Ausgabe 015 vom 10. März 1998
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Kampf um Touristenströme
Lübeck ist mit einem großem Aufgebot auf der ITB Berlin vertreten
130 000 Quadratmeter Messefläche, 7281 Aussteller aus 188 Ländern und Gebieten und mittendrin die Hansestadt Lübeck mit einem eigenen Stand - so präsentiert sich dieser Tage die weltgrößte Touristikmesse ITB in Berlin. Der Zuwachs ist beträchtlich: der Reisemessen-Moloch am Funkturm hat an Fläche noch einmal um 25 Prozent zugelegt und bewegt sich spätestens seit diesem Jahr am Rande der Unübersichtlichkeit. -
Kleine werden größer
Stimmenverlust: Große im Abwärtstrend?
Die beiden Parteien, die traditionell die meisten Stimmen bei den Bürgerschaftswahlen erhalten, sind im Abwärtstrend: Die SPD verlor bei der letzten Kommunalwahl an Stimmen, die CDU befindet sich bereits seit 1978 auf dem absteigenden Ast, während die kleinen Parteien, die in der Grafik unter "Sonstige" verzeichnet sind, 1994 stark an Stimmen gewonnen haben. -
St.-Jürgen-Ring erhält neue Decke
Der St.-Jürgen-Ring wird schnellstmöglich eine neue Fahrbahndecke erhalten. Diese Zusage erhielten Anwohner bei einem Ortstermin von Bürgermeister Michael Bouteiller am Donnerstag abend. Damit soll dem Anliegen der Anrainer entsprochen werden, die seit Monaten über einen Lärmanstieg an der vielbefahrenen Stadtring-Straße geklagt hatten. Er war infolge einer Fahrbahnsanierung mit rauhem Splitt im vergangenen August entstanden. -
Drei Millionen Mark für Gebäudesanierungen
Insgesamt 11,6 Millionen Mark Städtebaufördermittel sind von der Landesregierung für sechs schleswig-holsteinische Städte für 1998 gebilligt worden. Lübeck zählt dazu, ebenso Kiel, Flensburg, Itzehoe, Kappeln und Rendsburg. "Wir kriegen einen großen Batzen, weil wir Weltkulturerbe haben", erklärt Axel Cantstetter von der Sanierungsplanung. -
Editorial
Kennen Sie den Krimi "Mord im 31. Stock" von Per Wahlöö? Nein? Dann sollten Sie sich das Bändchen unbedingt besorgen. Es handelt von Machenschaften im Mediengewerbe. Von notorischen Lügnern und Nachrichtenverdrehern, die Gesetze mißachten. Die fähige Journalisten korrumpieren oder in die Verzweiflung treiben. Die zum Erhalt des Verlagskonzernes und der liebgewonnenen Macht über die öffentliche Meinung sogar über Leichen gehen. Am Schluß fliegt die Verlagszentrale in die Luft, nachdem sie kurz zuvor evakuiert wurde. Niemand kommt zu Schaden - bis auf die Bewohner im geheimgehaltenen 31. Stock. Dort sitzen alle unbeugsamen, kritischen und fähigen Publizisten. Brüten im Auftrag des Verlages über einer nie erscheinenden intellektuellen Politikzeitschrift. Bumm! Die Bombe, gelegt vom Geschäftsführer persönlich, reißt alle in den Tod. -
"Kampf um Touristenströme"
Fortsetzung von Seite 1 -
Mit Hamburg an einem Strang
Die beiden größten Häfen an Nord- und Ostsee wollen stärker kooperieren
Eine engere Zusammenarbeit in der Verkehrs- und Hafenpolitik haben Hamburgs Erster Bürgermeister Ortwin Runde und Lübecks Bürgermeister Michael Bouteiller am vergangenen Dienstag besprochen. "Der größte Ostsee- und der größte Nordseehafen Deutschlands müssen unbedingt enger zusammenstehen", waren sich Runde und Bouteiller einig. Angestrebt werde eine gemeinsame Verkehrs- und Schiffahrtspolitik, die derzeit darunter leide, daß es keine nationale Seehafenpolitik in Deutschland gebe. -
Eingebunkert
Fledermäuse finden an Puppenbrücke Quartier
Vier Exemplare der Fledermausart "Braunes Langohr" haben im ehemaligen Bunker an der Puppenbrücke einen Platz zum Überwintern gefunden. Dieses Quartier verdanken die Tiere einer Artenschutzmaßnahme der Hansestadt. Die Tiergruppe ist gefährdet und europaweit streng geschützt. Der Bereich Naturschutz geht davon aus, daß mangels anderer Unterschlupfmöglichkeiten noch mehr Fledermäuse in den kommenden Jahren dieses Quartier nutzen werden. -
Gewerbehof nach neuem Modell in Roggenhorst
Im Gewerbegebiet Roggenhorst soll mit Unterstützung der Lübeck Wirtschaftsförderung ein Gewerbehof entstehen, der nach einem Modell der Axel Rieckhoff GmbH gebaut wird. Dieser Gewerbehof soll vor allem Existenzgründer und junge Unternehmen anziehen, die keinen großen Flächenbedarf haben. Um bis zu 50 Prozent können nach Mitteilung der Wirtschaftsförderung durch Eigenleistungen die sonst üblichen Betriebsimmobilienkosten reduziert werden. -
Hauptschulabschluß für Nichtschüler
Der Bereich Schulförderung bietet Jugendlichen, die das 16. Lebensjahr vollendet haben und nicht Vollzeitschüler einer allgemeinbildenden Schule sind, die Möglichkeit, durch eine Prüfung den Hauptschulabschluß zu erwerben. -
LÜBECK STATISTIsch
Insgesamt 1572 Handwerksbetriebe gibt es nach einer Aufstellung des Bereichs Statistik (Quelle: Handwerkskammer Lübeck) in der Hansestadt. Die meisten, nämlich 519, gehören zum Metallgewerbe. -
"New Holland" läßt sich in Lübeck nieder
Die neue Lübecker Niederlassung von New Holland hat am Wochenende eröffnet. New Holland ist ein Unternehmen der Landtechnik, das jährlich mehr als sechs Milliarden Dollar Umsatz macht. Die Niederlassung ist ein Projekt des KWL Koordinierungsbüros Wirtschaft. -
Abfallwirtschaft - Thema in der Fachhochschule
Die Fachhochschule Lübeck lädt zu ihrem dritten "Symposium Abfallwirtschaft" am Donnerstag, 12. März, ein. -
Korrektur
Die Mitarbeiterin des Bereichs Umweltschutz heißt nicht, wie in der SZ vom 3. März fälschlich geschrieben, Dr. Olga Knoop, sondern Dr. Olga Koop. -
"Nicht nur meckern, sondern aktiv werden"
10 204 Lübecker Jugendliche sind das erste Mal zur Kommunalwahl aufgerufen - Viele sind noch uninformiert
Viele der 10 204 Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die am 22. März das erste Mal an einer Kommunalwahl teilnehmen können, wollen gar nicht. Wie berichtet, hat eine nicht repräsentative Umfrage der Thomas-Mann-Schule und der Oberschule zum Dom ergeben, daß nur 379 von 800 befragten Jugendlichen überhaupt zur Wahl gehen wollen, 263 sind unentschlossen, und 158 wissen bereits, daß sie sich auf keinen Fall ins Wahllokal begeben werden. Auffällig war für das Umfrageteam, daß sich drei Viertel aller Befragten noch nicht über die Wahl informiert hatte. -
Wir wählen
Jutta Maschler, 18 Jahre
Ich will mit meiner Stimme die Partei unterstützen, von der ich überzeugt bin. Daß wir alle desinteressiert sind an Politik, das stimmt so nicht. Es gibt viele Jugendliche, die kennen sich nicht aus mit Politik und sehen keinen Ansatzpunkt. Ich verstehe nicht, warum die Parteien da nicht mehr machen, auf die Jugendlichen zugehen, sie mobilisieren. Ich möchte gerne, daß in der Schul- und Bildungspolitik etwas vorangeht, das geht nur durch Wählen. An den Schulen fehlt es an Büchern und an Unterrichtsmaterial. Die Lernmittelfreiheit muß unbedingt bestehen bleiben. Die Gebäude sind in miserablem Zustand. Ich hoffe, daß die Schüler- und Studentenproteste weitergehen, solange bis sich an den Zuständen etwas gebessert hat. -
Wir wählen
Dennis Evers, 19 Jahre
Ich habe Informationsveranstaltungen zur Wahl besucht und ich mache auch mein Kreuzchen. Aber mir ist folgendes aufgefallen: die Politiker reden zwar über uns und auch darüber, was unter dem Punkt Jugend in ihrem Parteiprogramm steht, aber sie reden nicht mit uns. Ich verstehe außerdem nicht, daß man an Geld für Ausbildungsmittel und für die Schulsanierung spart. Wo sollen denn später einmal die Führungskräfte herkommen, wenn wir keine vernünftige Ausbildung genießen? Ich bin jedesmal enttäuscht nach diesen Wahlveranstaltungen, weil die Politiker nicht auf uns eingehen. Die reden nur abstrakt. Ich wünsche mir, daß die Politik transparenter wird und daß sich die Politiker mehr öffnen auch für uns Schüler. -
Wir wählen
Alexandra Ortmann, 17 Jahre
Ich gehe auf jeden Fall zur Wahl. Ich will meine politische Meinung zum Ausdruck bringen. Politik wird auch für mich gemacht. Ich kann mich nicht hinstellen und meckern, wenn ich nicht selbst aktiv werde. Mein Wunsch an die Politiker wäre, daß Jugendliche mehr miteinbezogen werden in politische Entscheidungen. Es sollte einen Jugendbeauftragten geben, der Stimm-- und Rederecht hat in den Ausschüssen und in der Bürgerschaft. Bei der Inline-Skatebahn war das schon mal ein erster Schritt. Ich hoffe nicht, daß wir bis zum Winter nächsten Jahres warten müssen bis das Ding mal steht. Einen Nachtbus halte ich ebenfalls für sinnvoll, nicht nur für Jugendliche, sondern generell, damit man auch noch nach Mitternacht nach Hause kommt. Ärgerlich finde ich, daß es für die EU-Bürger zur Erstwahl eine Informationsveranstaltung von der Stadt aus gegeben hat, aber nicht für uns Jugendliche. -
Wir wählen
Corinna Thiesen, 19 Jahre:
Ich wähle, weil ich etwas bewegen möchte. Ich wünsche mir, daß man uns mehr erklärt. Die Politiker labern viel, ohne etwas zu sagen. Oft reden sie auch von Dingen, wo uns die Grundlagen fehlen. Verwaltungsstrukturreform - was steckt dahinter? Wirtschaftspolitik - gibt es Politiker, die uns die Dinge nachvollziehbar erklären können, ohne gleich Politik zu machen? Was mich ärgert: Manche Schulgebäude sind in katastrophalem Zustand. Der Radweg an der Arnimstraße ist eine Schlaglochpiste, seit ich denken kann. Warum wird da nichts getan? Und ganz besonders ärgern mich falsche Versprechungen von Politikern. Daß die Arbeitslosen halbiert werden, das war doch eine glatte Lüge. Daß wir Arbeit haben, das wünsche ich mir, und daß wir eine Welt hinterlassen, in der auch unsere Kinder noch leben können. Mehr Ehrlichkeit in der Politik, aber das wird wohl eine Illusion bleiben. -
Wir wählen
Enrico Kreft, 19 Jahre
Daß Jugendliche nicht zur Wahl gehen wollen, darauf stoße ich auch in meiner Funktion als Stadtschülersprecher immer wieder. Allgemeiner Tenor: Wir wissen zuwenig, deshalb gehen wir nicht zur Wahl. Man kann auch zur Wahl gehen, ohne daß man alles weiß. Ich glaube, die Ansprüche der Jugendlichen sind zu hoch. Auch hundertprozentige Übereinstimmung mit einer Partei kann es nicht geben. In der Schule haben wir in einer Art Rollenspiel die Parteien vorgestellt, das hat viel gebracht. Man versteht die Dinge leichter, wenn der Bezug zum eigenen Leben hergestellt wird. Was mir nicht gefällt: Oft wird haarscharf an uns vorbeigeplant, dabei kann man mit kleinen Mitteln schon ganz viel erreichen. Wir sollten in viel mehr Dingen Mitspracherecht haben, nicht nur bei Jugendbelangen. Um die Hemmschwelle zum Rathaus abzubauen, wäre es sinnvoll, einen Ansprechpartner für Jugendliche zu haben. -
IM GESPRÄCH
SZ: Warum halten Sie eine große Wahlbeteiligung für wichtig? -
ADRESSEN
Behnhaus/Drägerhaus, Königsstr. 9-1, Tel.1224148 -
Ausstellungen
"Arbeit im Hochofenwerk - Leben in der Werkskolonie" Geschichtswerkstatt Herrenwyk -
Mittwoch, 11. März
Theater -
Donnerstag, 12. März
Theater -
Freitag, 13. März
Theater -
Sonnabend, 14. März
Theater -
Sonntag, 15. März
Theater -
Montag, 16. März
Theater -
Dienstag, 17. März
Theater -
Die können 100 Meter weit singen
Bei den Kinderkursen im Naturhistorischen Museum ertönen Walgesänge
Im zweiten Stock des Naturhistorischen Museums quiekt und quakt es, man hört lautes Jaulen und Maunzen, eindringliches Krähen und Wiehern. Der Anblick ist nicht besser: Ein wildes Durcheinandergehüpfe, zwei Frösche kollidieren miteinander: "Autsch, du Arsch!" Der Zoo an dem sonst eher beschaulichen Ort für längst ausgestorbene Tierarten ist heute quietschlebendig und besteht ganz offensichtlich aus menschlichem Getier: Zehn Kinder haben sich zu einem Kurs des Naturhistorischen Museums eingefunden und spielen eine Art darstellendes Memory. Jedes Kind muß durch Nachahmen seinen Tierpartner finden. -
Zwischen Jugendstil und Art Déco
Das Museum Behnhaus zeigt Porzellanfiguren der Jahrhundertwende
Die Ausstellung aus dem Berliner Kunstgewerbemuseum gibt einen Überblick über die zweite und vorerst letzte Blüte der Porzellanplastik. Sie ist bis 7. Juni im Museum Behnhaus/Drägerhaus zu sehen. Ausgehend von der Königlichen Porzellanmanufaktur in Kopenhagen entwickelte sich unter dem Eindruck japanischer Ästhetik ein neuer Stil für die Porzellanfiguren. -
Messer in Hennen
Premiere im Theater Combinale
"Messer in Hennen" von dem jungen Glasgower Autor David Harrower ist ein vielbeachtetes neues Stück, das vor kurzem seine gefeierte deutsche Erst-aufführung im Deutschen Theater Berlin hatte. Das Theater Combinale darf nun als dritte Bühne dieses Stück aufführen. "Messer in Hennen" ist ein sprachstarkes und zugleich bildermächtiges Stück, zwischen Leidenschaft und Verbrechen, Engstirnigkeit und Aufbruch, durch das der Atem des schottischen Hochlandes weht. Eine "Bauernwelt", in der das Denken wie Pflügen Schwerarbeit ist. "Wer ist es, der alles in den Kopf tut? Wer kennt die Dinge beim Namen? - sind Fragen, die Harrowers Personen beherrschen. Regie führte Harald Weiler. Premiere: 13. März, 20.30, Theater Combinale -
Hanns Dieter Hüsch ist erkrankt
Der Auftritt des Kabarettisten Hanns Dieter Hüsch muß leider entfallen. Karten, die für den 16. März gekauft worden sind, gelten weiter. Das Gastspiel wird nachgeholt. Der Termin steht noch nicht fest. Nähere Auskünfte an der Kasse des Theater Lübeck, Telefon 12-24239. -
Hoffnung im Herzen: May Ayim im Film
Der Film "Hoffnung im Herz" ist ein Porträt von May Ayim, der ghanaisch-deutschen Dichterin, Wissenschaftlerin und Politikerin. Er läuft am 13. März, 20 Uhr, im Arbeitslosenzentrum. May Ayim (1960-1996) wurde mit ihrer Forschung zur Geschichte und Gegenwart Afro-Deutscher bekannt. Sie schrieb politische Lyrik. Im Alter von 36 Jahren nahm sie sich das Leben. Nach dem Filmporträt liest die Hamburgerin Manu Sesibe-Holzner aus May Ayims letztem Buch "Grenzenlos und unverschämt". -
Niederdeutsche Bühne sucht Nachwuchs
Die Kinder- und Jugendgruppe der Niederdeutschen Bühne Lübeck trifft sich seit Mitte Januar sonnabends von 14 bis 16 Uhr im Burgtor-Jugendzentrum, Lübeck, Große Burgstraße 2. Für eine Theateraufführung werden noch Spieler und Spielerinnen gesucht. Sie können auch etwas älter sein. Plattdeutsche Kenntnisse sind zwar erfreulich, aber nicht unbedingt erforderlich. Interessenten melden sich unter Tel. 622502. -
König im weißen Fleck: die Pangwe-Expedition
Seit Anfang März gibt es eine neue Dauerausstellung in der Völkerkunde-Sammlung. Sie heißt "König im weißen Fleck". Im Jahre 1907 entsandte das Museum für Völkerkunde zu Lübeck eine Forschungs- und Sammlungsexpedition zu dem bis heute im tropischen Regenwald Westafrikas ansässigen Volk Pangwe. Leiter dieser Unternehmung war der junge Lübecker Günter Tess-mann. Sein Lebensweg mit besonderer Betonung des Ablaufs und der Ergebnisse jener Lübecker Pangwe-Expedition sind Gegenstand der Ausstellung. -
Filmtip
Die Nacht von San Lorenzo
In der Nacht des Heiligen Lorenzo, am 10. August 1944, fallen die Sternschnuppen, und die Bewohner der tos-kanischen Kleinstadt San Martino hoffen, daß ihre Wünsche in Erfüllung gehen. Sie erwarten die Ankunft der amerikanischen Befreier, während noch die Faschisten zusammen mit den deutschen Soldaten die Gegend terrorisieren und mit der Zerstörung des Ortes drohen. Der Bischof rät den Bewohnern, in der Kirche Schutz zu suchen. Eine Gruppe unter Führung des Bauern Galvono will ihr Schicksal aber selbst in die Hand nehmen und entfernt sich heimlich im Schutz der Nacht, um den Befreiern entgegenzueilen. Der Film begleitet sie auf ihrer Odyssee zwischen den feindlichen Linien, die schließlich für die meisten glücklich endet, während die in der Kirche zurückgebliebenen Einwohner einem Vergeltungsanschlag der Deutschen zum Opfer fallen. Ein vielschichtiges Panorama menschlicher Grundsituationen - mit sinnlich starken oftmals auch melodramatischen und märchenhaften Mitteln gestaltet. Ein anspruchsvoller Taviani-Film , der sich archaischer und populärer Muster bedient. "Die Nacht von San Lorenzo" (La notte di San Lorenzo) von Paolo und Vittorio Taviani, Italien 1982, Farbe, DF, in Kooperation mit der Deutsch-Italienischen Gesellschaft, 10./11. März, 20 Uhr, Kommunales Kino -
Veranstaltungstip
Herzlich zugeeignet
Das Buddenbrookhaus stellt in der Zeit vom 15. März bis zum 3. Mai eine Auswahl originaler Widmungs-exemplare Thomas Manns aus. Die Widmungen erlauben Einblicke in das Verhältnis zu seinen Freunden und Verwandten, gehen aber auch immer wieder über den persönlichen Rahmen hinaus und nehmen auf zeithistorische Ereignisse Bezug. Besonders häufig sind seine ältesten Kinder Erika und Klaus bedacht sowie der Bruder Heinrich, aber auch Zeitzeugen der Geschichte wie der amerikanische Präsident Roosevelt. Widmungen begleiteten die gesamte künstlerische Laufbahn Thomas Manns, von den Lübecker Anfängen über die Etablierung als repräsentativer deutscher Schriftsteller in München bis ins amerikanische Exil und dem Lebensabend in Zürich. Die Eröffnung ist am 15.3., 11 Uhr, im Buddenbrookhaus. -
Kitas als soziale Basisstruktur
Bürgermeister und Kultursenator bereisen städtische Kindertagesstätten
Einen unmittelbaren Eindruck von der Situation der städtischen Kindertagesstätten verschaffen sich derzeit Bürgermeister Michael Bouteiller und Kultursenator Ulrich Meyenborg. In direkten Gesprächen mit Kindern, Tagesstättenpersonal und Elternvertretungen wollen sie den Alltag und seine Probleme in den Kindergärten und Kindertagesstätten (Kitas) kennenlernen und die Perspektiven mit den Betroffenen diskutieren. -
Stadtteilbüro in den Startlöchern
Einweihung ist am Donnerstag, Betriebsstart am Freitag dem 13.
Der offizielle Startschuß für das erste Stadtteilbüro der Hansestadt fällt Donnerstag, 12. März, 17 Uhr, bei einem Stehempfang in den Räumen des Bibliothekanbaus in der Parkallee 1 in Travemünde. Tags darauf, Freitag, 13. März, geht der Betrieb, der kundennah, effizient und daher auf Dauer kostensparend arbeiten soll, richtig los: Die fünf Mitarbeiterinnen stehen den Bürgern für Ordnungsrechts- und Meldeangelegenheiten, für soziale Belange, solche, die die Wahlen betreffen, und mit einer Vielzahl von Serviceangeboten zur Verfügung. -
Stichwort
Stadteilbüro
Folgende Leistungen werden bereits ab 13. März angeboten: -
Kurz notiert
Der Rohbau der Naturschutzstation Dummersdorfer Ufer ist fertiggestellt. Dort sollen Seminarraum, Büro, Labor und Wohnraum für die Schäfer Platz finden, so daß die provisorischen Bauwagen bald weichen. Doch für den Innenausbau ist noch viel Eigenleistung des Landschaftspflegevereins erforderlich. Spenden und Freiwillige werden gesucht. Informationen bei Ilsa Ramm, Telefon 79 14 68. -
Naturschützer retten Kröten und Frösche
Kröten und Frösche wandern derzeit wieder zu ihren angestammten Gewässern, um sich dort zu paaren und abzulaichen. Einige Lübecker Straßen kreuzen traditionelle Wanderwege der Amphibien, wie etwa die Wesloer Landstraße in Höhe des Deepenmoors und die Straße durch das Schlutuper Industriegebiet östlich des Deepenmoors. -
Streetballanlage für Spielplatz Bürgerweide
Eine Streetballfläche auf dem Kinderspielplatz Bürgerweide weihen am Donnerstag, 12. März, 15 Uhr, Jugendliche gemeinsam mit Vertretern der St. Jürgen-Runde und des Bereichs Stadtgrün ein. -
Briefe an die Stadtzeitungs-Redaktion
Die Lübecker Stadtzeitung freut sich über jede Zuschrift. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe unter Wahrung des Sinns zu kürzen. Der Anspruch auf Abdruck besteht nicht. -
Wenn schon Kritik, dann bitte richtig!
Zu: "Überreaktion der Emanzipatoren". SZ vom 3. Februar. -
Lübeck braucht eine Stadtbahn
Seit Jahren mache ich regelmäßig Urlaub in Lübeck. Und solange benutze ich auch schon die Busse der Stadtwerke. Sicherlich ist das Liniennetz gut ausgebaut, und auch die Busfahrer sind zumeist freundlich. Doch immer wieder muß man entnervt feststellen, daß der Bus im Stau steckt, oder wegen Baustellen Umwege fahren muß. Bei einer Fahrt vom ZOB nach Bad Schwartau (mit der 9) muß man doch recht viel Sitzfleisch mitbringen, besonders anstrengend und nervend ist nämlich das ständige Anfahren, abrupte Abbremsen und allgemein die recht ungleichmäßige Fahrweise der Busse. -
Lübeck braucht eine Drogenambulanz
Zu: "Wer den Affen kriegt, tut alles für ein Briefchen". SZ vom 24. Februar -
Verstöße bleiben meist ohne Folgen
Zu: "Unnötiger Qualm aus Taxirohren". SZ vom 24. Februar -
Kaufen oder totschlagen geht nicht
Mit klammheimlichem Vergnügen verfolge ich Ihre Auseinandersetzungen mit den LN. Wie mag es den Duodezfürsten vom Herrenholz wohl ankommen, mit Kritik an ihrer Zeitung konfrontiert zu werden, die sie seit Jahrzehnten nicht zur Kenntnis genommen haben. Schließlich wissen ja nur sie allein, was der Leser zu lesen hat und vor allem was nicht. Kritik in Form von Leserzuschriften kam bisher dahin, wo sie hingehört - in den Papierkorb. -
Anreiz schaffen für Führerscheinabgabe
Zu: "ÖPNV-Gratiskarte bei Führerscheinabgabe?" SZ vom 17. Februar -
Schann över Schann - wo bün ick nur hen geraden?
Nu is dat jewoll so wiet, keeneen will mier wat mit mi to daun hewwen! "Worüm?" frögs du? Jä nu, dor kümmt Nawersch Meiern hüt vermorrn na mi ran un flustert mi mit Posaunenton int Uhr, dat se allemol nich miehr verstahn deiht, dat ick as eenzigen int ganz Hus de Stadtzeitung lesen do und denn ok noch dit Extremistenschandblatt ut Boutelliern sine Hochburg halen do un anner ehrwürdige Bürgers dormit belästigen do as lesenswertes Blatt! "Un dien lütten Broder mag sick ok nich miehr op de Strat sehn loten!" seggt se "Un diene grot Süster wackelt ok verschamt mit den Kopp un mag nich miehr in de Kark gahn, se vesteiht nich wat in die schaten is, wil alle Andächtigen sick na ehr ümdreiht un schult all na de Empore, wo de Skt Michael - Edler vun Skt Lorenz över sine Schutzbefohlenen wacht, wat se denn de Direktiven vunt Herrenholt inhollen doht! -
Warnung vor Drogen aus eigener Erfahrung
Zu: "Wer den Affen kriegt, tut alles für ein Briefchen". SZ vom 24. Februar -
OMBUDSMANN
Gerhard Burmester, 60, ist Leiter der Kanzlei des Bürgermeisters. Er arbeitet seit über 40 Jahren in der Verwaltung der Hansestadt Lübeck und hat dabei alle Ämter kennengelernt. An dieser Stelle beantwortet er für die Lübecker Stadtzeitung die Anfragen, Eingaben und Beschwerden der Bürgerinnen und Bürger. -
Neue Verkehrsregelung auf dem Priwall
Ich hatte darüber berichtet, daß die Anlage eines Zebrastreifens in der Mecklenburger Landstraße auf dem Priwall in Höhe der Einmündung Werftstraße zu Unmut bei der "Gemeinschaft der Priwallbewohner" geführt hatte. -
Verwaltungsreform
Teil 4: Fachbereich Wirtschaft
Im Fachbereich Wirtschaft arbeiten 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in sieben Bereichen und in der neugegründeten Lübeck und Travemünde Tourismus-Zentrale. Der Fachbereich betreut eine Reihe von Projekten, die für die Stadtentwicklung bedeutsam sind, darunter die Gründung einer Gesellschaft für die Hochschulstadtteilentwicklung und die Neustrukturierung der Lübecker Häfen. Zum Fachbereich -
Lärmpegel auf dem St.-Jürgen-Ring beseitigen und Koberg umgestalten
Die SPD-Bürgerschaftsfraktion fordert die Bauverwaltung auf, sich erneut mit dem Thema Straßenbelag St.-Jürgen-Ring zu befassen und Lärmmessungen durchzuführen. Nachdem die Asphaltdecke im St.-Jürgen-Ring im Sommer letzten J
Auf Anfrage der SPD-Fraktion erklärte die Bauverwaltung, daß die erhöhten Werte durch das Befahren der neuen Fahrbahndecke sehr schnell wieder sinken würden und es sich somit nur um ein kurzfristiges Lärmproblem handeln würde. Bis heute scheint der erhöhte Lärmpegel jedoch nicht zurückgegangen zu sein, so daß dringend neue Messungen notwendig sind. Sollten sich die hohen Werte bestätigen, so fordert die SPD-Fraktion die Bauverwaltung auf, schnellstmöglich Abhilfe zu schaffen. Es darf zu keiner Lärmmehrbelastung durch eine fehlerhafte Fahrbahndeckensanierung für die ohnehin durch den Straßenverkehr stark belasteten Anwohnerinnen und Anwohner kommen. -
Naziaufmarsch verhindern und Zeichen für Demokratie setzen
Neofaschisten und nationale Rechte wollen Lübeck zum Testfeld ihrer politischen Ambitionen machen. Mit dem versuchten Aufmarsch am 31. Januar in Moisling und dem militanten Auftreten bei der Sitzung des Gemeindewahlausschusses am 20. Februar gehen di
Fäden in Händen anderer -
Öffentliche Bekanntmachung
Der Minister für Umwelt, Natur und Forsten des Landes Schleswig-Holstein beabsichtigt, eine Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Wakenitz" zu erlassen. -
Widmungsverfügung
Gemäß § 6 Absatz 1 des Straßen- und Wegegesetztes (StrWG) des Landes Schleswig-Holstein in der Fassung der Bekanntmachung vom 02.04.1996 (GVOBI. Nr. 11/96, Seite 413) wurden auf Beschluß des Bauausschusses vom 15.12.1997 nachstehende Verkehrsflächen - unter Angabe der Einstufung in eine Straßengruppe nach § 3 StrWG - mit sofortiger Wirkung für den öffentlichen Verkehr gewidmet: -
Amtliche Bekanntmachung
Die nachstehende Straßenumbenennung hat die Bürgerschaft der Hansestadt Lübeck in ihrer Sitzung am 29.01.1998 einstimmig bei 20 Enthaltungen beschlossen: -
Bauleitplanung der Hansestadt Lübeck
hier: Rechtskraftveröffentlichung für den Bebauungsplan 05.31.03 (3.Änderung) - Schwartauer Allee / Wilhelmshöhe - nach § 10 (3) BauGB -
Verletzung von Verfahrens- und Formvorschriften
(§ 215 (2) BauGB), Mängel der Abwägung
Eine Verletzung der in § 214 (1) Satz 1 Ziffern 1 und 2 des Baugesetzbuches bezeichneten Verfahrens- und Formvorschriften sowie Mängel der Abwägung bei der Aufstellung des Bauleitplanes sind unbeachtlich, wenn die Verletzung von Verfahrens- und Formvorschriften nicht innerhalb eines Jahres und die Mängel der Abwägung nicht innerhalb von sieben Jahren seit dieser Bekanntmachung schriftlich gegenüber der Hansestadt Lübeck geltend gemacht worden sind; der Sachverhalt, der die Verletzung oder den Mangel begründen soll, ist darzulegen (§ 215 (1) BauGB). -
Bauleitplanung der Hansestadt Lübeck
hier: Bekanntmachung der öffentlichen Auslegung des Entwurfes der 44. Änderung des Flächennutzungsplanes der Hansestadt Lübeck für den Teilbereich "Erweiterung des Golfplatzes am Brodtener Ufer" gemäß § 3 (2) BauGB




