Ausgabe 009 vom 27. Januar 1998
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Neuer Glanz für das Casino
Dringend gesucht: Ein Konzept für die Travemünder Vorzeige-Immobilie
Das Casino Travemünde steht in dieser Woche erneut auf der Tagesordnung der Bürgerschaft. Vermutlich wird es dabei zu keinem abschließenden Votum kommen, weil die beiden vorliegenden Konzepte zur Wiederbelebung der Travemünder Vorzeige-Immobilie noch nicht entscheidungsreif sind. Dies war in den vergangenen Tagen von SPD und der CDU zu hören. Man wolle den Bewerbern aufgeben, ihre Pläne bis zum Juni mit nachprüfbaren Fakten zu untermauern. -
Tunnel für Wakenitz?
Kommt jetzt doch die ,,Öko-Autobahn''?
Die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts in Berlin vom vergangenen Mittwoch, den sofortigen Vollzug des Planfeststellungs-Beschlusses für den Bau der Ostseeautobahn A 20 im Raum Lübeck einstweilen aufzuheben, ist in der Hansestadt mit zwiespältigen Gefühlen aufgenommen worden. -
Neuer Tourismuschefkommt aus der MuK
Der Geschäftsführer der Musik- und Kongreßhallen GmbH (MuK) Johann W. Wagner, 43, soll neuer Tourismuschef der Hansestadt Lübeck werden. Über diesen Vorschlag von Bürgermeister Michael Bouteiller soll die Bürgerschaft am Donnerstag, 29. Januar, beraten und beschließen. Das vorgelegte Konzept beinhaltet die Bündelung der Tourismus- und Kongreßaktivitäten. -
Hauptausschuß sprichtüber Verkehrsberuhigung
Der Hauptausschuß der Hansestadt Lübeck tagt heute, 27. Januar, 16 Uhr, im Roten Saal des Rathauses.Auf der Tagesordnung steht unter anderem ein Bericht über die neuen Bezeichnungen der Organisationseinheiten, sogenannter Bereiche, die an Stelle der Ämter treten. Im öffentlichen Teil der Sitzung wird eine Dringlichkeitsvorlage zur Verkehrsberuhigung in der Lübecker Altstadt behandelt. Erörtert werden außerdem Vorlagen zur Änderung der Verwaltungsgebührensatzung und zur Änderung des Preistarifs für die Besichtigung des Rathauses. -
Editorial
Die SZ ist ein junges Medium. Gerade mal neun Ausgaben alt ist unser aller Lieblingspostille, und schon hat sie die erste Auszeichnung gewonnen. "Trotz Hinweis auf meinem Briefkasten wurde mir Ihr SPD-Blatt zugesandt", schrieb uns dieser Tage ein H. Piel aus Herrnburg. "Ihren Schrott sende ich hiermit nebst meinem Schrott an Sie zurück." -
Der erste Schritt ist getan
1,5-Millionen-Scheck aus Kiel unterstützt Lübecks Fernwärmeausbau
Einen Scheck über 1,5 Millionen Mark hat Claus Möller, Minister für Finanzen und Energie, Umweltsenatorin Maria Krautzberger überreicht. Mit diesem Beitrag unterstützt das Land ein Projekt, das bis Ende 1999 insgesamt 34 Millionen Mark kosten wird: Kleinere Heizwerke in Lübeck sollen zu umweltfreundlicher arbeitenden größeren Einheiten, sogenannten Wärmeinseln, zusammengefaßt werden. Dies ist jedoch erst der erste Schritt in die Fernwärmeplanung. Auf Dauer sollen die Wärmeinseln durch ein neues Heizkraftwerk in Dänischburg/Siems mit Wärme versorgt werden. -
Einmal zum Mars und zurück
Halbzeit beim Bären-Traumschulhof
"Stellt euch vor, ihr fliegt mit dem Raumschiff quer durch die Galaxis bis zum Mars, dort könntet ihr euern Traumschulhof bauen, wie sähe der aus?" So und ähnlich lauteten die Fragen zu einer Phantasiereise, die die Pädagogen Stefan Mitbrodt und Heiner Ahnemann den Schülern der Schule Roter Hahn gestellt hatten. Ein Jahr ist das jetzt her. Die Schüler sind auf die Erde zurückgekehrt, den Traumschulhof, den sie entworfen hatten, scheinen sie Schritt für Schritt auch tatsächlich zu realisieren. Die beiden Pädagogen, die den Schülern zur Seite stehen sind vom Land ausgebildete Kinder"moderatoren", die darauf spezialisiert sind, die Wünsche und Anliegen von Kindern ans Tageslicht zu befördern. Als erstes bastelten die Schüler ein Sandkastenmodell, denn man braucht ja schließlich ein Anschaungsobjekt. Mit diesem Modell zogen sie jüngst zur landesweiten Ausstellung "Jugend gestaltet Zukunft", denn dort sind sie neben zwei anderen Vorzeigeprojekten aus Schleswig-Holstein ausgewählt worden. -
Senator Volker Kaskegeht in den Ruhestand
Senator Volker Kaske wird morgen bei einem Empfang im Rathaus in den Ruhestand verabschiedet. -
Fraktionen haben 57 Anträge gestellt
Aufgrund der umfangreichen Tagesordnung beginnt die Sitzung der Bürgerschaft am Donnerstag, 29. Januar, bereits um 10 Uhr im Bürgerschaftssaal des Rathauses. Sie wird notfalls am Freitag, 30. Januar, 14 Uhr, fortgesetzt. Unter dem fünften Tagesordnungspunkt sind allein 57 Anträge der Fraktionen vorgemerkt. -
Informationsabend zurGymnasialen Oberstufe
Einen Informationsabend zur Gymnasialen Oberstufe an der Gesamtschule Buntekuh findet am Dienstag, 3. Februar, um 19 Uhr in der Mensa statt. -
LÜBECK STATISTISCH
Die Einwohnerzahl Lübecks ist nach Angaben des Statistischen Amtes von 215 116 (September 1996) auf 214 866 (September 1997) leicht gesunken. -
Politik stoppt die Schulentwicklung
Der Schulentwicklungsplan für die Berufsschulen ist auf politischem Wege gestoppt worden. Damit, erklärte Schulsenator Ulrich Meyenborg, sei aber die Verwaltung endgültig blockiert. Der Antrag in der letzten Ausschußsitzung sah vor, Mehrfachnutzungen von Schulgebäuden prüfen zu lassen. So sollten Vor- und Nachteile einer möglichen Zusammenlegung von der Berufsschule für Gesundheit, Textil und Sozialwirtschaft mit der Dorothea-Schlözer-Schule gegeneinander abgewogen werden. Ebenso sollte festgestellt werden, ob die neuen Räume der Handwerkskammer auch für schulische Zwecke genutzt werden können. CDU, WIR und Grüne zeigten sich aber nicht genügend informiert und setzten den Punkt kurzerhand von der Tagesordnung ab. Unverständlich für den Schulsenator, der sich grünes Licht für die Verhandlungen mit der Handwerkskammer erhofft hatte. Die Prüfaufträge seien, so Meyenborg, keine politischen Entscheidungen über künftige Schulstandorte. -
Ergänzungskarte Klima für Umweltatlas liegt vor
Zu dem im Jahre 1995 herausgegebenen Umweltatlas der Hansestadt Lübeck gibt es jetzt eine Ergänzungskarte. Sie zeigt die Treibhausgasemissionen der Verursachergruppen Haushalte, Industrie und Verkehr. Sie sind untergliedert dargestellt für alle 35 Stadtbezirke im Jahr der Messung 1994. Datengrundlage sind die Ergebnisse aus der "Bilanz der Treibhausgase von 1987- 1994". -
Soviel Service wie möglich aus einer Hand
In Travemünde wird im März das erste bürgernahe Stadtteilbüro Lübecks eröffnet
"Wir peilen den März für die Eröffnung an", berichtet Conja Grau, Leiterin des Projekts Stadtteilbüro Travemünde. Die Bürger sollen dort soviel Service wie möglich aus einer Hand bekommen. Das Travemünder Bürgerbüro ist das erste dieser Art in Lübeck, andere sollen folgen. Fernziel ist es, daß jeder alles im Stadtteilbüro seiner Wahl erledigen kann. "Das kann natürlich nicht von Null auf Hundert durchgesetzt werden", so Conja Grau. -
Verkaufen statt Jammern
Straßenmagazin "Bessere Zeiten" zieht nach einem Jahr Bestehen Bilanz
"Schon 50 Mark mehr im Monat können helfen", sagt "Bessere Zeiten"-Verkäuferin Helga Gronau. Die 55jährige ist eine von rund zehn Sozial- oder Arbeitslosenhilfeempfängern, die die Gelegenheit beim Schopf gepackt haben und sich bei dem Straßenmagazin ein wenig dazuverdienen. -
Stadtverwaltung verteidigterfolgreich Schachtitel
Den Schachtitel hat die Stadtverwaltung erfolgreich verteidigt. Bei dem Mannschafts-Blitzturnier für Betriebssportgemeinschaften gewann die Verwaltung in der Besetzung Peter Mond, Markus Heiden, Günter Kruse und Dieter Schenk. -
Kurz notiert
Das Wahlamt macht darauf aufmerksam, daß Lübeckerinnen und Lübecker, die auf Reisen sind und vor der Kommunalwahl am 22. März nicht zurückkehren, einen Antrag auf Nachsendung der Briefwahlunterlagen stellen können. Das Wahlamt schickt diese ab 2. März an die Urlaubsanschrift. Nähere Informationen beim Wahlamt, Telefon 1602-1229. -
Gastfamilien für jungeSchweden gesucht
Wegen eines sechswöchigen Praktikums beim lokalen Radiosender Offener Kanal (OK-Radio) kommen zwei Schüler aus der zwölften Klasse des Fachgymnasiums Solientuna (Schweden) nach Lübeck. -
Selbsthilfegruppein der Gründungsphase
Zur Gründung einer Selbsthilfegruppe für Eltern von zwangserkrankten Kindern und Jugendlichen werden Interessierte gesucht. Bei den Treffen sollen Gespräche über Alltagsschwierigkeiten geführt und Informationen ausgetauscht werden. -
Stadtpflege
Unter der Lübecker Telefonnummer 12 2 7777 ist die zentrale Anlaufstelle für die Stadtpflegemaßnahmen in der Altstadt zu erreichen. Von Montag bis Freitag, 6 bis 14.30 Uhr antwortet Sachbearbeiter Matthias Kleinfeld. Außerhalb dieser Zeit steht ein Anrufbeantworter zur Verfügung. -
ADRESSEN
Behnhaus/Drägerhaus, Königsstr. 9-11, -
Ausstellungen
"Arbeit im Hochofenwerk - Leben in der Werkskolonie" -
Mittwoch, 28. Januar
Theater -
Donnerstag, 29. Januar
Theater -
Freitag, 30. Januar
Theater -
Sonnabend, 31. Januar
Theater -
Sonntag, 1. Februar
Theater -
Montag, 2. Februar
Vortrag -
Dienstag, 3. Februar
Theater -
VHS-Programm: Kaffee, Kunst und Kipferln
Frühjahrssemester steht unter dem Motto "Treffpunkt Donau" - Thomas Bernhard und Wiener Gebäck
Wenn der weiße Flieder wieder blüht, haben sie schon längst begonnen: die ersten Volkshochschulkurse. "Treffpunkt Donau" heißt in diesem Frühjahr der Schwerpunkt. Eine Ausstellung mit Grafiken und Ölgemälden von zeitgenössischen ungarischen Künstlern und Künstlerinnen wird im Saal der Volkshochschule am 26. Februar eröffnet. Diese Ausstellung gibt Gelegenheit, die in Ungarn bedeutendsten Künstlerszene mit einigen Arbeiten kennenzulernen. Beim "Treffpunkt Donau" darf Österreich natürlich nicht fehlen. So informiert eine Wienerin über die Literatur ihrer Heimat, während die Besucher und Besucherinnen Kuchen und Torten der berühmten Wiener Backkunst probieren können. -
Das penible Hausschwein Wutz
"Urmel aus dem Eis" als Musical - liebevoll gezeichnete Figuren
Es ist schon so eine Sache mit der Wissenschaft: Tiere können nicht sprechen, Fische sind nicht unsichtbar und Dinosaurier, die aus Eiern schlüpfen, gibt es auch nicht. Ganz anders sieht das Tierprofessor Habakuk Tibatong, der nicht nur jede Menge sprechende Tiere um sich schart, sondern auch noch das Urmel entdeckt, das es eigentlich gar nicht gibt. Frisch aus einem im Eis eingefrorenen Dinosaurier-Ei geschlüpft, findet das neugierige und freche "Urmeli" schnell viele Freunde auf der Insel Titiwu, wo es friedlich lebt, bis der Dinosaurier-Jäger König Pumponell der 55. auf den Plan tritt und die Idylle zu zerstören droht. Das auf einer Vorlage des Kinderbuchautors Max Kruse basierende Stück wurde durch die Inszenierung der "Augsburger Puppenkiste" bekannt und erfreut sich bis heute großer Beliebtheit. Jedes der dargestellten Tiere fällt durch einen besonderen Sprachfehler und liebevoll gezeichnete Charakteristik auf. Das penible Hausschwein Wutz, das mütterliche Instinkte entwickelt, der See-Elefant "Seelefant", der alte Studentenlieder singt oder der Pinguin Ping, der sich mit dem Schuhschnabel Schusch um den Besitz einer "Mupfel" (= Muschel) streitet: Figuren, die seit zwanzig Jahren zur Kindheit vieler Menschen dazugehören. In die Musik- und Kongreßhalle kommt eine Musicalbearbeitung für Kinder und für Erwachsene. Die Produktion wurde in ganz Deutschland rund hundertmal mit einem Hamburger Ensemble aufgeführt. Regie führte Andreas Wegner, die Musik komponierte das Team Lange/Preuße und die Bühne gestaltete Frank Pinkus. Urmel aus dem Eis ist am 30. Januar, 16 Uhr, in der MuK zu sehen. -
Lübecks Geschichte
950-Seiten-Wälzer in 3. Auflage wieder erhältlich
Ratzfatz ausverkauft war die Lübeckische Geschichte Ende letzten Jahres. 8000 Bände seit Erscheinen. Nun gibt es sie wieder in neuer Auflage im Buchhandel oder auch direkt beim Verlag Schmidt-Römhild für 86 Mark. Das 950-Seiten-Werk bietet dem Leser eine umfassende Gesamtdarstellung von den Anfängen und der Blütezeit der Stadt während der Hanse bis hin zur Neuzeit und zur Gegenwart. Das wissenschaftlich fundierte und zugleich gut lesbare Nachschlagewerk, das die Archivdirektorin Dr. Antjekathrin Graßmann herausgegeben hat, ist reich bebildert und enthält einen Kartenanhang zur topographischen Entwicklung Lübecks. -
Zum Geburtstag eine Ausstellung
Anläßlich des 70. Geburtstages von Roland Ploeger stellt die Stadtbibliothek Kompositionen und Schriften des Lübecker Komponisten aus. Die Schau ist von 19. Januar bis 7. Februar in der Musikabteilung zu sehen. In der Audiothek haben die Besucher Gelegenheit, einige der Werke anzuhören. Die Audiothek ist Montag, Mittwoch bis Freitag, 14 bis 18 Uhr, Dienstag und Sonnabend, 10 bis 13 Uhr geöffnet. Ploeger wirkte über 30 Jahre als Dozent an der Musikhochschule Lübeck in den Fächern Komposition und Musiktheorie. Heute setzt Ploeger sich unter anderem als Vorsitzender des "Collegium Musica Nova Lübeck" vor allem für die Werke der Lübecker Komponisten des 20. Jahrhunderts ein. -
Hokus Pokus Omnibus drei Mal schwarzer ...
Ein äußerst komisches Huhn, das auf wundersame Weise Eier legt, ein nagelneuer Regenschirm, der vielleicht etwas zu klein geraten ist, ein Malbuch, in dem sämtliche Bilder fehlen, ein goldener Würfel, der aus einem verschlossenen Safe verschwindet und eine Herde roter Elefanten, die eine Menge zauberhafter Dinge vollbringen kann- das sind die Hauptdarsteller in Friedrichs kurzweiligem Zauberspektakel für kleine und große Menschen, die nicht nur zugucken wollen, sondern auch Lust haben, bei dem ein oder anderen Trick mitzuzaubern. Geeignet ist das Mitmachzauberprogramm für Kinder ab vier Jahren, es findet statt am 29. Januar, 10 Uhr, im Kinder- und Jugendhaus "Röhre". -
"Dies kurze Leben" im Buddenbrookhaus
Am 29. Januar, 20 Uhr, liest Klaus Rainer Goll aus seinem Gedichtband "Dies kurze Leben". Das Buch stellt eine dichterische Zwischenbilanz des mehrfach ausgezeichneten Lübecker Lyrikers dar. In dem vorgestellten Band sind Gedichte der letzten Jahre ausgewählt und um neue bereichert worden. Klaus Rainer Goll spürt in seinem Werk den Stimmungen und Hoffnungen des eigenen Lebens nach. -
"Unterbrechen Sie mich nicht, ich schweige!"
Das Stück "Unterbrechen Sie mich nicht, ich schweige!" ist in Lübeck mittlerweile zum Kultstück geworden. Nach zahlreichen Gastspielen im In- und Ausland als auch im Forum Theater in Lübeck zeigt die Kulturfabrik Kampnagel nun zum allerletzten Mal dieses Kabinettstückchen des Absurden. In den von Vladimir Kazakow geschaffenen Texten unter der Regie von Birgitta Linde funktionieren die Schauspieler wie menschliche Instrumente. Christian von Richthofen klopft und trommelt Wort für Wort aus ihnen heraus. Drei gespenstische Wachsfiguren beginnen zu sprechen, zu leben. Das Theater der besonderen Art ist am 31. Januar, 20 Uhr, und am 1. Februar, 19.30 Uhr, Theater Forum, zu sehen. -
Der kleine Haischwimmt wieder
Wer am 30. Januar, 20 Uhr, das Unterwassermarionetten-Theater besucht, erhält gleichzeitig eine ermäßigte Eintrittskarte für das Naturhistorische Museum, Führung inklusive. Der kleine Hai schwimmt wieder am 31. Januar, 15 und 20 Uhr und am 1. Februar, 15 Uhr. -
FilmTip
Kaspar Hauser in der Berliner U-Bahn
"Wenn zwei Verliebte am Bahnsteig stehen, ruft der Schaffner: Verliebt bleiben, bitte!, und wenn da welche verrückt sind und ein bißchen Graffitti machen, heißt es: Verrückt bleiben!" So erklärt Torsten Ricardo Engelholz seine große Leidenschaft, die Berliner U-Bahn. "Die U-Bahn könnte ich heiraten, denn sie ist treu. Sie verläßt mich nicht. Die U-Bahn kommt immer an." Von seinem Stammplatz am Fenster hat er jeden Meter des Berliner U-Bahnnetzes erkundet. Am liebsten unterirdisch. Die Dunkelheit prägte sein Leben. Den Großteil seiner Kindheit vegetierte er in einer abgedichteten Kammer, später wurde er ins Heim abgeschoben und in der Psychiatrie weggesperrt. Mit 20 begann er zu malen und zu schauspielern und sich - mit einer Mischung aus Mißtrauen und Neugier - in die Umwelt zu integrieren. Heute hat er seine eigene Wohnung, arbeitet in der Werkstatt und am Theater Thikwà, wo er Woyzeck, Kaspar Hauser und Orpheus verkörpert. Der Film ist eine faszinierende Entdeckungsreise, bei der die U-Bahn direkt ins Universum führt und eine Weltsicht eröffnet, in der die Grenzen von Normalität und Wahnsinn verwischen. Die Regisseurin Elfi Mikesch zeichnet ein Portrait des (Lebens-)künstlers und Philosophen Torsten Ricardo Engelholz: Verrückt bleiben, verliebt bleiben, 3. 2., 20 Uhr, Kommunales Kino -
Theatertip
Seemann, pass op!
Mit Seemännern hat Emma Hohmann ihre sprichwörtlichen Erfahrungen. Nun schleppt Ehemann Hermann einen weiteren Zeitgenossen der Zunft ins Haus. Die Zeichen stehen auf Sturm. Kein Wunder, denn Tochter Britta geht dem Matrosen ins Garn. Im lang ersehnten Hafen der Ehe ist Albert aber noch lange nicht. Vorher muß er mit den Finten und Launen seiner herrschsüchtigen Schwiegermutter in spe fertig werden. Vater Hermann ist ihm dabei keine Hilfe, denn er hat schon lange jeden Widerstand aufgegeben und zieht sich zu seinen Meerschweinchen zurück. Was lieben wir alle diese Klischees, wenn sie im schönsten Platt und inszeniert von der Niederdeutschen Bühne daherkommen! Also Vorhang auf für das neue Stück "Seemann, pass op", Premiere: 27.1., weitere Termine 28.1., Theater Lübeck, 3.2., Gesamtschule Buntekuh -
Schuppen 26 am Konstinkai eingeweiht
Sechs-Millionen-Mark-Halle wird hauptsächlich von finnischen Schwesterfirmen genutzt
Eine 7280 Quadratmeter große Lagerhalle am Konstinkai ist von Lübecks Wirtschaftssenator und Gesellschaftervertreter der Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG), Gerd Rischau, ihrer Bestimmung übergeben worden. Das über sechs Millionen Mark teure Bauwerk, der Schuppen 26, dient zur Lagerung und Verteilung von Papierprodukten und Zellulose. Nutzer sind hauptsächlich die finnischen Schwesterfirmen Metsä Botnia und Metsä Serla. -
Berufliche Schule GTSinformiert über Angebote
Zu einer Informationsveranstaltung lädt die Berufliche Schule Gesundheit - Textil - Sozialwirtschaft, Fischstraße 11 - 15, am Donnerstag, 29. Januar, 18 Uhr, interessierte Eltern und Schüler ein. -
Anmeldungen an Berufsbildenden Schulen
Schulabgänger, die einen berufsorientierten Bildungsabschluß und Auszubildende, die einen qualifizierten Schul- oder Berufsausbildungsabschluß anstreben, können sich bei den Berufsbildenden Schulen vom Montag, 2. , bis Sonnabend, 28. Februar, anmelden. Dort gibt es auch Antragsformulare und Informationsblätter. -
Alternative gebenwichtige Impulse
"Zur Alternative gibt es keine Alternative". SZ vom 13. Januar. -
Sachliche Betrachtungwünschenswert
Zu: "Berufung von Emilija Mitrovic widerrufen". SZ vom 20. Januar -
Baut mehr Parkhäuserrund um den Altstadtkeks
Zu: "Gelingt eine stabile Einigung?". SZ vom 13. Januar -
Mehr Mittelalter aufden Schrangen?
Bevor die Diskussion über Blumenkübel wieder beginnt: Lübeck hat einen dritten sehr schönen Platz in der Altstadt! Mit 15 Metern Breite, 110 Metern Länge und einem Gefälle von 3,5 Metern bietet dieser Platz eine natürliche Bühne für alles, was auf dem ehrwürdigen Markt nicht stattfinden muß. -
Kooperation als Arbeitsgrundlage
Zu: "Berufung von Emilija Mitrovic widerrufen". SZ vom 20. Januar -
Bundesrichter stoppen A 20 bei Lübeck
Wer wie ich die Erörterungstermine im Planfeststellungsverfahren miterlebt hat, hat natürlich mit diesem Urteil gerechnet. Durch dieses Urteil kann die Wakenitzniederung für die nachfolgenden Generationen in ihrer Ursprünglichkeit erhalten bleiben. Das setzt aber voraus, daß wir uns alle über die Nachhaltigkeit unserer Demokratie vorurteilsfrei unterhalten und neue Wege überdenken. Alles was wir heute als Wahrheit, Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit für richtig und gut halten, darf unseren Kindern und den zukünftigen Generationen nicht schaden. Erst wenn wir das begriffen haben und tatsächlich danach handeln, haben unsere Mitlebewesen eine Chance, nicht ausgerottet zu werden. Leider können die wildlebenden Tiere und Pflanzen, sowie die noch intakte Landschaft, nicht vor Schmerzen so schreien, daß wir Menschen ihre Not endlich hören. Sie können auch nicht anklagen - sie brauchen also Menschen, die sich zum Anwalt der Natur machen, die sich zum Beispiel für den Erhalt der Wakenitz im längsten Biotopverbund Europas (Lebensstreifen/Grünes Band) einsetzen. -
OMBUDSMANN
Gerhard Burmester, 60, ist Leiter der Kanzlei des Bürgermeisters. Er arbeitet seit über 40 Jahren in der Verwaltung der Hansestadt Lübeck und hat dabei alle Ämter kennengelernt. An dieser Stelle beantwortet er für die Lübecker Stadtzeitung die Anfragen, Eingaben und Beschwerden der Bürgerinnen und Bürger. -
Amerikaner forscht nachFlieger aus Weltkrieg
Peter Kilduff aus Connecticut fragt an, ob es Lübeckerinnen oder Lübecker gibt, die etwas über einen Flieger namens Walther Lech des Ersten Weltkriegs wissen. Kilduff schreibt an einer Geschichte über die deutsche Fliegerei von 1913 bis 1919. Kilduff ist Mitglied der Gesellschaft der Lufthistoriker für den Ersten Weltkrieg, eine gemeinnützige internationale, historische Organisation. -
Personalversammlungenauf andere Zeit verlegen
Unter der Überschrift "Kinder sind zeitweise unbeaufsichtigt" (SZ vom 13.1.1998) war die Beschwerde einer Mutter veröffentlicht worden. Die Einsenderin Claudia Wilms möchte dies jetzt deutlicher darstellen: Sie hat sich darüber beklagt, daß am 1.12.1997 um 11.30 Uhr wegen einer Personalversammlung die Kindertagesstätten geschlossen waren. Die Eltern seien dadurch gezwungen worden, einen Tag Urlaub zu nehmen beziehungsweise sich eine andere Betreuung für diesen Tag zu suchen. -
Bringt das neue Konzept den Durchbruch?
Altstadtverkehr: Zum ersten Mal einigen sich Wirtschaft und Initiativen auf ein gemeinsames Vorgehen
Die Einigung kam auf leisen Sohlen. Sie schickte ihren Boten voraus, als niemand mehr mit ihr gerechnet hatte. Es ist Montag, 12. Januar 1998, kurz nach 20 Uhr. In der Hörkammer des Rathauses fallen deutlich hörbare Worte. Gerade haben sich die Kontrahenten im ewig jungen Streit um Lübecks Altstadt wieder einmal ihre unterschiedlichen Auffassungen über das Leben, den Handel und den Verkehr im Weltkulturerbe um die Ohren geschlagen. Emotionen pur. -
Chronologie des Konzept-Reigens
Von "autofrei" über "verkehrsberuhigt" bis zu "offen und geschützt"
1985. Bürgerschaft beschließt Verkehrslenkungs-Konzept, das den Durchgangsverkehr durch die Altstadt unterbinden soll. -
STICHWORT
Wer saß am Verhandlungstisch?
Für die Hansestadt: Bürgermeister Bouteiller, Bausenator Volker Zahn, Wirtschaftssenator Gerd Rischau, Senatorin Dagmar Pohl-Laukamp. -
IM GESPRÄCH
SZ: Sie sind von dieser 24-Stunden Regelung "Verkehrsberuhigung in Quartieren" direkt betroffen. Stimmen Sie dem Konzept zu? -
Offenes Ohr für Kritik
Fahrgastbeirat zieht ein Jahr nach Gründung Bilanz
Die Fahrgäste des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) wollen es komfortabel haben, möglichst kurze Wege zu den Haltestellen zurücklegen und wenig Zeit mit Warten zubringen. Die ehrenamtlichen Mitglieder des Fahrgastbeirats haben dafür ein offenes Ohr und versuchen, zwischen den ÖPNV-Benutzern und den Stadtwerken zu vermitteln. -
Unsere Stadt braucht aktive Politikerinnen und Politiker
Die Politikmaschine ächzt und kracht gelegentlich. Nicht nur in Bonn oder Kiel, sondern auch in Lübeck. Beispielsweise das Erscheinen dieser Stadtzeitung hat für hohen Wellengang auf den politischen Fahrwassern gesorgt. -
Kein Flüchtling darf nachAlgerien abgeschoben werden
Von Siegfried Schröder -
Bauleitplanung der Hansestadt Lübeck
hier: Durchführung des Genehmigungsverfahrens für die 26. Änderung des Flächennutzungsplanes der Hansestadt Lübeck für den Teilbereich im Stadtteil St. Jürgen nach § 6 des Baugesetzbuches -
Verletzung von Verfahrens- und Formvorschriften (§215 Abs. 2 BauGB),Mängel der Abwägung
Eine Verletzung der in § 214 Abs. 1 Satz 1 Ziffern 1 u. 2 des Baugesetzbuches bezeichneten Verfahrens- und Formvorschriften sowie Mängel der Abwägung bei der Aufstellung des Bauleitplanes sind unbeachtlich, wenn die Verletzung von Verfahrensund Formvorschriften nicht innerhalb eines Jahres und die Mängel der Abwägung nicht innerhalb von 7 Jahren seit dieser Bekanntmachung schriftlich gegenüber der Hansestadt Lübeck (Stadtplanungsamt) geltend gemacht worden sind; der Sachverhalt, der die Verletzung oder den Mangel begründen soll, ist darzulegen (§ 215 Abs. 1 BauGB). -
Anmeldung der Schulanfänger 1998
Mit Beginn des Schuljahres 1998/99 werden alle Kinder, die bis zum 30. Juni 1998 das sechste Lebensjahr vollendet haben, schulpflichtig. -
Tagesordnung für die Sitzung der Bürgerschaft der Hansestadt Lübeck am Donnerstag, dem 29. Januar 1998, 10.00 Uhr, im Bü
I. Öffentlicher Teil der Sitzung




