Ausgabe 013 vom 24. Februar 1998
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Neun Vorschläge stehen zur Wahl
Gemeindewahlausschuß entschied über die Zulassung für den 22. März
Zur Kommunalwahl am 22. März in Lübeck sind neun Parteien und Gruppierungen zugelassen: SPD, CDU, F.D.P.,WIR e.V., Bündnis 90/Die Grünen, Statt-Partei, ÖDP (Ökologisch-Demokratische Partei), Naturgesetz-Partei und "Bündnis Rechts für Lübeck" (BRL). Der Gemeindewahlausschuß hat sich mehrheitlich für die Zulassung dieser Wahlvorschläge ausgesprochen . Uneinigkeit herrschte im Fall der Neonazigruppierung "Bündnis Rechts", die alle wahlrechtlichen Voraussetzungen erfüllte und daher in allen 27 Wahlkreisen zugelassen wurde. -
Heiratsmüdes Lübeck
Eheunlust liegt weit über Bundesdurchschnitt
Nach jahrelanger rückläufiger Entwicklung der Geburtenzahlen läßt sich auch in der Hansestadt Lübeck, wie im übrigen Bundesgebiet, in den vergangenen Jahren ein leichter, doch kontinuierlicher Anstieg der Geburten feststellen. -
Karneval in Lübeck: Ahoi statt Helau und Alaaf
Für Rheinländer kaum glaubhaft aber wahr: Auch die Hansestadt Lübeck hoch im protestantischen Norden hat ihre fünfte Jahreszeit. Karneval an der Trave ist in jedem Fall mehr als ein unbedeutender Mummenschanz. Sechs Karnevalskorporationen veranstalten seit Jahren den größten, längsten und teuersten Rosenmontagszug zwischen Wakenitz und Trave. In diesem Jahr zog er unter besonders großer Beachtung quer durch die Altstadt, um im Audienzsaal des Rathauses zu enden, wo die Närrinnen und Narren der Stadtspitze ihre Aufwartung machten. -
Hauptausschuß tagt
Zu einer Sondersitzung treffen sich Dienstag, 17 Uhr die Mitglieder des Hauptausschusses im Rathaus. Es soll über die Demonstrationen am 31. Januar diskutiert werden. -
Urkunde für den Retter
Bürgermeister Michael Bouteiller überreicht heute Metin Demirtas eine Urkunde von Schleswig-Holsteins Ministerpräsidentin Heide Simonis. Demirtas hat im Juli 1997 Udo Schulz aus dem Krähenteich gerettet. -
OK: Berufsfeuerwehr live
Am 1. Juli wird die Lübecker Berufsfeuerwehr 100 Jahre alt. Dies beleuchtet der Offene Kanal am Sonnabend, 28. Februar, von 16 bis 18 Uhr. -
Editorial
Wir müssen heute erkennen, daß wir mit den SZ-Ausgaben 11 und 12 eine tierische Diskussion ausgelöst haben. Tierisch? Ja tierisch. Zunächst sei erinnert an unseren Wappenvogel, den geharnischten Raben mit der spitzen Feder, für den wir immer noch keinen Namen gefunden haben ("Rabi", "Kohlrabi?" "Pieksi?" oder wie?). Seit den Besinnungsaufsätzen über die Lübecker Medienlandschaft prasseln neben Unterstützungsangeboten und Lobgesängen auch Wurfgeschosse auf den Raben ein. Auch auf dessen rückwärtige Partien. Nur gut, daß diese gepanzert sind. -
Unnötiger Qualm aus Taxirohren
Heizen der Taxen per Motor verstößt gegen STVO - Polizei schaut weg
Dutzende Taxen warten täglich auf dem Lübecker Bahnhofsvorplatz auf Kunden. Inzwischen laufen die Motoren. Natürlich, in der kalten Jahreszeit an durchschnittlich 185 Tagen im Jahr brauchen auch die Fahrer der 215 Lübecker Taxen einen geheizten Arbeitsplatz. Doch das Lärmen und Qualmen der Dieselmotoren während der Standzeit von rund fünf Stunden pro Tag ist per Straßenverkehrsordnung verboten und 20 Mark Bußgeld fällig. Das wissen die Taxifahrer genau. Doch Polizei wie Ordnungsamt schauen lieber weg. Das Umweltamt versuchte vor Jahren, den Zustand zu ändern, scheiterte bisher jedoch an der Gesetzeslage. -
STICHWORT
§ 30 STVO
In der Straßenverkehrsordnung § 30 Abs. 1 heißt es: "... unnötiger Lärm und vermeidbare Abgasbelästigung sind verboten". Weiter: "Es ist insbesondere verboten, Fahrzeugmotoren unnötig laufen zu lassen..." Der Kommentar zur STVO erklärt was "unnötig" ist: "Laufenlassen eines Taximotors zum Zweck des Heizens ist unnötig" - und damit verboten. Laut Bußgeldkatalog wird bei Verstößen ein Verwarngeld von 20 Mark fällig. Die "Verordnung über den Betrieb von Kraftfahrunternehmen" regelt die technische Ausstattung auch von Taxen. -
Selbständige müssen zahlen
Die Fremdenverkehrsabgabe für Travemünde kommt
Fremdenverkehrsabgabe ist ein Reizwort für Travemünder Unternehmer. Denn zum 1. Januar diesen Jahres ist im Ostseeheilbad Travemünde mit den Stadtteilen Ivendorf, Alt-Travemünde/Rönnau, Priwall, Teutendorf und Brodten die Satzung über die Fremdenverkehrsabgabe in Kraft getreten. -
stichwort
Gemeindewahlausschuß
Der Gemeindewahlausschuß besteht aus dem Vorsitzenden, Bürgermeister Mi-chael Bouteiller, und acht Vertretern politischer Parteien: Zwei CDU-- und zwei SPD-Mitgliedern, je einem Vertreter von Bündnis 90/Die Grünen, der Wählervereinigung WIR, der FDP und der Statt-Partei. -
Psychose-Seminar beginnt morgen
Ein Psychose-Seminar veranstalten "Die Brücke" - gemeinnützige therapeutische Einrichtungen, der Verbund sozialtherapeutischer Einrichtungen und die Volkshochschule (VHS). In Gesprächsrunden sollen die Teilnehmer ein neues Lernen über Psychosen erleben, und zwar, indem sie voneinander lernen: Psychose-Erfahrene, Angehörige und Professionelle werden ihr Wissen über Psychosen vervollständigen. -
LÜBECK STATISTISCH
Laut Einwohnermelderegister gibt es zur Zeit in Lübeck 6002 Kinder, die zwei Jahre und jünger sind, 6298 Drei- bis Fünf-jährige, 17 544 Sechs- bis 14jährige. 5815 Jugendliche zwischen 15 und 17 Jahren wohnen in Gesamt-Lübeck, 6074 sind 18 bis 20 Jahre alt, 10 363 sind 21 bis 24, 37 717 sind 25 bis 34, 29 809 sind 35 bis 44, 43 735 zwischen 45 und 59, 12 934 zwischen 60 und 64, und 41 254 sind 65 und älter. -
Wasserrohrbruch mit ungeahnten Folgen
Der Wasserrohrbruch in der Straße Langer Lohberg hatte ungeahnte Folgen. Nach Mitteilung der Stadtwerke war durch das ausgetretene Wasser ein Trichter von fünf mal sieben Metern entstanden. Obwohl die Schadenstelle von der Polizei abgesichert worden war, wollte ein Autofahrer die überflutete Straße passieren. Da zu dem Zeitpunkt der Trichter in der Straße nicht sichtbar war, geriet er mit der Vorderachse hinein. Der Fahrer mußte wegen einer Platzwunde am Kopf im Krankenhaus versorgt werden. -
Krümmel-Görries: Pläne für Leitung liegen aus
Die Pläne für die Starkstromleitung von Krümmel über Lübeck nach Görries liegen von Mittwoch, 25. Februar, bis Mittwoch, 4. März, zur Einsicht für die Bürger aus. Der Übersichtsplan mit Leitungsführung und weitere Unterlagen sind im Kleinen Bauhof 11, zweites Obergeschoß, Zimmer 326, einzusehen. -
Theater Workshop für Jugendliche
Das Kinder- und Jugendkulturhaus Röhre bietet am 28. Februar einen Theater-Workshop für Jugendliche ab 16 Jahren: "Schauspiel kennenlernen" an. 14 bis 18 Uhr, 30 Mark, Raum13, Mengstraße 35, Anmeldungen:Telefon 12-25741. -
Wer den Affen kriegt, tut alles für ein Briefchen
Rund 1000 Abhängige harter Drogen in Lübeck - Lösungsansätze: Streetwork, Beratung, Therapie, Prävention
"Kirsten, kann ich `ne 18er Nadel haben, bitte?", fragt ein Junkie höflich die Streetworkerin. Kirsten Grant ist jeden Tag auf der Szene in der Nähe des Krähenteichs. 20 Stunden in der Woche tauscht sie alte gegen saubere Spritzen und hat ein offenes Ohr für die Alltagssorgen der Drogenabhängigen. -
Überlebenshilfe "tea & talk"
Kontaktladen soll Junkies suchtfreie Perspektiven erhalten und eröffnen
"Keine Drogen, keine Gewalt" steht in großen Lettern auf einem Zettel, der an die Wände des Kontaktladens "tea & talk" geheftet ist. Denn der Kontaktladen, der je zur Hälfte von der Stadt Lübeck und dem Land finanziert wird, ist zwar ein Angebot für Junkies. Doch konsumiert werden darf dort im Gegensatz zu sogenannten Fixerstuben nicht. -
STICHWORT
"Fixerstube", "Druckraum" und "Gesundheitsraum" bezeichnen ein und dasselbe: Einen Raum, in dem es Junkies ermöglicht wird, sich unter hygienischen Bedingungen, ohne sich dabei der Öffentlichkeit präsentieren zu müssen, einen Schuß zu setzen, also Heroin zu konsumieren. Gesundheitsräume gibt es bereits in größeren Städten wie Hamburg, Hannover oder Frankfurt, in denen die Fixerszene wesentlich größere Dimensionen als in Lübeck hat. Doch auch für die Hansestadt an der Trave wird ein Angebot dieser Art diskutiert. -
IM GESPRÄCH
Ausstiegswege schaffen
SZ: Halten sie eine Fixerstube in Lübeck für sinnvoll? -
ADRESSEN
Behnhaus/Drägerhaus, Königsstr. 9-1, Tel.1224148 -
Ausstellungen
"Arbeit im Hochofenwerk - Leben in der Werkskolonie" -
Mittwoch, 25. Februar
Theater -
Donnerstag, 26. Februar
Theater -
Freitag, 27. Februar
Theater -
Sonnabend, 28. Februar
Theater -
Sonntag, 1. März
Theater -
Montag, 2. März
Musik -
Dienstag, 3. März
Theater -
Der Mythos ist tot - Es lebe der Mythos
Premiere: Elke Wollmann spielt die Callas in dem Stück "Meisterklasse" von Terrence McNally
Es ist immer dieses Problem mit den Mythen. Da werden sie in den Himmel gehoben, die Stars, überhöht bis nichts mehr von ihnen übrig ist. Umgekehrt stürzen die Medien diejenigen, die sie gerade emporgehoben haben, genauso gnadenlos wieder vom Sockel. Die Verherrlichung und die Demontage gehören zusammen. -
Erwachsenenwelt im Kleinen
Spielzeug-Ausstellung "Technik im Kinderzimmer" in Geschichtswerkstatt
"Genau den Materialkasten hatte ich auch früher gehabt." So wie dem Leiter der Geschichtswerkstatt, Wolfgang Muth, geht es vermutlich den meisten Besuchern der Ausstellung. Kinderspielzeug wird hier präsentiert von der Jahrhundertwende bis heute. Die Veranstalterin Helga Martens hat aber mehreres im Sinn. Sie will die Erinnerungen ankurbeln, will Kopf und Bauch ansprechen. Sie will aber auch zeigen, wie technische Entwicklung sich ins Kinderzimmer geschlichen hat. Denn mit der Industrialisierung hat die Technik Einzug gehalten. Die Spielsachen gingen einher mit der jeweils neuesten Erfindung, weiß Martens: Dampfmaschinen, Konstruktionsbaukästen, Eisenbahnen, Bagger, Nähmaschinen, selbst kleine Schreibmaschinen. -
Kunst aus Ungarn
VHS präsentiert 14 hochrangige, moderne Künstler
Eine Besonderheit hat die Volkshochschule (VHS) in ihrem Frühjahrsprogramm vorgesehen. Sie eröffnet am Donnerstag, 26. Februar, 19.30 Uhr, eine Ausstellung mit ungarischer Kunst. 14 Künstler und Künstlerinnen präsentieren ihre Werke. Die meisten stammen aus Budapest und sind zwischen 1945 und 1950 geboren. Sie repräsentieren ungarische Gegenwartskunst, die in Lübeck bisher noch nicht zu sehen war. Die Werke sind meist abstrakt, ausdrucksstark und mit kräftigen Farben gemalt. Sie sind bereits vielfach im In- und Ausland gezeigt worden. Einige namhafte Museen haben bereits Werke aufgekauft. "Wir freuen uns," sagt Marion Kirschke, VHS-Leiterin, "daß wir dem Lübecker Publikum diese hochrangigen Künstler und Künstlerinnen zeigen können." Die Schau ist bis Ende April während der VHS-üblichen Öffnungszeiten zu sehen. -
DDR-Justiz: Im Namen des Volkes?
"Im Namen des Volkes?" heißt eine Ausstellung über die Justiz im Staat der SED. Sie wird am 26. Februar, 18 Uhr, im Landgericht Lübeck eröffnet. Es sprechen der Präsident des Landgerichts, Hans-Ernst Böttcher, Stadtpräsident Peter Oertling und Justizminister Edzard Schmidt-Jortzig. -
Kranke Seemannsbraut: Aufführung fällt aus
Die geplante Aufführung der Niederdeutschen Bühne Lübeck am 3. März im C. J. Burckhardt-Gymnasium muß leider entfallen. Die Hauptdarstellerin des Stückes "Seemann, pass op!" ist erkrankt. -
Kindertheater über einen behinderten Jungen
"Jason oder der linke Propellerflügel ist kaputt" ist ein Kindertheaterstück über einen geistig behinderten Jungen. Das Helios Theater wurde für diese Produktion mit einem Förderpreis ausgezeichnet. Das Stück für Zuschauer ab sechs Jahren ist am 26. Februar, 10 Uhr im Kinder- und Jugendhaus Röhre zu sehen.Für die Regie zeichnet Barbara Kölling verantwortlich. -
Theaterseminar "Soziale Verantwortung"
"Soziale Verantwortung" ist der Titel eines Seminares im Haus Seeblick in Brodten. Es findet vom 24. bis 26. April statt und kostet 40 Mark. Das Seminar ist deshalb so günstig, weil es unter anderem von städtischen Mitteln gefördert wird. Ein Sozial- und ein Theaterpädagoge leiten das Wochenende. Vorerfahrungen werden nicht benötigt. Die Theaterseminare für Jugendliche ab 16 Jahren, werden im Herbst fortgesetzt und sind veranstaltet von dem christlich orientierten Verein für Jugendarbeit und Bildung "De Tain". Anmeldung unter Tel./Fax: 395834. -
Filmtip
Unschuld und Begehren
Eine arrangierte Eheschließung führt die junge Inderin Sita mit dem Videoverleiher Jatin zusammen und - nach der Hochzeitsreise zum Taj Mahal - in das Haus seiner Großfamilie. Von der jungen Frau wird jedoch nur ein Stammhalter erwartet, denn es ist kein Geheimnis, daß der Angetraute eine chinesische Geliebte hat, die er keinesfalls aufgeben will. Sitas Schwägerin Rahda dagegen kann keine Kinder bekommen. Im Glauben, aus der Not eine Tugend machen zu können, hat sich ihr Mann Ashok seit 13 Jahren seinem Guru und dem Zölibat ergeben. Lange hat sich Rahda als gehorsame Ehefrau in ihr Schicksal gefügt, aber jetzt fühlt sie sich stark zu der lebensfrohen Sita hingezogen. Die beiden unterschiedlichen Frauen finden zusammen und erobern sich - zum Entsetzen der Männer - ihre Sexualität zurück. "Fire" ist eine Komödie, die die Doppelmoral der indischen Mittelstandsfamilien aufs Korn nimmt und ein Sozialmärchen, das eine unmögliche Liebe entwirft, die schließlich ihre Feuerprobe bestehen muß. Unschuld und Begehren, die beiden Antipoden, die in dieser Gesellschaft so streng auseinandergedacht werden, werden schließlich zusammengeführt. Der Film ist in Kanada 1996 entstanden, Regie führt Deepa Mehta. -
KONZERTTIP
Heiß und kalt
Mary gehört zu den bekanntesten Travestiefiguren im deutschen Show-business. Wegen ihrer plakativen Auftritte im Fernsehen und in der Werbung ist sie allzu oft auf schrilles, groteskes Travestiekabarett reduziert worden. Allerdings steckt mehr hinter dem Künstler als obszöne Damenwitzchen auf dem Stöckelschuh. So wirkte er als Schauspieler in der Friedrich Dürrenmatt-Inszenierung "Achterloo IV" mit. Als Mary steht Georg Preuße, der im übrigen gelernter Funk- und Fernsehmechaniker ist, seit über zwanzig Jahren im Rampenlicht, viele Jahre zusammen mit dem inzwischen verstorbenen Reiner Kohler alias Gordy. Als "heiß und kalt, laut und leise, anzüglich und politisch derb" kündigt Mary ihr aktuelles Soloprogramm an - ein dreistündiges Wechselbad aus Liedern und Conferencen. Mary verzichtet dabei bewußt auf den Kostümprunk früherer Jahre, "denn," läßt uns Mary wissen, "ich bin jetzt in den Wechseljahren. Ich brauche Platz für meine Gefühle." Mary - am 26.2., 20 Uhr, in der MuK. -
Wintersonne in Rothenhusen am Ratzeburger See; Foto:M. Erz
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Briefe an die Stadtzeitungs-Redaktion
Die Lübecker Stadtzeitung freut sich über jede Zuschrift. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe unter Wahrung des Sinns zu kürzen. Der Anspruch auf Abdruck besteht nicht. -
Säbelrasseln genügt mir nicht mehr
Zu: "Unverantwortlicher Kampagnen-Journalismus". SZ vom 10. Februar
Säbelrasseln genügt mir nicht mehr: Die SZ-LN-Schmutzkampagne hat jetzt einen Punkt erreicht, der den unbeteiligten und leidenden Leser beider Blätter nach einem physischen Aufeinandertreffen verlangen läßt. Ich schlage daher ein öffentliches Schlamm-Catchen auf dem Marktplatz vor (alternativ auf dem Schrangen, denn dort ist ja auch immer schön viel Platz). -
De Verdacht: Dor frach ick mi iernstli...
Zu: "Gefahr verschieden eingeschätzt". SZ vom 10. Februar
"Bouteiller muß weg!" bökten de Jungs vun "Bündnis Rechts". -
Nicht auf die Ebene der anderen hinabsteigen
Meine erste Lesermail an Euch und bestimmt nicht die letzte. Erstmal gut, daß es Euch gibt. Die einseitige Berichterstattung der ,,Lübecker Nachrichten" ist nicht erst seit Eurem Erscheinen mehr als offensichtlich. Es ist eigentlich gut, wenn sich die Lübecker Bevölkerung um ihre Steuern Gedanken macht. Komisch fand ich eigentlich nur, daß sie es bei IHREM (damit meine ich das Blatt der Lübecker Bevölkerung) damit anfängt und sich nicht einmal die Frage stellt, wieviel Geld denn die LN an Steuermitteln verpraßt, um amtliche Nachrichten abzudrucken, den Rest mit konservativen CDU/Republikaner- Floskeln füllt und das auch noch Journalismus nennt. Und um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen: Das muß auch noch gekauft werden. Seit es nur andiskutiert wurde, ist sich die LN nicht zu schade, ihre Hetze und Desinformation gegen ein Lübecker Amtsblatt in einer Art und Weise zu führen, die dem Stürmer alle Ehre gemacht hätte. Es ist ein Einfaches, das Wort Jude, Untermensch, Arbeitsscheue und Nichtdeutsche durch Linke, Chaoten, Penner, Sozialhilfeempfänger, Asylbetrüger und was weiß ich noch, zu ersetzen. Das hört sich hart an, kommt der Realität aber sehr nahe. Wenn ich dazu noch Kommentare der Lübecker CDU lese, frage ich mich, was aus der christlichen Überzeugung der ach so christlichen Deutschen denn geworden ist. Heuchlerei hier und dort. -
Zitierte sollten beim Namen genannt werden
Zu: "Unverantwortlicher Kampagnen-Journalismus". SZ vom 10. Februar
Mein erster Gedanke, als ich die Artikel Ausgabe 11, Seite 3, las, war: "Die SZ ist also tatsächlich eine Honig-ums-Maul-schmier-Zeitung der Regierenden." Mein zweiter Gedanke, der beim Lesen kam, war: "Die LN, ein Hetzblatt? -Möglicherweise ist da was dran." -
Dank an die EU-Beamten in Brüssel
Zu: "Tunnel für die Wakenitz". SZ vom 17. Januar
Mit meinen Erinnerungen bin ich weiterhin in Lübeck. Ich schicke allen, die mich noch kennen, meine herzlichsten Grüße, hoffend, daß die Wakenitz weiterhin ein derartig unberührtes Naturschutzgebiet bleibt - unsere Kinder und Enkel werden es uns danken! Who says that nothing good comes out of ,,Brussels''??? -
"Wagenburgler" keine bedrohte Minderheit
Zu: "Strafantrag gegen LN-Redaktion". SZ (Forum/Beitrag der Grünen) vom 17. Februar
Soviel Schwachsinn auf drei Spalten. Es werden "Wagenburgler" zu einer bedrohten Minderheit gemacht, ist das Zynismus oder ganz einfach Dummheit einiger gelangweilter Möchtegern-Beschützer? -
Autofrei-Konzept ziemlich unausgegoren
Zu: "Konzept kommt voran''. SZ vom 10. Februar
Mit Erstaunen habe ich die Details des neuen Autofrei-Konzeptes gelesen, das m.E. viele Lücken und Widersinnigkeiten enthält. Wer die Durchfahrt am Marienkrankenhaus für Autofahrer aus dem Westen Lübecks öffnen will, toleriert mehr Verkehr als bisher in der Altstadt. Und: Der Schutz von Kindern und Fußgängern bleibt mal wieder auf der Strecke. -
OMBUDSMANN
Gerhard Burmester, 60, ist Leiter der Kanzlei des Bürgermeisters. Er arbeitet seit über 40 Jahren in der Verwaltung der Hansestadt Lübeck und hat dabei alle Ämter kennengelernt. An dieser Stelle beantwortet er für die Lübecker Stadtzeitung die Anfragen, Eingaben und Beschwerden der Bürgerinnen und Bürger. -
Sollten die Anlieger Beleuchtung auswählen?
In der SZ-Ausgabe vom 22. Dezember hat ein Einsender aus Schlutup angeregt, die Anliegerinnen und Anlieger einer Straße bei der Auswahl von Beleuchtungsanlagen zu beteiligen. Ein Mitspracherecht haben die Anwohner nach Meinung des Schlutupers, da sie sich schließlich auch an den Kosten beteiligen müssen. -
Der Knick muß geschützt werden
Die Anwohnerinnen und Anwohner des Erich-Mühsam-Wegs haben sich an den Ombudsmann gewandt, weil sie verhindern möchten, daß an der hinteren Grenze ihres Grundstücks ein Knick durch einen Zaun abgegrenzt wird. Sie argumentieren, dieser Zaun sei überflüssig und häßlich und beeinträchtige daher ihr Grundstück. Der Ombudsmann hat sich mit den Betroffenen vor Ort getroffen, um sich selbst ein Bild machen zu können. -
STICHWORT
Was ist ein Ombudsmann?
Die Bezeichnung Ombudsmann kommt aus dem Schwedischen und bezeichnet eine Person, die die Rechte der Bürger und Bürgerinnen gegenüber den Behörden wahrnimmt. In der Hansestadt Lübeck bekleidet Verwaltungsrat Gerhard Burmester diese Funktion. Sie wurde entwickelt aus dem bereits bestehenden Eingabewesen, das in der früheren Senatskanzlei im Rathaus bearbeitet wurde. -
Verwaltungsreform
Teil 2: Fachbereich Stadtplanung
Daß die Verwaltungsstrukturreform den Wendepunkt markiert - vorher schlecht arbeitende Verwaltung, nachher hocheffizienter Dienstleistungsbetrieb - diesen Eindruck möchte Bausenator Dr. Volker Zahn vermeiden. "Für den Fachbereich Stadtplanung gilt, wir haben immer schon effizient gearbeitet, so daß die Veränderungen bei uns auch nicht so gravierend sind." -
Büros und Sprechzeiten der Fraktionen in der Lübecker Bürgerschaft
SPD-Fraktion -
Im Notfall wird es oft eng
Kein Durchkommen für Rettungswagen - Flugblattaktion gegen Falschparker
"Freie Fahrt für schnelle Hilfe": Wer demnächst ein Flugblatt mit dieser Aufschrift an der Windschutzscheibe seines Wagens vorfindet, hat verbotenerweise im Fünf-Meter-Bereich einer Straßeneinmündung geparkt. Mit dieser Aktion will die Stadt darauf hinweisen, daß falsches Parken Leben kosten kann. "Im Notfall wird es oft eng auf der Straße und damit auch mit der Zeit", erklärt Bernd Neumann, stellvertretender Dienststellenleiter der Feuerwehr. -
Mit Schaukeln in die neue Saison
Scheck des Gemeinnützigen Vereins Travemünde an den Kurbetrieb
Zu Beginn der Saison werden Travemündes Spielplätze um Schaukeln, Wippen, Klettergerüste und Sandkästen reicher sein - dank eines dicken Schecks, den der Vorsitzende des Gemeinnützigen Vereins Travemünde Helmut Wieck Kurdirektor Uwe Kirchhoff überreicht hat. Den achten "Nikolausmarkt im Strandbahnhof" hatte der Gemeinnützige Verein unter das Motto "Kinder brauchen Spielplätze - der Nikolaus hilft" gestellt. "Wir fanden, daß die drei Spielplätze des Kurbetriebs eine kleine Geldspritze benötigen und modernisiert werden sollten", so Wieck. -
Marliforum: Ags und Polizei berichten
"Der Polizeibericht meldet..." ist das Hauptthema des Marliforums am Donnerstag, 26. Februar, 19.30 Uhr, in der St. Thomas-Kirche, Marlistraße 48/50. -
Fährt Linie 3 bald durch die Edelsteinstraße?
Die Planungen für den neuen Jahresfahrplan der Stadtwerke Lübeck laufen im Moment auf Hochtouren. Geplant ist unter anderem, die Gebiete "Edelsteinstraße" und "An den Schießständen" an das Busliniennetz anzubinden. Die Linie 3 soll dann durch die Edelsteinstraße und nicht mehr durch die Kirschenallee bis zur Endhaltestelle Heiweg fahren. Die Linie 1 soll wieder durch die Kirschenallee fahren und über "An den Schießständen" bis nach Eichholz verlängert werden. -
Gesprächsgruppe für Männer bei KISS
Eine Männergesprächsgruppe will KISS ins Leben rufen. Die Teilnehmer sollen zu sich selbst finden, lernen, Gefühle zuzulassen und diese zu definieren. -
KURZ NOTIERT
Die Rechtsauskunft- und Vergleichsstelle der Hansestadt Lübeck ist am Donnerstag, 26. Februar, und Freitag, 27. Februar, wegen Umzugs geschlossen. Ab 2. März sind die Mitarbeiter in der Kronsforder Allee 2-6 zu den gewohnten Sprechzeiten (Montag bis Freitag von 8.30 bis 12.30 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 15.30 bis 17.30 Uhr) zu erreichen. -
Waldersee-Gelände: Ausbau in der Endphase
Der Ausbau des Waldersee-Kasernengeländes geht in die Endphase: Nun soll die Wallbrechtstraße an der Einmündung zur Walderseestraße ausgebaut werden. -
Verwaltungsservice aus einer Hand und zügige Entscheidungen
Für uns SozialdemokratInnen heißt Demokratie in der Stadt, Verwaltung durchsichtig machen. Wir haben mit dem Umbau und der Modernisierung der Verwaltung begonnen. Unser Ziel ist das "Dienstleistungsunternehmen Stadt". -
Die Tricksereien mit dem ,,Lübecker Modell''
von Norbert Franke
Seit Oktober 96 werden in Lübeck alle SozialhilfeantragstellerInnen verpflichtet, bei der ,,gab'' (gemeinnützige Ausbildungs- und Beschäftigungs-GmbH) einen sechsmonatigen ,,Arbeitsdienst'' für eine sogenannte Mehraufwandsentschädigung von zwei Mark pro Stunde (zusätzlich zur Sozialhilfe) zu leisten. -
Sie können Ihr Stellenangebot schriftlich in unserem Büro Wahmstr. 53 abgeben bzw. es uns per Post zuschicken.
Bei Chiffreanzeigen bitten wir Sie um einen frankierten Rückumschlag oder Abholung in der Geschäftsstelle.
Dipl.-Bibliothekar, 38, Sprachen: Russisch, Spanisch, Litauisch sucht Vollzeitbeschäftigung, auch als Reiseleiter o. a. berufsfremde Tätigkeiten. Fax 04 51/79 15 01 -
Amtliche Bekanntmachung
Städtebauliche Entwicklungsmaßnahmen der Hansestadt Lübeck
hier: Voruntersuchung für den Bereich "Hafen Teerhofsinsel " nach §165 BauGB -
Öffentliche Erinnerung:
Am 15.02.1998 sind Gewerbesteuer, Grundsteuer, Zweitwohnungssteuer, Straßenreinigungsgebühr und Entwässerungsgebühr fällig geworden. Beträge, die bei der Stadtkasse innerhalb einer Woche nicht eingegangen sind, werden ohne Zahlungsaufforderung eingezogen. Diese Erinnerung gilt als Mahnung - § 269 (1) Nr. 3 Landesverwaltungsgesetz Schl-H. -
4. Satzung zur Änderung der Verwaltungsgebührensatzung der Hansestadt Lübeck vom 18.02.1998
Aufgrund des § 4 der Gemeindeordnung für Schleswig-Holstein und der §§ 1 und 5 des Kommunalabgabengesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 22.07.1996 (GVOBl. Schl.-H. S. 564), wird die Verwaltungsgebührensatzung der Hansestadt Lübeck vom 05.01.1988 (Lübecker Nachrichten vom 17.01.1988 / 19.01.1988), zuletzt geändert durch Satzung vom 27.06.1995 (Lübecker Nachrichten vom 02.07.1995) nach Beschlußfassung durch die Bürgerschaft vom 29.01.1998 wie folgt geändert: -
Amtliche Bekanntmachung
Der Minister für Wirtschaft, Technik und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein hat mit Schreiben vom 29.01.1998 unter Aktenzeichen VII 523 621.281.11-40 der Änderung der Tarifbestimmungen Punkt 4.1.5. zugestimmt. -
Öffentliche Ausschreibung
Die Stadtwerke Lübeck, Moislinger Allee 9, 23558 Lübeck, schreiben öffentlich aus: Ausschreibung: 6150/98
Tief- und Rohrbauarbeiten zur Auswechselung von Gas- und Wasserleitungen sowie Wasserhausanschlüssen in Lübeck, Kronsforder Allee (zwischen Mühlentorplatz und Geniner Straße)




