Ausgabe 592 vom 19. Mai 2009
-
Radtour rund um die Ostsee
4000 Kilometer für einen guten Zweck: Hanseradler startet und endet in Lübeck
Am vergangenen Montag startete Engelbert Nagelschmidt vorm Lübecker Rathaus seine "Hanse-Radtour" zugunsten des Kinder- und Familienheimes in Trakai/Litauen. Rund um die Ostsee wird der Benefizradler aus der Stadt Rheine (Gründungsmitglied des Westfälischen Hansebundes) etwa 4.000 Kilometer zurück legen und dabei in jeder Hansestadt Spenden sammeln. -
Öffnungszeiten an Himmelfahrt
Alle Termine auf einen Blick - Wochenmärkte und Müllabfuhr verschoben
Wegen der bevorstehenden Christi Himmelfahrt am Donnerstag, 21. Mai, weist die Lübecker Stadtverwaltung auf folgende Änderungen hin: -
Forscherkurse für Kinder
Im Museum für Natur und Umwelt beginnen wieder achtwöchige Forscher-Kurse für naturbegeisterte Mädchen und Jungen. Es geht es um spannende Naturkundethemen: Unter dem Motto "Findefipse und Sachensucher" gehen Mädchen und Jungen ab sieben Jahren gemeinsam mit der Museumspädagogin Marion Lindner-Seiffert auf eine Entdeckungsreise in die Welt der Natur. Ein Teil des Kurses ist das Finden und Sammeln. Außerdem gibt es rund um Tiere und Pflanzen sowie zu interessanten Naturphänomenen Experimente. Der Kurs startet am Dienstag, 26. Mai, und findet jeweils einmal in der Woche von 15 bis 17 Uhr statt. Unter dem Motto "Mit dem Wassermann unterwegs" erforschen Mädchen und Jungen ab acht Jahren mit der Diplom-Biologin Kirs- -
VHS-Vortrag: Nah am Wasser
Die Reihe "Architektur am Wasser" wird fortgesetzt mit dem Vortrag von Prof. Klaus Trojan (Trojan Trojan Wendt Architekten + Städtebauer, Hannover) zum Thema "Nah am Wasser - Geplantes und Gebautes" am Dienstag, 19. Mai, 19.30 Uhr im VHS-Forum für Weiterbildung, Hüxstraße 118-120. -
Sanierung von Radwegen
Die Radwege in der Marlistraße im Bereich zwischen der Hövelnstraße und Am Bertramshof werden ab dieser Woche saniert. Dies teilt der Bereich Verkehr mit. Aufgrund der schlechten Zustände der Radwege, die durch zahlreiche Baumwurzelaufbrüche und Mängel in der Entwässerung gekennzeichnet sind, wird die Sanierung notwendig. Parallel zur Deckensanierung der Radwege wird im Parkstreifen auch ein so genannter "Überhangstreifen" hergestellt. Dieser soll verhindern, dass parkende Fahrzeuge in den Radweg hineinragen und die Radfahrer behindern. -
Über die Vielfalt der Möglichkeiten
12. Orientierungsschau der Berufe wieder erfolgreich in St. Petri
Einen regen Zulauf konnte die zwölfte Auflage der Orientierungsschau Berufe verzeichnen. Rund 6000 Schülerinnen und Schüler, aber auch Eltern und Lehrer nutzten die Gelegenheit, sich über rund 100 Berufe und Ausbildungsmöglichkeiten in der St. Petri-Kirche zu informieren. Organisator Rüdiger Schmidt lobte: "Die Zahl der Eltern, die mit ihren Kindern gemeinsam die Schau ansehen, stieg in den vergangenen Jahren kontinuierlich und ist auch jetzt wieder gestiegen". -
Reiseveranstalter und Journalisten zu Gast
Ziel: Deutsches Küstenland, Hanse- und Unesco-Städte erkunden
Im Rahmen der Germany Travel Mart (GTM), der größten und wichtigsten Incoming-Veranstaltung des Deutschlandtourismus besuchten vergangene Woche knapp 25 Reiseveranstalter und Journalisten auch die Hansestadt Lübeck. Sie kamen u.a. aus Belgien, China, den USA, Italien, Norwegen, Frankreich und der Schweiz. Stadtpräsidentin Gabriele Schopenhauer empfing die Gruppe im Lübecker Rathaus und berichtete über Lübeck als Königin der Hanse. -
Zwei Ausschüsse tagen heute
Heute, 19. Mai, tagen zwei Ausschüsse der Bürgerschaft: der Umweltausschuss und der Ausschuss für den Kurbetrieb Travemünde. Um 16 Uhr treffen sich die Mitglieder des Umweltausschusses im Sitzungssaal des Verwaltungszentrum Mühlentor, Kronsforder Allee 2-6. Beraten werden unter anderem die Änderung des Landeswaldgesetz und die geplante Harley-Davidson-Veranstaltung in Lübeck. Ferner stehen auf der Tagesordnung ein Bericht zur Umsetzung eines umweltfreundlichen Schiffsantrieb sowie ein Bericht zum Zustand des Lübecker Grundwassers. Ebenfalls heute, 19. Mai tagt der Ausschuss für den Kurbetrieb Travemünde im Maritim-Strandhotel in Travemünde. Die Mitglieder beschäftigen sich unter anderem mit dem Umbau der Stadtschule Travemünde. -
Katharinenkirche wieder geöffnet
Im Winter sind ihre Türen für Besucher verschlossen - doch seit Anfang Mai ist die Lübecker Katharinenkirche in der Königstraße wieder geöffnet. Das Gotteshaus, das als Ort für Ausstellungen und kulturelle Veranstaltungen genutzt wird, kann dann wieder täglich - außer montags - in der Zeit von 10 bis 17 Uhr besichtigt werden. -
Beratungen in allen Lebenslagen
pro familia Lübeck hilft bei verschiedensten Aspekten des Alltäglichen
Am 15. Mai war der Internationale Tag der Familie. Wussten Sie das? Vielleicht haben Sie es gemerkt, wenn Sie an diesem Tag in der Fußgängerzone unterwegs waren und auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von pro famlia trafen, die wie schon in den Jahren zuvor an diesem Datum über ihre Angebote und Beratungsmöglichkeiten informier- -
Erfolgreiche Zusammenarbeit
Autor: Peter Reinhardt
Für eine erfolgreiche Zusammenarbeit von SPD, Grünen und BfL stehen: -
Hanse - Zoo: Gute Idee
Autor: Rüdiger Hinrichs
Zur Zukunft des Lübecker Tierparks hat die CDU-Fraktion in der Lübecker Bürgerschaft stets eine eindeutige Position einge- nommen. Die Verteufelung der Gehege in Israelsdorf ist von uns niemals geteilt worden. Der Tierpark erfüllt eine Bildungsfunktion und ist vor allem eine privat betriebene Einrichtung. Dessen Inhalte hat die Stadt nicht zu bestimmen, sofern rechtliche Vorschriften eingehalten werden. Dass die Bürgerschaftsmehrheit aus SPD, Grünen und Linke vor einigen Monaten die Beendigung des Pachtverhältnisses beschlossen hat, geschah gegen unseren entschiedenen Widerstand. Insbesondere, dass Rot-Rot-Grün sich über Nachfolgekonzepte gar nicht erst Gedanken machen wollte, offenbarte dabei ihre Ideologie. Es ist daher als ein Glücksfall anzusehen, dass ein Lübecker Investor die Idee des "Hanse-Zoos" ins Spiel brachte. Weder die Bürgerschaft noch die CDU-Fraktion hat seither Gelegenheit erhalten, einen Blick auf das Konzept zu werfen. Was wir erfahren konnten, stimmt jedoch hoffnungsfroh. Völlig unverständlich erschient uns deshalb die reflexartige Ablehnung der Fraktion Die Linke, die unverzüglich auf eine ersatzlose Schließung des Tierparks drängte. Tatsächlich gebührt den Plänen des Investors eine respektvolle Begeleitung. Sollten hier Arbeitsplätze und nein attraktives Ausflugsziel geschaffen werden,wäre dies sowohl im Interesse aller Lübeckerinnen und Lübecker, als auch der Tiere. Denn eines ist klar: Wer bisher vorgab, mit der Schließung des Tierparks im Interesse der Tiere zu argumentieren, lag falsch. Viele von ihnen hätten einen Umzug wohl nicht überlebt. -
Sonderausschuss Flughafen beantragt
Autor: Hans-Jürgen Schubert
Die Situation des Flughafens Blankensee ist desolat: Defizite, Gerichtsverfahren, Investorenrückzug, Schuldenberg. Um die Zukunft dieser Einrichtung noch zu gestalten, statt sie unter offiziellen Schönreden nur zu Lasten der Stadt abwickeln zu müssen, beantragen DIE GRÜNEN in der Bürgerschaft die Einrichtung eines Sonderausschusses Flughafen. Bis zum Herbst können in seinen Sitzungen politische und fachliche Kenntnisse aus mehreren Perspektiven zusammentreffen, um praktikable Szenarien für Blankensee zu entwerfen. Wir schlagen zur ersten Orientierung eine Kombination aus drei Bestandteilen vor: Erstens wird ein kostendeckender Flugbetrieb für Geschäftsflüge aufrechterhalten, damit Lübeck aus der Luft erreichbar bleibt. Die Erfahrungen der "Interessengemeinschaft der regionalen Flugplätze" lassen sich dazu verwenden. Zweitens stehen dann ungenutzte Flächen eines angemessen dimensionierten Flugplatzes z.B. zur Gewinnung von Solarenergie zur Verfügung, wo auch die Stadtwerke zum Vorteil der Lübecker KundInnen tätig werden können. Drittens kann in Hochbau-Arealen Gewerbe für emissionsarme "intelligente Technologien" in Nähe zum Hochschulstandort untergebracht werden. Statt sich weiter zum Vorteil von Billigfliegern zu verschulden, kann die Stadt mit dem Flughafengelände langfris-tig Geld einnehmen, um die aufgelaufenen Verluste des zurückliegenden Jahrzehnts wettzumachen. Gespart wird dabei bis ins Detail: erspart bleiben uns die Jubelberichte aus dem Senat, von denen die bisherigen Fehlentwicklungen seit Jahren begleitet werden. -
Friedenstraße: Erneuter FDP-Antrag
Autor: Thomas Schalies
Vor dem Hintergrund nicht abreißender Bürgerbeschwerden unternimmt die FDP-Fraktion einen weiteren Vorstoß in der Lübecker Bürgerschaft. Die Liberalen stellen erneut ihren bereits im Januar gestellten Antrag, mit den Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung der Friedenstraße zu warten und die Entwicklung der Verkehrsströme abzuwarten. Damit will die FDP-Fraktion eine übereilte Schließung der Friedenstraße für den Durchgangsverkehr verhindern. Nachdem der Bau der Nordtangente erst Ende Dezember 2008 abgeschlossen worden ist, erscheint es uns derzeit noch verfrüht, faktisch unumkehrbare bauliche Maßnahmen zur endgültigen Verkehrsberuhigung der Friedenstraße vorzunehmen. Vielmehr sollten die praktischen Auswirkungen der derzeit provisorischen Verkehrsberuhigungsmaßnahmen abge- wartet und erst nach Vorlage einer Auswertung der Verwaltung nach der Sommerpause 2010 über dauerhafte Maßnahmen entschieden werden. Insbesondere fordern die Liberalen die Klärung der Frage, in welchem Umfang die Verkehrsbelastung auf der Nordtangente und damit die Beeinträchtigung der Anwohner der Einsiedelstraße durch die Verkehrsberuhigung der Friedenstraße gestiegen ist. Ferner ist zu untersuchen, ob bzw. in welchem Umfang seit der Verkehrsberuhigung der Friedenstraße Ausweichverkehre im Bereich benachbarter Wohnquartiere wie rund um den Brolingplatz festzustellen sind. So sehr den Anwohnern der Friedenstraße die Ruhe zu gönnen ist, können wir doch nicht leichtfertig eine mögliche Verlagerung des gleichen Problems auf Anwohner anderer Straßenzüge zulassen. -
Privatsphäre schützen
Autorin: Asja Huberty
DIE LINKE hat schwere datenschutzrechtliche Bedenken gegen das Angebot "Google-Street-View", für das zurzeit die Lübecker Straßen und viele einzelne Gebäude abgefilmt und fotografiert werden. In einem Antrag an die kommende Maisitzung der Lübecker Bürgerschaft fordert Linksfraktionsmitglied Asja Huberty, sicherzustellen, dass kein Gebäude gegen den Willen der Bewohner und Besitzer abgelichtet werden darf. Wir sind unbedingt der Ansicht, dass die Bewohner und Hausbesitzer gefragt werden müssen, bevor man Bilder und Filme ihrer Wohnungen und Häuser weltweit veröffentlich. Das Prinzip des Rechtes auf informelle Selbstbestimmung darf nicht umgekehrt werden. Schweigen darf nicht als Zustimmung gewertet werden. Für die Veröffentlichung dieses Materials, das die Lübeckerinnen und Lübecker in ihrem privaten Umfeld zeigt, sollte eine Zustimmung der Betroffenen verlangt werden und bis dahin wird nichts veröffentlicht. Die Belange des Datenschutzes werden in Lübeck noch nicht ernst genug genommen. Im -
Eine Chance für den "Hanse-Zoo"
Autorin: A. Stadthaus-Panissié
Lübecks Tierpark kann noch gerettet und zukunftsfähig umgestaltet werden: Ein Lübecker Familienunternehmer hat jetzt seine Pläne für einen konzeptionell völlig neu ausgerichteten "Hanse-Zoo" veröffentlicht und beweist sein Herz für Tiere. Nirgendwo sonst kann Natur erleben und erfahren so eindrucksvoll erreicht werden wie in einem Park mit lebenden Tieren. Das von einem renommierten Tierpark-Gestaltungsbüro entwickelte, beeindruckende und schlüssige Konzept mit seiner regional-historischen und didaktischen Ausrichtung eines ökologisch orientierten Tierparks hat bereits eine Reihe von potenziellen Sponsoren und Unterstützern überzeugt, die allesamt die Fortführung der Planung zum Erhalt des Tierparks befürworten. Die BfL haben sich in Bürgerschaft und Ausschüssen stets für die Zukunft des Tierparks eingesetzt und erwarten jetzt, dass das neue Konzept mit seiner rein privaten Finanzierungsstrategie und mit der Chance auf neue Arbeitsplätze sowie seinen Themenfeldern Naturschutz, Bildung, Forschung und Erholung nun auch die Tierpark-Gegner in der Bürgerschaft zum Umdenken bewegt. Die Bürger für Lübeck fordern alle Bürgerschaftsfraktionen zur unvoreingenommenen Prüfung der neuen Pläne auf. Einige Bürgerschaftsmitglieder scheinen prinzipiell gegen Tierparks zu sein, aber der Mehrheit muss doch an einer vernünfti- -
Herrentunnel: Dreister Vertragsbruch
Autorin: Dr. Hildegund Stamm
Radfahrer, die den Pendelbus des Herrentunnels benutzen müssen, sollten starke Nerven haben. Vor allem morgens, wenn Schüler und Radpendler durch die Röhre befördert werden, sind Staus und Wartezeiten von bis zu einer halben Stunde keine Seltenheit. Grund: Die Herrentunnel GmbH weigert sich, ihren Vertrag mit der Hansestadt einzuhalten und mit Hilfe von zwei Bussen einen Abfahrtrhythmus von zehn Minuten zu garantieren. Man habe kein Geld dafür, soll Geschäftsführer Bartsch diesen dreisten Vertragsbruch frech begründet haben. Derzeit pendelt ein einziger Bus im 15-Minuten-Takt. Die Fahrer der Stadtwerke sind neben den Fahrgästen die Leidtragenden und berichten über unhaltbare Zustände. Täglich gebe es Wut, Beschimpfungen aber auch Tränen bei der Abfahrt von Zurückgelassenen. Der Herrentunnel ein Dauerärgernis für Radfahrer? "Diese Bedenken kann ich zerstreuen. Bei zwei Bussen und der relativ kurzen Wegstrecke sollte die Querung ganz schnell gehen. Und der Bus fährt gleich los, wenn unsere Kunden da sind und wartet nicht erst, bis er voll belegt ist", sagte der Geschäftsführer der Herrentunnel-Gesellschaft noch im August 2005 im Interview in dieser Zeitung vor der Eröffnung der Röhre. Die Wirklichkeit sieht für Radfahrer allerdings anders aus: Umwege fahren und so gut wie immer warten heißt es ungeachtet des Slogans der ungeliebten Mautkassierfirma "Kürzere Wege, weniger Stau - mehr Zeit für die wichtigen Dinge." Ja genau: "Herrentunnel - so schnell kann's gehen!" Wir fordern den Bürgermeister auf, diesen Misstand abzustellen und die Mautherren zu Vertragstreue zu zwingen.




