. -
Kurz notiert
Den Senioren-Freizeit-Paß 1998 können alle Lübecker ab 60 sowie Empfänger von Erwerbsunfähigkeitsrente und Vorruhestandsgeld für zwei Mark und gegen die Vorlage von Personalausweis und gegebenenfalls Rentenbescheid erhalten, unter anderem im Lübeck-Info-Zentrum. Auch ältere Mitbürger aus Bad Schwartau, Groß Grönau und dem Lauenburger Teil Krummesses können den Paß bei ihrer Stadt- oder Gemeindeverwaltung erwerben. -
Top Ten der beliebtesten Vornamen in Lübeck
2 200 Lübecker Eltern standen 1997 vor der Qual der Wahl, den schönsten Namen für ihren Familienzuwachs zu finden. Lisa, Tim und Niklas/Niclas sind die Spitzenreiter auf der Vornamen-Beliebtheitsskala des Jahres 1997 für die Jüngsten. Diese Namen lösten die Spitzenreiter des Vorjahres, Sarah, Jan und Marcel, ab. Nach Lisa waren bei den Mädchen Michelle, Lena Vanessa, Laura, Anna und Sophie/Sophia die beliebtesten Namen. -
Stadtpflege
Unter der Lübecker Telefonnummer 12 2 7777 ist die zentrale Anlaufstelle für die Stadtpflegemaßnahmen in der Altstadt zu erreichen. Von Montag bis Freitag, 6 bis 14.30 Uhr antwortet Sachbearbeiter Matthias Kleinfeld. Außerhalb dieser Zeit steht ein Anrufbeantworter zur Verfügung. -
Frauen bringt Männerdomäne ins Wanken
Während normalerweise jeder über Müll die Nase rümpft, bezeichnet Andrea Frauen die Arbeit in der Abfallwirtschaft als eine spannende Aufgabe. In kaum einem anderen Bereich gäbe es so viel Innovation. Die Agrartechnikerin steht seit kurzem an der Spitze des Lübecker Müllberges: Am 1. Januar hat sie die Leitung der Deponie in Niemark übernommen. Andrea Frauen ist in Schleswig-Holstein die erste und einzige Frau in solch einer Position. Daß diese Männerdomäne ins Wanken gerät, zeigte die Bewerbersituation: Unter 57 Bewerbern waren immerhin 13 Frauen, das sind 22,8 Prozent. In die engere Auswahl kamen zwei Frauen und drei Männer. -
Die SPD-Fraktion stellt sich und KommunalwahlkandidatInnen vor
Politik und Politiker hautnah erleben - das ist nicht immer so leicht. Zwar wird die Bürgerschaftssitzung im Offenen Kanal live übertragen, und viele Gremiensitzungen sind öffentlich, dennoch gibt es eine "Schwellenangst" vor all zu formalen Veranstaltungen. Mancher Mandatsträger ist in Terminnot und umgeht den Kontakt mit seinen Wählern. Doch ohne Gespräche mit Betroffenen, offene Diskussionen und lockere Begegnungsmöglichkeiten läuft Politik in Gefahr, abgehoben und realitätsfern zu werden. -
Stellungnahme zur Kündigung einer Leiterin des Frauenbüros
Anfang Januar hat die Frauenversammlung der Lübecker Grünen über die Situation des Frauenbüros nach der Kündigung der Leiterin Emilija Mi-trovic diskutiert. Die Bürgerschaftsfraktion der Grünen schließt sich der Stellungnahme der Frauenversammlung im folgenden an:




