Ausgabe 028 vom 09. Juni 1998
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LHG: Kein Grund für Pessimismus
Zwei neue Passagierfähren sollen den "Finnjet"-Verlust ausgleichen
Am vergangenen Freitag hat die "Finnjet"-Saison 1998 begonnen. Wenige Minuten nach 15 Uhr machte die älteste Großfähre der Ostsee an ihrem angestammten Platz fest. Doch ein Hauch von Wehmut lag über der Szenerie, denn mit dem Ende der Saison am 15. September kehrt die 31 Knoten schnelle Fähre Travemünde endgültig den Rücken. Ab Juni 1999 wird sie zwischen Rostock und der finnischen Hauptstadt Helsinki verkehren. Mit dem Imageverlust für das Ostseeheilbad sinken auch die Passagierzahlen. Experten schätzen, daß durch den ganzjährigen Wegfall der "Finnjet" zwischen 100 000 und 130 000 Passagiere weniger zu verzeichnen sein werden. Ein schwerer (Rück-)Schlag für die Region? -
Weniger Müll
Stadtwerke legen Umweltbericht 1997 vor
Im Bereich Gewerbeabfall konnte die Restmüllmenge im Jahr 1997 erneut gesenkt und somit der Verwertungsgrad nochmals erhöht werden. Dies geht aus dem Umwelt- und Energiesparbericht hervor, der am vergangenen Dienstag im Stadtwerkeausschuß vorgestelllt wurde. -
Königin eröffnet 18. Hansetag
Am Donnerstag, 11. Juni, 14 Uhr, ist es soweit: Schwedens Königin Silvia und ,,Vormann'' Michael Bouteiller eröffnen unter freiem Himmel in Visby den 18. Hansetag der Neuzeit. Die Großveranstaltung, an der über 2000 Gäste aus 105 Städten und 11 Ländern teilnehmen werden, dauert bis Sonntag, 14. Juni. Auf dem Arbeitsprogramm stehen Ausschußsitzungen, Seminare, Arbeitsgruppen und die Versammlung der Delegierten. -
"Frauen wollen eine andere Politik"
Am Mittwoch, 17. Juni, 19.30 Uhr, findet in der "Neuen Rösterei" in der Wahmstraße eine öffentliche Veranstaltung statt zum Thema "Frauen wollen eine andere Politik". Die Erklärung mit diesem Titel wurde Anfang März im Bonner Haus der Geschichte verfaßt und wurde von mehr als 200 prominenten Frauen aus Politik, Gewerkschaft und Kunst unterzeichnet. In acht Punkten wird beschrieben, wie eine demokratische Gesellschaft emanzipierter BürgerInnen gestaltet werden soll. Die Koordinatorin, Gisela Pettersson aus Hamburg, stellt auf Einladung der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) in der Rösterei die Punkte vor. -
Editorial
Verwaltung, hören wir gelegentlich, sei eine ausschließlich ernste Angelegenheit, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hätten keinen Humor - und überhaupt ginge es in den städtischen Amts-, das heißt Bereichs-Stuben wenig menschlich zu. Vor allem die Beschäftigten, die bereits seit vielen Jahren ihren Dienst gewissenhaft versehen, kennen derlei Vorurteile zur Genüge. An manche hat man sich mittlerweile gewöhnt, andere tun immer wieder weh. Pauschalurteile sind eben billig, bequem - und fern der Wirklichkeit. -
Spatenstich ohne Zwischenfälle
Bauarbeiten für Teilstück der Ostseeautobahn A 20 haben begonnen
Die Bauarbeiten für das erste Teilstück der Ostseeautobahn A 20 in Schleswig-Holstein haben am Sonnabend begonnen. In Hamberge südlich von Lübeck nahmen Ministerpräsidentin Heide Simonis (SPD), Landesverkehrsminister Peer Steinbrück (SPD) sowie Bundesverkehrsminister Matthias Wiss- mann (CDU) je einen Spaten in die Hand und rammten diese in den Boden. Ausgewählte Gäste beklatschten diese Aktion, während Gegner des Autobahnbaus von einem großen Polizeiaufgebot auf Distanz gehalten wurden. Zu Zwischenfällen mit den Autobahngegnern kam es laut Polizeiangaben nicht. -
Drei Pultdächer sind sichtbar
Baubeginn der 8,3-Millionen-Sporthalle im Burgfeld im nächsten Jahr
Nachdem in den vergangenen Jahren immer wieder der Versuch unternommen wurde, den Bau einer neuen Sporthalle im Burgfeld voranzutreiben, wird es nun ernst. Für dieses Jahr sind dafür zunächst 500 000 Mark im Haushalt vorgesehen, für die kommenden drei Jahre 7,82 Millionen. Derzeit laufen die Planungsgespräche zwischen Schulen, Verwaltung, Turn- und Sportbund (TSB). Im April 1999 soll mit dem etwa 18 Monate währenden Bau begonnen werden. -
Kurz notiert
Die Entsorgungsbetriebe Lübeck in der Malmöstraße 22 sowie am Mühlendamm 10 bis 12 sind am Mittwoch, 10. Juni, aus innerbetrieblichen Gründen nur eingeschränkt für den Publikumsverkehr erreichbar. -
Wer vermißt einen Rollstuhl?
Unter den Fundsachen, die im Laufe des Monats Mai beim städtischen Fundbüro abgegeben wurden, befinden sich Rollstühle, Boote, Fahrräder, ein Mofa, ein Radio, ein Fotoapparat und Handys. Außerdem warten Geldbörsen, Schmuck- und Bekleidungsstücke, Uhren, Rucksäcke, Taschen, Brillen und Brillenetuis, Regenschirme und Spielzeug auf die rechtmäßigen Besitzer. Die Verlierer werden gebeten, sich beim Fundbüro der Meldestelle in der Dr.-Julius-Leber-Straße 46 bis 48, Zimmer 109, zu melden. -
Mit Musik und Sport durch Berufe-Irrgarten
Auf dem Marktplatz, in der Marienkirche, auf der Breiten Straße und auf dem Schrangen stieg am Sonnabend das zweite Jugendfest des Lübecker Jugendrings "towerpower". -
LÜBECK STATISTISCH
Den Vorwurf, immer in die erste Hälfte der Sommerferien die meisten Ferienpaßangebote zu legen, hat das elfköpfige Team, das den Ferienpaß 1998 erstellt hat, zwar nicht widerlegt, aber doch entschärft. Im Jugendhilfeausschuß legten sie vergangene Woche Zahlen vor: 27 Prozent aller Angebote liegen in den ersten beiden Ferienpaßwochen vom 9. bis 19. Juli (elf Tage). Auf die Tage zwischen 20. Juli und 2. August (14 Tage) entfallen 32 Prozent der Angebote, und in die letzten Ferienpaßwochen vom 3. bis 19. August (17 Tage) sind immerhin noch rund 26 Prozent gelegt worden. Weitere neun Prozent der Angebote laufen über die gesamten Sommerferien, sechs Prozent sind Herbstferienveranstaltungen, die bereits in die 22 500 Ferienpaß-Exemplare aufgenommen worden sind. Diese werden derzeit in den Schulen verteilt. Der Ferienpaß umfaßt in diesem Jahr 144 Seiten. -
Neues Restaurant eingeweiht
"Welcome" heißt das neue Flughafenrestaurant in Blankensee, das nun Reisenden die Zeit auf angenehme Weise verkürzen, aber auch Lübeckern als Ausflugsziel dienen soll. Mit einem "welcome", zu deutsch "willkommen", begrüßte der Geschäftsführer der Flughafen Lübeck GmbH, Dr. Peter Steppe am Mittwoch die Gäste, die zur Einweihung des rund-um sanierten und modernisierten Restaurants gekommen waren. Dort ist Platz für etwa 100 Menschen, und für 40 bis 50 weitere auf der Terrasse. Steppe erklärte, er setze große Erwartungen in das Restaurant. -
KORREKTUR
In der Union der Ostseestädte (UBC) wirken 23 schwedische Städte mit. Der Druckfehlerteufel unterschlug einen wichtigen Namen: Nyköping, südlich von Stockholm gelegen. Förlåt! -
Auf dem beschwerlichen Weg zur Umkehr
26 Haushalte nehmen an der Agenda 21-Aktion teil - Gesünder, umweltbewußter und kostengünstiger leben
"Unsere Kinder sollen es einmal besser haben als ich! Wie oft wurde oder ist dieser Vorsatz Antrieb für viele Überstunden, die Eltern machen, um zu mehr Wohlstand, das heißt mehr privatem Besitz, zu gelangen. Doch wie oft reicht nun die Zeit nicht, um die Dinge zu genießen, die man sich jetzt leisten kann." Der "Grüne Faden", den die Teilnehmer der Aktion "Agenda 21: Schleswig-Holsteiner Haushalte machen mit", während der Auftaktveranstaltung vor wenigen Tagen in Kiel erhalten haben, spricht eine deutliche Sprache. Anders scheint es wohl nicht zu gehen, wenn man Menschen zur Umkehr, zum Umdenken bewegen will. 26 Haushalte in Lübeck und weitere Teilnehmer aus den Städten Kiel, Eutin und Elmshorn, aus dem Kreis Plön sowie den Inseln Föhr und Fehmarn wollen in den nächsten sechs Monaten diesen Schritt wagen. -
Umfangreiches Begleitprogramm
Bürgerinnen und Bürger sollen zum Mitmachen angeregt werden
Das Info-Zentrum "Eine Welt" Lübeck in der Fleischhauerstraße und das Bündnis Entwicklungspolitischer Initiativen (B.E.I.) unterstützen die Agenda 21 - Aktion "Schleswig-Holsteiner Haushalte machen mit!" durch ein breit gefächertes Begleitprogramm. -
IM GESPRÄCH
Die Leitidee der Agenda 21 ist die "nachhaltige Entwicklung". Was ist darunter zu verstehen? -
Ein Gleichnis
Als Kind, erzählt Koslowski, habe er einmal den Schlüssel zum elterlichen Haus verloren und sei dafür arg gescholten worden. Der Ersatzschlüssel, den er fortan für alle sichtbar an einem roten Bande um den Hals habe tragen müssen, sei später ironischerweise das einzige gewesen, was noch übrigblieb, als die Eltern im Kriege das Haus verloren. -
Ausstellungen
"Leben und Arbeit in Herrenwyk", Geschichtswerkstatt Herrenwyk -
Mittwoch, 10. Juni
Theater -
Donnerstag, 11. Juni
Theater -
Freitag, 12. Juni
Theater -
Sonnabend, 13. Juni
Theater -
Sonntag, 14. Juni
Theater -
Montag, 15. Juni
Musik -
Dienstag, 16. Juni
Theater -
Delikater "Reigen"
Schnitzler-Premiere in den Kammerspielen
Das Theater Lübeck wagt sich an etwas Delikates - an den "Reigen" von Arthur Schnitzler (1862-1931). Vor hundert Jahren schrieb der Wiener Autor sein Werk, doch erst 1920 wurden die zehn Dialoge in Berlin uraufgeführt - und wegen Obszönität umgehend verboten. Schnitzler zog nach einem Sensationsprozeß sein Werk zurück. Erst nach der Verfilmung durch Max Ophüls (1950) wurde der "Reigen" wieder bekannt und nach Ablauf der Sperrfrist (1982) auf der Bühne heimisch. -
Hanse-Standardwerk in Neuauflage
Rechtzeitig zum Beginn des Hansetags in Visby ist auch ein Standardwerk der Hanseforschung wieder zu haben. "Die Hanse - Lebenswirklichkeit und Mythos" heißt das 900 Seiten umfassende Werk, herausgegeben von Jörgen Bracker, Volker Henn und Rainer Postel. -
Vincon-Uraufführung
Die letzte Premiere dieser Saison bei der Niederdeutschen Bühne Lübeck ist die Komödie "De Haseldörp-Süsters" des früheren Lübecker Schauspielers Horst Vincon. Sie wird am Dienstag, 16. Juni, in den Kammerspielen uraufgeführt. Weitere Vorstellungen am 17., 22. und 23. Juni, jeweils um 20 Uhr. -
Orgelsommer beginnt
Der Lübecker Orgelsommer, wieder gemeinsam von Armin Schoof in St. Jakobi und Hartmut Rohmeyer im Dom veranstaltet, beginnt Freitag, 12. Juni, mit einem Schoof-Abend. Er endet am 25. September mit einem Rohmeyer-Konzert. Bis dahin gastieren jeden Freitag um 20 Uhr bekannte Organisten. -
Beliebter Beethoven
9. Sinfoniekonzert der Lübecker Philharmoniker
Die reinen Beethoven-Konzerte der Lübecker Philharmoniker in denzurückliegenden Jahren haben sich als große Erfolge erwiesen. -
Es war ein Mönch
Franziskaner Autor von "Reynke de Vos"
Der Autor des Lübecker "Reynke de Vos" war ein Franziskanermönch. Die Teilnehmer der Pfingsttagung des Hansischen Geschichtsvereins und des Vereins für niederdeutsche Sprachforschung (VNS) sind sich sicher. "Die sozialethische Ausrichtung spricht eindeutig dafür", sagte Professor Dr. Hubertus Menke zum Abschluß der Tagung vergangene Woche. Gemeinsam mit rund 200 Teilnehmern aus der ganzen Welt hat der Vorsitzende des VNS die Verfasserfrage anhand neuester Forschungsergebnisse ausgiebig diskutiert. -
Filmtip
Der amerikanische Freund
Der Thriller von Wim Wenders aus dem Jahr 1977 besticht durch seine Farbgestaltung und Lichtdramaturgie. -
Theaterporträts
Eigene Farben: Die Schauspielerin Anke Schüler
In dieser Rubrik stellen wir jede Woche ein Mitglied des Ensembles am Theater Lübeck vor. Heute: Die Schauspielerin Anke Schüler -
Große Verantwortung
Schiedsleute für zehnjährige Tätigkeit geehrt
"Es tut gut, wenn ich dazu beitragen kann, daß die Leute sich vertragen", findet Ernst Bachert. Der Kücknitzer übt inzwischen seit über zehn Jahren das Schiedsamt aus, ebenso wie Christa Gieseler und Karl-Heinz Lauenstein. Dafür überreichte ihnen der Präsident des Amtsgerichts, Dirk Stojan, am vergangenen Dienstag Urkunden, und vom Bereichsleiter Recht, Bernhard Volkmar, gab es zu diesem Anlaß ein kleines Präsent von der Stadt. -
Das Mittelalter lebt auf
Auftakt zur 825-Jahr-Feier des Doms mit einem Gaukelspektakel
Kein Wasser darf für Wein, keine Luft für Brot verkauft werden - "Marktvogt" Pastor Mathias Riemer wird zur Eröffnung des mittelalterlichen Gaukelspektakels die Marktregeln verlesen. Auch wenn die "Stadtwache" streng für die Einhaltung der Regeln sorgt, soll es im Domhof am letzten Juniwochenende hoch hergehen. Das Spektakel ist der Auftakt zu den Feierlichkeiten zum 825. Geburtstags des Doms. -
Dem Betrieb die Treue gehalten
Stadtpräsident ehrt langjährige Mitarbeiter aus heimischen Unternehmen
Mit einem Empfang im Audienzsaal des Lübecker Rathauses hat Stadtpräsident Peter Oertling am vergangenen Sonntag 59 Lübeckerinnen und Lübecker für ihre 40- und 50jährige ununterbrochene Tätigkeit in Lübecker Betrieben geehrt. -
Regenbogenzebra baut Ärger ab
Spende für Spielmobil aus Erlös des Kunsthandwerker-Weihnachtsmarktes
Der Verband "Frau und Kultur" übergab dem Verein "Spielmobil" am Freitag einen Scheck in Höhe von 37 000 Mark für die Anschaffung eines Fünf-Tonner-Lieferwagens. Mit diesem "Regenbogenzebra" sollen Kinder wieder kreatives Spielen lernen. Finanziert wurde die Spende aus dem Erlös des Heiligen-Geist-Hospital-Weihnachtsmarktes, den der Verband alljährlich organisiert."Die meisten Kinder können heutzutage nicht mehr rückwärts laufen", sagt Julia Borck, Spielpädagogin im Jugendzentrum Burgtor. "In den vier Bereichen Mobilität, Motorik, Wahrnehmung und Sozialverhalten werden die Defizite immer schlimmer", hat auch Grundschullehrer Eckhard Mawick beobachtet. -
Betreutes Wohnen: Beirat erstellt Broschüre
Der Seniorenbeirat der Hansestadt beabsichtigt, eine Broschüre zum Thema "Betreutes Wohnen in Lübeck" zu erstellen. -
Sprechstunden in den Sozialberatungsstellen
Die Sozialberatungsstellen der Bereiche Jugendhilfe/Jugendamt und die Erwachsenenhilfe bieten jeden Donnerstag von 14 bis 17 Uhr eine Sprechstunde für Hilfesuchende an. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Beratungsstellen befinden sich in der Kleinen Burgstraße 22, Kronsforder Allee 2 bis 6, Haus "Trave", Korvettenstraße 77, Fackenburger Allee 29, Adolf-Ehrtmann-Straße 3, Kirchplatz 7b und Moislinger Berg 1. Die Beratung richtet sich an Ratsuchende, die Unterstützung und Hilfe in persönlichen Angelegenheiten möchten. Anträge für Sozialhilfe werden nicht entgegengenommen. -
Naturnahes Toben und Basteln am Umwelttag
Sie schaufelten jede Menge Laub in Eimer, beguckten Käfer, zogen einander im Bollerwagen durch den Wald, spielten Tauziehen, sangen und werkelten. ",Hier darf ich laufen, hier darf ich toben' stand den Kindern förmlich auf die Stirn geschrieben, als wir hier ankamen", berichtet Margret Abel, Leiterin der Kindertagesstätte Brüder-Grimm-Ring 41 in Moisling. Die Kinder, die im August eingeschult werden, besuchten am Freitag, dem Weltumwelttag, den Waldkindergarten Lauerholz. -
Stadtpflege
Unter der Lübecker Telefonnummer 122 77 77 ist die zentrale Anlaufstelle für die Stadtpflegemaßnahmen in der Altstadt zu erreichen. Montag bis Freitag, von 6 bis 14.30 Uhr, antwortet Sachbearbeiter Matthias Kleinfeldt. Außerhalb dieser Zeit steht ein Anrufbeantworter zur Verfügung. -
Briefe an die Stadtzeitungs-Redaktion
Die Lübecker Stadtzeitung freut sich über jede Zuschrift. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe unter Wahrung des Sinns zu kürzen. Der Anspruch auf Abdruck besteht nicht. -
Fast täglich neue Schmierereien
Zu "Frühjahrsputz: Eine Aufgabe für die ganze Stadt". SZ vom 19. Mai (unter:SPD-Fraktion)
Als ich den Artikel las, habe ich mehrmals zustimmend genickt und ihm Recht gegeben. Aber bei einer Passage ging das Nicken in ungläubiges Kopfschütteln über. Daß das "wilde Sprühen" seit Freigabe der Stadthausfassade abgenommen hat, kann ja nur ein frommer Wunsch sein - oder läßt sich Herr Szameit mit geschlossenen Augen durch die Stadt führen? -
Nur blinder Haß auf die Polizei?
Zu "Jugendbündnis durfte sich nicht äußern". SZ vom 12. Mai (unter:Leserbriefe)
Wenn Herr Hurlin die Nichtberücksichtigung von Rednern des Jugendbündnisses bei der DGB-Mai-Veranstaltung auf dem Marktplatz in Lübeck beklagt, bedenkt er nicht, daß der DGB sich nach Abstimmung mit allen Einzelgewerkschaften auf eine Rednerliste mit örtlichen Gewerkschaftsvorsitzenden festgelegt hat. -
Stadtwerke: Mehr als nur eine Panne
Zu "Pannen bei der Umstellung". SZ vom 26. Mai
Mich wundert es sehr, daß die Öffentlichkeit erst jetzt über Pannen bei den Stadtwerken informiert wird. Wobei das Wort Pannen die ganze Angelegenheit aus meiner Sicht sehr verharmlosend umschreibt. Letztendlich ist die Geltendmachung der Entgelte und Gebühren durch die Stadtwerke für das Jahr 1998 schlicht und ergreifend bis heute in rechtswidriger Weise erfolgt. -
Keine Dauerpolemik mit ständig sinkendem Niveau
Zum Thema: Zutrittsverbot für Umweltsenatorin Hoffmann
Es ist doch immer wieder erstaunlich, welche auch noch so banalen Vorgänge um Lübecks Bürgermeister Michael Bouteiller für Hiobsbotschaften in den Lübecker Nachrichten (LN) herhalten müssen. Nun mögen ja die Meinungen zur Amtsführung des mittlerweile seit zehn Jahren die Stadtgeschicke lenkenden Bürgermeisters bei den LN sehr umstritten sein. Dennoch mutet so manche Meldung in großer Aufmachung den unbedarften Leser an, als wäre die Lübecker Verwaltung ein einziger Kindergarten. -
OMBUDSMANN
Gerhard Burmester, 60, ist Leiter der Kanzlei des Bürgermeisters. Er arbeitet seit über 40 Jahren in der Verwaltung der Hansestadt Lübeck und hat dabei alle Ämter kennengelernt. An dieser Stelle beantwortet er für die Lübecker Stadtzeitung die Anfragen, Eingaben und Beschwerden der Bürgerinnen und Bürger. -
STICHWORT
Was ist ein Ombudsmann?
Die Bezeichnung kommt aus dem Schwedischen und bezeichnet eine Person, die die Rechte der BürgerInnen gegenüber den Behörden wahrnimmt. -
Wanderweg auf dem Priwall entlang der Trave
Ein Bürger hat die Anregung an die Hansestadt Lübeck herangetragen, den Priwallweg entlang der Trave in einem bestimmten Abschnitt besser zu befestigen, damit er bei höherem Wasserstand nicht überflutet und weiterhin begehbar ist. Die Lübeck und Travemünde Tourismus-Zentrale (LTZ) hat den Vorschlag entgegengenommen und bemüht sich darum, die Kosten in Höhe von 45 000 Mark in den Entwurf des Wirtschaftsplans aufzunehmen. Die Entscheidung darüber trifft allerdings die Bürgerschaft. -
Tausch: Führerschein gegen Fahrkarte
Das Thema, daß ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger freiwillig ihren Führerschein abgeben, um dafür Fahrvergünstigungen beim Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zu erhalten, taucht als Anregung immer wieder bei mir auf. Ich habe hier auch schon darüber berichtet. Es erreichte mich nun erneut eine solche Anregung. Ich habe diese Anregung - da sie in erster Linie ein Finanzierungsproblem ist - den drei in der Bürgerschaft vertretenen Fraktionen zugeleitet. -
Scheitert der Traum an 300 000 Mark?
Drei junge Lübecker wollen Bauspielplatz in Kücknitz errichten - Konzept findet Anerkennung
Am Anfang war der Traum: Tanja Benthien, Jörn Puhle und Frank Thomas möchten am Pommernring im Stadtteil Kücknitz einen Bauspielplatz errichten. Das ausgesuchte Gelände, ein ehemaliger Spielplatz mit dazugehörigem Bolzplatz, grenzt an seiner westlichen Seite an den Stadtbezirk Roter Hahn, östlich direkt an das Naturschutzgebiet Dummersdorfer Ufer. "Ein idealer Platz", befanden die drei Lübecker - und entwarfen innerhalb von drei Monaten eine Konzeption. Kein Problem für die gelernte Erzieherin Benthin, ihren Berufskollegen Puhle und den Studenten Thomas, denn alle drei haben einschlägige Erfahrungen, zum Beispiel auf dem Bauspielplatz Buntekuh, der mittlerweile seit rund 20 Jahren besteht - bisher als einziger in der Hansestadt. Anfang des Jahres stellten sie ihre Idee erstmals in Kücknitz vor. "Das Echo war durchweg positiv", so Puhle. -
Kurz notiert
Das Erlebnisschiff "Wasserfloh" hat im Hansahafen an der Drehbrücke festgemacht. Es soll Kindern das Element Wasser näherbringen. Am Sonntag, 14. Juni, ist von 10 bis 16 Uhr Gelegenheit, das Schiff zu besichtigen. -
Der Sport trägt zur Verständigung zwischen den Menschen bei
Morgen beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft. Viele von Ihnen werden am Fernseher die Spiele der Teams verfolgen und vor allem der deutschen Mannschaft die Daumen halten. -
Auf Situation der Schwulen und Lesben aufmerksam machen
Von Rolf Klinkel
Im Juni begehen Lesben und Schwule in Lübeck und auf der ganzen Welt den "Christopher Street Day". -
Amtliche Bekanntmachung
Volksbegehren "WIR gegen die Rechtschreibreform"




