Ausgabe 442 vom 01. August 2006
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Ab 2008: "Haerder - Das Center"
Geplanter Baubeginn im Herbst - Bis zu 400 Arbeitsplätze sollen geschaffen werden
Nachdem nistende Mehlschwalben den Baubeginn des Haerder-Centers verzögerten und durch die Krankheit einer Grundstückseignerin der Kaufvertrag für letzte der drei Grundstücke erst im Juni abgeschlossen werden konnte, kam es zum Aufschub der geplanten Baumaßnahmen - doch nun kann es losgehen: Im Oktober beginnt der Komplettabriss des Gebäudes sowie der Brücke in der Wahmstraße, dann wird das neue Haerder-Center mit 75 Millionen Euro Investitionsvolumen auf 4.300 Quadratmeter aus dem Boden "gestampft". Bis Dezember diesen Jahres sollen die ärchaologischen Ausgrabungen abgeschlossen sein. Realisiert wird das Einkaufszentrum von den Partnern Tenkhoff Properties und IMBW Capital & Consulting. "Im Frühjahr 2008 wird das Haerder-Center seine Türen öffnen", so Joachim Tenkhoff von Tenkhoff Properties. -
Turmspitzen des Holstentores vergoldet
Lothar Fauths Blattgold durch Auszubildende verarbeitet
Das Verarbeiten von Blattgold zu erlernen, gehört im Grunde zum Ausbildungspaket der Maler- und Lackiererinnung. Aber eine solche Gelegenheit und dazu in einem außergewöhnlichen Ausmaß wie an den Turmspitzen des Lübecker Holstentores, die gibt es nicht alle Tage. Möglich gemacht hat dies der ehemalige Lübecker Gastronom Hans-Lothar Fauth, der sich im Rahmen der Spendeninitiativen zur Restaurierung des Holstentores mit der Sachspende Blattgold beteiligt hatte und sogar auf eine Spendenbescheinigung verzichtete. -
Alles rund um Kräuter
Seit dem Frühjahr 2006 ist im Lübecker Burgkloster in Zusammenarbeit mit dem Förderverein Museum Burgkloster e. V. im Garten des Kreuzgangs ein kleiner Kräuter- und Heilpflanzengarten angelegt worden. Die Pflanzenauswahl und Anlage der Beete ist angelehnt an das Gartengedicht "De cultura hortorum" des Abtes Walahfrid Strabo (808/09 - 849), in dem er 24 Kräuter- und Heilpflanzen beschreibt. Das Gedicht wurde später auch als "Hortulus", lateinisch "Gärtchen", bezeichnet. -
Aufsichtsrat bestätigt
In der Lübeck und Travemünde Tourist-Service GmbH (HLTS)-Aufsichtsratssitzung vom 21. Juli wurden Klaus Puschaddel als Aufsichtsratsvorsitzender und Gabriele Schopenhauer als stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende für die neue Amtszeit einstimmig wiedergewählt. Frank-Thomas Gaulin, Stadtpräsident Peter Sünnenwold und Konsul Ekkehart Eymer wurden ebenfalls als Vertreter der Hansestadt Lübeck im Aufsichtsrat bestätigt. -
Friedenstraße: Ausfahrt gesperrt
In den vergangenen Wochen ist im Zuge des Baus der Nordtangente mit der Sanierung des "Lohmühlenteller" begonnen worden. Dessen innere Fahrspur ist bereits fertig gestellt worden. Wie der Fachbereich Planen und Bauen, Bereich Verkehr, jetzt mitteilt, wird nun in einer zweiten und dritten Bauphase die äußere Spur des "Tellers" saniert. Dazu muss der Verkehr auf der neuen inneren Spur geführt werden, die Übergänge dorthin sind zum Teil eingeengt. -
Der Weg des "Himmelsstürmers"
Xavier Naidoo gibt zwei Konzerte im Norden - Der Sänger im Gespräch mit der Lübecker Stadtzeitung
Kein anderer Interpret hat es geschafft, mit gottesfürchtigen, aufrüttelnden und oftmals zum Nachdenken auffordernden Texten eine Musik-Karriere hinzulegen, die seinesgleichen sucht: Xavier Naidoo. Mit seiner aktuellen CD "Telegramm für X" positionierte sich der Mannheimer wochenlang an der Spitze der Charts. Auch die im Juni ausgekoppelte Single "Zeilen aus Gold" und der Weltmeisterschafts Song "Danke" stiegen sofort in die vorderen Plätze ein. Demnächst können Fans und solche, die es werden wollen, ihn live auf seinen Open Air-Zusatzkonzerten der im Frühjahr ausverkauften "Bist Du am Leben interessiert?"-Tour im Norden erleben: Am 3. September gibt sich Naidoo & Special Guests in Rostock (19.30 Uhr, Parkbühne IGA-Gelände) und am 23. September beim Space Pop Festival (Einlass ab 17 Uhr im Space Park, Auftritt gegen 21 Uhr) in Bremen die Ehre. -
Gemischtes Trinkwasser für Lübeck
Ein Drittel bezieht die Hansestadt künftig aus Stormarn - von Hamburger Wasserwerken
Ab Anfang 2009 soll es in Lübeck gemischtes Trinkwasser geben. Ein Drittel, 3,2 Millionen Kubikmeter, bezieht die Energie und Wasser (EWL) dann von den Hamburger Wasserwerken (HWW). Ein entsprechender Liefervertrag wurde vergangenen Freitag im Rathaus unterzeichnet. -
Kinderspaß beim "Matschen" mit Lehm
Ferienpassaktion ideal bei hohen Temperaturen
Eine Woche lang bot der städtische Bauspielplatz Buntekuh in der Seitenstraße 12 innerhalb der Ferienpassaktion Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, nach Herzenslust mit Lehm, Stroh und Wasser zu matschen und große oder kleine Gebilde zu schaffen. Das hieß zunächst einmal, den von Objektleiter Peter Kauth beschafften Lehm kräftig mit Wasser und Sand zu stampfen und zu kneten. Dies in der Wanne, über die Rutsche in das offene Erdbecken oder auf dem Lehmhügel. Da kannten die Kinder kein Pardon gegen sich selbst: Sogar per Rutsche wie bei Gisa ging es hinein in die matschige Herrlichkeit. Eine äußerst schweißtreibende Arbeit bei der nun seit vielen Wochen herrschenden Hitze. Die nötige Abkühlung zwischendurch ermöglichte wohl nur die immer wieder willkommene kühle Dusche aus dem Wasserschlauch. Doch nicht nur Erfrischung war angesagt, auch der noch so "beliebte" Matsch musste zwischendurch von Badezeug oder Haut entfernt werden, um nicht vollends zu verkrusten. Der Hitze zum Trotz brannte noch ein heißes Feuer unter der Paella-Pfanne; aber damit kam auch das leibliche Wohl von Essen neben viel, viel Trinken zu seinem Recht. Was letztlich überraschte, war das tolle Ergebnis aller Mühen: Da döste von Kim und Melanie das Pferd aus Lehm in der Sonne, neben ihm eine Zwerggiraffe, und was da an Behausungen entstand, erinnerte nicht nur an den Indianerwigwam, die Hitzesauna in Igluform oder auch die afrikanische Lehmhütte - das waren im Grunde Originale dank fachkundiger Anleitung. Bunt bemalt beispielsweise von Leonie, Julia und Marlene I oder auch Lehm/Stroh verkleidet durch Marlene II und Susanne. Das angekündigte Holstentor wartete allerdings zu dieser Zeit noch auf seine Türme. Aber bis zum gemeinsamen Abschlussabend mit Eltern am Freitag sollen die auch noch fertig werden. Ob die Szenerie beim Stadtteilfest am 16. September noch unversehrt ist, scheint leider fraglich. Denn leider gibt es immer wieder ungebetene "Künstler", die den Abbruch oder die Zerstörung dem eigentlichen Schaffen gegenüber bevorzugen. Auch wenn die hier nur wenig willkommen sind.RB -
Fußgängerbrücke nimmt Gestalt an
Der Bau der neuen Fußgängerbrücke an der Obertrave nimmt Gestalt an: Die Brückenbaumaßnahme wird derzeit parallel zum Straßenbau - "Umgestaltung der Obertrave" - ausgeführt. Auf die Stahlpfähle, die mittlerweile ihre endgültige Höhe und Lage erreicht haben, werden demnächst die aufwändig gestalteten Pfeilerköpfe aus Beton montiert. Im August werden diese geschalt und betoniert, bevor sie dann Anfang September auf die Baustelle kommen. Direkt im Anschluss werden die Stahlträger montiert, die dann die Überbau-Betonstahlplatten tragen. Der Überbau (die eigentliche Brücke) wird voraussichtlich am 12. September eingehoben, teilt der Fachbereich Planen und Bauen, Bereich Verkehr, mit. Bei der Umgestaltung der Obertrave gibt es Änderungen in den einzelnen Abschnitten. Grund dafür ist ein technisch notwendiger veränderter Bauablauf, der Gesamtfertigstellungstermin ist aber vorverlegt auf den 23. Oktober 2006. -
Rechtsberatung im Frauennotruf
An jedem ersten Donnerstag im Monat können sich Frauen über rechtliche Möglichkeiten zum Schutz vor Belästigung im Alltag, Gewalt in der Partnerschaft oder sexueller Gewalt von Lübecker Rechtsanwältinnen informieren und beraten lassen. Es können Fragen zu Anzeige, Strafverfahren, Schutzanordnungen, Kontaktverboten, Verjährungsfristen und Kosten eines Verfahrens besprochen werden. Die nächsten Termine sind der 3. August und der 7. September, jeweils 17 bis 19 Uhr. Ein Kostenbeitrag in Höhe von fünf Euro wird erhoben. Für Einzeltermine ist eine telefonische Voranmeldung erforderlich unter Telefon 0451/704640. -
Unterwasser-Diashow im Domhof
Nach dem großen Anklang in den Vorjahren präsentieren Roland und Renate Kraft und das Museum für Natur und Umwelt am 4. August zum vierten Mal eine ihrer einzigartigen Unterwasser-Diashows "open air" im Lübecker Domhof. Das neue Programm "Geheimnisse der blauen Tiefen - Maulbrüter, Mantarochen und ein mystischer Quallensee" wird in digitaler Überblendtechnik auf einer 4,50 x drei Meter großen Leinwand live kommentiert. Ausgangspunkt aller Tauchexpeditionen ist diesmal die kleine Insel Derawan, die östlich von Borneo in Indonesien liegt. Einlass ist ab 21 Uhr, Beginn ist um 22 Uhr. Der Eintritt kostet für Erwachsene drei, für Kinder bis zwölf Jahre 2,50 Euro. -
Sat.1-Dreh in den Media Docks
Muriel Baumeister, Wotan Wilke Möhring und Heikko Deutschmann in Hauptrollen
Der Filmtitel des Sat 1-Movie's "Helden der Arbeit - Blaumänner im Anzug" erinnert ein wenig an alte DDR-Zeiten. Doch "das ist nicht gewollt", versichert der verantwortliche Redakteur Jochen Ketschau. Vielmehr soll der Film, der zu zwei Dritteln im südlichen Schleswig-Holstein gedreht wird, einen Abriss aus dem Alltag darstellen. "Es ist ein Film, der mit Humor ein Gesellschaftsproblem, die Arbeitslosigkeit, aufgreift". Für vier Tage waren Büroräume in den Media Docks vorige Woche Drehort. -
Neues Angebot kaum bekannt
Urnenbegräbnisse unter alten Bäumen möglich
Der Bereich Planen und Bauen, weist auf ein Angebot hin, das seit 7. Februar 2006 möglich, bislang aber kaum bekannt ist: ein Nutzungsrecht an einer Baumgrabstätte zu erwerben. Dahinter verbirgt sich die Möglichkeit, bei einer Urnenbestattung unter dem Baum seiner Wahl bestattet zu werden. Die Vorteile einer Baumgrabstätte sind vielfältig. So besteht die freie Wahl der Lage auf dem Vorwerker Friedhof, der Baumart (Laub- oder Nadelbäume) aus einer Auswahl des Bereiches Friedhöfe und die freie Wahl des betreffenden Baumes. -
Kulturelle Führungen durch Lübecks Museen und Bibliothek
Raus aus der warmen Luft in kühle Räumlichkeiten und Interessantes dabei entdecken
Die Lübecker Stadtbibliothek, Hundestraße 5-17, bietet am Mittwoch, 2. August 2006, um 17.30 Uhr eine Führung durch die historischen Säle des Hauses an. Diese Führungen finden jeden ersten Mittwoch im Monat statt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Die historischen Säle der Stadtbibliothek stellen ein einmaliges Ensemble dar: der ehemalige Schlafsaal des Franziskanerklosters ("Scharbausaal"), die alte Sakristei der Katharinenkirche, der 1877 errichtete erste neugotische Neubau ("Mantelssaal") und der Lesesaal im ersten Gesamtneubau von 1926. Weil alle Räume, in die sie sich die Bibliothek seit ihrer Gründung 1616/22 ausgedehnt hat, neben dem Neubau von 1979 noch erhalten sind und in den letzten 15 Jahren mustergültig saniert wurden, ist eine Zeitreise durch die Bibliotheks- und Architekturgeschichte möglich. -
Festival für die Sinne
Sand World "anders sehen"
Eine Pyramide aus großen Elefanten, Löwen hinter dicken Käfiggittern und ein großes Clownsgesicht um das sich eine Achterbahn schlängelt - bei der Sand World am Priwallstrand in Travemünde werden in erster Linie die großen und Detailreichen Figuren ganz aus Sand von den Besuchern bestaunt. Doch die Sandworld will ein Festival für alle Sinne sein. Im Catering-Bereich werden Genüsse für den Gaumen geboten, das Barfußlaufen im Sand regt die Sinne in den Fußsohlen an und mit einer speziellen Beschilderung und umhängbaren Geräten für eine Audioführung ermöglichen es die Veranstalter auch Blinden und Sehbehinderten das Festival der Sandskulpturen am Strand der Ostsee zu genießen. Die Stimmen von Robert Missler, der unter anderem für die Sesamstraße synchronisiert und Marion von Stengel, die die deutsche Stimme von Angelina Jolie und Pamela Andersen verkörpert, führen die Besucher durch die diesjährige Zirkuswelt ganz aus Sand. Dazu wurde eine spezielle Beschilderung aufgestellt, die alle Figuren in besonders kontrastreicher Normalschrift und in Blindenschrift erklären. Veranstalter Otto Schlüter und der Staatssekretär des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Familie, Jugend und Senioren des Landes Schleswig-Holstein, Dr. Hellmut Körner erlebten am eigenen Leib, wie Blinde die Sandworld erleben. Sie setzten sich Masken auf und ließen sich von einer Sandfigur zur anderen führen, während die Stimme im Kopfhörer alle wichtigen Details erklärte. Körner war auf Anregung des Blinden- und Sehbehindertenverein Schleswig-Holstein zur Sand World gekommen, um sich über diese Form der Barrierefreiheit zu informieren. Bereits im zweiten Jahr gehören die Audioführung und Schilder in Blindenschrift zum Angebot der Sand World - ebenso wie die Möglichkeit für Blinde, nach Abschluss des Festivals alle Figuren ertasten zu dürfen. Erst die Kooperation mit dem Blinden- und Sehbehindertenverein hat es der Sand World ermöglicht, das Festival auch so für Blinde und Sehbehinderte zu gestalten, dass sie ein ähnliches Erlebnis haben, wie alle anderen. "Mit dieser Form der Barrierefreiheit haben wir uns noch nicht so intensiv befasst", räumte Dr. Hellmut Körner ein, möchte aber unbedingt die Erfahrungen aus Travemünde weiter tragen. Ihn interessierte vor allem, dass die Firmen Soundcom und Sennheyser, die für Technik und Aufnahmen zuständig sind, auch bereits mit Kinos, Museen und Theatern zusammen arbeiten. Er lobte auch die Entwicklung der Ahrensburger Firma P.E.R, die das Textinformationssystem Scrabblixx auf der Sandworld installiert hat. Es besteht aus einzelnen Buchstabenplättchen, ähnlich dem Scrabble-Spiel und kann immer wieder neu verwendet werden. Staatssekretär Hellmut Körner erhielt von der Vorsitzenden des Blinden- und Sehbehindertenvereins Schleswig-Holstein, Annegret Walter sogar ein Namensschild aus den Plättchen. Er hatte ebenso wie Otto Schlüter einen völlig anderen Eindruck von der Sandworld, als er mit einer Maske über den Augen an den Skulpturen entlang wanderte. "Es ist eine ganz interessante Erfahrung. Man trägt aber gewisse Vorstellungen von einzelnen Figuren mit sich herum, die einem dann bei der Vorstellung helfen", sagt Körner, als er die Maske abnahm. "Sehend geht man oberflächlicher über das Areal. Mit dem Kopfhörer und ohne sehen zu können, erlebt man alles viel intensiver", meinte auch Otto Schlüter nach seinem Selbstversuch. Die Sand World ist noch bis zum 3. September täglich ab 10 Uhr geöffnet. Erwachsene zahlen sechs Euro, Kinder bis 11 Jahre drei Euro. Die Miete der Geräte für die Audioführung kostet zwei Euro. Weitere Infos unter www.sandworld.de. mab -
Lübeck braucht neue politische Schwerpunkte
V.i.S.d.P. Peter Reinhardt
Große Mehrheiten und eine erdrückende Überzahl einer Fraktion in einer Gemeindevertretung führen nicht zwangsläufig zu einer kraftvollen Politik und zu mutigen Weichenstellungen. Christdemokratische Mutlosigkeit und persönliche Affären haben die vergangenen Jahre leider geprägt. Die Lübecker CDU erschöpft sich dabei im kleinlichen "Schwarzer Peter" Spiel mit dem Bürgermeister und seiner Verwaltung. Pauschale Kürzungsvorgaben mit dem Rasenmäher ersetzen eigene politische Initiativen und Ideen. -
Gemeinsam für das Volksfest kämpfen!
V.i.S.d.P: Klaus Puschaddel
Bereits seit 1848 ist das Lübecker Volks- und Erinnerungsfest fester Bestandteil im Veranstaltungskalender der Hansestadt Lübeck. Doch leider wird es seit einigen Jahren begleitet von nicht immer nur positiven Meldungen: Schwache Besucherzahlen, rückläufige Fahrgeschäfte, geringere Umsätze für die beteiligten Schausteller. Dies hat die CDU-Fraktion bereits vor einigen Jahren zum Anlass genommen, den Fortbestand des Volksfestes auf die Tagesordnung der politischen Gremien zu setzen. Wir hielten es für fatal, eine Veranstaltung, die auf eine 158jährige Tradition zurückblicken kann, aufgrund nur schwer verständlicher Beschwerden einzelner Anwohner in ihrer Existenz in Frage zu stellen. Vor diesem Hintergrund sind verschiedene Maßnahmen eingeleitet worden, um das Volksfest für die Zukunft zu erhalten. Insbesondere die auf Antrag der CDU-Fraktion vorgenommene Schaffung von ca. 300 Parkplätzen im direkten Umfeld des Festplatzes hat sich bereits in diesem Jahr bewährt. Einerseits hatten die Besucher die Möglichkeit, in der Nähe des Festplatzes einen Parkplatz zu finden, andererseits entlastete diese Maßnahme auch die anliegenden Wohnquartiere, die weniger Parkplatzsuchverkehr und weniger parkende Fahrzeuge zu verzeichnen hatten. Wir werden daher dafür eintreten, dass durch überschaubare Umbaumaßnahmen die Parkplätze befestigt werden und zudem der Engpass an dem Bahnübergang entzerrt wird. Nur durch steigende Besucherzahlen, die Solidarität aller Lübecker zu ihrem Volksfest, aber auch durch gezielte Maßnahmen der Stadt kann es gelingen, dem Traditionsfest die Attraktivität zu verschaffen, die es benötigt, um das Volksfest auch für künftige Generationen von Lübeckern zu bewahren. -
Unsere Verwaltung
V.i.S.d.P.: Bernd Möller
Seit 20 Jahren sitzen Lübecker GRÜNE in der Lübecker Bürgerschaft. - Immer in der Opposition. In dieser Bürgerschaft begreifen wir uns sogar als die größte Oppositionspartei - denn die CDU stellt die absolute Mehrheit und die SPD den Bürgermeister. -
Ein Trauerspiel aus Kiel für Lübeck
V.i.S.d.P.: Thomas Schalies
Die schwarz-rote Landesregierung hat den Entwurf des Landeshaushaltes für 2007 und 2008 beschlossen. Der Entwurf ist verfassungswidrig, weil die neuen Schulden höher sind als die Investitionen des Landes. Leidtragende sind vor allen Dingen die Kommunen und ihre Bürger. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes werden weiterhin am Nasenring durch die Arena geführt: So soll z. B. nach Schwarz-Rot ein kompletter Jahrgang fertig (und teuer) ausgebildeter Diplom-Finanzwirte nicht in den Landesdienst - also auch nicht beim Finanzamt Lübeck - übernommen werden. Wo die 80 Mio. Euro Einsparungen der Ministerien herkommen sollen, bleibt völlig im Nebel.




