Ausgabe 633 vom 09. März 2010
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Startschuss: Mitten in Lübeck
Umgestaltung der Fußgängerzone gliedert sich in vier Bauabschnitte
Den offiziellen Startschuss für den Baubeginn von "Mitten in Lübeck" gaben am Freitag Bürgermeister Bernd Saxe, Bausenator Franz-Peter Boden (beide SPD) und Renate Menken, Vorsitzende der Possehl-Stiftung. -
Kandidatur für den Seniorenbeirat
Der Wahlleiter für die Seniorenbeiratswahlen, Bereichsleiter Logistik Egon Ruland, und der Vorsitzende des amtierenden Seniorenbeirates der Hansestadt, Karl-Theodor Junge, appellieren an die über 60-jährigen Bürgerinnen und Bürger, sich als Kandidaten für die Wahl des Seniorenbeirates zur Verfügung zu stellen. -
Ich mache, was mir Freude bringt!
Sie sind unzufrieden in Ihrem Beruf? Freuen Sie sich schon am Montag aufs Wochenende? Wie schade, denn die Zeit, die wir im Beruf verbringen, ist ein Großteil unserer Lebenszeit und sollte uns Freude und Erfolge bringen. Deshalb lautet die Frage: Wie beende ich den beruflichen Frust? Wie finde ich neue Perspektiven? Die VHS bietet einen Vortrag an, der davon handelt, eigene Wünsche und Bedürfnisse ernst zu nehmen, Spielräume zu erkennen und den Mut zu finden, Entscheidungen zu treffen. Er findet am Mittwoch, 10. März, von 19 bis 20.30 Uhr in der VHS, Hüxstraße 118-120, statt. Der Eintritt kostet sechs, ermäßigt 4,50 Euro. -
Präsentation zur Mann-Verfilmung
Kino- und Literaturliebhaber haben Grund zur Freude: Heinrich Manns Romane "Die Jugend des Henri Quatre" (1935) und "Die Vollendung des Königs Henri Quatre" (1938), wurden zu einem imposanten Kinofilm aufbereitet. In den Hauptrollen sind Julien Boisselier, Joachim Król, Roger Casamajor, Andreas Schmidt, Armelle Deutsch und Chloé Stefani zu sehen. Deutschlandstart des Films war am 4. März. Das Heinrich-und-Thomas-Mann-Zentrum im Buddenbrookhaus in Lübeck begleitet den Kinostart mit einer Präsentation vom 11. März bis 18. April, in der Kostüme, Requisiten des Films sowie Dokumente aus dem Umfeld der Entstehung und Wirkung der Henri Quatre-Romane gezeigt werden. -
Fotografischer Streifzug
Am Donnerstag, 11. März, lädt die Lübecker VHS von 18 bis 19.30 Uhr zu einem Diavortrag über Danzig ein. Die ehemalige Hansestadt Danzig zählte in früheren Zeiten zu einer der reichsten Städte Europas und schmückte sich mit dem Beinamen "Perle der Ostseeküste". Der Historiker und Fotojournalist Reinhard Albers stellt die Sehenswürdigkeiten Gdansks vor. Veranstaltungsort ist die VHS, Hüxstraße 118-120. Der Eintritt kostet sechs, ermäßigt 4,50 Euro. -
Klima schützen und Geld sparen
Heute: Der Lampenratgeber
Bis zu 75 Prozent der Stromkosten für die Beleuchtung lassen sich einsparen, wenn man z.B. Glühlampen durch Energiesparlampen ersetzt. Glühlampen verschwenden Energie. Sie wandeln nur etwa fünf Prozent ihrer aufgenommenen Energie in Licht um. Der Rest verpufft als Wärme im Raum. Deshalb sorgt eine EU-Verordnung dafür, dass ineffiziente Lampen bis 2012 nach und nach aus dem Handel verschwinden. Außerdem müssen Lampen nun Qualitätsanforderungen, beispielsweise an die Lebensdauer, erfüllen. -
Baum- und Strauchabfuhr
Straßensammlung zusammen mit der Abfuhr der Biotonnen
Die Stadtreinigung Lübeck GmbH wird in der Zeit vom 15. bis zum 26. März den Baum- und Strauchschnitt per Straßensammlung (bis ein Kubikmeter) entsorgen. Die Einsammlung erfolgt in dieser Zeit am Tag der Biotonnenabfuhr mit einem separaten Fahrzeug. Der Baum- und Strauchschnitt muss am Tag der Entleerung der Biotonne bis 6 Uhr sichtbar an den Straßenrand gelegt werden. Folgende Hinweise sind zu beachten: -
Hase ist nicht gleich Hase
Es gibt die Feldhasen, die Stallhasen und die Angsthasen, die sehr unterschiedlich aussehen können. Und manche Hasen heißen Hasen und sind gar keine - falsche Hasen, die essen Kinder besonders gerne. "Hase ist nicht gleich Hase" heißt denn auch das Stück für Kinder von vier bis sieben Jahren in der Reihe Bilderbuchkino in der Stadtbibliothek, Hundestraße 5-17. Am Donnerstag, 11. März, erfahren sie, welch' gute Medizin Freunde für Angsthasen bedeuten. Wer genau aufpasst, entdeckt vielleicht sogar den Osterhasen. Start ist um 16 Uhr. Die Bilder zu den Geschichten werden auf einer großen Leinwand gezeigt. Die Dauer der Veranstaltung beträgt etwa 30 bis 40 Minuten; der Eintritt ist frei. Mehr Informationen gibt es unter Telefon 0451/122-4115. -
Die Erfolgsgeschichte des Felix Krull
Geschicktes Marketing, Inszenierung und die Gunst der Umstände: "Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull" ist eines der erfolgreichsten und populärsten Bücher Thomas Manns. Die Erstauflage 1954 war schnell vergriffen, die Kritik reagierte in weiten Teilen enthusiastisch. Welche verschiedenen Aspekte trugen aber zur Erfolgsgeschichte des Thomas Mann Romans bei? Der Leiter des Buddenbrookhauses, Holger Pils, wird in seinem Vortrag "Marktmäßige Literatenmache? Die Erfolgsgeschichte des Felix Krull - und wie sie gemacht wurde" dieser Frage nachgehen. -
Aktuelles vom Sportbad
Das Sportbad St. Lorenz in der Ziegelstraße ist am Freitag, den 12. März aufgrund einer Schulveranstaltung von 7.30 Uhr bis 10 Uhr (Kassenschluss 9 Uhr, Badeschluss 9.30 Uhr) und von 13.30 Uhr bis 16.45 Uhr (Kassenschluss 15.45 Uhr, Badeschluss 16.30 Uhr) nur begrenzt geöffnet. Am Sonnabend und Sonntag, dem 13. und 14. März, ist das Sportbad geschlossen. An diesem Wochenende führt der SC Delphin Lübeck e. V. von 1960 die Veranstaltung "Lilly-Edler-Pokal" durch. Geschlossen ist das Sportbad St. Lorenz ebenfalls am Wochenende 27. und 28. März wegen der Ausrichtung des "42. Nordisches Schwimmfestivals". -
Dienstagsvortrag in der Gemeinnützigen
Die Gemeinnützige lädt am heutigen Dienstag, 9. März, zu einem Vortrag über "Neue Gärten". Referentin ist Prof. Dr. Renate Kastorff-Viehmann, Lübeck, gemeinsam mit dem Grünen Kreis Lübeck e. V.. Wie immer findet der Vortrag im Großen Saal des Gesellschaftshauses, Königstraße 5, statt. Beginn ist um 19.30 Uhr. -
Wichtiger Wirtschaftsfaktor Tourismus
Positive Jahresbilanz und hoffnungsvoller Blick nach vorn
"Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Lübeck und Travemünde, aber kein Selbstgänger" erklärte Andrea Gastager, Geschäftsführerin der Lübeck und Travemünde Marketing GmbH (LTM), anlässlich der Präsentation neuester Statistiken. "Die Übernachtungszahlen steigen, aber auch der Wettbewerb der Urlaubsdestinationen wächst. Lübeck und Travemünde müssen sich als Marke erfolgreich positionieren." -
Aufbruchstimmung in Lübeck
Autor: Peter Reinhardt
Mit der Verabschiedung des Haushaltes 2010 durch SPD, Bündnis 90/Die Grünen und den Linken ist die Handlungsfähigkeit der Stadt gesichert. -
Entschlossen gegen Neonazis
Autor: Rüdiger Hinrichs
Die CDU begrüßt die von der Bürgerschaft in ihrer letzten Sitzung einstimmig beschlossene Resolution gegen den Aufmarsch neonazistischer Kräfte am -
Haushalt mit neuen Schwerpunkten
Autor: Bernd Möller
Die neuen Lübecker Mehrheiten übernahmen 2008 von der CDU 1,3 Milliarden Euro Schulden und ca. 35 Mio. Euro Zinsen pro Jahr. Das Haushaltsdefizit betrug 2008 knapp 115 Mio. Euro, einmalig höhere Gewerbesteuern und zu hohe Finanzausgleichszahlungen brachten einen geringen strukturellen Überschuss. Periodengerecht betrachtet blieb 2008 nach Erstattung auch im Minus. 2009 betrug das Defizit 158 Mio. Euro incl. Fehlbetragsausgleich für 2007. Das Desaster ist zum Einen Folge massiver Eingriffe von Bund und Land in die Ausgleichs-Budgets für ihre Beschlüsse und Gesetze. Lübeck bleibt seit Jahren auf hohen Mehrkosten für neue Sozialgesetze, Kita- und Krippenausbau, Schulgesetze etc. sitzen. Zum Anderen führten Ausgliederungen und Privatisierungen unter CDU-geführten Mehrheiten zu unkontrolliertem Eigenleben städtischer Gesellschaften und 400 Mio. Euro Schulden. Dilettantische Verträge und Grundstücksverkäufe, teure Großveran- staltungen und das Millionengrab Flughafen kamen hinzu. 2010 enthält der erste Haushalt mit doppischer Buchführung erstmals offene Lasten und viele Sondervorhaben. Verwaltung, SPD, LINKE und GRÜNE verantworten Investitionen über 10,5 Mio. Euro im Hafen, 17 Mio. Euro für Straßen- und Wegebau, 35 Mio. Euro für Schulen, Sporthallen und städtische Gebäude. Kita- und Krippenausbau etc. kosten weitere 10,5 Mio. Euro. Das neue Defizit von 104 Mio. Euro ist trotzdem geringer als früher, mittelfristig müssen aber strukturelle Veränderungen erfolgen. Wir GRÜNEN kämpfen weiter für eine sozial gerechte, ökologisch nachhaltige und wirtschaftlich erfolgreiche Stadt. V.i.S.d.P.: Bernd Möller " -
Soziales Engagement nicht behindern
Autor: Wolfgang Drozella
Die FDP-Fraktion verurteilt, dass Vereine und Gruppen, die sich ausschließlich ehrenamtlich für wichtige soziale Bürgerdienste einsetzten, vergleichbar wie gewerbliche Marktbeschicker behandelt werden. Es darf nicht sein, dass humanitäre und sozialaktive Lübecker Gruppen, wie z. B. die Druiden-Loge, künftig ihre wertvolle Arbeit wegen öffentlicher Gebühren drastisch einschränken müssen! Bisher haben die Mitglieder der Loge in ihrer Freizeit regelmäßig städtische Altenheimbewohner zu Ausflugsfahrten eingeladen, dabei wurden jährlich bis zu rd. 20.000 Kilometer mit ihnen gefahren. Für die Heimbewohner waren die Ausflugsfahrten besondere Erlebnisse. Die Fahrkosten für die Fahrten hat die Gruppe überwiegend durch den Punschverkauf auf dem Weihnachtsmarkt erzielt. Die Abgaben für den Stand beim letzten Weihnachtsmarkt entsprachen genau den Kosten für mehrere tausend Kilometer Ausflugsfahrten mit Heimbewohnern bzw. den durchschnittlichen Ausflügen in sieben Monaten! Damit wird eine gute Sache für unsere Heimbewohner behindert, denn die Mitglieder können nicht neben ihrer Freizeit auch noch immer mehr eigenes Geld mitbringen, um die Ausflugsfahrten durchzuführen. Wir fordern die Verantwortlichen auf, die Gebührenpraxis bei gemeinnützigen, ehrenamtlichen und soziale Einrichtungen, deren Erlöse aus den Weihnachtsständen ausschließlich sozialen Zwecken dienen, ab sofort von Gebühren und Standgeldern zu befreien. V.i.S.d.P.: Thomas Schalies -
8. März - Frauentag
Autorin: Silke Thom
Die letzte Armutskonferenz in Lübeck hat u. a. aufgezeigt, dass gerade Frauen von Altersarmut betroffen sind. Gerade die verstärkte Beschäftigung von Frauen im Handel und im Dienstleistungsgewerbe, in denen immer mehr reguläre Jobs in prekäre umgewandelt werden, führt unausweichlich, zu einer Armut unter Frauen in unserer Gesellschaft. Das ändert auch in Lübeck die Sozialstruktur. Die Lübecker Bürgerschaftsfraktion DIE LINKE fordert deshalb zum internationalen Frauentag am 8. März gleiche Entlohnung für gleiche und vergleichbare Tätigkeiten von Frauen und Männern. Trotz verschiedenste Versuche von Bundesregierung, durch freiwillige Selbstverpflichtung der Wirtschaft, durch Appelle, Aktionstagen oder Forderungsprogrammen das Lohngefälle zwischen Männern und Frauen zu verringern, bewegt sich diese Differenz auch in Lübeck seit Jahren konstant bei über 20 Prozent. Der in dem vergangenen Jahrzehnt massiv ausgebaute und geförderte Niedriglohnsektor hat die Entgeltungleichheit zwischen den Geschlechtern verstärkt, weil in ihm überproportional viele Frauen beschäftigt sind, wie z. B. bei Schlecker. Hier sollen gezahlte Niedriglöhne durch radikale Lohnsenkungen sogar noch weiter gesenkt werden. Das bedeutet auch für Lübecks Binnenmarkt Einbußen. Wir fordern diese Entwicklung zu stoppen und einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn von mindestens 10 Euro. Dieses ist nicht nur ein Erfordernis allgemeiner sozialer Gerechtigkeit, sondern auch ein wichtiges Gleichstellungspolitisches Signal. Außerdem fordern wir die Einstellung der Subventionen für Mini- und Midijobs. V.i.S.d.P.: Antje Jansen " -
BfL setzen sich für Opferschutz ein!
Autorin: A. Stadthaus-Panissié
Der Antrag von den Bürgern für Lübeck (BfL), der FDP sowie der CDU, die vom WEISSEN RING in Zusammenarbeit mit Studenten der Bauhaus-Universität Weimar konzipierte Wanderausstellung "Opfer", die seit 2004 bereits in zahlreichen deutschen Städten gezeigt worden ist, auch im Lübecker Rathaus zu zeigen, wurde von Rot-Rot-Grün in der letzten Bürgerschaft gnadenlos abgeschmettert. In der Ausstellung werden außergewöhnliche und provokante Plakate, Fotos und Anzeigen gegen häusliche Gewalt sowie sexuelle Misshandlungen von Kindern und Frauen mit dem Ziel gezeigt, die Öffentlichkeit für dieses Thema zu sensibilisieren, das zu lange tabuisiert oder bagatellisiert wurde. Dies zu überwinden, den Blick offen zu halten für das Leid in der unmittelbaren Nachbarschaft, das war die schwere Aufgabenstellung. Die teils drastischen Darstellungen wollen wachrütteln und fordern den Mut zum Hinsehen, zu Zivilcourage und Hilfe. Wegsehen lässt die Betroffenen im Stich und stärkt die Täter. Neben der solidarischen Grundhaltung mit den Opfern dient sie insbesondere der Präventionsarbeit. Unsensibel allen guten Argumenten gegenüber und in künstlicher Aufgeregtheit, sich in verbalen Entgleisungen übertreffend, lehnte die rot-rot-grüne Mehrheit sogar ab, sich mit dem Thema im Fachausschuss zu beschäftigen. Sollte also beim Rot-Rot-Grünen Bündnis die Präventionsarbeit eine untergeordnete Rolle spielen? Unverständlich auch das Verhalten der Stadtpräsidentin, die laut Stadtzeitung vom 19.03.2009 bereits Unterstützung für die Ausstellung in Lübeck zugesagt hatte und sich nun als vehemente Kritikerin zeigt! V.i.S.d.P.: Dr. R. Mildner -
Teer muss her - doch wer zahlt?
Autorin: Dr. Hildegund Stamm
Als dreist und ungerecht empfinden die Bürger die jüngste Idee des Lübecker Bürgermeisters, die Frostaufbrüche und Straßenschäden in unserem Wegenetz von den Anrainern bezahlen zu lassen. Leiden sie als Anwohner doch am meisten darunter, dass vor ihren Wohnungen LKW und PKW tags und nachts durch Löcher rumpeln, so sollen Sie auch noch für die anderen die Zeche zahlen. So geht es nun wirklich nicht: Der Unterhalt der Wege und Straßen ist eindeutig eine kommunale Aufgabe. Dafür zahlen wir Steuern und können daher auch verlangen, dass hier die Mittel zielgerichtet eingesetzt werden und keine riesigen Sanierungsrückstände entstehen. Denn eines ist klar: Das Schlaglochdesaster ist eine Folge jahrelanger Schlamperei und Ignoranz gegenüber der Notwendigkeit, Straßen zu pflegen und beizeiten zu erneuern. Wir können daher allen eventuell Betroffenen empfehlen, gegen diese Willkür zu klagen. Die Aussicht auf Erfolg ist gut. Im Gegensatz zu dem geplanten Lübecker Raubgriff in die Taschen der Anwohner erscheint uns die Idee der thüringischen Gemeinde Niederzimmern pfiffig: Hier soll jeder nach dem Motto "Teer muss her" als Asphaltsponsor auftreten können und für 50 Euro eine Schlaglochfüllung spenden. Dafür erhält man auf Wunsch eine Namensplakette auf dem Asphalt. Wäre das die Lösung? In Lübeck gibt es Stifterplaketten an allen Ecken und Enden, denn zahlreiche wichtige Aufgaben werden schon von Sponsoren und Stiftungen bezahlt. Ihnen auch noch den Straßenunterhalt - eine geradezu klassische Pflichtaufgabe der Kommune _ aufzubürden, wäre allerdings maßlos. Aber so weit sind wir schon! V.i.S.d.P.: Dr. H. Stamm "




