Ausgabe 016 vom 17. März 1998
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Stimmenbarometer im Rathaus
Bereich Wahlen präsentiert Wahlergebnisse live im Großen Börsensaal
Die letzte Woche des Wahlkampfes ist angebrochen: Am kommenden Sonntag, 22. März, gehen zwischen 8 Uhr und 18 Uhr die Bürgerschaftswahlen 1998 in 157 Wahllokalen der Hansestadt über die Bühne. Der Bereich Wahlen, der die Abstimmung organisiert, rechnet mit ersten Ergebnissen bereits 20 Minuten nach Schließung der Urnen. Wer das spannende Rennen bis zum Eintreffen der letzten Ergebnisse gegen 20 Uhr live verfolgen will, sollte ins Rathaus kommen. -
Weniger Urnengänger
Wahlbeteiligung in Lübeck war zuletzt rückläufig
Die Wahlbeteiligung befindet sich im Abwärtstrend, egal, ob Bundes- Landtags- oder Kommunalwahl. Kraß ist diese Negativentwicklung bei den Bundestagswahlen. Die fand seit dem Zweiten Weltkrieg im Jahr 1972 mit 90,3 Prozent in Lübeck die stärkste Resonanz. Seitdem sinkt das Interesse der Lübecker an der Mitwirkung an der Bonner Politik. Lediglich bei der jüngsten Wahl 1994 wurde ein kleiner Aufwärts-trend um 2,3 auf 77,4 Prozent verzeichnet. Bei den Landtagswahlen nahmen noch weniger ihre demokratischen Rechte wahr. Wurden im Jahr 1975 immerhin 80,3 Prozent Wähler registriert, ging es daraufhin - bis auf eine leichte Aufwärtsbewegung im Jahr 1983 - kontinuierlich bergab. Vor zwei Jahren war die Wahlbeteiligung mit 66,4 Prozent auf dem tiefsten Punkt seit Kriegsende. Die Beteiligung an den Kommunalwahlen ist von jeher geringer gewesen, als die an Landtags- oder Bundestagswahlen. Die meisten Lübecker (76,1 Prozent) besuchten 1959 die Wahllokale. Tiefpunkt war 1986 mit 61,6 Prozent. Bei der jüngsten Kommunalwahl vor vier Jahren entschieden 64,8 Prozent Urnengänger, wer seitdem ihre Interessen in der Bürgerschaft vertritt. -
Nazi-Aufmarsch als Provokation
Mit zwei Gegendemonstrationen, an denen sich mehr als 750 Personen beteiligten, haben Lübecker auf erneute rechtsradikale Aktivitäten in der Hansestadt reagiert. Am Sonnabend war Lübeck wegen rund 200 Rechtsradikalen wieder einmal ins Zentrum einer bundesweiten Medienberichterstattung geraten. Zusammengekarrt mit Bussen aus ganz Deutschland marschierten die "Volksgenossen" unter der Leitung des einschlägig vorbestraften Neonazis Christian Worch aus Hamburg durch den Stadtteil St. Lorenz. Der Aufmarsch wurde gesichert von einem Aufgebot von insgesamt 1200 Polizisten. -
Ergebnisse ab 20 Uhr weltweit im Internet
Die Lübecker Ergebnisse der Kommunalwahl werden bereits kurz nach Schließung der Wahllokale weltweit im Internet verfügbar sein. Dabei werden nicht nur das Gesamtergebnis für die Hansestadt, sondern alle verfügbaren absoluten und relativen Daten in Tabellenform im LÜBECK-FENSTER publiziert. Die Wahlergebnisse sind unter folgender Adresse zu finden: www.luebeck.de/kommunalwahl98 -
Editorial
Werbung hat unsere junge kommunale Wochenzeitung so nötig wie andere Medienprodukte auch. Seit der kostenlose Werberummel durch anhaltende Gruselmalerei von hysterischen "Amtsblatt-Neurotikern" abgeebbt ist, denken wir intensiv über einen neuen Werbefeldzug nach. -
Bedürfnisse der Kinder zentral
Kindertagesstätten bieten je nach Stadtteil unterschiedliche Konzepte an
Die Kindertagesstätten hatten am Sonnabend zum Tag der offenen Tür in die Dr.-Julius-Leber-Straße eingeladen. Eltern und ihre Kinder sollten sich ein Bild machen können von den Konzepten und Arbeitsweisen der Kindertagesstätten. "Die Konzepte unserer Kitas sind von Stadtteil zu Stadtteil unterschiedlich," erklärte Kultursenator Ulrich Meyenborg in seiner Eröffnungsrede. Er wies auch darauf hin, daß in Lübeck dem Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz entsprochen wird. Die Hansestadt betreibt 34 Einrichtungen mit 245 Fachkräften für fast 5000 Kinder. -
Zügigere Baugenehmigungen
Lückenhafte Bauanträge werden ab 1. Juni unbearbeitet zurückgeschickt
Baugenehmigungen sollen ab 1. Juni zügiger erteilt werden - zumindest für diejenigen, die sich an die Bauvorlagenverordnung halten. "Wer die notwendigen Unterlagen korrekt und vollständig einreicht, soll nicht länger darunter leiden, daß andere dies nicht tun", so Joachim Lauenroth, Leiter des Bereichs Bauordnung. -
Aufruf zur Bürgerschaftswahl
Liebe Mitbürgerinnen -
Lübeck Stastisch
Lübeck hat eine Grundfläche von 21 414 Hektar, deren Nutzung sich von Jahr zu Jahr ändert. So haben sich von 1996 bis 1997 die Flächen für Ackerland um 56,71 Hektar verringert. Dafür hat sich die Fläche für sonstige Nutzungsarten (wie Friedhöfe, Übungsgelände der Feuerwehr oder Volksfestplätze und Flächen, die für wechselnde Veranstaltungen genutzt werden) um 56,4 Hektar vergrößert. Die Waldflächen konnten nach den Messungen des Katasteramtes um 41,94 Hektar (1,52 Prozent) erweitert werden. Damit verfügt Lübeck über 2800 Hektar Wald - das ist etwa die 1,5fache Fläche der Innenstadt. Der Bevölkerung stehen heute 340,64 Hektar mehr zur Verfügung als noch 1948. -
Herzklopfen bei der Premiere
Bis mittags bastelten die Computerfachleute noch an der Vernetzung der PCs, aber am Nachmittag, gerade noch rechtzeitig zur Einweihung des Stadtteilbüros, funktionierte die Verbindung zwischen Travemünde in der Parkallee 1 und der Hansestadt tadellos. So mancher Gast beantragte daher gleich spaßeshalber einen Paß bei einer der fünf Mitarbeiterinnen. Diese taten ihnen diesen Gefallen gern, obwohl offiziell erst tags darauf eröffnet wurde - schon allein, um etwas gegen das Lampenfieber zu unternehmen. -
Hansestadt plant für das nächste Jahrtausend
Skandinavienkai: Der größte Fährhafen Europas wird ausgebaut - Fachleute prognostizieren Wachstum
An Anleger 8 liegt ein riesiges Frachtschiff mit geöffneter Heckklappe. Über die Ladegleise fahren mit Gütern beladene Züge direkt in das Innere. Die Tranportmittel werden gleich mitverladen, so daß ein Umpacken der Waren entfällt. Sie rollen sozusagen von der Schiene ins Schiff, wieder auf die Schiene und an ihren Bestimmungsort. 1800 Schienenmeter ziehen sich durch den Schiffsrumpf. Drei Fähranleger gibt es für die direkte Verbindung zur Schiene. Auf einem anderen Schiff reiht sich an Deck ein LKW an den anderen. Sie können die Fähre direkt über einen Seitenanleger befahren. Befördert werden Maschinenteile aller Art, Genuß- und Nahrungsmittel. Schiffe vor allem aus Schweden, Finnland und dem Baltikum verladen hier ihre Waren. -
Die Güter sollen schneller rollen
Entlastung für Travemünde: Neue Zufahrt für EU-Güterverkehr im Süden
Der obligatorische Spatenstich von Bürgermeister Michael Bouteiller und Bausenator Dr. Volker Zahn bildete den Auftakt für einen weiteren Bauabschnitt am Skandinavienkai. Das 47 Hektar große Hafengelände soll um 4 Hektar anwachsen. Am Südende des Kais baut der Fachbereich Stadtplanung eine Zufahrt für den LKW-Verkehr. Der gesamte EU-Güterverkehr soll künftig über ein neues Gate abgefertigt werden, der Passagier- und Güterverkehr aus dem Baltikum hingegen weiterhin am Nordende. -
Stichwort
Der Skandinavienkai ist der größte Fährhafen Europas. Seine Infrastruktur ermöglicht eine schnelle Güterabfertigung, den sogenannten Roll-on-Roll-of Verkehr. Waren müssen nicht zwischengelagert werden, sondern können gleich vom Schiff auf die Straße oder die Schiene verfrachtet werden. Insgesamt wurden 1997 am Skandinavienkai über 450 000 rollende Ladungen abgefertigt, 650 000 Passagiere mit 146 000 Fahrzeugen, 10 000 PKW-Anhänger, 2700 Reisebusse, 36 000 Bahnwaggons, 4000 Wechselbrücken, sowie 51 000 Neu- und Gebraucht-Fahrzeuge im In- und Export. Der gesamte Personen- und 60 Prozent des Güterverkehrs werden hier abgefertigt. Pro Woche laufen etwa 70 Schiffe den Kai an. Der Handel läuft vor allem mit den skandinavischen Ländern und dem Baltikum. Der Gesamtumschlag lag im vergangenen Jahr bei 14,3 Millionen t, der Zuwachs lag bei 13,7 Prozent. -
Im Gespräch
Neue Arbeitsplätze am Skandikai
SZ: Am Skandikai sollen 400 Millionen Mark bis zum Jahr 2010 investiert werden, unter anderem weil Experten einen Zuwachs beim Personen- und Güterverkehr vorausgesagt haben. Wer war an der Prognose beteiligt? -
ADRESSEN
Behnhaus/Drägerhaus, Königsstr. 9-1, Tel.1224148 -
Ausstellungen
"Arbeit im Hochofenwerk - Leben in der Werkskolonie" Geschichtswerkstatt Herrenwyk -
Mittwoch, 18. März
Theater -
Donnerstag, 19. März
Theater -
Freitag, 20. März
Theater -
Sonnabend, 21. März
Theater -
Sonntag, 22. März
Theater -
Montag, 23. März
Musik -
Dienstag, 24. März
Theater -
Schleswig-Holstein Musik Festival 1998
Viele High-Lights vom 10. Juli bis 30. August - Länderschwerpunkt liegt auf Italien
Der Sommer in Schleswig-Holstein hängt voller italienischer Rhythmen: Das 13. Schleswig-Holstein Musik Festival, zum dritten Mal unter Leitung von Direktor Franz Willnauer, setzt 1998 den Länderschwerpunkt auf Italien. Vom 10. Juli bis zum 30. August 1998 breiten namhafte italienische und internationale Künstler ihr Spektrum musikalischen Schaffens aus und bieten einen Überblick über italienische Musikgeschichte von der Renaissance bis zur Moderne. Gastspiele großer italienischer und internationaler Orchester stehen ebenso auf dem Programm wie Kammermusik, Kirchenkonzerte und Auftritte prominenter Solisten. -
Technische Denkmäler in Lübeck
Hamburger Autor Sven Bardua in der Geschichtswerkstatt Herrenwyk
Es ist ein Trauerspiel mit den technischen Denkmälern in Lübeck, so zumindest sieht es der Hamburger Autor und Journalist Sven Bardua. Am 24. März ist er zu Gast in der Geschichtswerkstatt Herrenwyk mit einem DiaVortrag über technische Denkmäler und dem wenig pfleglichen Umgang mit denselben. Laut Bardua bietet die Hansestadt Lübeck ein bundesweit bedeutendes Ensemble von Technikdenkmälern. -
Afrikanischer Markt
Jugendhaus Röhre zeigt Musiktheater für Kinder
Laut geht es zu am 19. März um 10 Uhr im Kinder- und Jugendhaus Röhre. Da wird gefeilscht, die Trommel gerührt, Marktschreier bieten ihre Waren feil. Die afrikanische Theatergruppe Adesa erzählt ihr Stück so, daß es auch in Europa verstanden wird. Der Markt ist in Afrika ein Ort unerschöpflicher Vielfalt: an Farben, Gerüchen, Neuigkeiten und Klatsch, an Früchten, Fleisch, Streitereien und Geschichten, an Gaunereien und Liebeleien. Der Markt liefert alles und wird beliefert mit allem, was das Leben zu bieten hat. Ein Markt ist das Herz eines Dorfes - und es schlägt laut und kräftig. Mit Musik, Gesang und akrobatischen Zauberkunststücken erzählt Adesa über einen Knotenpunkt ihrer Kultur, der wie im Brennglas die Schnittstelle von privatem und öffentlichem Leben, von Fülle und Mangel, Fortschritt und Tradition zeigt. -
Märzrevolution im Oktober
150 Jahre ist sie her, die 48er Revolution. In den meisten Städten rebellierten die Bürgerlichen im März, weswegen man allerorten von Feierlichkeiten zu diesem denkwürdigen Ereignissen hört. Die Lübecker stürmten ihr Rathaus allerdings erst im Oktober - und auch da nur sehr halbherzig. Also, liebe Leser, Sie können sich den Termin gleich vormerken: Anläßlich der 150. Wiederkehr der Tumulte halten Dr. Antjekathrin Grassmann und Dr. Manfred Eickhölter einen Vortrag: "Revolution in Lübeck - Dichtung und Wahrheit", 8. Oktober, 19.30 Uhr, Reformierte Kirche, Königsstraße. Eine Veranstaltung des Fachbereichs Kultur der Hansestadt. -
Trau keinem über sechzig
Die Premiere "Trau keinem über sechzig" am 20. März, 19.30 Uhr, in den Kammerspielen ist restlos ausverkauft. Der Schauspieler und Autor Gunther Beth, ein gebürtiger Lübecker, hat nach "Meine Mutter tut das nicht!" und "Der Neurosenkavalier" den dritten Komödienhit verfaßt. Es ist die Geschichte des Buchhändlers Robert, der sich aus dem aktiven Geschäftsleben zurückgezogen hat und merkt, daß Zeit in einem gewissen Alter zu einem noch kostbareren Gut wird. Er ist einfach nicht mehr bereit, sich im tagtäglichen Lebenskampf aufzureiben. Also begibt er sich auf Freiersfüße, aber da schießt sein Sohnemann quer. In der Rolle des verliebten Robert Schweizer ist Otto Sawicki zu sehen, der sich nach 25 Schauspieljahren mit diesem Stück in den Ruhestand verabschiedet. -
Absurde russische Komödie
Am 20. März gibt es eine weitere Premiere. Das Forum Theater zeigt das Stück "Phantasie", eine absurde russische Komödie. Das Stück gehört zu den Kleinoden der russischen Theaterliteratur des 19. Jahrhunderts. Der angebliche Autor Kozma Prutkov hat nie existiert. Man vermutet, daß der in Rußland sehr bekannte Dichter Alexander K. Tolstoi diese Figur zusammen mit den drei Brüdern Schymtschuschikov geschaffen hat. Während der Uraufführung 1850 verließ der Zar die Aufführung und verbot das Stück, weil er darin eine Beleidigung der feinen Gesellschaft sah. Das Stück erzählt, wie vier komische Herren sich um die Hand einer mitgiftschweren jungen Dame bemühen. Letztere befindet sich in der Obhut ihrer herrischen, alten Tante, die die Wahl unter den Bewerbern zu treffen hat und wiederum ihre ganze Zuneigung ihrem Hündchen widmet. Ein Wettstreit skurriler Typen und ein Spiel um Glück und Zufall. Die deutsche Erstaufführung dieser musikalischen Komödie wird begleitet von der Pianistin Wenke Messmer, Regie führt Jevgeni Mestetschkin. -
Täglich sieben Stunden geöffnet
Ab 16. März ist das Buddenbrookhaus auch an den Montagen wieder geöffnet, so daß das Haus täglich von 10 bis 17 Uhr den Besuchern offen steht. Ab Sonntag, 15. März finden jeden Sonntag um 11 Uhr die literarischen Spaziergänge auf den Spuren Heinrich und Thomas Manns durch Lübecks Altstadt statt. Der erste Literaturtag diesen Jahres findet am 29. März zu dem Thema "Ein Tag rund um Buddenbrooks" statt. Weitere Informationen: Tel. 12-24192. -
Filmtip
Palast des Schweigens
Als die schöne Alia im Jahr 1965 vom Tod des Prinzen Sid'Ali hört, kehrt sie noch einmal zurück in den Palast der Beys von Tunis, in dem sie aufgewachsen war. Nicht als Prinzessin, sondern als Tochter einer Sklavin und eines unbekannten Vaters, der gut der Prinz sein könnte. Vor zehn Jahren ist der damals 15jährigen im Zuge des Umbruchs, der Tunesien von Frankreich löste und den Bey entmachtete, die Flucht aus dem Palast des Schweigens, wie die Dienerinnen ihn nannten, gelungen. Jetzt schlägt sie sich als Sängerin durch, lebt seit Jahren mit einem Freund zusammen, der sie nie geheiratet hat, und steht vor der Entscheidung, ob sie ihrem noch ungeborenen Kind eine Zukunft bieten kann. Die Trauerfeier bietet ihr Anlaß, Klarheit über ihre Herkunft und Orientierung für die Zukunft zu gewinnen. Während sie durch die verlassenen Gänge und Räume geht, steigen die faszinierenden und oft auch schmerzhaften Bilder der Vergangenheit in ihr auf. Der Film "Palast des Schweigens" von der tunesischen Regisseurin Moufida Tlatli betört einerseits mit Szenen wie aus TausendundeinerNacht. Andererseits verstört der tunesisch-französische Film als Drama schwer lösbarer Konflikte zwischen arabischer Tradition und europäisch beeinflußter Emanzipation. 19./20./21./22. März, 20 Uhr, Kommunales Kino -
VeranstaltungstiP
Rettich wer kann
Im Februar feierten die "Kabarettiche" ihren fünften Geburtstag. Die "Südlübecker" haben bisher drei Programme auf die Bühne gebracht. Markenzeichen ihrer über 40 Auftritte sind die stets ausverkauften Häuser, aber vor allem ihre Unerbittlichkeit gegen ökologischen Kahlschlag, gegen Putzwahn, Autowahn und Rinderwahn. Auch die Steuerreform ist nicht vor ihnen sicher, so wenig wie die Rechtschreibreform und die Euronorm. Ob Kunstbetrieb oder Militär, die Kabarettiche greifen im Sturzflug die Themen auf, die ihnen unter den Nägeln brennen und deretwegen sie die hohe Bühnenkunst überhaupt erst erlernt hatten. Waren die zehn Laienschauspieler in ihrem ersten Programm vor allem auf ökologische Themen ausgerichtet, so ist inzwischen nichts und niemand mehr vor ihnen sicher. Mal führt Lieschen Müller Selbstgespräche, mal kommen Prominente aus Geschichte und Gegenwart auf die Bühne, mal wird gesungen, mal gejodelt. Die Kabarettiche am 22. März, 17 Uhr, im Burgkloster. -
Briefe an die Stadtzeitungs-Redaktion
Die Lübecker Stadtzeitung freut sich über jede Zuschrift. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe unter Wahrung des Sinns zu kürzen. Der Anspruch auf Abdruck besteht nicht. -
Radfahrversuch ist Witz erster Klasse
Zu: "Radeln auf Promenade ist erlaubt". SZ vom 3. März -
Promenade heißt Spazierweg
Zu: "Radeln auf Promenade ist erlaubt". SZ vom 3. März -
Restriktive Maßnahmen bringen uns nicht weiter
Zum Leserbrief: "Neonazigruppe muß verboten werden". SZ vom 3. März -
Lob und ein klein wenig Kritik
Ich möchte einmal mein Lob loswerden, denn es ist schön, wenn es neben den Lügenbäcker-News auch noch eine zweite Zeitung gibt. Dort gibt es auch hin und wieder etwas zu kritisieren, aber nicht soviel, daß ein böser Brief sich lohnen würde. Also weiter so, aber bitte gelegentlich mit einem etwas netteren Foto des Ombudsmannes. -
OMBUDSMANN
Gerhard Burmester, 60, ist Leiter der Kanzlei des Bürgermeisters. Er arbeitet seit über 40 Jahren in der Verwaltung der Hansestadt Lübeck und hat dabei alle Ämter kennengelernt. An dieser Stelle beantwortet er für die Lübecker Stadtzeitung die Anfragen, Eingaben und Beschwerden der Bürgerinnen und Bürger. -
Autos stehen häufig halb auf der Straße
Ein Bürger hat berichtet, er beobachte häufig Autos, die auf dem Parkplatz an der Kanalstraße kurz vor der Burgtorbrücke parken und dabei teilweise halb auf der Straße stehen. Er schlägt vor, den Parkplatz von der Straße abzugrenzen. -
Sind Grünphasen für Fußgänger zu kurz?
Eine Bürgerin, die im Bereich des Kaufhofs wohnt, hat sich an den Ombudsmann mit der Bitte gewandt, die Grünphasen für Fußgänger an den Ampelanlagen am Kaufhof zu verlängern. Sie ist der Meinung, daß die Grünphasen an den Fußgängerüberwegen Marlistraße/Wal-derseestraße/Brandenbaumer Landstraße/Schlutuper Straße, besonders für Kinder und Gehbehinderte zu kurz seien. -
Niedrig angebrachte Tafeln gefährden Radler
Eine Lübeckerin hat sich darüber beklagt, daß an den Ausfallstraßen große Werbetafeln so niedrig an den Lichtmasten angebracht sind, daß Radfahrer dagegenprallen, wenn sie nicht rechtzeitig ausweichen. -
Zwei Linden für den Koberg
Der Platz wird bepflanzt und mit vier Edelstahlbänken möbliert
Zwei Linden sollen bereits morgen am Rande des bislang noch recht kahlen Kobergs gepflanzt werden. Zwei Bänke an jedem Baum sollen schon bald erschöpften Spaziergängern Gelegenheit zum Verschnaufen bieten. "Der Bürgermeister hat verfügt, daß die Bäume gepflanzt und die Bänke aufgestellt werden. Er kommt damit dem häufig geäußerten Wunsch der Bevölkerung entgegen", so Heinz Hahne, Leiter des Bereichs Stadtgrün. Die beiden Linden, die aus einer Baumschule geliefert werden, sollen bei der Pflanzaktion am morgigen Mittwoch bereits vier bis fünf Meter groß sein. Die eine wird an der Ecke zur Großen Burgstraße ein Plätzchen zum Gedeihen finden, die andere an der Ecke Kleine Burgstraße/Ernestinenschule. Linden wurden ausgewählt, weil die einheimischen Bäume sich, so Hahne, im Stadtklima gut bewährt haben. -
Knäuel aus Sucht und Schulden
Obdachlosen-Beratungsstelle sucht neue Finanzierungsmöglichkeiten
Rund 20 Menschen leben in Lübeck auf der Straße, rund 80 sind zwar wohnungs- aber nicht obdachlos, weil sie bei Bekannten unterkriechen können. "Fast immer haben diese Menschen noch weit mehr Probleme", so Heike Raddatz-Kossak von der städtischen Zentralen Beratungsstelle in der Wahmstraße 60; eine Einrichtung, die derzeit selbst Finanzierungssorgen hat. "Obdachlosigkeit zu beseitigen ist immer teurer, als präventive Hilfen zu finanzieren", erklärt die Sozialarbeiterin. -
Stichwort
Die Zentrale Beratungsstelle in der Wahmstraße 60 gibt es seit 22 Jahren. Sie ist unterteilt in die für Frauen, Männer und junge Erwachsene bis 25 Jahre. Für rund 60 Lübecker hat die Einrichtung die Geldverwaltung übernommen, 40 wohnungslose Arbeitslose haben dort ihre Postadressen, wo sie sich, weil sie dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen müssen, täglich melden. Bislang wurde die Beratungsstelle aus den Töpfen der Hansestadt, des Landes und der Vorwerker Heime finanziert. Doch durch den Einbruch bei den Kirchensteuern fehlt der Einrichtung Geld im laufenden Haushaltsjahr. -
Bürgermeister empfing EU-Wahlberechtigte
Bürgermeister Michael Bouteiller hat die Bürgerinnen und Bürger aus Staaten der Europäischen Union (EU), die in diesem Jahr erstmals zur Kommunalwahl berechtigt sind, im Audienzsaal des Rathauses empfangen. -
Kurz Notiert
Die Fahrbibliothek der Hansestadt Lübeck fährt aus technischen Gründen ihre Haltestellen vom 20. März bis 17. April nicht an. Den BürgerInnen entstehen keine Säumnisgebühren, da sich die Leihfrist automatisch verlängert. -
Schadstoffmobil steht in Krummesse bereit
Die Entsorgungsbetriebe stellen am Sonnabend, 28. März, 8 bis 12 Uhr, das Schadstoffmobil in der Raiffeisenstraße in Krummesse am Parkplatz der Schule bereit. Alle Bürger der Hansestadt können dort Sonderabfälle aus privaten Haushalten kostenlos abgeben. -
Waldwirtschaft und Naturschutz
"Die Lübecker Wälder - Vorbild für die naturverträgliche Nutzung der Wälder auf der Erde?" ist das Thema einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung des BUND Lübeck am Freitag, 20. März, im Naturhistorischen Museum. -
Chronik des Stadtteils St. Jürgen
Archiv der Hansestadt veröffentlicht kleine Hefte zur Stadtgeschichte
In der Reihe "Kleine Hefte zur Stadtgeschichte" veröffentlicht das Archiv der Hansestadt Lübeck unter den Titel "St. Jürgen - Chronik einer Vorstadt und ihres dörflichen Umfeldes" nun einen weiteren Beitrag zur Geschichte der einzelnen Stadtteile (Band 1: Schlutup, Band 3: St. Gertrud, Band 4:Kücknitz). Die Chronik setzt ein bei der Aufteilung des Landes anläßlich der Gründung Lübecks im 13. Jahrhundert. Die Hansestadt erhält Nutzungsrechte über das Gebiet zwischen dem Mühlentor und dem Landgraben bei Strecknitz. Die Dörfer Blankensee, Wulfsdorf und Beidendorf werden der Herrschaft des St. Johannis-Klosters unterstellt. Schier-eichenkoppel, Oberbüssau, Niederbüssau und Vorrade gehören schon seit dem Bau des ersten Doms Ende des 12. Jahrhunderts zum Bistum Lübeck, Krummesse und Kronsforde waren im Besitz lübeckischer Ratsfamilien. -
Die Lämmer sind da: Führungen für Kinder
"Natur erleben", unter diesem Motto macht der Landschaftspflegeverein Dummersdorfer Ufer ökopädagogische Führungen für Schulklassen und Kindergartengruppen. Im Biotop kreucht und fleucht es schon, und bis Anfang April werden rund 200 Lämmer geboren sein. In der vergangenen Woche sind beispielsweise in einer einzigen Nacht Ziegen-Drillinge und 24 Lämmer, davon acht Zwillinge, auf die Welt gekommen. Im März, April und Mai sind noch Termine für Führungen zu vergeben. Anmeldungen unter Telefon 0451/301705. -
"Betreutes Wohnen" tagt in Altenheimen
Ihre Probleme und Wünsche trugen die Bewohner des Alten- und Pflegeheims Solmitzstraße den Mitgliedern des Arbeitskreises "Betreutes Wohnen" vor. -
Neu: Elektronische Fahrplanauskunft
Für alle, die sich die Suche nach Verbindungen im Fahrplanbuch ersparen wollen, bieten die Stadtwerke Lübeck die elektronische Fahrplanauskunft an. -
Veränderungen bei der Kindertagesbetreuung
Die Verwaltungsstrukturreform hat einiges verändert: Die ehemalige Allgemeine Abteilung des Jugendamtes und die Abteilung Tagesbetreuung für Kinder sind in einem Regiebetrieb, Fischstraße 2-6, zusammengefaßt. -
Fast 300 Millionen für 1998: Investitionen schaffen Arbeitsplätze
Mit dem Beschluß über den Haushalt 1998 der Hansestadt Lübeck haben wir Weichen für Investitionen in unserer Stadt zur Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen gestellt. -
Mehr Mitwirkungsrecht und Chancen für Lübecks Jugendliche!
Grüne Jugendpolitik hat das Ziel, junge Menschen mit ihren Problemen ernst zu nehmen, sie in alle politischen Entscheidungsabläufe einzubeziehen und ihnen echte Lebensperspektiven zu vermitteln. -
Amtliche Bekanntmachung
Bauleitplanung der Hansestadt Lübeck
hier: Öffentliche Unterrichtung und Erörterung der allgemeinen Ziele und Zwecke der Planung zur Beteiligung der Bürger nach §3(1) Satz BauGB für die 45. Änderung des Flächennutzungsplanes der Hansestadt Lübeck für den Teilbereich "Blankensee (Truppenübungsgelände der ehemaligen Hanseatenkaserne)" im Stadtteil St. Jürgen, Ortsteil Blankensee. -
Öffentliche Bekanntmachung
Aufforderung der Wehrpflichtigen des Geburtsjahrgangs 1980 zur Meldung zur Erfassung
Nach §1 des Wehrpflichtgesetzes (WPfIG) sind alle Männer, die Deutsche im Sinne des Grundgesetzes sind und ihren ständigen Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland haben, vom vollendeten 18. Lebensjahr an wehrpflichtig (Wehrpflichtvoraussetzungen). Die Erfassung kann bereits ein Jahr vor Vollendung des 18. Lebensjahres durchgeführt werden (§ 15 Abs. 6 WPfIG). -
Offenlegung des Liegenschaftskatasters
Das aus Anlaß der Umstellung auf Datenverarbeitungsanlagen erneuerte Katasterbuchwerk "Automatisierte Liegenschaftsbuch" (ALB) der Gemeinde Hansestadt Lübeck, Stadtteil St. Jürgen, bestehend aus den Gemarkungen -
Stellenanzeige des Frauenbüros der Hansestadt Lübeck
wissenschaftliche Mitarbeiterin
Das Aufgabengebiet umfaßt




