Ausgabe 043 vom 22. September 1998
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Das Stadttheater ist vorbildlich
Arbeitsgemeinschaft will behindertengerechte öffentliche Einrichtungen
Öffentliche Gebäude werden seit einigen Jahren nach neuen DIN-Normen gebaut. "Aber es gibt keinen DIN-genormten Behinderten", sagt Erika Bade von der Arbeitsgemeinschaft (AG) Bauen und Wohnen. "Durch die Vorschriften werden nur die Mindestanforderungen erfüllt." Damit nicht für viel Geld nachgerüstet werden muß, nehmen die Architekten die Beratung durch die seit zehn Jahren bestehende Arbeitsgemeinschaft immer häufiger in Anspruch. Auch wenn die Vorschriften eingehalten würden, gäbe es erfahrungsgemäß immer noch Hindernisse für Behinderte, weiß die Rollstuhlfahrerin, "und wenn es nur ein vom Rollstuhl aus unerreichbarer Knopf ist." -
Trend: "Event-Kultur"
Vor allem Sonderausstellungen locken in Museen
1988 verzeichneten die städtischen Museen 221 822 Besucher. Als 1992 das Burgkloster und 1993 das Buddenbrookhaus dazukamen, lag diese Zahl - die beiden Einrichtungen eingerechnet - wesentlich höher: 325 726. Seitdem ist der Besucherstrom wieder zurückgegangen: 1997 kamen nur noch 227 786 Besucher in die städtischen Museen (ohne Buddenbrookhaus und Burgkloster sogar nur 166 835 Besucher ). -
Die Jugend ist 1999 in Oldenzaal dabei
Das Programm für den 19. Hansetag in Oldenzaal (Niederlande) im nächsten Jahr stand auf der Tagesordnung, als sich jetzt die Delegierten der Jugendhanse aus Lübeck und Stade zu einem Treffen in der Travestadt einfanden. Bei der eintägigen Sitzung sprachen Jan Lindenau und Alexandra Ortmann aus Lübeck und Kathrin Müller und Henrik Steffen aus Stade unter anderem über das geplante Konzert in Oldenzaal: Junge Musiker, die ein Stipendium durch die Stendaler Jütting-Stiftung erhalten haben, werden auf dem 19. Hansetag musizieren. Der Erlös soll der Jugendhanse zukommen. -
Wahlrecht wichtiges demokratisches Element
Am kommenden Sonntag, 27. September, findet die Wahl zum 14. Deutschen Bundestag statt. Am gleichen Tag wird in Schleswig-Holstein auch über den Volksentscheid zur Rechtschreibreform abgestimmt. Die Stimmabgabe der Bürgerinnen und Bürger zu beiden Abstimmungen gehört zu den wichtigsten demokratischen Elementen. Deshalb sollten auch möglichst viele Wahlberechtigte von ihrem Stimmrecht Gebrauch machen. -
Editorial
Das Leib- und Magenblatt der Travestädter, die Lübecker Stadtzeitung (SZ), hat ein neues Phänomen ausgemacht: das "Freitags-Syndrom". Niemand ist davor gefeit, weder das Alter noch das Geschlecht haben Einfluß auf diese Erkrankung. Überfallartig befällt es die Menschen; Schweißausbrüche, Gesichtsröte und Panikreaktionen sind die auffälligen Begleiterscheinungen. Interessant, und deshalb ein Phänomen, ist die Tatsache, daß zumeist nach wenigen Stunden die Krankheitserscheinungen zurückgehen und die Betroffenen allmählich wieder ihre gesunde Gesichtsfarbe zurückerlangen. Nach ärztlichen Erkenntnissen sind spätestens über das darauffolgende Wochenende die Symptome völlig abgeklungen - auch Spätfolgen wurden bisher nicht festgestellt. -
Ukrainer helfen beim Brassen
Rahen der "Passat" werden gedreht - Museumsschiff ein Seezeichen
Am Dienstag, 22. September, kommt es in Travemünde zu einem maritimen Spektakel besonderer Art: 40 Seeleute des ukrainischen Rahseglers "SS Khersones" werden der dreiköpfigen "Passat"-Stammbesatzung helfen, die Rahen des Schiffes zu "brassen", das heißt, den Anstellwinkel der bis zu 28 Meter langen Segel-Querträger an den Masten zu ändern. Dadurch soll die "Passat" den Erfordernissen der Seefahrt angepaßt werden. -
Komplizierte Entscheidung
Rechtschreibreform: Stimmzettel zum Volksentscheid stiftet Verwirrung
Am Sonntag, 27. September, findet nicht nur die Wahl zum 14. Deutschen Bundestag statt, sondern zugleich auch die Abstimmung über den Volksentscheid "WIR gegen die Rechtschreibre-form". Bis Ende vergangener Woche hatten bereits über 13 000 Bürgerinnen und Bürger per Briefwahl ihr Votum zum Volksentscheid abgegeben. Zum Vergleich: Im gleichen Zeitraum hatten bei dem Volksentscheid zum Buß- und Bettag nur 5000 Wahlberechtigte von ihrem Stimmrecht Gebrauch gemacht. -
Auch Kletterpflanzen
Baum-Schenkaktion der Stadt wird ausgeweitet
Die Aktion "Bäume für Lübeck" ist bei der Lübecker Bevölkerung sehr gut angekommen (die SZ berichtete). Bislang seien von den insgesamt 350 angebotenen Laubbäume bereits 160 kostenlos an die Frau oder den Mann gebracht worden, teilte Wolfgang Nagel vom Bereich Naturschutz mit. Die Aktion läuft noch bis zum 26. September. -
Kurz Notiert
Der Ringstedtenhof feiert am Sonntag, 27. September, sein fünftes Hoffest. Von 11 bis 17 Uhr wird in der Vorrader Straße 81 ein buntes Programm geboten. -
LÜBECK STATISTISCH
Seit 1930 erfaßt der Bereich Statistik und Wahlen die Entwicklung des Kraftfahrzeugbestandes in der Hansestadt zum 1. Juli eines jeden Jahres. Insgesamt 110 261 Kraftfahrzeuge, das heißt Pkw, Lkw, Busse und Krafträder, wurden per 1. Juli 1998 in Lübeck gezählt. Bezogen auf die Pkw besitzt fast jeder zweite Lübecker einen "fahrbaren Untersatz": Auf 1000 Einwohner kommen 443,9 Autos. Schaut man zurück auf das Jahr 1930 besaßen von 1000 Einwohnern gerade 8,6 einen Pkw. Insgesamt wurden damals 2 786 hanseatische Kraftfahrzeuge gezählt. Eine rasante Entwicklung nahm der Automobilmarkt ab 1955: Innerhalb von zehn Jahren verdreifachte sich die Anzahl von Kraftfahrzeugen in der Stadt auf über 40 000. Bereits 1970 besaß schon jeder vierte Lübecker einen Pkw und zehn Jahre später unterhielten von 1000 Einwohnern 330,4 einen Pkw. Über 73 000 Pkw von den insgesamt über 81 000 gezählten Kraftfahrzeugen befuhren schon vor 18 Jahren die lübschen Straßen. -
Flughafenbeirat: Zweite Sitzung
Lärmschutzmaßnahmen und die frühzeitigen Informationen über Großveranstaltungen auf dem Lübecker Flughafen Blankensee standen im Mittelpunkt der Beratungen des Flughafenbeirates am vergangenen Mittwoch. Der Beirat, der zum zweiten Mal seit seiner Gründung im Februar zusammengetreten war, besichtigte auch die neuen Räumlichkeiten und die technischen Einrichtungen des Flughafens. Er wurde dabei von Flughafenchef Dr. Peter Steppe über laufende und geplante Entwicklungen informiert. Der Beirat ist ein Gremium, das die Hansestadt eingerichtet hat, um frühzeitig Informationen an die umliegenden Gemeinden zu geben und Mißverständnissen vorzubeugen. Ihm gehören neben den Bürgermeistern der Anliegermeinden Groß Grönau, Krummesse, Groß Sarau, Pogeez und Lüdersdorf die Interessengemeinschaft der Flughafen-Anwohner und die Initiative "Zukunft Blankensee" an. Geleitet wird die Gesprächsrunde von Wirtschaftssenator Gerd Rischau und Ombudsmann Gerhard Burmester. -
Naturerlebnisraum wird ausgewiesen
Die Projektgruppe "Naturerleben" des Fachbereichs Umwelt und Grün der Hansestadt Lübeck lädt zu einer kleinen Feier ein anläßlich der Ausweisung des Naturerlebnisraumes "Moislinger Aue und Krähenwald". Interessenten sind eingeladen, mit Vertretern der Projektgruppe am Dienstag, 29. September, 17 Uhr, im Foyer der Realschule Moisling, Brüder-Grimm-Ring 6 bis 8, auf die Ausweisung anzustoßen. Die Besucher werden darüber hinaus gebeten, festes Schuhwerk mitzubringen. -
KORREKTUR
Zum Bericht über den Eigenbetrieb Gebäudebewirtschaftung (SZ vom 8. September) bittet der Personalrat Bauwesen und Grünflächenamt um folgende Klarstellung: Dieser Personalrat ist nur für die Mitarbeiterinnen der Zentralen Stelle Gebäudereinigung (ZSG) zuständig, die im Fachbereich Stadtplanung, Bereiche Stadtgrün und Friedhöfe, tätig sind. Darüber hinaus sind andere Personalräte zuständig, etwa der Personalrat Querschnittsämter und der Personalrat Allgemeine Verwaltung. -
Ein fröhliches Fest mit ernstem Hintergrund
"Wir alle sind Kinder dieser Welt" sangen die Jungen und Mädchen gemeinsam zum Abschluß der großen Feier am Freitag anläßlich des Weltkindertages. Mit einem abwechslungsreichen Programm wurde an diesem Nachmittag daran erinnert, daß Kinder Rechte haben - und daß es gilt, diese Rechte dem Nachwuchs auch einzuräumen. Insgesamt 16 Vereine und Organisationen hatten gemeinsam das Fest im Baobab-Park an der Kanalstraße vorbereitet und damit bereits deutlich gemacht, daß die Aufforderung des Deutschen Kinderhilfswerks, der Anerkennung und Respektierung der Stellung von Kindern in unserer Gesellschaft Nachdruck zu verleihen, in der Hansestadt Lübeck nicht nur auf fruchtbaren, sondern vor allem auch auf breiten Boden gefallen ist. -
Vermeiden, verlagern, verbessern
Mobilität im Sinne der Agenda 21 muß global betrachtet werden
Eine Mobilität im Sinne der Agenda 21 (siehe Kasten links) verlangt Rücksicht auf die Mitmenschen und ihren Lebensraum, Rücksicht auf die Umwelt und auf die natürlichen Ressourcen. Im Mittelpunkt steht dabei naturgemäß das Auto. -
Mobilität verlangt Rücksicht
Nicht nur mit dem Auto fortbewegen - Gesundheitliche Auswirkungen
"Mobilität heißt Distanz überbrücken, aber auch, mit der Distanz leben zu können", steht in der Broschüre des schleswig-holsteinischen Ministeriums für Umwelt, Natur und Forsten zum Thema Agenda 21. "Mobilität ist keine Größe an und für sich; sie wächst nicht dadurch, daß entfernte Ziele besser erreichbar sind als nahe", heißt es in dem Heft mit dem Titel "Lebensqualität mit Zukunft" weiter. Von Natur aus mit Muskelkraft ausgestattet, habe der Mensch seine Fortbewegungsmöglichkeiten (also seine Mobilität) weiterentwickelt - über die Nutzung von Wind und Wasser bis hin zur Maschinenkraft, die in vielfältiger Form genutzt werde. Diese Mobilität aber verlange Rücksichtnahme auf andere Verkehrsteilnehmer, Rücksicht auf sich selbst, die eigene Gesundheit und Sicherheit. -
Veranstaltungstip
Zukunft gestalten
Agenda 21: Vorträge in der Volkshochschule -
Agenda 21
Die Landesregierung hat das Projekt "Schleswig-Holsteiner Haushalte machen mit" im Mai ins Leben gerufen. Sechs Monate lang sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer versuchen, im Sinne der Agenda 21 zu leben. In Lübeck nehmen 26 Haushalte mit insgesamt 34 Personen an dem Projekt teil. -
Kurz notiert
Der Turm der St. Jakobi-Kirche wird als einer der ersten sieben Lübecker Kirchtürmen weithin sichtbar angestrahlt. Auf Initiative der Lübeck und Travemünde Tourismus-Zentrale LTZ sollen bis Weihnachten die hanseatischen Wahrzeichen weithin sichtbar angestrahlt werden. -
GeistReich
Die Mitte
Der begehrteste Platz auf der Welt ist die Mitte. Genau auf ihr wollen alle stehen, dort wollen alle Politiker sein. Das muß also ein hochpolitischer 0rt sein, der wie alle Grundstücke in Deutschland bis zum Mittelpunkt der Erde geht, wo der von allen hofierte kleine Mann und seine kleine Frau mit den sich immer weiter vermehrenden Accessoires Platz nehmen möchten - weil er nirgends sonst -
Adressen
MuK -
"Passat"-Besichtigung nur noch am Wochenende
Die Viermastbark "Passat" kann noch an den Wochenden 26. und 27. September sowie 3. und 4. Oktober jeweils von 11 bis 16.30 Uhr besichtigt werden. Anschließend sind Besichtigungen nur noch im Rahmen einer Sonderführung möglich. Telefonische Anmeldungen unter (0451) 122 52 02. -
Verkehrsberuhigung in Schlutup beginnt
Die Verkehrsberuhigung in der Ortsdurchfahrt Schlutup beginnt in der ersten Oktoberwoche. Sichtbares Zeichen für diese Maßnahme ist der Bau einer Mitteinsel am Ortseingang aus Richtung Selmsdorf. Die Kosten für diese Insel betragen rund 60 000 Mark. Außerdem wird die Ortsdurchfahrtsstraße auf ihrer gesamten Länge auf Tempo 30 reduziert, die Mittelmarkierungen werden entfernt und Blumenkübel grenzen Park- und Lieferstreifen ab. Die Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung wurden in einem Arbeitskreis beschlossen, dem Vertreter der Stadtverwaltung, der Parteien, der Anwohner, der Wirtschaft, der Schulen und Kindertagesstätten sowie der Polizei angehören. Die Verkehrsberuhigung ist zunächst als Versuch auf ein halbes Jahr begrenzt. -
Lernort statt Musentempel
Museum für Natur und Umwelt begeisterte am Tag der Offenen Tür
Einmal im Jahr einer großen Öffentlichkeit die gesamte Leistungspalette zeigen und neue Freunde gewinnen. So könnte man die Zielsetzung des "Tag der Offenen Tür" umschreiben, der am Sonntag wieder einmal im Museum für Umwelt und Natur stattfand. Nachdem Senator Ulrich Meyenborg die Veranstaltung am Morgen eröffnet hatte, strömten fünf Stunden lang die Besucher in das Gebäude am Dom. Dort demonstrierten die Mitarbeiter um Institutsleiter Dr. Wolfram Eckloff zusammen mit befreundeten Umweltinitiativen und ehrenamtlichen Helfern das große Engagement, das von dieser beliebten Einrichtung ausgeht und dafür sorgt, das sich das Museum wohltuend abhebt von jenen Musentempeln, denen Besucher eine lästig Last sind. -
Mut statt Angst
Bei BIFF: Rat gegen sexuellen Kindesmißbrauch
BIFF, die "Beratung und Information für Frauen", will Informationen darüber möglichst breit streuen, wie sexuelle Gewalt an Kindern verhindert werden kann. "Die Lehrer können diesen gesellschaftlichen Auftrag nicht allein erfüllen", erklärt BIFF-Mitarbeiterin Heike Schüttler. Deshalb müsse eine Vernetzung zwischen Schule, Zuhause und Hilfsangeboten aufgebaut werden. Daher haben die Grundschullehrer und alle Eltern, deren Kindern in diesem Jahr eingeschult wurden, einen Ratgeber für Mütter und Väter zum Thema bekommen. -
Konflikt für Eltern
Diskussion über vorgeburtliche Diagnostik
"Schwangerschaft ohne Risiko?" lautet das Thema einer Informations- und Diskussionsveranstaltung am Mittwoch, 23. September, 19 Uhr, in der Volkshochschule, Hüxstraße. Über das Für und Wider vorgeburtlicher Diagnostik referieren Regina Cuny (Netzwerk gegen Selektion und pränatale Diagnostik), Dr. Monika Hagedorn-Greiwe (Institut für Humangenetik, MUL), Dr. Ingrid Kowalcek (Klinik für Frauenheilkunde, MUL) und Dr. Christoph Schöttler (Humanistische Union). -
Ein Lückenschluß
Tag der offenen Tür in der Alten Feuerwache
Am Sonnabend, 26. September, öffnen sich die Türen der Alten Feuerwache in der Hansestraße 24 bis 26. Neugierige sind ab 15 Uhr eingeladen, sich über die vielfältigen Dienstleistungs- und Beratungsangebote in dem Gebäude zu informieren und die neuen Werkstätten und Wohnungen in Augenschein zu nehmen. Veranstalter ist der Verein Netzwerk Selbsthilfe Lübeck. -
Veranstaltungstip
Mit einem sogenannten Porträtkonzert gedenkt die Hansestadt Lübeck des 50. Todestages des lettischen Komponisten Jazeps Vitols. Es wird am Dienstag, 6. Oktober, um 20 Uhr im Kammermusiksaal der Lübecker Musikhochschule gegeben. Der Eintritt für das Konzert mit Klavierliedern und Klavierwerken, Stücken für Violine und Klavier sowie Werken für einen gemischten Chor ist frei. -
Ausstellungen
Buddenbrookhaus -
Mittwoch, 23. September
Theater -
Donnerstag, 24. September
Theater -
Freitag, 25. September
Theater -
Sonnabend, 26. September
Theater -
Sonntag, 27. September
Theater -
Montag, 28. September
Musik -
Dienstag, 29. September
Musik -
Die Welt andalusischer Zigeuner
Festival Flamenco Gitano 98 in der MuK - Noch Karten erhältlich
Flamenco - ein faszinierendes Spiel, ein Ritus voller Spannung. Unter der künstlerischen Leitung von Paco Cepero, der als einer der berühmtesten Gitarristen Spaniens gilt, werden am Montag, 28. September, 20 Uhr, hochkarätige Interpreten des Flamenco die Besucher des Festival Flamenco Gitano in der Musik- und Kongreßhalle (MuK) in die Welt der andalusischen Zigeuner entführen. Altmeister und junge Nachwuchstalente dokumentieren musikalisch ihre Kultur. Alle Darbietungen erfolgen im getreuen Stil der Jahrhunderte alten Tradition: Rhythmisches Klatschen, Stakkato-Donner der Fußarbeit, blitzschnelle abgehackte Bewegungen und die Geschmeidigkeit der Halbdrehungen in der wichtigen S-Form der Körperhaltung. -
Der Alltag beim Neandertaler
Ausstellung im Casino erweckt "Vier Millionen Jahre Mensch" zum Leben
"Lesen Sie die Texte in dieser Ausstellung und Sie werden feststellen, daß ein Teil aus einem Buch von mir gestohlen wurde. Der Rest ist reiner Unsinn. Nun, Sie werden es selbst herausfinden", begrüßt Sir Charles Darwin als sprechende Büste und in vorwurfsvollem Ton die Besucher der Ausstellung "Vier Millionen Jahre Mensch", die seit Freitag im Casino zu sehen ist. -
Matinée im Theater
Im Jahr 1908 wurde das Haus an der Beckergrube eingeweiht: An dieses Datum erinnert die Matinée "90 Jahre Theater Lübeck" am Sonntag, 4. Oktober (statt 27. September), um 11 Uhr, in den Kammerspielen. Im Mittelpunkt stehen Texte der drei bedeutenden Lübecker Thomas Mann, Günther Lüders und Jürgen Fehling. -
Erstes Montagskonzert
Das erste Kleine Montagskonzert findet am 28. September um 20 Uhr im Audienzsaal des Rathauses statt. Die Freunde der Kammermusik können sich auf das Streichquartett op. 77 von Dvorak und das Oboenquintett KV 406 von Mozart, gespielt von Mitgliedern der Lübecker Philharmoniker, freuen. -
Eine heitere Oper
Premiere: Die Liebe zu den drei Orangen
Die Opernsaison startet mit "Die Liebe zu den drei Orangen" - und das Theater Lübeck vertraut dabei mehreren Namen. Zunächst denen des Komponisten und des Autors: Sergej Prokofjew vertonte das turbulente Stück von Carlo Gozzi, dem "Gegenspieler" Carlo Goldonis - vor 75 Jahren wurde aus dem turbulenten Schauspiel des 18. Jahrhunderts eine heitere Oper. Dann vertraut es neben dem erprobten Ensemble seinem musikalischen Leiter Erich Wächter und dem Regisseur Anthony Pilavachi, der binnen kurzem mit "Lulu", "Hoffmanns Erzählungen" und "Madame Butterfly" brillierte. Premiere ist am Sonnabend, 26. September, 19.30 Uhr. Weitere Vorstellungen sind dann am 29. September sowie am 1. und 4. Oktober. -
Kinotip
Jerusalem
Bille Augusts Verfilmung des Romans "Jerusalem" der Nobelpreis-Gewinnerin Selma Lagerlöf wurde bei den 39. Nordischen Filmtagen Lübeck mit dem NDR-Förderpreis ausgezeichnet. Die Jury würdigte den Streifen als "persönlichen, schwedischen Film, der alle großen Themen der Menschheit aufgreift und diese uns emotional nahebringt". -
Theaterporträts
Ein vielseitiger Typ
Der Schauspieler Thomas Birklein -
Bauarbeiten
Am Wasserbau: -
Informationen und Hilfe
Recycling-Höfe
Bürgerschaft% -
Gesundheitsamt
Aids-Beratung122 53 70 -
Sitzung des Kreiswahlausschusses
Der Kreiswahlausschuß für die Wahl zum 14. Deutschen Bundestag am 27. September tritt am Freitag, 2. Oktober, 8 Uhr, im Kommissarenzimmer des Rathauses zu einer Sitzung zusammen. Festgestellt wird das amtliche Endergebnis der Bundestagswahl im Wahlkreis 11 - Lübeck. -
Fahrräder und Schmuck unterm Hammer
Die beim Fundbüro der Meldestelle und im Stadtteilbüro Travemünde abgelieferten und bisher nicht abgeholten Fundsachen werden öffentlich versteigert. Am Mittwoch, 30. September, 15 Uhr, werden auf dem Schrangen Fahrräder versteigert. Diverse Fundsachen wie Schmuck, Brillen, Schirme oder Bekleidungsgegenstände kommen am Donnerstag, 1. Oktober, 15 Uhr, im Gemeinschaftshaus Karlshof, Hofweg 11 a, unter den Hammer. -
Schadstoffmobil steht auf dem Andersenring
Bürgerinnen und Bürger können am Sonnabend, 26. September, ihre Sonderabfälle aus privaten Haushalten kostenlos beim Schadstoffmobil auf dem Wochenmarktplatz Andersenring abgeben. Das Fahrzeug steht dort von 8 bis 12 Uhr. Das Schadstoffmobil nimmt keine Autoreifen oder asbesthaltige Abfälle, wie zum Beispiel Asbestzement-Faserplatten entgegen und keine Feuerlöscher und Elektrogeräte. -
Sozialpsychiatrischer Dienst am Telefon
Der Sozialpsychiatrische Dienst des Gesundheitsamtes Lübeck hat zwei Beratungsstellen: Eine Stelle für psychisch kranke Menschen und eine für alkoholkranke Menschen. Gleichzeitig wird Angehörigen und anderen Personen des sozialen Umfeldes fachkundige Hilfe angeboten - durch vier Sozialpädagoginnen und einen Sozialpädagogen. Neben dieser Beratungs- und Betreuungsarbeit kümmern sich die Fachkräfte auch um Menschen, die sich in einer akuten Krise befinden. Der So-zialpsychiatrische Dienst informiert am Donnerstag, 24. September, von 9.30 bis 12 Uhr, unter der Rufnummer (0451) 122 53 45 über sein Aufgabengebiet. -
Schreibwerkstatt für Mädchen
Das Mädchen- und Frauencafé, An der Untertrave 97, bietet jeden Mittwoch von 17 bis 19 Uhr eine Schreibwerkstatt für Mädchen ab 14 Jahren an. Weitere Informationen gibt es unter den Telefonnummern 122 57 46 und 122 51 42. -
Sprechstunden in den Sozialberatungsstellen
Die Sozialberatungsstellen der Bereiche Jugendhilfe/Jugendamt und die Erwachsenenhilfe bieten donnerstags von 14 bis 17 Uhr eine Sprechstunde für Hilfesuchende an. Die Beratung richtet sich an Ratsuchende, die Unterstützung und Hilfe in persönlichen Angelegenheiten möchten. Die Beratungsstellen befinden sich in der Kleinen Burgstraße 22, Kronsforder Allee 2 bis 6, Korvettenstraße 77, Fackenburger Allee 29, Adolf-Ehrtmann-Straße 3, Kirchplatz 7 b, Lotsenberg 4/Parkweg 1 und Moislinger Berg 1. -
Briefe an die Stadtzeitungs-Redaktion
Die Lübecker Stadtzeitung freut sich über jede Zuschrift. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe unter Wahrung des Sinns zu kürzen. Der Anspruch auf Abdruck besteht nicht. -
Parken in Lübeck ist billig
Zu: "Ein psychologisches Problem". SZ vom 8. September -
Altstadtfest: Kinder hatten wenig Spaß
Zu: "Noch genügend Ideen". SZ vom15. September -
Umbau des Kohlmarkts macht ihn attraktiver
Zu: "Fußgänger bekommen Vorfahrt". SZ vom 15. September -
OMBUDSMANN
Gerhard Burmester, 60, ist Leiter der Kanzlei des Bürgermeisters. Er arbeitet seit über 40 Jahren in der Verwaltung der Hansestadt Lübeck und hat dabei alle Ämter kennengelernt. An dieser Stelle beantwortet er für die Lübecker Stadtzeitung die Anfragen, Eingaben und Beschwerden der Bürgerinnen und Bürger. -
STICHWORT
Was ist ein Ombudsmann?
Die Bezeichnung kommt aus dem Schwedischen und bezeichnet eine Person, die die Rechte der BürgerInnen gegenüber den Behörden wahrnimmt. -
Auf ÖPNV-Angebote hinweisen
Mich erreichte jetzt die Eingabe eines Bürgers, der die Anregung gab, daß Firmen und Veranstalter in ihren Zeitungsinseraten, in denen sie ihre Angebote darstellen, auch angeben sollten, wie man ihren Betrieb oder ihren Veranstaltungsort mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht. -
Am Pohl: Keine Änderung der Straßenführung
Ende Juni hatte ich über die Eingabe einer Anwohnerin der Straße "Am Pohl" berichtet. Die Einsenderin hatte vorgeschlagen, die eine Straßenseite für parkende Fahrzeuge durch absolutes oder zumindest eingeschränktes Halteverbot zu sperren, weil die Verkehrssituation in der Straße außerordentlich problematisch sei. -
Appell für mehr Offenheit
9. Interkulturelle Wochen - Rahmenprogramm mit Musik und Kabarett
Die 9. Interkulturellen Wochen in der Hansestadt Lübeck wurden vergangene Woche eröffnet. Sie dauern noch bis zum 4. Oktober. Beteiligt sind über 30 Gruppen, Vereine und Einrichtungen. Das Motto in diesem Jahr lautet "Vielfalt in Lübeck. Kulturen im Dialog". Das Programm der Veranstaltungsreihe umfaßt unter anderem eine Ausstellung, einen Tanz- und Musik- abend, eine Benefiz-Kunst-Auktion und einen Kabarettabend. Schirmherr der Veranstaltung ist Lübecks Bürgermeister Michael Bouteiller. -
Ansporn mit Tröten
Traditioneller Schülerlauf mit 78 Staffeln
Am traditionellen Staffellauf am Freitag nahmen 78 Staffeln mit rund 700 Schülerinnen und Schülern teil. Auf dem Buniamshof herrschte enormer Auftrieb, da auch die Schüler, die nicht daran teilnahmen, für Stimmung sorgten. Mit Tröten, Trillerpfeifen, Zurufen und Klatschen feuerten die Schüler ihre Mitschüler an. Sie schwenkten Fähnchen, bekundeten ihre Solidarität mit Transparenten und reckten Paddel in die Höhe, damit die Läufer sie aus der Ferne sehen konnten. Bei den Grundschulen gingen die Mädchen der Klosterhofschule und die Jungen der Gotthard-Kühl-Schule als Gewinner hervor. Bei den Hauptschulen siegten die Mädchen der Schule Kücknitz, und die Jungen der Klosterhofschule. Bei den Realschulen gewannen die Mädchen der Alten Stadtschule und die Jungen der Holstentor-Realschule. Bei den Gymnasien siegten die Jungen und Mädchen der Oberschule zum Dom. -
Enger Kontakt bestand schon zur Hansezeit
Lübecks Partnerstädte - Eine Serie in lockerer Folge - Teil 3: La Rochelle in Frankreich
La Rochelle liegt an der Atlantikküste Frankreichs, südlich von Nantes und nördlich von Bordeaux. Die beiden Hafenstädte Lübeck und La Rochelle haben viel gemeinsam: So spiegeln beide Stadtbilder die bewegte Vergangenheit wider und dokumentieren dadurch ihre wirtschaftliche und politische Bedeutung in der damaligen Zeit. -
Zahlen, Daten, Fakten
Rund 73 000 Einwohner leben in der Partnerstadt Lübecks. La Rochelle hat eine Gesamtfläche von 2 918 Hektar. Die Stadt hat vier Häfen, die direkt am Atlantik liegen. -
Die Handlungsfähigkeit von Städten und Gemeinden ist in Gefahr
Die Städte und Gemeinden in der Bundesrepublik befinden sich in einer äußerst prekären Lage. Davon ist auch Lübeck nicht ausgenommen. Trotz aller Sparbemühungen, Gebührenerhöhungen oder Verkäufen von Vermögen sind die kommunalen Aufgaben nur noch schwer zu erfüllen. -
Asylrecht ist Menschenrecht
Von Siegfried Schröder -
Bekanntmachung
Linienbestimmung für die Verlegung und den Neubau der




