Ausgabe 027 vom 02. Juni 1998
-
Der Computer ist ein Werkzeug
Auftakt des Projekts "PC für Lübecker Grundschulen" an der Dom-Schule
Vier Personalcomputer (PC), Textverarbeitungsprogramme und Lernsoftware für Mathematik und Deutsch übergaben die Wirtschaftsjunioren am vergangenen Freitag der Dom-Schule. Dies war der Startschuß für das gemeinsame Projekt von Wirtschaftsjunioren und Lehrkräften unter dem Motto "PC für die Lübecker Grundschulen". Damit alle Kinder der Dom-Schule die neuen Computer benutzen können, sollen sie in den offenen Unterricht eingebunden werden. -
Auto oft, Bahn kaum
Mehr Frauen als Männer per pedes unterwegs
15,2 Prozent ihrer Wege legen Lübecks männliche Bürger zu Fuß zurück. Wesentlich häufiger sind Frauen per pedes unterwegs (23,5 Prozent). Dies hat eine Haushaltsbefragung ergeben, die die Stadtwerke Lübeck in Auftrag gegeben haben. Insgesamt wurden 2150 Lübecker Bürgerinnen und Bürger ab zehn Jahren befragt. -
Botschafter zu Gast im Rathaus
Der kolumbianische Botschafter Jorge Bendeck wurde am Donnerstag im Rathaus empfangen. Nach einer kurzen, historischen und mehrsprachigen Führung durch Audienz- und Hörsaal trug sich der Botschafter ins Goldene Buch der Stadt ein. Anlaß für den Besuch aus Südamerika war der dritte Markt der Völker, den Bendeck nach dem Rathaus-Empfang eröffnete. -
Internationale Teilnehmer bei Pfingsttagung
Noch bis Donnerstag, 4. Juni, findet in Lübeck die internationale Tagung des Hansischen Geschichtsvereins und des Vereins für niederdeutsche Sprachforschung statt. Etwa 600 Niederdeutsch- und Hanse-Forscher aus Europa und Übersee diskutieren seit Montag die neuesten Forschungsergebnisse. Dabei stehen Themen wie die "Verfasserfrage des Reynke de Vos" oder ein Kolloquium zu den niederdeutschen Großlandschaftswörterbüchern ebenso auf dem Programm wie die Geschichte der Hanse und des Ostseeraumes. Das 700jährige Jubiläum des Archivs und die 500jährige Überlieferung des "Reynke de Vos" gaben den Ausschlag für den Tagungsort Lübeck. -
Editorial
"Überholen Sie ruhig - wir schneiden Sie raus. Ihre Feuerwehr", lesen wir auf einem Fahrzeug mit Hamburger Kennzeichen. Donnerwetter - diese Art von Schockwerbung war bisher einem bekannten Modekonzern vorbehalten. Ist das der Zeitgeist? -
Sie gehören bald zum alten Eisen
Mitarbeiter des Bereichs Verkehr entsorgen verrottende Drahtesel
Das rostige Rad mit der Acht im Reifen ist an einem Geländer am Kohlmarkt festgekettet. Helmut Reppert assistiert, indem er das bunte Ringschloß gegen das Metallgeländer preßt. Sein Kollege Wolfgang Rackow nimmt Hammer und Meißel zur Hand. Ein kräftiger Schlag, das Schloß ist entzwei und das Rad befreit. "Was soll der Schrotthaufen hier ewig herumliegen", sagt Reppert, schnappt das Rad und trägt es zum Lastwagen der Stadtverwaltung. Darauf haben die beiden Mitarbeiter des Bereichs Verkehr schon mehr als zwei Dutzend ramponierte Drahtesel geladen. -
Surfen nach Lust und Laune
Projekt "Zukunft unterwegs" machte für zwei Tage Station in Lübeck
-
Personalratsstreit auf Kosten der Mitarbeiter
Die Wahl des Gesamtpersonalrates der Hansestadt Lübeck am 24. März beschäftigt jetzt die Juristen. Die "Freie Liste" hat das Verwaltungsgericht angerufen. Nach ihrer Ansicht habe es "Unkorrektheiten" bei der Wahl gegeben. In einer Informationsveranstaltung vergangene Woche wollte die "Freie Liste" alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung über den Ablauf der Wahl unterrichten. Auch Vertreter der ÖTV-Liste wollten sich informieren. Ihnen wurde jedoch der Zutritt zu der Veranstaltung verweigert. "Wir wurden übel beschimpft und uns wurde Hausverbot erteilt. Sind wir denn keine städtischen Bediensteten?", fragt sich ÖTV-Vertreter Ludwig Klemm. "Sind Personalräte gewählt, um sich zu bekämpfen, oder um sich für die Belange der Kolleginnen und Kollegen einzusetzen?" Wenn es Unregelmäßigkeiten bei der Wahl gegeben haben sollte, wolle selbstverständlich auch die ÖTV diese aufklären, so Klemm. Die ÖTV-Liste hatte bei der Gesamtpersonalratswahl sieben der insgesamt 13 Sitze errungen und verfügt damit über die Mehrheit in diesem Gremium. -
Gesamtschule sucht noch Sponsoren
Die Gesamtschule Buntekuh veranstaltet am Donnerstag, 4. Juni, einen "Sponsoring Walk" zugunsten einer Schule in Mosambik (Afrika). Es werden noch Sponsoren gesucht, die für jeden gelaufenen Kilometer einen bestimmten Betrag bezahlen ( Telefon 87 15 13 10). Auch Bürgermeister Michael Bouteiller läuft für den guten Zweck. -
Sprechstunden in den Sozialberatungsstellen
Die Sozialberatungsstellen der Bereiche Jugendhilfe/Jugendamt und die Erwachsenenhilfe bieten jeden Donnerstag von 14 bis 17 Uhr Sprechstunden für Hilfesuchende an. Die Beratungsstellen befinden sich in der Kleinen Burgstraße 22, Kronsforder Allee 2 bis 6, Haus "Trave", Korvettenstraße 77, Fackenburger Allee 29, Adolf-Ehrtmann-Straße 3, Kirchplatz 7b und Moislinger Berg 1. Die Beratung richtet sich an Ratsuchende, die Unterstützung und Hilfe in persönlichen Angelegenheiten möchten. Anträge für Sozialhilfe werden nicht entgegengenommen. -
LÜBECK STATISTISCH
Nach der Kommunalwahl am 22. März 1998 ist die neugewählte Bürgerschaft bereits zweimal zusammengekommen. Während es auf der konstituierenden Sitzung am 23. April im wesentlichen um die Besetzung der Ausschüsse ging, stand am vergangenen Donnerstag schon wieder das politische Tagesgeschäft auf der Tagesordnung (Seite 9). Zehn Frauen und 13 Männer entsendet die SPD in die neue Bürgerschaft, die CDU sieben Frauen und 15 Männer, bei Bündnis 90/Die Grünen sind es zwei Frauen und zwei Männer. Damit hat sich der weibliche Anteil in der Bürgerschaft erneut erhöht: Zu Beginn der Wahleriode 1990 bis 1994 waren nur 14 Frauen vertreten, zu Beginn der Wahlperiode 1994 bis 1998 dann15 Frauen. Das Durchschnittsalter beträgt bei der SPD 51,2 Jahre, bei der CDU 49,5 und bei Bündnis 90/Die Grünen 46,8 Jahre. Der Gesamtdurchscnnitt beträgt demnach 49,2 Jahre. Er liegt damit geringfügig höher als zu Beginn der Wahlperiode 1994 bis 1998: Hier betrug das Durchschnittsalter 48,9 Jahre. -
Viele Begegnungen bauen Vorurteile ab
Die Rezeption der Jugendherberge am Gertrudenkirchhof habe den "Charme eines veralteten Fahrkartenschalters" gehabt. Sie habe in keiner Weise mehr den "heutigen berechtigten Anforderungen" entsprochen, sagte Angela Braasch-Eggert, Vorsitzende des DJH-Landesverbandes Nordmark, auf der Einweihungsfeier des sanierten Gebäudes vergangene Woche. -
KORREKTUR
Die Löschübung anläßlich des Feuerwehrjubiläums (SZ vom 26. Mai) findet nicht, wie berichtet, auf dem "Marktplatz" statt, sondern auf dem Markt. Auf diesen - für Lübecker wichtigen - Unterschied hat uns eine aufmerksame Leserin hingewiesen. -
Auf den Spuren von Mutter Natur
Naturfreunde informieren sich im Lauerholz über das international beachtete Lübecker Waldkonzept
Umgekippte Bäume liegen kreuz und quer übereinander. Büsche und Kräuter wuchern, junge Bäume kämpfen sich zum Licht. Ein wildes Durcheinander, ein verwunschenes Stück Wald. Jeder Förster der konservativen Schule würde hier die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Die rund 60 Naturfreunde allerdings, die an diesem Sonnabendvormittag an einer Exkursion durch das Lauerholz im Norden Lübecks teilnehmen, sind begeistert. Die Exkursionsteilnehmer wollen das seit 1994 praktizierte und mit vielen Auszeichnungen honorierte naturnahe Waldkonzept an Ort und Stelle kennenlernen. Rund 1000 Bürger nutzen jedes Jahr das Angebot von Führungen, Schulklassen nicht mitgerechnet. -
Am Anfang war der gute Wille
Die Abkehr von der konservativen Forstwirtschaft begann 1986
Weitläufige Monokulturen, Bäume maschinengerecht in Reih und Glied ausgerichtet, kein Unkraut und kein Totholz stört. Gift sprühen gegen jede Krankheit und gegen jedes unnütze Kraut. Borkenkäfer plagen die Forstwirte, die wieder Gift einsetzten. Dieses Szenario gehört in Lübeck der Vergangenheit an. Die Umkehr von der konservativen Forstwirtschaft in Lübeck begann 1986, als Dr. Lutz Fähser seinen neuen Job als Amtsleiter der Stadtforsten antrat. -
Stichwort
Der Lübecker Stadtwald umfaßt rund 4500 Hektar. Er reicht von Ahrensbök im Norden bis zur 70 Kilometer entfernten Hamburger Autobahn im Süden. Seine Ost-West-Ausdehnung, von Westerau bis Priwall, ist 45 Kilometer lang. Der Wald ist zersplittert in 25 Teilflächen und besteht vorrangig aus Mischwald: zu 70 Prozent aus Laubbäumen und zu 30 Prozent aus Nadelbäumen. 473 Hektar Wald bleiben zur Beobachtung als sogenannte Referenzflächen unberührt. Jedes Jahr werden 17 000 Kubikmeter Holz gefällt und vermarktet. -
IM GESPRÄCH
Wie kamen Sie auf die Idee, in der Forstwirtschaft alles anders zu machen?
Ich war als Entwicklungshelfer in 17 Ländern dieser Welt. An diese Länder werden hohe ökologische Ansprüche gestellt. Es dürfen keine Plantagen und keine Monokulturen angelegt und kein Gift ausgebracht werden. Paradox ist, daß in Deutschland diese strengen Maßstäbe nicht gelten. Und Deutschland hat die Erklärungen des Umweltgipfels in Rio 1992 unterschrieben, doch nicht gehandelt. Ich wollte ökologische Prinzipien wenigstens regional umsetzen. -
Geist-Reich
Geschichte zum Kauen
Wodurch werden wir täglich daran erinnert, daß uns die Amerikaner zusammen mit den drei anderen Alliierten vom Faschismus befreit haben? -
Ausstellungen
"Leben und Arbeit in Herrenwyk",Geschichtswerkstatt Herrenwyk -
Mittwoch, 3. Juni
Theater -
Donnerstag, 4. Juni
Musik -
Freitag, 5. Juni
Theater -
Sonnabend, 6. Juni
Theater -
Sonntag, 7. Juni
Theater -
Montag, 8. Juni
Musik -
Dienstag, 9. Juni
Musik -
Blei veränderte die Welt
Entwicklung der Druckereiarbeit in der Geschichtswerkstatt Herrenwyk
Mehr als das Blei in den Kanonen hat das Blei in den Setzkästen der Drucker die Welt verändert. Dieses Wissen von geschichtlichen Zusammenhängen droht im Zeitalter des Computers verlorenzugehen. Schließlich bestimmte die Drucker-Zunft ein halbes Jahrtausend lang die Kommunikation der Menschen - und es "wäre ein Frevel, das heute zu verdrängen": Das weiß Horst Gass-mann aus eigener Erfahrung, die er nun in eine Sonderausstellung "Zur Gesc hichte der Druckereiarbeit" in der Geschichtswerkstatt Herrenwyk einbringt. -
Eine gute Mischung
SHMF: Viele Konzerte in der MuK
Das Schleswig-Holstein Musik Festi-val (SHMF) kündigt sich mit Macht an: Lübeck hat 15 Abende und dabei allein zehn Orchesterkonzerte in der MuK zu bieten. Der größte Konzertsaal des Landes ist wieder Schauplatz des Eröffnungs- (10./11. Juli) sowie des Abschlußkonzerts (29./30. August). Beide Male spielt das NDR-Sinfonieorchester - eingangs die 5. Sinfonie von Bruckner unter Günter Wand, zum Finale dann Mahlers 2. Sinfonie unter dem designierten NDR- und Festival-Chef Christoph Eschenbach. -
Jetzt Abonnement für das Theater buchen
Noch bis Freitag, 3. Juli, haben Neu-Abonnenten des Theater Lübeck die Möglichkeit, sich das für sie in Frage kommende Abonnement und den entsprechenden festen Sitzplatz im Abonnementbüro, Beckergrube 10 bis 14 (Eingang Großes Haus), auszusuchen. Telefonisch können keine Einzeichungswünsche entgegengenommen werden. Das Theater Lübeck weist in einer Pressemitteilung darauf hin, daß Theaterbesucher nur mit einem Abonnement die Gewißheit haben, alle gewünschten Aufführungen auch wirklich sehen zu können. Zudem könne man mit einem Abonnement langfristig planen und Wartezeiten an der Theaterkasse vermeiden. Inzwischen ist auch die Spielplanvorschau 1998/99 an allen Vorverkaufsstellen und in vielen weiteren Geschäften Lübecks erhältlich. -
25 Jahre "neue" Musikhochschule
Die einzige Musikhochschule des Landes Schleswig-Holstein ist in Lübeck angesiedelt und wurde bereits vor 65 Jahren als Staatskonservatorium und Musikhochschule gegründet. Nach dem Krieg allerdings geschah ein Neuaufbau unter nun anderen Bezeichnungen, die dann in der Staatlichen Fachhochschule für Musik mündeten. Am 1. Juli 1973 endlich erhielt sie wieder den Hochschul-Status - und aus Anlaß dieses 25jährigen Jubiläums gibt es am kommenden Freitag, 5. Juni, 17 Uhr, in der Musikhochschule eine kleine Feierstunde. -
Bühnentechniker tagten in der MuK
Michael Rütz, der technische Direktor des Theaters Lübeck, begrüßte sehr die 49. Bühnentechnische Tagung (BTT), die letzte Woche drei Tage lang in der MuK stattfand: "Als Mitveranstalter freuen wir uns, daß diese Spezialmesse von großer überregionaler Bedeutung erstmals in die Hansestadt kam." -
Schätze sind zurück
Stadtbibliothek holt Armenien-Bände heim
In illustrem Kreise in der Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietz-ky in Hamburg waren am Donnerstag vergangener Woche auch Kultursenator Ulrich Meyenborg und Bibliotheksdirektor Dr. Jörg Fligge, um die "Heimkehrer" aus Eriwan in Empfang zu nehmen: -
Filmtip
The Last of the High Kings
Der Film erzählt die letzte problemlose Zeit, bevor der Ernst des Lebens beginnt: das Warten auf das Abschlußzeugnis. -
Theaterporträts
Vielfalt der Rollen
Der Schauspieler Sven Simon -
Ein großes Stück vorwärts
Stadt saniert und baut in diesem Jahr für 2,8 Millionen Mark Radwege
"Die 2,8 Millionen werden uns ein ziemliches Stück nach vorne bringen", erklärt Senator Dr. Volker Zahn. Mehr als das Dreifache als 1997 sind in diesem Jahr für die Sanierung und den Neubau von Radwegen eingeplant. "Die Bürgerschaft hat offensichtlich die Notwendigkeit zur Förderung umweltfreundlicher Verkehrsmittel erkannt", meinte Zahn anläßlich einer Ortsbesichtigung vergangene Woche. Schwerpunkte für 1998 sind die Sanierung der Schwartauer Landstraße, der Travemünder Allee zwischen Gustav-Radbruch-Platz und Sandberg und der Lachswehrallee. An insgesamt 30 Stellen wird in diesem Jahr das Radwegenetz ausgebaut oder saniert. -
Briefe an die Stadtzeitungs-Redaktion
Die Lübecker Stadtzeitung freut sich über jede Zuschrift. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe unter Wahrung des Sinns zu kürzen. Der Anspruch auf Abdruck besteht nicht. -
Eschenburgstraße wird zur Allerweltsstraße
Zum Leserbrief "Von geschichtlicher Bedeutung". SZ vom 19. Mai -
Lübeck ist auf dem Abstellgleis gelandet
Zu "Sommerfahrplan bringt Veränderungen". SZ vom 12. Mai -
OMBUDSMANN
Gerhard Burmester, 60, ist Leiter der Kanzlei des Bürgermeisters. Er arbeitet seit über 40 Jahren in der Verwaltung der Hansestadt Lübeck und hat dabei alle Ämter kennengelernt. An dieser Stelle beantwortet er für die Lübecker Stadtzeitung die Anfragen, Eingaben und Beschwerden der Bürgerinnen und Bürger. -
Verpackungssteuer: Was passiert jetzt?
Bürger haben bei mir nachgefragt, wie sich die Hansestadt Lübeck nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Verpackungssteuer verhalten wird. Nach einer Information unseres zuständigen Bereichs wird man zunächst die Begründung zu dem Urteil abwarten und dann gegenüber den einzelnen Steuerpflichtigen von sich aus tätig werden. -
Ärger über Kundentelefon der Stadtwerke
Bei mir gingen eine Reihe von Beschwerden ein über die mangelnde Erreichbarkeit des Kundentelefons der Stadtwerke ein. Die Stadtwerke haben mich informiert, daß 60 Telefonleitungen mit mehr als 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für Auskünfte zur Verfügung stehen. Im Zusammenhang mit der geänderten Jahresverbrauchsabrechnung gab es Spitzenbelastungen von zeitweilig mehr als 5 000 Anrufen, die in der Hauptsache zwischen acht und zehn Uhr morgens und zwischen 12 und14 Uhr nachmittags aufliefen. Bei einer durchschnittlichen Gesprächsdauer von etwa fünf Minuten, die mindestens notwendig ist, um eine vernünftige Auskunft zu erteilen, kann sich jede Bürgerin und jeder Bürger ausrechnen, wie schnell ein Anrufer durchkommt. -
Papierkörbe auf der Strandpromenade
Mich haben drei Hinweise zum selben Thema erreicht: Auf der Strandpromenade im Stadtteil Travemünde sollten die offenen Papierkörbe ausgetauscht werden gegen Behälter mit getrennter Abfallsammlung. Ich habe jede Anfrage individuell beantwortet, möchte jedoch auf diesem Wege mitteilen, daß unser Eigenbetrieb, die Lübeck und Travemünde Tourismus-Zentrale (LTZ), die Angelegenheit schon seit längerer Zeit im Auge hat. Wegen der nicht geringen Kosten einer solchen Umstellung mußte diese immer wieder verschoben werden. Zur Zeit wird geprüft, ob die erforderlichen Mittel über den Nachtragswirtschaftsplan 1998 bereitgestellt werden können. -
Ostseestädte verstärken Lobbytätigkeit
Union of the Baltic Cities (UBC) wächst weiter - Bereits 80 Mitgliedsstädte in zehn Ländern
Die Vereinigung der Ostseestädte (Union of the Baltic Cities = UBC) wächst und wächst. Dem 1991 in Gdansk/Danzig gegründeten Bund gehören derzeit 80 Städte aus zehn Ländern rund um die Ostsee an. Der von Danzig aus organisierte Verband, diskutierte jetzt in Szczecin/Stettin den Stand der dynamischen Eigenentwicklung und den daraus erwachsenen Anforderungen an den Kommunikationsfluß zwischen den Mitgliedern. -
Stichwort
Die UBC-Mitgliedsstädte: -
Kurz notiert
Das Gesundheitsamt bleibt am Dienstag, 9. Juni, geschlossen. Im Notfall ist der amtsärztliche Rufbereitschaftsdienst unter der Rufnummer 131 22 22 erreichbar. -
Wasser mehr, Strom weniger
Notwendige Preiskorrekturen - Die neuen Tarife gelten ab 1. Juli
Mit Wirkung vom 1. Juli 1998 ändern sich die Preise für Wasser und Strom. Das hat die Bürgerschaft am vergangenen Donnerstag beschlossen. Der Wasserpreis für die abgenommene Wassermenge, der zuletzt 1994 geändert wurde, erhöht sich von (netto) 2,32 Mark pro Kubikmeter auf 2,52 Mark (plus 20 Pfennig). Gleichzeitig werden die Allgemeinen Stromtarife reduziert. Die Verrechnungspreise je Abrechnungsjahr sinken ab 1. Juli bei Drehstrom-Eintarifzähler um zwölf Mark auf 36 Mark, bei Zweitarifzählern um zwölf Mark auf 42 Mark (jeweils Nettoangaben). Ab 1. Januar 1999 sinken diese Preise erneut um jeweils sechs Mark. Außerdem werden zu diesem Zeitpunkt die Arbeitspreise aller Bedarfsarten um 0,5 Pfennig reduziert. Alle anderen Tarife der Allgemeinen Stromtarife der Stadtwerke bleiben unverändert. -
Die Vorsitzenden der Bürgerschaftsfraktionen
Die Fraktionsvorstände der in der Bürgerschaft vertretenen Parteien setzen sich wie folgt zusammen: Der SPD-Vorsitzende heißt Dietrich Szameit, seine StellvertreterInnen sind Gabriele Hiller-Ohm und Peter Reinhardt. Der CDU-Vorsitzende heißt Klaus Puschaddel, seine StellvertreterInnen sind Roswitha Kaske und Klaus Petersen. Die Vorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen heißt Antje Jansen, ihre Stellvertreterin ist Susanne Hilbrecht. -
Zukunft des Marktes weiter ungewiß
Ein Streitpunkt in der Bürgerschaftssitzung war die Neugestaltung des Marktes. Hermann Junghans (CDU) bemängelte, daß Stadthaus- und Postgrundstück noch immer ungenutzt seien. Er warf Senator Dr. Volker Zahn (SPD) vor, Investitionen zu behindern durch "schlechte Rahmenbedingungen". Der Senator erwiderte, daß es sich bei den Objekten um Privatbesitz handele; die Stadt könne daher nicht aktiv werden. Gleichwohl würden Verhandlungen geführt mit dem Ziel, eine Änderung des jetzigen Zustandes herbeizuführen. -
Sitzverteilung
Die Bürgerschaft, das Parlament, oder genauer die Ratsversammlung der Hansestadt Lübeck, hat 49 Mitglieder. Die stärkste Fraktion ist die SPD mit 23 Sitzen (= Stimmen), gefolgt von CDU (22) und Bündnis90/Die Grünen (4). -
Stenogramm
Auszüge aus der Bürgerschaftssitzung vom 28. Mai. Ab 15. Juni kann die Niederschrift im Rathaus, Zimmer 7, eingesehen werden. -
Die SPD ist für eine dauerhafte naturnahe Waldnutzung
Die SPD-Fraktion hat zur jüngsten Bürgerschaftssitzung folgenden Antrag eingebracht:
Der Bürgermeister wird gebeten, die Voraussetzungen zur Einrichtung einer Stiftung zur Sicherung und Weiterentwicklung des Konzeptes der "Naturnahen Waldnutzung" im Stadtwald Lübeck zu prüfen und der Bürgerschaft einen entsprechenden Beschlußvorschlag entgegenzubringen, wenn die Prüfung die Einrichtung einer Stiftung empfiehlt. -
Was heißt hier überhaupt "regierungsfähig"?
Von Siegfried Schröder
Es scheint wieder Mode geworden zu sein, den Grünen Regierungsfähigkeit abzusprechen, allerorten die alte Litanei: Wer nicht fest zum Militär als unverzichtbarem Mittel der Politik und zur Nato als warmem Nest für möglichst viele Staaten in Europa steht, der begibt sich auf das Feld der Politikunfähigkeit - so jedenfalls das Urteil der großen Schlaumeier in Redaktionsstuben und Parteiverlautbarungszentralen. -
Ausschreibung Nr. 142
a) Der Bürgermeister der Hansestadt Lübeck




