Ausgabe 552 vom 12. August 2008
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Aus der Welt der Tagesmütter
Qualifizierung ist notwendig - Eine schöne Arbeit mit viel Abwechslung
Seit Juli gibt es in Lübeck 19 "neue" Tagesmütter. Sie absolvierten erfolgreich den Qualifizierungskurs als "anerkannte Tagespflegeperson". Mit dem Zertifikat wird den Frauen eine Ausbildung über 160 Stunden in den Bereichen Pädagogik, Psychologie, Soziologie, Recht und Gesundheit bescheinigt und die Ableistung eines 40stündigen Praktikums in Kindertagesstätten oder in einer Kindertagespflege bestätigt. -
Topografie der Lust
Topographie der Lust - ein kultureller Spaziergang durch das "andere" Lübeck: Im Rahmen der Sonderausstellung "100.000 Jahre Sex" lädt das Kulturforum Burgkloster am Donnerstag, dem 14. August um 20 Uhr, gemeinsam mit dem Buddenbrookhaus zu einem besonderen Rundgang durch Lübeck ein. Während sich die Ausstellung der Lust und Liebe im Wandel der Jahrtausende widmet, ermöglicht der abendliche Spaziergang einen Blick auf die Geschichte von Lust und Liebe in Lübeck. Der Kulturwissenschaftler Dr. Manfred Eickhölter führt auf den Spuren Heinrich Manns und seines Romans "Professor Unrat" durch das "andere" Lübeck. -
Mitsegeln bei der Sail Travemünde
Die "Sail Travemünde" ist vom 22. bis 24. August beliebter Treffpunkt für traditionsreiche Oldtimersegelschiffe aus dem gesamten Ostseeraum. Über zwanzig liebevoll restaurierte Traditionssegler vom Gaffelschoner bis zum schmucken Dreimaster aus den Niederlanden, Polen, Schweden, Russland und Deutschland mit rund 120 Crewmitgliedern an Bord nehmen in diesem Jahr wieder Kurs auf Travemünde. Das Ostseeheilbad ist Zielhafen im Verbund der "Baltic Sail" von Gdansk/Polen, Halmstad/Schweden, Klaipeda/Litauen, Karlskrona/Schweden und der Hanse Sail Rostock. Die offizielle Eröffnung mit der Begrüßung der Kapitäne und Crews und der musikalischen Begleitung des Passat Chores findet am 22. August, um 19 Uhr am Ostpreußenkai statt. -
Tag der offenen Tür
Das städtische Altenpflegeheim Dreifelderweg, Wattstraße 7, lädt am Sonnabend, 16.August, von 11 bis 16 Uhr zum "Tag der offenen Tür" ein. Besucher können sich bei Hausführungen über die Einrichtung informieren oder sich über das Angebot der städtischen SeniorInneneinrichtungen, wie das Betreute Wohnen, beraten lassen. Neben einem Flohmarkt auf dem Gelände können sich die jungen Besucher auf einer Hüpfburg vergnügen oder an verschiedenen Spielen im Garten ihr Können beweisen. Für das leibliche Wohl wird gesorgt. -
Rad- und Wandertouren in und um Lübeck
Heute stellt Ihnen die Stadtzeitung die Radtour "Rund um den Ratzeburger See" vor
Die Sommerferien sind da - da steht vielen der Sinn danach, sich mit dem Rad oder zu Fuß hinaus in die Natur zu begeben. Aber wohin, erhebt sich die Frage. Die Stadtzeitung hilft Ihnen bei der Auswahl der schönsten Rad- und Wandertouren in und um Lübeck und stellt Ihnen in dieser und der nächsten Ausgabe die schönsten Touren aus der Reihe des Erholungsführers "Lübeck natürlich!" (Band II und III) vor. Dort finden Sie natürlich noch detailliertere Infos über die Touren sowie ein Angebot von weit über 100 Fuß- und Radwanderungen in unserer Region. Da ist für jeden etwas dabei! -
Museumsstammtisch im Holstentor
MuseumsStammtisch im Holstentor: An jedem 2. Mittwoch im Monat von 14 bis 15.30 Uhr findet der MuseumsStammtisch der Lübecker Museen statt. Am Mittwoch, 13. August, sind Interessierte ins Museum Holstentor eingeladen. Thema des Nachmittages: "Die Hanse - Wie eine Stadt wächst und gedeiht". Nach dem kulturellen folgt der kulinarische Genuss: Im Café Potters, An der Untertrave 9, kann man anschließend bei Kaffee und Kuchen gemütlich weiter klönen. Preis für den anregenden Nachmittag: sieben Euro für den Stammtisch, drei Euro fürs Kaffeegedeck. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, wer Zeit und Lust hat, kann um 14 Uhr einfach ins Museum Holstentor kommen. -
Startschuss für Nördliche Wallhalbinsel
16 Arbeitsgemeinschaften beteiligen sich am Gutachterverfahren
16 Arbeitsgemeinschaften beteiligen sich am Gutachterverfahren "Masterplan Nördliche Wallhalbinsel". Die Auswahl traf am 1. August das Auswahlgremium bestehend aus dem Architekten Dieter Richter, BDA, Kiel, Bettina Groß, DCP Germany GmbH und Wolfgang Weber, Abteilungsleiter Stadtplanung der Hansestadt Lübeck. Unter anderem stellen sich drei Lübecker Büros und vier Büros aus dem europäischen Ausland dem mit insgesamt 80.000 Euro dotiertem Wettbewerb. -
Haushalt: Prioritäten setzen!
Um handlungsfähig zu bleiben und nachfolgenden Generationen keine Schuldenberge zu hinterlassen brauchen wir eine maßvolle, aber konsequente Haushaltskonsolidierung. Dazu war die CDU in den vergangenen 5 Jahren nicht bereit und in der Lage. Sie begnügte sich mit pauschalen Kürzungsvorgaben für die Verwaltung nach dem Rasenmäher-Prinzip. SPD, Grüne und BfL stellen sich der Verantwortung. Sie haben deshalb in der letzten Sitzung der Bürgerschaft durchgesetzt, Unterausschüsse für den Hauptausschuss und die einzelnen Fachausschüsse zu bilden. Einbezogen werden sollen dabei nicht nur die Fraktionen in der Bürgerschaft, sondern bewusst auch Vertreter von Verbänden und Interessengruppen. -
Geothermiekraftwerk für Lübeck prüfen
Die steigenden Kosten für Lübecks Stromkunden verpflichten die Lübecker Politik zu weitsichtiger Planung in Bezug auf die zukünftige Energieversorgung unserer Stadt und der Stadtwerke. Aus diesem Grund hat sich die CDU-Fraktion für eine wirtschaftlich sinnvolle Beteiligung an modernen Kohlekraftwerken ausgesprochen. Die neuen politischen Mehrheiten lehnen aber solche Beteiligungen ab. Die CDU-Fraktion fordert daher, den Einsatz erneuerbarer Energien zu erhöhen und für Lübeck der Bau eines Geothermischen Kraftwerkes in Erwägung zu ziehen. Erdwärme stellt eine faszinierende Option dar: In sieben Kilometern Tiefe gibt es in Deutschland genügend Wärme um das 600-fache des deutschen Jahresverbrauchs zu decken. Geothermische Kraftwerke lassen sich ohne großen Aufwand in das Stromverbundnetz eingliedern, außerdem schafft das Erneuerbare-Energien-Gesetz eine Grundlage für die Weiterentwicklung bereits vorhandener Technologien. In Deutschland sind gegenwärtig mehr als ein Dutzend Geothermie-Projekte in Planung, insbesondere weil Erdwärme die einzige Energiequelle ist, die rund um die Uhr überall zur Verfügung steht. Der Clou: Sie ist praktisch unerschöpflich und produziert im geschlossen Kreislauf keine Emissionen. Gerade in Zeiten des Klimawandels ist dies mit Blick auf die CO2-Problematik ein besonders wichtiges Argument. Wir sind deshalb davon überzeugt, dass eine solche Prüfung aus ökologischen wie ökonomischen Gründen gleichermaßen sinnvoll ist und werden einen entsprechenden Antrag in die Bürgerschaft einbringen. -
Gleiche Rechte?! ... schön wär's!
Nach Artikel 3 unseres Grundgesetzes sind vor dem Gesetz alle Menschen gleich. Artikel 6 schreibt den besonderen Schutz von Ehe und Familie fest. -
Brolingplatz: FDP unterstützt Bürger-Petition
Unter dem Titel "100 Unterschriften für mehr Grün in St. Lorenz-Nord" überreichte der Arbeitskreis St. Lorenz-Nord im Juli eine Unterschriftenliste an Bürgermeister Bernd Saxe. In ihrer Petition fordern die Bürger unter anderem eine teilweise Entsiegelung und Begrünung des Brolingplatzes. Die FDP-Fraktion unterstützt die Petition und wird das Thema auf die Tagesordnung der nächsten Bürgerschaftssitzung nach der Sommerpause am 25.9. bringen. Die Forderung der Anwohner ist nicht neu. Bereits im Februar 2004 hatte die Lübecker Bürgerschaft einen entsprechen- den Beschluss gefasst. Auch nach 4 Jahren ist der Beschluss durch die Verwaltung immer noch nicht umgesetzt. "Ich kann die Wünsche der Anwohner voll und ganz verstehen", erklärt der sozialpolitische Sprecher der FDP-Bürgerschaftsfraktion Wolfgang Drozella. Der Platz werde als Wochenmarkt immer weniger genutzt. "St.Lorenz-Nord ist ein Stadtteil mit einer hohen Bevölkerungsdichte, der dringend öffentliche Grün- und Erholungsflächen braucht", so Drozella. Daneben solle der Wochenmarkt auf dem Brolingplatz selbstverständlich erhalten bleiben. Mit den Mitgliedern des Arbeitskreises unterstützt der FDP-Politiker die Forderung, eine in Kürze geplante Deckenteerung des Brolingplatzes zurückzunehmen und den beschlossenen "Teillandschaftsplan St. Lorenz-Nord/Vorwerk endlich umzusetzen. Dazu gehört der Neubau eines Radweges an den St. Lorenz-Gleisen, die Herstellung einer Wegebeziehung Lohmühle - Katharinenstraße, eine Baumbepflanzung in der Friedenstraße und eine teilweise Entsiegelung sowie Begrünung des Brolingplatzes. -
Keine Kürzungen bei den Kitas
Die Linke befürwortet die Einrichtung von zusätzlichen 207 Kinderbetreuungsplätzen in Lübeck. Dies war längst überfällig. Endlich hat die Politik erkannt, dass mehr Plätze in Kindertagesstätten gebraucht werden. -
Bau-Management verbessern
Das Management der Bauvorhaben Lübecks muss besser werden. In der Vergangenheit gab es zu viele Pannen: etwa bei der Errichtung der Nordtangente, der Umgestaltung der Obertrave oder der Sanierung der Schulen. Es besteht also Handlungsbedarf, denn die Management-Pannen haben erhebliche Verzögerungen bei der Fertigstellung zur Folge und belasten den Stadt-Haushalt mit unnötigen Mehrkosten. Hier werden Mittel gebunden, die anderweitig sinnvoller einsetzbar wären. Die BfL setzt sich dafür ein, dass Lübeck unter Beteiligung der betroffenen Fachbereiche geeignete organisatorische Maßnahmen ergreift, um solche Pannen zukünftig weitgehend zu vermeiden. Dabei ist es schon in der Planungsphase erforderlich, dass mögliche Risiken erkannt und geeignete Lösungen durch interne und externe Fachleute erarbeitet werden. Die hier gewonnenen Erkenntnisse müssen bei der Ausschreibung berücksichtigt und in die Vertragsverhandlungen hineingetragen werden. Aber auch bei der Bauausführung darf Lübeck das Heft nicht aus der Hand geben: Notwendig ist eine engmaschige baubegleitende Kontrolle durch die eigenen Fachleute, um rechtzeitig Probleme erkennen und meistern zu können. Hierdurch entstehen nicht notwendig höhere Personalkosten, denn auch wenn in Einzelfällen mehr Verwaltungspersonal gebunden werden sollte, so könnte dies durch sinnvolle interne Organisationsmaßnahmen aufgefangen werden. Die Bürger werden es jedenfalls begrüßen, wenn Lübeck alles unternimmt, um weitere Pannen zu vermeiden, alle Bauprojekte zügig zum Erfolg zu führen und dabei einen Beitrag zur Haushaltskonsolidierung zu leisten. -
Die Ausschreibung muss ernsthaft sein
Trotz des klaren Votums der Bürgerschaft für eine bundesweite Ausschreibung der ab Januar 2009 neu zu besetzenden Leitung des Fachbereichs Kultur, Schule, Jugend und Sport, hält es Bürgermeister Bernd Saxe nicht für nötig, die Senatorenstelle sachgerecht auszuschreiben und sicherzustellen, dass ein möglichst großer Interessentenkreis angesprochen wird. Er hat zwar Inserate in den Kieler Nachrichten, Lübecker Nachrichten, dem Hamburger Abendblatt und der Frankfurter Rundschau (inzwischen in SPD-Eigentum) aufgeben lassen, aber bewusst darauf verzichtet, die drei entscheidenden Zeitungen für den Akademiker-Arbeitsmarkt zu nutzen: Zeit, FAZ und Süddeutsche Zeitung - ganz zu schweigen von entsprechenden Fachblättern, die von Verwaltungsleuten gelesen werden. Und: Er hat sogar das Amtliche Bekanntmachungsorgan der Hansestadt, die Lübecker Stadtzeitung, ausgelassen, obwohl eine Anzeige für die Hansestadt dort kostenfrei ist und bundesweit via Internet gelesen werden kann. Um eine breite Öffentlichkeit in Schleswig-Holstein zu erreichen, hätte der Bürgermeister auch auf eine Anzeige in der größten Tageszeitung, der Landeszeitung/SHZ-Verlag, achten müssen. Auf diese Notwendigkeit hatte die BUNT-Fraktion die Verwaltung im Vorfeld hingewiesen. Dennoch wurde anders verfahren. Dies kann weder im Sinne der Hansestadt noch im Sinne der Amtsinhaberin, Senatorin Annette Borns sein, die ein Interesse daran haben müsste, sich in einem ernsthaften Auswahlverfahren auch gegen renommierte Bewerber durchsetzen zu können und gestärkt und mit besserem "Standing" in eine zweite Amtszeit zu gehen.




