Ausgabe 250 vom 29. Oktober 2002
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Vertauschte Rollen
Starke Frauen, geschwächte Männer - 44. Nordische Filmtage Lübeck beginnen
"Familie ist das letzte Problem, mit dem wir fertig werden müssen, alle anderen haben wir inzwischen gelöst." Das sagte jüngst der Drehbuchautor und Regisseur Anders Thomas Jensen und hat damit nicht ganz unrecht. Filme als Spiegel der Realität begriffen spiegeln das wider. So zieht sich die Auseinandersetzung mit Familie wie ein roter Faden durch viele Beiträge, die ab Donnerstag, wenn die 44. Nordischen Filmtage Lübeck beginnen, auf Lübecks Leinwänden zu sehen sind. Mal kreist die Auseinandersetzung um die traditionelle, mal um die getrennte Familie oder auch um familienähnliche Formen des Zusammenlebens. -
"Bis zum nächsten Sonnentag"
Preise für Gewinner des Spiels - Reisegutschein an 94jährige
Charlotte Strey, 94 Jahre, ist von Anfang an dabei. Gleich beim ersten Sonnentag, den die Hansestadt Lübeck im Jahr 1978 ins Leben rief, stieg sie mit in den Bus und machte eine Tour. In den 25 Jahren fehlte sie nur ein einziges Mal. "Im vorigen Jahr, da war ich krank", sagt sie. In diesem Jahr, hatte die älteste Teilnehmerin doppelt Lachen: Ihre Gesundheit machte ihr keinen Strich durch die Rechnung, so daß sie nach Grömitz mitfahren konnte, und sie ist auch noch eine von elf Siegern und Siegerinnen des Sonnentag-Gewinnspiels. Am Dienstag vergangener Woche übergab Jürgen Luig vom Fachbereich Wirtschaft und Soziales einen Gutschein der Bundesbahn im Wert von 20 Euro. "Die Fahrt hat mir gut gefallen", sagte die Lübeckerin. "Im nächsten Jahr bin ich wieder dabei." Die weiteren Gewinner des Spiels sind: Wolfgang Maaß, Ursula Hinz-Bruhn, Anja Lewitz, Helga Haas, Lutz Drulla, Edeltraud Martienß, Hertha Wauschkies, Silvia Greiser, Christa Hick und Ursula Gierth. -
Lübeckerin feierte 106. Geburtstag
Die älteste Bürgerin der Hansestadt Lübeck, Wilhelmine Holst, hat am vergangenen Sonntag ihren 106. Geburtstag gefeiert. Charlotte Harnack, stellvertretende Stadtpräsidentin, überbrachte die Glückwünsche der Stadt, des Bundespräsidenten sowie der Ministerpräsidentin ins Alten-Pflegeheim "Lotti-Tonello-Haus", wo Holst lebt. Die Jubilarin, die immer noch geistig rege ist, läßt sich übrigens nur mit Fräulein ansprechen. -
Fest mit Musik, Folklore und Tanz
Unter dem Motto "Aus Fremden Nachbarn machen" steht das diesjährige Freundschaftsfest, zu dem der Verein Türgem einlädt. Das Fest mit Tanz, Folklore und Kulinarischem aus der Türkei will für ein solidarisches Füreinander und gutnachbarliches Zusammenleben von verschiedenen Kulturen werben. Als Gäste angekündigt haben sich unter anderem Gabriele Hiller-Ohm, SPD-Mitglied des Bundestages, und Stadtpräsident Peter Oertling (SPD). Der Eintritt fürs Freundschaftsfest am Sonnabend, 2. November, 19 Uhr, im Haus für alle, Moislinger Berg 2, ist frei - Spenden aber willkommen. -
Jesus und das liebe Geld
Über Geldwirtschaft und christliche Lehre hält Professor Thomas Ruster aus Dortmund im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Handel, Geld und Politik vom frühen Mittelalter bis heute" am Mittwoch, 30. Oktober, einen Vortrag. Die Veranstaltung im Kulturforum Burgkloster, Hinter der Burg 2-6, beginnt um 20 Uhr. Der Eintritt kostet 2,50 Euro, ermäßigt sind 0,50 Euro zu zahlen. -
APROPOS...
Die Milchstraße - oft besungen und in Form eines Schokoladenriegels auf manch einer Zunge zergangen - hält nun für einen Vortrag her. Volkmar Andres referiert über das diffuse Band, das sich übers ganze Himmelgewölbe spannt und aus sage und schreibe 100 Milliarden Sternen besteht. Der Eintritt für den Vortrag am Freitag, 1. November, 20 Uhr, in der Sternwarte kostet drei Euro. -
Editorial
Im Dach des Rathauses klafft ein Loch. Der Sturm, der in der Nacht von Sonntag auf Montag über die Bundesrepublik fegte, hat kurzerhand, weil eben Naturgewalten nicht Halt machen vor Bürgermeistern, einen Teil des Daches abgedeckt und ein Loch von knapp drei mal drei Meter gerissen. -
SPD feiert auf Marli
Ortsverein besteht seit 100 Jahren
Der SPD-Ortsverein Marli, einer von 24 SPD-Ortsvereinen in der Hansestadt Lübeck, hat am vergangenen Sonntag sein 100jähriges Bestehen gefeiert. -
Bagger in Aktion
Rund 1,3 Millionen Euro für Sportplätze
Eine neue Weitsprunggrube und ein Kleinspielfeld mit Kunststoffbelag werden derzeit für rund 229 000 Euro auf dem Sportplatz Burgfeld angelegt. "Wir hoffen, daß die finanziellen Möglichkeiten auch für ein doppeltes Beachvolleyballfeld reichen", so der kommissarische Bereichsleiter Schule Friedrich Thorn. -
Hochschulstadtteil: Fünfte Infobörse
Wie das Wohnen im künftigen Hochschulstadtteil aussehen könnte, ist am Sonntag, 3. November, Thema bei der fünften Hochschulstadtteil-Infobörse. Die HEG lädt dazu von 10 bis 17 Uhr in die Media Docks ein (Balkensaal, Treppenhaus vier). 30 Architekten präsentieren ihre Ideen und bieten Anregungen für den Bau von Einzel-, Doppel- oder Reihenhäusern. -
Gesunde Städte Preis 2003 ausgeschrieben
Zur Bedeutung der Selbsthilfe, die einen wesentlichen Anteil am Erhalt der Gesundheit beziehungsweise dem angemessenen Umgang mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen hat, werden der Gesunde Städte Preis 2003 ausgeschrieben und die Preise im Verlauf der Mitgliederversammlung des Sprecher(innen)rates des Gesunde Städte Netzwerkes im kommenden Jahr verliehen. Das hat Susanne Bogenhardt mitgeteilt, die kürzlich an einer Sitzung dieses Gremiums in Mainz teilgenommen hat. Susanne Bogenhardt vom Gesundheitsamt der Hansestadt Lübeck, ist die Koordinatorin für die Mitgliedschaft der Hansestadt Lübeck im Gesunde Städte Netzwerk. -
Heiner Geißler ist Gastprofessor
Zum Thema Politik und Moral hält der CDU-Bundespolitiker und ehemalige Bundesminister Dr. Heiner Geißler im Wintersemester vier öffentliche Vorlesungen. -
Sonntags-Vorlesung im Rathaus
Unter dem Titel "Forschung am Embryo - wollen wir das?" findet die nächste Sonntags-Vorlesung im Rathaus statt. Den öffentlichen Vortrag der Universität zu Lübeck hält Professor Klaus Diedrich (Frauenheilkunde und Geburtshilfe) am Sonntag, 3. November, 11.30 bis 12.30 Uhr. Als Eintritt wird um eine Spende für Lübecks sieben Türme gebeten. -
Podiumsdiskussion: Pflege in Not?
Pflege in Not? - unter diesem Titel lädt die SPD-Bürgerschaftsfraktion zu einer Podiumsdiskussion in den Bürgerschaftssaal ein. Experten diskutieren mit Ulrike Siebdrat, gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bürgerschaftsfraktion, unter anderem über finzazielle Fragen. -
Wie den Hausbau finanzieren?
Wer ein Haus bauen will, aber nicht weiß, wie der Traum vom Eigenheim am besten finanziert wird, kann an einem Abendseminar der Verbraucherzentrale teilnehmen, um sich schlau zu machen. Das Seminar am Donnerstag, 31. Oktober, 18.30 Uhr bis 21.30 Uhr, findet statt in der Fleischhauerstraße 45. Die Teilnahme kostet 30 Euro für Einzelpersonen, 50 Euro für Paare. -
Experte referiert über Willy Brandt
Friedensnobelpreisträger und Ehrenbürger Willy Brandt steht im Mittelpunkt einer Veranstaltung am Dienstag, 5. November, zu der der SPD-Ortsverein Kücknitz einlädt. Historiker Klaus Moseleit ist als Referent angekündigt. Die Veranstaltung im AWO-Heim Solmitzstraße beginnt um 19.30 Uhr. -
"Stärker an Wünschen orientiert"
Vor zehn Jahren entstand das Betreuungsgesetz: Informationswoche ab 31. Oktober
Die Entrechtung durch die Vormundschaft volljähriger Menschen gibt es seit 1992 nicht mehr. Denn an die Stelle der Vormundschaft und der Gebrechlichkeitspflegschaft ist damals die Betreuung getreten. Seitdem existiert die städtische Betreuungsstelle, die eng mit dem Verein für Betreuung und Selbstbestimmung zusammenarbeitet. Zum Thema "Zehn Jahre Betreuungsgesetz in Lübeck" haben sie eine Informationswoche organisiert (Programm siehe unten). -
Herbstmarkt in Schlutup
Am Sonntag, 3. November, findet in der Sporthalle in Schlutup am Krümmling wieder ein Herbstmarkt statt. Rund 50 Hobbykünstler zeigen ihr Können: Zu bewundern und zu kaufen gibt es beispielsweise Drechselarbeiten, Keramikarbeiten, Spielzeug und Kuscheltiere, Kerzen, Gestricktes und Gehäkeltes. Außerdem sorgen verschiedene Gruppen und Vereine für Unterhaltung. Beginn des Schlutuper Herbstmarktes ist um 10 Uhr, Ende um 17 Uhr. -
Selbstgemachtes im HGH
Am vergangenen Sonnabend hat Charlotte Harnack die seit Jahren stattfindende Hobbyausstellung im Heiligen-Geist-Hospital eröffnet. Seit Jahren schon organisiert der Fachbereich Wirtschaft und Soziales die Schau, an der sich viele soziale Einrichtungen beteiligen und Senioren, Seniorinnen und Behinderte ihre selbstgemachten Produkte präsentieren. Die Schau ist bis Sonntag, 3. November, von 10 bis 17 Uhr im Heiligen-Geist-Hospital täglich geöffnet. -
Sprechstunde des Seniorenbeirates
Jeden ersten Mittwoch eines Monats, zusätzlich zu den üblichen Sprechzeiten der Geschäftsstelle, stehen Mitglieder des Seniorenbeirates der Hansestadt Lübeck für Fragen älterer Mitbürgerinnen und Mitbürger in der Bürgerinformation, Breite Str. 62 (Kanzleigebäude), zur Verfügung. Die nächste Sprechstunde ist dort am Mittwoch, 6. November, 9.30 bis 12 Uhr. Schwerpunktmäßig werden an diesem Tag Fragen aus dem Bereich "Kultur" beantwortet. -
Beratung für Schwerhörige
Wer Schwierigkeiten hat, seine Mitmenschen zu verstehen, kann sich informieren und beraten lassen: Der Bund der Schwerhörigen und Ertaubten bietet am Montag, 4. November, 17 bis 18.30 Uhr, eine Beratung für Betroffene und Angehörige an. Das Angebot findet statt im AWO-Seniorentreff in der Wahmstraße 76. Der nächste Beratungstermin ist am 2. Dezember. Ansonsten können auch telefonisch Termine unter 371 13 35 vereinbart werden. -
In Schichten
Buch zur Wandmalerei in Lübeck
"Geschichte in Schichten" ist der Titel einer neuen Publikation, die die Hansestadt Lübeck, Bereich Denkmalpflege, herausgegeben hat. Das rund 250 Seiten umfassende Buch mit 215 Abbildungen befaßt sich mit der Wand- und Deckenmalerei im städtischen Wohnbau des Mittelalters und der frühen Neuzeit. Es vereinigt zahlreiche Texte eines internationalen Symposiums, das in Lübeck vor zwei Jahren stattgefunden hat und an dem Kunst- und Kulturwissenschaftler, Denkmalpfleger und Restauratoren teilgenommen haben. Annegret Möhlenkamp vom Bereich Denkmalpflege der Hansestadt Lübeck setzt sich darin beispielsweise mit der Decken- und Wandmalerei des 13. und 17. Jahrhunderts auseinander. Um Lübeck geht es auch in dem Text "Italien und der Norden - Lübecker Wandmalereien im Spiegel italienischer Beispiele". -
Kurz notiert
Laternenumzug Der SPD-Ortsverein Holstentor Süd lädt zu einem Umzug mit Laterne ein. Treffpunkt ist am Freitag, 1. November, 18. 30 Uhr, am Spielplatz Luna-Park im Hansering. Der Umzug führt rund eine Stunde durch die Straßen im Stadtteil St. Lorenz Süd und endet wieder am Luna-Park. Für die richtige Stimmung und passende Lieder sorgt mit Pauken und Trompeten der Spielmannszug des ESV Hansa. -
Hinweis
Die Lübecker Stadtzeitung (SZ) freut sich über jede Zuschrift. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe unter Wahrung des Sinns zu kürzen. Ein Anspruch auf Abdruck besteht nicht. -
Klimaschutzleitstelle: Aus bedauerlich
Zum Leserbrief "Global denken - lokal handeln?", SZ vom 8. Oktober
Der Nekrolog von Professor Strähle zur Schließung der Klimaschutzleitstelle ist um einige Details zu ergänzen, um das Ausmaß der Entscheidung der Hansestadt zu verdeutlichen. -
Stadtwerke: Kunde sollte entscheiden
Zum geplanten Teilverkauf der Stadtwerke, "Vorerst kein Bürgerentscheid", SZ vom 15. Oktober
Der Großteil der Lübecker Bürgerschaft ist also gegen einen Bürgerentscheid zum Verkauf der Stadtwerke Lübeck. Dabei sollte es doch in erster Linie die Entscheidung des Kunden sein, von wem er eine Ware abnehmen will oder nicht. Gerade im Bereich Energie/Wasser, der, wie durch Carl Howe (Bündnis 90/Die Grünen) in der Bürgerschaftssitzung richtig dargestellt, einen extremen Kostenfaktor im Budget einnimmt, ist eine Entscheidungsbeteiligung angebracht. Ich frage mich, wovor die Politiker von SPDund CDU Angst haben. Etwa davor, daß der Ausgang dieses Entscheides ihren Interessen im Wege stehen könnte? Aber sollten nicht die Mitglieder der Bürgerschaft nach dem Interesse der Bürger handeln ? Eine Wahl ist kein Freibrief für fünf Jahre. -
Stadtwerkeverkauf schafft Abhängigkeit
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Die letzte Bürgerschaftssitzung zeigte, daß die Verantwortlichen noch einem veralteten konventionellen Denken verhaftete sind, das weder der gegenwärtigen noch einer zukünftigen finanziellen Situation gerecht wird. Sollten wir nicht aus den negativen Folgen der sogenannten liberalisierten globalen Wirtschaftsform gelernt haben? Phantasie, kreatives und innovatives Denken ist angesagt! -
Tierärztin / Tierarzt
Wir suchen für unseren Fachbereich Umwelt, Sicherheit und Ordnung,




