Ausgabe 562 vom 21. Oktober 2008
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Kehlmann jüngster Preisträger
Thomas-Mann-Preis: Münchener reiht sich in Liste renommierter Persönlichkeiten ein
"Ich bin überglücklich über dieses Preis", formulierte Daniel Kehlmann am vergangenen Sonnabend. Der 33-Jährige, im Thomas-Mann-Jahr in München geborene Philosoph und Literaturwissenschaftler, erhielt als jüngster Preisträger den Thomas-Mann-Preis. Der mit 10.000 Euro datierte Literaturpreis der Hansestadt Lübeck wird alle drei Jahre an Persönlichkeiten verliehen, die, so die Satzung, "sich durch ihr literarisches oder literaturwissenschaftliches Wirken ausgezeichnet haben im Geiste der Humanität, die das Werk Thomas Mann prägte". Als weitere Preisträger seien beispielsweise Uwe Johnson, Siegfried Lenz, Marcel Reich Ranicki, Günter Grass und Walter Kempowski genannt. -
Erste Ergebnisse geben Planungssicherheit
Entwicklung des Veranstaltungskonzeptes Travemünde geht voran
Im Rahmen der Entwicklung eines neuen Veranstaltungskonzeptes für Travemünde gibt es erste Ergebnisse. Um nach der Übernahme des Veranstaltungsbereiches vom Kurbetrieb Travemünde das Angebot an Veranstaltungen zu strukturieren und gemeinsam mit Veranstaltern, Verbänden und den großen Hotels in Travemünde neue Ideen zu entwickeln, führte die Lübeck und Travemünde Marketing GmbH (LTM) zahlreiche Gespräche. "Wir haben uns gemeinsam mit dem Kurbetrieb Travemünde und unseren Partnern einen ersten Überblick über die Planungen 2009 verschafft und bereits erste Kooperationen im Rahmen eines neuen Veranstaltungskonzeptes für Travemünde abgestimmt, um den Veranstaltern Planungssicherheit zu geben", sagte Andrea Gastager, Geschäftsführerin der LTM. -
Radweg wird saniert
Der Radweg auf der Ostseite der Wallbrechtstraße in St. Jürgen wird auf rund 750 Meter Länge saniert. Dieser vielbefahrene Streckenabschnitt in der Verlängerung des St. Jürgen Ringes Richtung Moltkestraße wies zahlreiche Baumwurzelaufbrüche und Absackungen auf. Dadurch bildeten sich insbesondere nach Starkregen immer wieder Pfützen. -
Probieren geht vor Studieren
Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe, die sich für eine bestimmte Studienrichtung interessieren, aber noch nicht ganz sicher sind, ob sie dafür tatsächlich geeignet sind, bietet die Agentur für Arbeit Lübeck "Studienfeldbezogene Beratungstests" an. Der Test wird am 4. und 5. November jeweils ab 8.30 Uhr und ab 13 Uhr in der Agentur für Arbeit Lübeck, Zimmer 343, Hans Böckler Straße 1, angeboten. Er dauert zirka drei Stunden. Die Ergebnisse werden am selben Tag zur Verfügung gestellt. -
Laternenumzug durch Kücknitz
Die städtische Kindertagesstätte Kunterbunt in der Haferkoppel 11 in Lübeck-Kücknitz veranstaltet am Mittwoch, 22. Oktober, ihr diesjähriges Laternenfest. -
Ganzheitliche Entwicklung im Visier
Integriertes Stadtentwicklungskonzept soll einzelne Projekte bündeln
Statt vieler kleiner Konzepte und Projekte soll Lübeck jetzt einen ganzheitlichen Entwurf zum weiteren Werdegang erhalten. Das "Integrierte Stadtentwicklungskonzept", kurz ISEK, brachte Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) bereits im Juli auf den Weg (SZ berichtete). Empfohlen wird das ISEK den Mitgliedsländern von der Europäischen Union, diese macht die Vergabe von Fördermitteln davon abhängig. -
Hohe Auszeichnung für Volker Kaske
Ehemaliger Sozialsenator erhält Ehrenplakette des Deutschen Vereins
Anfang Oktober erhielt Volker Kaske, ehemaliger Senator der Hansestadt Lübeck (von 1970 bis 1998) für seine Arbeit als Sozialsenator (1974 bis 1996) die Ehrenplakette des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge. Die Auszeichnung wird auf Beschluss des Präsidiums des Vereins Personen verliehen, die sich in besonderem Maße um die soziale Arbeit und den Deutschen Verein verdient gemacht haben. Die Verleihung der Ehrenplakette nahm der Vorsitzende des Bundesverbandes der Arbeiterwohlfahrt, Wilhelm Schmidt, in seiner Eigenschaft als Präsident des Deutschen Vereins vor. -
Weihnachten bei den Buddenbrooks
Abendfüllendes Programm mit Kultur und Kulinarischem
Aufgrund des großen Erfolges in den vergangenen Jahren erfüllt die Lübeck und Travemünde Marketing GmbH in Zusammenarbeit mit dem Buddenbrookhaus, dem Kulturforum Burgkloster und dem Scandic Hotel Lübeck auch in diesem Jahr wieder (vor)weihnachtliche Wünsche der besonderen Art. Literaturfreunde, die einmal auf den Spuren der Romanfiguren der berühmten Familienchronik von Thomas Mann durch das weihnachtliche Lübeck spazieren möchten, erhalten die aufregende Gelegenheit, "Weihnachten bei Buddenbrooks" live mitzuerleben. Die rund vierstündige literarische Spurensuche findet an folgenden Terminen statt: 29. November, 5., 6. und 13. Dezember im Buddenbrookhaus, Mengstraße 4. Beginn ist jeweils um 18 Uhr. -
Gemeinnützige: Dienstagsvortrag
Am 28. Oktober findet der Dienstagsvortrag in der Gemeinnützigen, Großer Saal, Königstraße 5, um 19.30 Uhr statt. Dr. Peter Guttkuhn, Historiker, referiert zu "Der Eintritt der Juden in das Lübecker Bürgertum". Als besonderes Schmankerl fliegt der Rabbiner Emanuel Carlebach aus Montreal (Kanada) ein, dem Guttkuhn die Geschichte der Carlebachs in Lübeck und Moisling darstellen wird. Der Eintritt zu diesem Vortrag ist frei. -
Bürgersprechstunde in St. Jürgen
Die erste Bürgersprechstunde in St. Jürgen mit dem SPD-Landtagsabgeordneten Wolfgang Baasch findet am Freitag, dem 24.Oktober von 17 Uhr bis 19 Uhr im Nachbarschaftsbüro des Lübecker Bauvereins, Billrothstraße 1 (bei der Kreuzkirche) statt. Im Landtags-Wahlkreis 37, zu dem die Lübecker Stadtteile St. Jürgen, Altstadt und Moisling gehören, soll die Bürgersprechstunde monatlich an unterschiedlichen Orten stattfinden. -
Gespräch bei Mittwochsbildung
Am Mittwoch, 29. Oktober, 19.30 Uhr, findet im Rahmen der mittwochsBILDUNG im Großen Saal, Gesellschaftshaus, Königstraße 5 ein Vortrag und Gespräch mit Prof. Dr. Jürgen Westermann, Direktor des Institutes für Anatomie in Lübeck und Studiendekan, zum Thema "Was erwartet die Universität von den Schulabsolventen?" statt. Der Eintritt ist frei. -
Infoblatt zum Thema K.O.-Tropfen
Um Mädchen und Frauen vor sexuellen Übergriffen nach der Verabreichung von sogenannten K.O.-Tropfen zu schützen, brauchen Erwachsene und Jugendliche Informationen über deren Wirkungsweisen und Schutzmöglichkeiten. Diese möchte der Frauennotruf Lübeck mit dem neuen Faltblatt: "K .O.-Tropfen Informationen gegen sexuelle Ausbeutung" öffentlich machen. -
"Buntekuh - grün und gepflegt"
Zweites Projekt des "Bündnis für Sauberkeit"
Die Vorwerker Diakonie, die ARGE Lübeck und die Hansestadt Lübeck starteten kürzlich ein neues Projekt mit dem Namen "Buntekuh - grün und gepflegt". -
Brückensanierungsprogramm auflegen
Der Blick auf den Stadtgrundriss und die besonderen Anforderungen an die Verkehrsinfrastruktur des größten deutschen Ostseehafens machen die öffentliche Aufregung über einen erheblichen Sanierungsbedarf zahlreicher Brücken verständlich. Die Vorwürfe des Landesrechnungshofes über eine angebliche Untätigkeit der Verwaltung der Hansestadt konnten aber im Bauausschuss ausgeräumt werden. Der von Bausenator Franz Peter Boden vorgelegte Bericht belegt, dass die Verwaltung ihre Hausaufgaben und die erforderlichen Vorarbeiten für dringend erforderliche Reparaturen sorgfältig gemacht hat. Die SPD begrüßt den Beschluss des Bauausschusses wegen des festgestellten Sanierungsbedarfes, auf Grundlage der Lösungsvorschläge der Bauverwaltung sofort ein Arbeitsprogramm zu erstellen. Dort sollen alle Brücken nach ihren Reststandzeiten erfasst und eine Rangfolge der Dringlichkeit festgelegt werden. Gleichzeitig soll in Gesprächen mit Bund und Land die Möglichkeiten der Finanzierung dieser Sonderinvestitionsprogramme ausgelotet werden. Bei der Diskussion über den baulichen Zustand der Lübecker Brücken dürfen andere Schwachstellen in der Verkehrsinfrastruktur nicht vergessen. werden. Für die SPD-Bürgerschaftsfraktion hat dabei ein langfristiges Sanierungskonzept für die vorhandenen Straßen besondere Priorität. Dies ist kein neuer Ansatz. Wir hatten bereits 2004 in der Bürgerschaft die Ausarbeitung einer auf 12 Jahre angelegten Prioritätenliste beantragt. Leider war die CDU nicht bereit, diesem nachhaltigen Konzept zu folgen. -
Endlich die Region entwickeln
Schon seit einigen Jahren ist Lübecks Rolle in der Region Südostholstein ein häufig diskutiertes Thema. Vor allem die Wirtschaftsverbände IHK und Kaufmannschaft weisen regelmäßig auf die Notwendigkeit einer stärkeren regionalen Zusammenarbeit hin. Auch die CDU-Bürgerschaftsfraktion hat früh erkannt, dass unsere Stadt als einsame Einzelgängerin im 21. Jahrhundert nicht mehr erfolgreich sein kann; Peter Sünnenwold (CDU) hat sich als Stadtpräsident beispielhaft für ein gutes Verhältnis zu unseren Nachbarn eingesetzt. Ärgerlich ist es daher, dass die Verwaltung unter Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) weiterhin völlig tatenlos bezüglich der Umsetzung einer regionalen Kooperation bleibt. Auch die neuen Bürgerschaftsmehrheiten haben seit der Wahl im Mai dieses Jahres zu keinem Zeitpunkt auf gemeinsames Handeln mit der Region hingearbeitet. Dabei ist Lübeck viel zu klein, um sich dauerhaft als Standort im internationalen Wettbewerb behaupten zu können. Zudem sind es insbesondere die regionalen Vorzüge, die unsere Stadt bei der Investorensuche auszeichnen können. Die infrastrukturellen Voraussetzungen sind exzellent, unsere Region hat eine hervorragende Ausgangslage, sich als Verbindungsglied zwischen Metropolregion Hamburg und der Ostsee als einzigem tatsächlich europäischem Mittelmeer in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken. Doch muss nun endlich auch damit begonnen werden, unsere Entwicklungsprogramme und Standortmarketingprogramme in der Region zu verankern. Es wird Zeit, dass der Bürgermeister regional denkt. Die CDU wird sich weiterhin dafür einsetzen -
Innenminister - GRÜNE 0:1 n.V.
Am 25. Mai wurde die Lübecker Bürgerschaft neu gewählt. Die GRÜNEN gewannen 6 Sitze, und wir waren überrascht und glücklich. Trotzdem protestierten die GRÜNEN und BfL bereits drei Tage später gegen die Sitzzuteilung. Sie forderten einen zusätzlichen Sitz. Dummerweise gab es zwei Interpretationen des Kommunalwahlgesetzes - die des Innenministers und die des Schleswig-Holsteinischen Verwaltungsgerichts. Dasselbe Problem entstand auch für die CDU in Kiel, die SPD in Norderstedt, die Linke in Stormarn, die FDP in Ostholstein, . . . Überall in Schleswig-Holstein wurden die Sitze nach der Interpretation des Innenministers zugeteilt. Quer durchs Land legten die benachteiligten Parteien Einspruch ein und beriefen sich sogar auf das Bundesverfassungsgericht. Knall auf Fall gab der Innenminister im Juli seinen Standpunkt auf. Jede Stadt und jeder Kreis konnten entscheiden, wie sie wollten. Von der Vorgabe des Innenministers befreit, entschied unser Bürgermeister sich jetzt für die Interpretation des Verwaltungsgerichts. Der Lübecker Wahlprüfungsausschuss, die Bürgerschaft und der Wahlausschuss folgten seiner Sichtweise. Einstimmig, bei wenigen Enthaltungen, erhielten GRÜNE und BfL einen zusätzlichen Sitz. Ich würdige die Haltung der CDU und der FDP, die ohne eigenen Vorteil der Sicht des Bürgermeisters folgten und einem zusätzlichen Sitz für die GRÜNEN und BfL zustimmten. Das ist nicht selbstverständlich. In Itzehoe verweigerten CDU, SPD und Linke den GRÜNEN und einer Wählerinitiative einen zusätzlichen Sitz. Über personelle Folgen im Innenministerium ist bisher nichts bekannt. -
Und sie bewegt sich doch!
Bereits im vergangenen Jahr hat die FDP die Probleme im Bereich "Sozialbestattungen" angesprochen, die es häufig bei der würdevollen Bestattung Verstorbener für mittellose Angehörige gibt. Von Seiten der Verwaltung wurde in mehreren gemeinsamen Gesprächen immer wieder darauf hingewiesen, dass die Stadtverwaltung nicht Auftraggeber für die Beerdigungsunternehmer sei und letztlich auch nicht deren Inkassobüro sein kann. Nur in ganz wenigen, eng begrenzten Fällen sei die Stadtverwaltung allein für die Bestattung Verstorbener zuständig. Die berechtigten Interessen der mittellosen Hinterbliebenen und auch der Bestatter wurden bereits im Kieler Landtag lang und breit diskutiert. Alle sahen die Probleme und den notwendigen Handlungsbedarf passiert ist aber nichts. Für umso lobenswerter halten wir es daher, dass uns in einem neuen Gespräch zwischen Stadtverwaltung, Bestattern und Politik am 8. Oktober 2008 von Seiten der Verwaltung entgegen den bisher gemachten Aussagen nunmehr mitgeteilt wurde, dass die bisherige Verwaltungspraxis überdacht wurde und künftig das langwierige Erbausschlagungsverfahren nicht mehr abgewartet wird. Damit können bei "Sozialbestattungen" Gelder schneller bewilligt werden. Nach Aussage der Bestatter ist das ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Die Forderungen der FDP-Fraktion im Bereich der "Sozialbestattungen" gehen weiter. Wir sehen aber, dass sachliche Gespräche nicht nutzlos sind und zu kleinen Erfolgen führen. Wir danken Senator Wolfgang Halbedel und seiner Mannschaft für die "Bewegung" im Interesse aller Beteiligten! -
Deutschlands teuerstes Klo
Mögen sich einige über ein Entgelt von 50 Cent auf einem öffentlichen, stillen Örtchen bereits ärgern, wird auf dem Lübecker Marktplatz klar, warum dieser Obolus unverzichtbar ist. Die beiden Klos auf dem Gelände des ehemaligen Stadthauses sind die teuersten Deutschlands. Lübeck zahlt ab 2009 unglaubliche 130 000 Euro jährlich für die Toiletten. Ein Klo, das so teuer ist wie ein Eigenheim - das geht mir nicht in den Kopf. Nach der doppelten Erwähnung Lübecks im Schwarzbuch der Steuerzahler wegen völlig überteuerter Rückenlehnen für Parkbänke an der Obertrave und dem nicht nachvollziehbaren Neubau eines schlicht überflüssigen Wasserwerkes, sind die Toiletten ein weiterer den Lübeckern kaum zu vermittelnder Fall von fahrlässiger und unprofessioneller Verschwendung von Steuergeldern. Die Linke wird die Sache in der Bürgerschaft zur Sprache bringen. Die Toiletten am Markt sind absolute Luxus-Klos. In einem komplizierten Vorgang wird nach Geldeinwurf die Tür automatisch geöffnet und geschlossen und das WC nach jedem Toilettengang vollautomatisch gereinigt. Natürlich halten wir ein behindertengerechtes WC auf dem Lübecker Markt für unverzichtbar, jedoch nicht zu diesem absurden Preis und mit dieser verschwenderischen Ausstattung. Ein ganz normales Klo hätte es auch getan. Alle Lübecker haben die pessimistischen Äußerungen des Bürgermeisters im Ohr, Lübeck müsse dringend sparen, die Bankenkrise würde auch Lübeck treffen. Gleichzeitig erfahren wir hier zum dritten Mal in kurzer Zeit wie überheblich und abgehoben die Politik mit den Steuergeldern umgeht. -
Ein Lotse für Investoren
Die "Bürger für Lübeck" sind angetreten, um frischen Wind in die Bürgerschaft zu bringen und mit Kompetenz neue Wege und Inhalte aufzuzeigen. Ein gutes Beispiel für einen neuen Ansatz ist ein Antrag für die nächste Bürgerschaftssitzung, der die Ansiedlung eines "Investitionslotsen" unmittelbar beim Bürgermeister mit ressortübergreifender Kompetenz vorschlägt. Diese neue Funktion ist wichtig, denn Unternehmen und Unternehmer, die sich für eine Ansiedlung am Standort Lübeck interessieren, wissen es aller Erfahrung nach zu schätzen, wenn sie nur einen Ansprechpartner haben, der sich intensiv um ihre Interessen und Pläne kümmert und ihnen den Weg für eine erfolgreiche Investition ebnet. Der Investitionslotse soll auch die Aufgabe haben, im Rahmen der bestehenden Lübecker Schwerpunkt-"Cluster" Logistik, Medizintechnik, Nahrungsmittelindustrie und Maschinenbau gezielt Angebote zu entwickeln und auf deutsche wie auch internationale Unternehmen offensiv zuzugehen. Lübeck ist ein für Investoren interessanter Standort, denn hier gibt es bereits eine hervorragende Infrastruktur, dazu die über Jahrzehnte gewachsenen Beziehungen in den Ostseeraum, nach Skandinavien und Osteuropa hinein. Die Nähe zu Hamburg und die zukünftig mit der Fehmarnbelt-Brücke noch verbesserte Verkehrsanbindung nach Norden liefern weitere gute Investitionsgründe. Ein vor diesem positiven Hintergrund sicher erfolgreich arbeitender Investitionslotse wäre ein guter Botschafter für unsere Hansestadt und ihre alte Kaufmannstradition. Wir gehen deshalb davon aus, dass alle Fraktionen unserem Antrag zustimmen werden. -
Ein Topbeamter als Showmaster
Verschwendung von öffentlichem Geld in Lübeck: Der "Bund der Steuerzahler" hat der Hansestadt jetzt wieder einmal mit seinem "Schwarzbuch" kräftig eingeschenkt: "Pleiten, Pech und Pannen" und krasse Fälle von Missmanagement seien typisch. "In Lübeck ist die Verwaltung seit Jahren schlecht organisiert", lässt sich der Steuerzahlerbund in den Zeitungen zitieren. Auch wenn wir uns wundern, dass unsere größten Millionengräber der Hafen und vor allem der Flughafen überhaupt nicht erwähnt werden (hier beweist der "Steuerzahlerbund" wirklich "Lange-Mut"!) - trifft die Kritik im Kern zu. Die Stadtverwaltung ist seit Jahren miserabel aufgestellt, schlecht organisiert, wird nicht geführt. Wer ist dafür verantwortlich? Herr Saxe hat die "Verwaltungsstrukturreform" bei Dienstantritt im Jahre 2000 abgebrochen. Er versteht sich nicht als Chef des "Konzerns Hansestadt", sondern vergnügt sich in der Rolle des Bürgermeisterdarstellers, des obersten "Moderators" der Hansestadt, der keinesfalls "operativ" tätig werden dürfe, wie von ihm zu hören ist. Wir lassen demnach zu, dass der bestbezahlte und mächtigste Beamte unserer Stadt nichts entscheidet, sich nicht als Krisenmanager, den wir dringend benötigen, begreift. Es ist für alle erkennbar, dass Herr Saxe kein Konzept hat. Angesichts der Finanzkrise fiel ihm nichts besseres ein, als seine Mitarbeiter zu verunsichern und ihnen über die Zeitung mitzuteilen, dass viele Stellen in der Verwaltung - nicht aber etwa seine - eingespart werden müssten. Auf diese Weise wird Lübeck nie aus den roten Zahlen und aus dem Schwarzbuch herauskommen.




