Ausgabe 031 vom 30. Juni 1998
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Bürger wollen sich einmischen
Architektursommer 1998: Wichtige Erkenntnisse für die Stadtplaner
"Nach diesem Architektursommer wird in der Stadtplanung nichts mehr so sein wie zuvor", prophezeit Bausenator Dr. Volker Zahn. Rund 60 Architekturstudenten aus Berlin, Braunschweig, Hamburg und Lübeck haben während eines mehrtägigen öffentlichen Workshops Konzepte für die Nutzung der Industriebrache Roddenkoppel erarbeitet. "Die Pläne werden sicherlich nicht in der Schublade verschwinden", verspricht Zahn. "Wir brauchen ein Konzept für dieses wertvolle Erweiterungsgebiet der Stadt." -
Umfangreiche Funde
Wandmalereien in 148 Lübecker Bürgerhäusern
Nach einem Bericht des Bereichs Denkmalpflege haben sich Wandmalereien in Lübecker Bürgerhäusern aus einem Zeitraum von etwa 700 Jahren in überdurchschnittlich großer Zahl erhalten - trotz der Verluste durch Umbauten, Kriegszerstörungen und Sanierungen. Seit 1980 wurden 392 Ausmalungen in 148 Häusern gezählt. -
Volksfestzug trotzt dem Regen
Mehr als 4000 Menschen in historischen Gewändern zogen am Sonntag drei Stunden lang durch die Lübecker Straßen. Sie ließen sich vom Regen die gute Laune nicht verderben. Der diesjährige Volksfestzug unter dem Motto " De Tied is fri för uns Demokratie - 150 Jahre lübisches Streben für Freiheit und Menschenrechte" war mit dieser rekordverdächtigen Teilnehmerzahl einer der längsten Züge aller Zeiten. Geschätzte 70 000 Schaulustige säumten die Straßen und verfolgten das historische Spektakel. -
Bürgermeister informiert über Verkehrsberuhigung
Bürgermeister Michael Bouteiller wird am Dienstag, 7. Juli, 18 Uhr, in der Holstentorhalle, Possehlstraße, in einer öffentlichen Veranstaltung den Bürgerinnen und Bürgern den Sachstand zur Verkehrsberuhigung der Altstadt erläutern. Anhand von Overheadfolien stellt er das sogenannte "Feinkonzept" vor, auf das sich die Wirtschaftsorganisationen und die Initiativen für eine autofreie Altstadt verständigt haben. Der Verwaltungschef erklärt auch, inwieweit das Konzept bereits umgesetzt ist. Im Anschluß ist Gelegenheit zur Diskussion. -
Editorial
Wenn sich eine Verwaltung eine neue Struktur gibt, um den Dienstleistungsgedanken gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern noch zu erhöhen - Sie merken, die Rede ist von der Stadtverwaltung der Hansestadt Lübeck, dann sollten auch die städtischen Publikationen diesem Ziel zum Erfolg verhelfen! -
Minister mit Spendierhosen
Gelder aus Kiel für Nordtangente und Skandinavienkai
Das Land wird nach Maßgabe der zur Verfügung stehenden Mittel 85 Prozent der förderfähigen Kosten der Nordtangente finanzieren, und zwar in auf sechs Jahre verteilten Zuschußbeträgen. Der Gesamtzuschuß beläuft sich auf rund 96 Millionen Mark. Mit dieser positiven Nachricht kehrten Bürgermeister Michael Bouteiller und Wirtschaftssenator Gerd Rischau vergangene Woche aus Kiel zurück. Sie hatten dort intensiv mit Wirtschaftsminister Peer Steinbrück verhandelt. Weitere 3,4 Millionen Mark gibt es aus Kiel für die Erweiterung des Skandinavienkais. -
Casino erwacht zu neuem Leben
Partys neben der Spielbank-Veranstaltungen nur im Sommer
Mit einer Party-Veranstaltungs-Serie will die Firma Lienau aus Hamburg für neues Leben im Casino sorgen. Nachdem das Gebäude - bis auf die neu gestaltete Spielbank - monatelang größtenteils ungenutzt war, soll an den Wochenenden im Juli und August auf rund 2000 Quadratmetern eine "Erlebniswelt mit niveauvoller Atmosphäre geschaffen werden", so Firmenchef Gert Lineau. Deutsche Schlager und internationale Oldies, Black Music und House Floor sollen Gäste aller Altersstufen zum Tanzen animieren. -
Rettungsübungen auf dem Markt
Die Berufsfeuerwehr zeigt anläßlich des 100jährigen Jubiläums am Mittwoch, 1. Juli, ab 11.30 Uhr auf dem Markt Rettungsübungen. Dargestellt wird zum einen ein Brandbekämpfungseinsatz, bei dem angenommen wird,daß das Rathaus brennt. In einer nachgestellten Personenrettung muß ein Unfallopfer aus einem verunglückten Auto befreit werden - kein geringerer als Bürgermeister Michael Bouteiller stellt sich für diese Aktion zur Verfügung. Schließlich demonstrieren die Blauröcke einen fiktiven Chemieunfall mit Gefahrengut: ein Tankwagen mit giftiger Ladung hat ein Leck. -
LÜBECK STATISTISCH
Die Verkehrsbelastungen am Lindenplatz liegen nach einem Bericht des Fahrradbeauftragten Hans-Walter Fechtel deutlich über denen der anderen Lübecker Kreisel. Denn der Lindenplatz ist der wichtigste Verkehrsknotenpunkt von und zur Altstadt. -
Kurz notiert
"Ferienspaß für Kinder" heißt eine Broschüre mit einem Veranstaltungsprogramm, das als Orientierungshilfe für Urlaubsfamilien gedacht ist. Sie ist in allen Büros der Lübeck und Travemünde Tourismus-Zentrale erhältlich. -
KORREKTUR
Der 2. Konzertmeister des Philharmonischen Orchesters, Bruno Merse, profilierte sich nicht nur im Auftaktkonzert zum Opernball. In der SZ vom 16. Juni entstand durch das Weglassen des Wortes "nur" ein bedauerlicher sinnent-stellender Fehler. -
Kompetent und gradlinig für Frauen eingesetzt
Das Autonome Frauenhaus wird am 1. Juli 20 Jahre alt - Ausstellung und Jubiläumsparty
"Die Gründung des Vereins ,Frauen helfen Frauen' und ein Jahr später die Eröffnung des Autonomen Frauenhauses markierten den Beginn einer neuen Frauenpolitik in Lübeck", sagte Anke Kock als Vertreterin der Einrichtung gestern beim Jubiläumsempfang im Rathaus in Anwesenheit der Frauenministerin Angelika Birk, Senatorin Dagmar Pohl-Laukamp und weiteren VertreterInnen aus Politik und Verwaltung. "Eine Enttabuisierung des Themas Gewalt gegen Frauen war damit begonnen, die Gewalt gegen Frauen wurde öffentlich sichtbar." -
Stichwort
Das Autonome Frauenhaus in Lübeck wurde 1978 von dem Verein "Frauen helfen Frauen" als frauenpolitisch motiviertes Selbsthilfeprojekt gegründet. -
Belagerung und Besetzung
Spektakuläre Aktionen zum Erhalt des Autonomen Frauenhauses
Seit 20 Jahren gibt es das Autonome Frauenhaus - und seit 20 Jahren müssen die Mitarbeiterinnen allährlich um den Bestand ihrer Einrichtung fürchten. Der Knackpunkt ist - wie so oft - die Finanzierung. Mit zum Teil spektakulären Aktionen haben es die Mitarbeiterinnen bisher jedoch immer wieder geschafft, das Frauenhaus zu erhalten. -
IM GESPRÄCH
20 Jahre Autonomes Frauenhaus: Ein Grund zum Feiern? -
Kopf und Hand
(Fortsetzung aus der Stadtzeitung vom 23. Juni ) -
Ausstellungen
"Der große Lübecker Münzschatz", Kulturforum Burgkloster -
Mittwoch, 1. Juli
Theater -
Donnerstag, 2. Juli
Theater -
Freitag, 3. Juli
Theater -
Sonnabend, 4. Juli
Theater -
Sonntag, 5. Juli
Theater -
Montag, 6. Juli
Musik -
Dienstag, 7. Juli
Musik -
Spiel von Liebe und Zufall
Ein Rückblick auf die zur Neige gehende Saison 1997/98 am Theater Lübeck
Das Theater ist stets ein Spiel, ein Spiel zudem von der Liebe zum Metier - und ein Spiel vom Zufall des Gelungenen und der Akzeptanz. Von letzterer hat die SZ bereits die positive Trend-Meldung der am Sonntag zu Ende gehenden Saison 1997/98 gebracht. Nun folgt der Rückblick auf den künstlerischen Ertrag. Der allerdings mit einer Meldung beginnt:Die Theater-GmbH hat den Vertrag mit Generalintendant Dietrich von Oertzen bis zum Ende der Spielzeit 1999/2000 verlängert, um Zeit zu haben bei der Suche nach seinem Nachfolger, der in diesem Herbst gefunden sein soll. -
Lehren aus der Vergangenheit
Internationale Tagung in Lübeck - Anmeldungen sind noch möglich
Aus Anlaß des 60. Jahrestages des Novemberpogroms findet vom 9. bis 11. November in der Musik- und Kongreßhalle (MuK) Lübeck eine Tagung mit hochrangigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus dem In- und Ausland statt. Die Tagung ist aber nicht nur für Historiker und Pädagogen gedacht, sondern steht jedem am Thema Interessierten offen. Anmeldungen bei der MuK, Willy-Brandt-Allee 10, 23554 Lübeck, Telefon (0451) 79 04 120 (Fax 79 04 100). -
Adressen
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Lübecker spenden Bücher für Klaipeda
Werke so bekannter Schriftsteller wie Simmel, Konsalik, Knef, Fischer, Danella und Ganghofer spendete der Gemeinützige Verein zu Travemünde der Kreisbibliothek in Klaipeda. Insgesamt 1111 Bücher, verpackt in 25 Kartons wurden kürzlich aus dem Fundus gebrauchter Bücher an die Lübecker Partnerstadt übersandt. Aufgrund der engen Beziehungen Klaipedas zu Deutschland hat im Laufe der Zeit die Zahl der deutschlernenden und deutschsprechenden Einwohner zugenommen. Die dortige Kreisbibliothek benötigte deswegen dringend Bücher, vor allem leichte Belletristik, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden. Eine Lübecker Delegation, die im letzten Jahr zum 745jährigen Stadtjubiläum zu Besuch in Klaipeda war, wurde um eine entsprechende Bücherspende gebeten. -
Internationaler Orgelwettbewerb
Die Europa-Ausscheidung des Internationalen Calgary Orgelwettbewerbs, die alle drei Jahre stattfindet, wird wiederum in Lübeck ausgetragen. 21 junge Organistinnen und Organisten spielen vom 1. bis 3. Juli täglich ab 9 Uhr im Großen Saal der Musikhochschule. -
Theaterporträts
In dieser Rubrik stellen wir jede Woche ein Mitglied des Ensembles am Theater Lübeck vor. Heute: Die Sängerin Barbara Spieß -
Literaturtip
150. Frühschoppen: Zehn Autoren lesen
Ein Jubiläum feiert der Lübecker Autorenkreis und seine Freunde am Sonntag, 5. Juli:Um 11 Uhr veranstaltet er in der historischen Gaststätte "Zum alten Zolln" (Mühlenstraße) seinen 150. Literarischen Frühschoppen. Dabei werden zehn Autoren in hoch- und niederdeutscher Sprache lesen. Kultursenator Ulrich Meyenborg wird die Veranstaltung eröffnen und der Liedermacher Volkert Ipsen unterhält die Gäste auf musikalische Weise. -
OMBUDSMANN
Gerhard Burmester, 60, ist Leiter der Kanzlei des Bürgermeisters. Er arbeitet seit über 40 Jahren in der Verwaltung der Hansestadt Lübeck und hat dabei alle Ämter kennengelernt. An dieser Stelle beantwortet er für die Lübecker Stadtzeitung die Anfragen, Eingaben und Beschwerden der Bürgerinnen und Bürger. Schreiben Sie ihm oder rufen Sie ihn einfach an! -
Anwohner wünschen sich Halteverbot
Mich rief eine Anwohnerin der Straße "Am Pohl" an, die von Nachbarn beauftragt wurde, dieses Problem an die Stadt heranzutraagen. Die Anwohnerinnen und Anwohner bemängeln, so meine Gesprächspartnerin, daß die Straße für Müllfahrzeuge, Feuerwehrwagen und Krankentransportwagen schwer passierbar ist, weil die Möglichkeit besteht, daß Fahrzeuge auf beiden Seiten parken dürfen. -
Informationen und Hilfe
Bauarbeiten
Große Burgstraße: -
Mehr Übersicht
Radweg an Krempelsdorfer Allee wurde versetzt
60 Meter des beidseitig befahrbaren Radwegs an der Krempelsdorfer Allee sind verschwenkt beziehungsweise versetzt worden. Damit soll die Gefahr, daß Radler miteinander kollidieren, beseitigt werden. Denn diese Strecke war bislang durch eine Kurve, Büsche, Parkplätze und den Schatten der Autobahnbrücke schlecht einsehbar. Der Umbau hat 25 000 Mark gekostet. -
Feier auf Spielplatz
Bergenstraße: Erster Sanierungsabschnitt fertig
Der erste Bauabschnitt der Sanierung des städtischen Spielplatzes Bergenstraße ist fertiggestellt. Dies wird am Sonnabend, 4. Juli, zwischen 14 und 18 Uhr gefeiert. Die Anwohner beteiligen sich an dem Einweihungsfest mit Ständen. Die Freiwillige Feuerwehr ist ebenfalls vertreten, ein Zauberkünstler tritt auf und die Jugendfreizeiteinrichtung der Arbeiterwohlfahrt ("der Laden") wird mit dem Spielmobil und einer Buttonmaschine präsent sein. Angeboten wird auch ein Streetballturnier. -
Sprechstunden in den Sozialberatungsstellen
Die Sozialberatungsstellen der Bereiche Jugendhilfe/Jugendamt und die Erwachsenenhilfe bieten jeden Donnerstag von 14 bis 17 Uhr eine Sprechstunde für Hilfesuchende an. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. -
Jugendhilfeausschuß und Bauauschuß tagen
Der Jugendhilfeausschuß tagt am Donnerstag, 2. Juli, 16 Uhr, in der Kindertagesstätte Idun, Fegefeuer 16. Am Montag, 6. Juli,16 Uhr, tagt der Bauausschuß, Kleiner Bauhof 11. Die Sitzungen sind öffentlich. -
Zusätzliche Parkplätze für Volksfestbesucher
Während des 150. Volks- und Erinnerungsfestes stehen zusätzlich 260 bewachte Stellplätze an der ehemaligen Stadtwerke-Halle 6 und auf dem Freigelände vor der Halle am Heiligen-Geist-Kamp zur Verfügung. Die Parkplätze können zu folgenden Zeiten genutzt werden: freitags von 20 bis 24 Uhr, sonnabends von 16 bis 24 Uhr, sonntags von 16 bis 22 Uhr und mittwochs von 15 bis 22 Uhr. -
Keine Piranhas am Dummersdorfer Ufer
Erstkläßler auf Expedition rund um die Naturschutzstation -Führungen sind Teil der Stadtteilarbeit in Kücknitz
"Marco hat einen Frosch gefangen", verbreitet es sich wie ein Lauffeuer unter den Kindern, die sofort herbeilaufen, um den grünen Gesellen aus der Nähe zu betrachten. "Ich hab' was, ich hab' was", gräbt Sina gleich darauf Marco das Wasser ab und zeigt stolz eine Libellenlarve herum, die sie mit ihrem Wasserglas aus dem Biotop gefischt hat. "Man merkt, daß das Stadtkinder sind", sagt Antje Jansen über die kribbelige Kinderschar aus der Klasse 1a der Rote-Hahn-Schule in Kücknitz. "Aber am Wasser werden die unruhigsten Kinder ruhig", ist die Erfahrung der Erzieherin, die ökologisch-pädagogische Führungen für Klassen und Kindergärten an der Naturschutzstation Dummersdorfer Ufer anbietet. -
Stichwort
Führungen über den Hof und durch die Natur rund um die Naturschutzstation des Landschaftspflegevereins Dummersdorfer Ufer gehören zur Stadtteilarbeit Kücknitz und zur Öffentlichkeitsarbeit des Vereins. Dieser hat die Erzieherin Antje Jansen angestellt, die versucht, den Kindern und Jugendlichen die Natur nahezubringen. -
Zeitplan für Herrentunnel steht
Vorstellung der Pläne im August - Entscheidung im September
Der Bau des Herrentunnels kommt voran. Bürgermeister Michael Bouteiller hat in der Bürgerschaftssitzung den Zeitplan für die Vergabe der Baukonzession vorgelegt. Danach wird der Verwaltungschef in der Bürgerschaftssitzung am 27. August einen Bericht zum Stand des Vergabeverfahrens abgeben. Am Montag, 31. August, werden dann die Lösungsvorschläge der vier Anbieter im Bauauschuß vorgestellt - unter Teilnahme der Bürgerschaftsmitglieder. In der darauffolgenden Bauauschußsitzung am 14. September soll dann eine Empfehlung für eine Vergabe durch die Bürgerschaft beschlossen werden, damit dann in der Septembersitzung der Bürgerschaft (24.) die Entscheidung über die Baukonzession fallen kann. -
Stenogramm
Auszüge aus der Bürgerschaftssitzung vom 25. Juni. Ab 13. Juli kann die Niederschrift im Rathaus, Zimmer 7, eingesehen werden.
4. Anträge der Fraktionen -
Sitzverteilung
Die Bürgerschaft der Hansestadt Lübeck hat 49 Mitglieder. Die SPD hat 23 Sitze (= Stimmen), die CDU 22 und Bündnis90/Die Grünen vier. -
Verkehrsberuhigung: Feinkonzept beschlossen
Das sogenannte Feinkonzept für die Verkehrsberuhigung in der Lübecker Altstadt wurde beschlossen. Veränderungen zum verabschiedeten Konzept vom 29. Januar 1998 ergaben sich insbesondere in den Bereichen König-straße und Wahmstraße sowie der Schleife Marlesgrube, Obertrave und Dankwartsgrube. -
Fremdenverkehrsabgabe ruht bis zur Entscheidung
Die Abschaffung der Fremdenverkehrsabgabe im Stadtteil Travemünde wurde auf die Bürgerschaftssitzung im August vertagt. Begründet wurde die Verschiebung mit der sich anbahnenden Großen Koalition in der Lübecker Bürgerschaft aus SPD und CDU. Die Abschaffung der Fremdenverkehrsabgabe sei der Preis, den die SPD für das Zustandekommen der Zusammenarbeit mit der CDU bezahlen müsse, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD, Gabriele Hiller-Ohm. Gemeinsam mit Bündnis 90/Die Grünen hatte die SPD die Abgabe erst im vergangenen Jahr beschlossen. -
Resolution gegen Mittelkürzung
Einstimmig verabschiedeten die drei in der Bürgerschaft vertretenen Fraktionen eine Resolution. Sie fordern darin die schleswig-holsteinische Landesregierung auf, die Mittel für den kommunalen Finanzausgleich und für das Programm "Arbeit für Schleswig-Holstein" nicht zu kürzen. Lübeck müßte einen Verlust von rund 50 Millionen Mark verkraften. Damit werde sie in ihren Bemühungen zurückgeworfen, "bestehende Haushaltsdefizit auszugleichen und die notwendigen Aufgaben der Daseinsvorsorge erfüllen zu können", heißt es in der Resolution. -
SPD: Kreisverkehre sind sicherer, billiger und umweltfreundlicher
Die SPD-Bürgerschaftsfraktion tritt dafür ein, künftig bei der Neuanlage und dem Umbau von Straßen anstelle von Straßenkreuzungen, insbesondere beampelten Kreuzungen, Kreisverkehre zu bauen. Dazu Ulrich Pluschkell, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion: "Kreisverkehre sind nachweisbar sicherer, billiger und umweltfreundlicher als Ampelkreuzungen." -
Wir dachten, daß in den 90ern aus alten Fehlern gelernt wurde
Von Ilsa Ramm




