Ausgabe 668 vom 09. November 2010
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Preis für „Großstadtengel“
Kinderjury der NFL: Zwei Favoriten waren in der Entscheidungsphase
Emily (11), Mathilda (10), Stella (11) und Jan-Henning (13) waren in den letzten Tagen wahrscheinlich die glücklichsten Kinder Lübecks. Denn sie durften, anstatt die Schulbank zu drücken, in bequemen Kinosesseln sitzen. Allerdings hatten die vier Kinder dabei eine besonders wichtige und schwierige Aufgabe zu bewältigen: Sie bildeten die Kinderjury der 52. Nordischen Filmtage Lübeck und hatten unter sechs Filmen den besten Film auszuwählen.
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Die gekrönten Filme der NFL
Pernilla Augusts „Der Schweinestall“ gewinnt NDR Spielfilmpreis
Pernilla Augusts Sozialdrama „Der Schweinestall“ mit Noomi Rapace hat den mit 12.500 Euro dotierten NDR Spielfilmpreis der 52. Nordischen Filmtage Lübeck gewonnen. Die Verfilmung des Bestseller-Romans von Susanne Alakoski über die schwierige Kindheit eines Einwanderermädchens im Schweden der siebziger Jahre überzeuge „durch thematische Relevanz und radikale Intensität“, urteilt die Jury des NDR Spielfilmpreises in ihrer Begründung. „Der Schweinestall“ ist das Regiedebüt von Pernilla August, die als Schauspielerin in Filmen Ingmar Bergmans Berühmtheit erlangte.
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„Wagner-trifft-Mann“
Um Thomas Mann & Richard Wagner geht es am übernächsten Wochenende im Theater Lübeck und im Lübecker Buddenbrookhaus: Am Sonnabend, 13. November, ist im Theater Lübeck das Theaterstück „Doktor Faustus“ zu sehen. Die Bühnenfassung von John von Düffel nach dem Roman von Thomas Mann zeigt das Leben des deutschen Komponisten Adrian Leverkühn, erzählt von einem Freunde. Eintrittskarten für die Aufführung sind an der Theaterkasse unter Telefon 0451/399600 erhältlich.
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FamilienSonntag in St. Annen
Eltern und Kinder können am Sonntagvormittag, 14. November, im St. Annen-Museum in die Vergangenheit reisen. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „FamilienSonntag“ erwartet die Museumspädagogin Christa Hartmann ab 11 Uhr interessierte Familien zu einem ungewöhnlichen Rollenspiel. Die Besucher schlüpfen in die Rollen von Kaufleuten, Handwerksmeistern oder Arbeitern aus dem 18. Jahrhundert. Ort des Geschehens ist die „Strucksche Diele“ im St. Annen-Museum.
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Wer vermisst sein Ruderboot?
Unter den im Laufe des Monats Oktober 2010 beim städtischen Fundbüro der Meldestelle abgegebenen Fundsachen befinden sich unter anderem Fahrräder, Armbanduhren, Brillen, Broschen, Diverse Bekleidungsgegenstände, Gehwagen, Geldbörsen und Halsketten. Auch ein IPod sowie ein IPhone wurden abgegeben. Ferner wartet ein Koffer mit Büchern auf seinen rechtmäßigen Besitzer. Auch Ohrringe, Regenschirme, Ringe, ein Ruderboot, Schlüssel, Sonnenbrillen, Spielsachen sowie Taschen mit Inhalt wurden beim Fundbüro abgegeben.
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Hoher Staatsbesuch in Lübeck
Hansestadt empfing Bundespräsident und seine Amtskollegen aus drei Ländern
Einen solchen hohen Besuch hat Lübeck seit Jahren nicht mehr erlebt: Vier Staatsoberhäupter kamen am vergangenen Montag an die Trave. Sie trafen sich im historischen Rathaus, um sich zwanglos auszutauschen. Bereits am Morgen war das Rathaus gut bewacht. Hier galt höchste Sicherheitsstufe, denn es wurde hoher Besucher erwartet: Bundespräsident Christian Wulff empfing den österreichischen Bundespräsidenten Dr. Heinz Fischer, Erbprinz Alois von Liechtenstein und die schweizerische Bundespräsidentin Doris Leuthard. In Lübeck war dazu alles perfekt vorbereitet.
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Neues Gerätehaus eingeweiht
Senator Möller übergab Neubau an Freiwillige Feuerwehr Innenstadt
Nach rund eineinhalbjähriger Bauzeit ist das neue Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Innenstadt von Innensenator Bernd Möller an Wehrführer Matthias Benn übergeben worden. Der rund 1,1 Millionen Euro teure Neubau wurde auf einem länglichen Grundstück unterhalb der Marienbrücke errichtet. Der Bau erfolgte in Abstimmung mit der Feuerwehr unter der Projektleitung des Gebäudemanagements und der Planung und Bauleitung des Lübecker Architekten Dipl.-Ing. Schünemann.
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Pflegeelterngesucht
Der Pflegekinderdienst des Bereiches Familienhilfen/Jugendamt der Hansestadt Lübeck sucht Pflegefamilien und Pflegepersonen, die sich für Kinder begeistern und individuell auf sie eingehen. Jeden zweiten Donnerstag im Monat bietet der Pflegekinderdienst eine Informations- und Fragestunde zu diesem Thema an. Der nächste Termin ist am Donnerstag, 11. November, von 16 bis 18 Uhr im Verwaltungszentrum Mühlentor (VZM), Haus Trave, 3. Stock. Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig.
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Die Restmülltonne ist für alles da...
…oder etwa nicht? An sich ist es richtig, dass Sie jeden im Haushalt anfallenden Müll in die Restmülltonne werfen können – aber eben nur „an sich“. Mal abgesehen davon, dass Sie eine erheblich größere Tonne brauchen, wenn Sie keine Abfalltrennung betreiben und entsprechend auch höhere Abfallgebühren bezahlen müssen, gibt es jedoch eine Reihe von Abfällen, die selbst in der Restabfalltonne nichts zu suchen haben, z. B., weil es sich hierbei um Gifte/Schadstoffe handelt, die einer gesonderten Entsorgung zugeführt werden müssen.
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Sammeln für die Kriegsgräber
Volksbund startete seine alljährliche Haus- und Straßensammlung
14 Soldaten der Marineunteroffiziersschule Plön und des Kreisverbindungskommandos Lübeck eröffneten am Donnerstag die alljährliche Straßensammlung des Volkbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. An zwei Tagen waren sie in der Hansestadt unterwegs, um Gelder für den Erhalt von gefallenen Soldaten zu sammeln. Seit gestern führen rund 250 Schülerinnen und Schüler von sechs Lübecker Schulen die ehrenvolle Aufgabe bis zum 25. November fort.
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Mittelalterliches Buchbinden
Das Kulturforum Burgkloster bietet erneut den beliebten Workshop für Erwachsene an: Am Mittwoch, dem 10. November, um 16 Uhr können Erwachsene im Kloster erleben, wie im Mittelalter Bücher hergestellt wurden. Sie erlernen die Technik der „Heftung auf Schnüren“. Mit Nadel und Faden werden die Heftladen zu einem Buchblock zusammengeheftet und später mit Buchdeckeln und einem dekorativen Einband versehen. Der Workshop wird von den Museumspädagoginnen Nina Jakubczyk und Angelika Wierts geleitet. Um Anmeldung wird unter Telefon 0451/122 4195 gebeten. Der Kurs kostet inklusive Material 15 Euro pro Person.
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SPD sorgt für sichere Straßen
Autor: Ulrich Pluschkell
Eine Tatsache, die Lübecks Autofahrer sofort gemerkt haben: In diesem Jahr werden rund 16 Mio. Euro für Straßenbaumaßnahmen ausgeben! Dieser Betrag setzt sich zusammen aus gut 4,6 Mio. Euro für „Neubaumaßnahmen“, etwa 9,3 Millionen Euro für das Sonderprogramm „Beseitigung der Winterschäden“ sowie weitere knapp zwei Millionen. Euro für Fahrbahnsanierungen. Die zwei Millionen Euro werden ausgegeben für zwei verschiedene Formen der Straßensanierung: Entweder wird nur die oberste, marode Deckschicht abgefräst und frischer Asphalt aufgetragen oder es erfolgt ein grundhafter Ausbau.
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Stadtbahn ohne Chance
Autor: Andreas Zander
Spätestens seit dem Haushalt für das Jahr 2010 und der Umstellung auf die Doppik ist klar: Die Kassenlage der Hansestadt Lübeck lässt Traumschloss-Projekte nicht zu. Das Stadtbahn-Projekt als besonders markantes Beispiel unbezahlbarer Träumereien der rot-rot-grünen Rathausmehrheit ist daher auch stets von der CDU abgelehnt worden. Wie die Planungen in Kiel und Hamburg zeigen, müssen die Kosten einer Stadtbahn im mittleren dreistelligen Millionenbereich angesetzt werden.
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Widersinniger Ausbau
Autor: Hans-Jürgen Martens
Der Ausbau des Lübecker Flughafens soll nun beginnen. Ein emotionales Thema in unserer Stadt, die einen kompromisslos dafür, die anderen strickt dagegen. Doch die Gegner werden mehr, nachdem der Hauptkunde des Flughafens erklärt hat, keine Basis in Blankensee einzurichten und in Deutschland weitere Fluglinien zu streichen. Für den Ausbau des Flughafens liegen keine Gründe mehr vor, denn in erster Linie sollte er wegen der Basis von Ryanair erweitert werden. Auch ein privater Investor interessiert ein Ausbau nur dann, wenn es Linien gibt, welche den Flughafen nutzen.
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Kleiner Platz mit großer Wirkung
Autorin: Katja Mentz
Am Dienstag fand im Rathaus eine Anhörung der Lübecker EinwohnerInnen statt. Die Bürgerschaft hatte auf Antrag der GRÜNEN dem Bauausschuss empfohlen, den „Günther-Quandt-Platz“ in Schlutup umzubenennen, eine kleine Straße mit 15 Häusern und insgesamt 40 BewohnerInnen. Viele kamen ins Rathaus um zu diskutieren. Schnell wurde deutlich, die Mehrheit der AnwohnerInnen will keine Umbenennung. Der Impuls entstand durch die Anfrage eines Einwohners in der Bürgerschaft, Mitglied der VVN und selbst ehemaliger Häftling eines Konzentrationslagers.
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Abschied von der Zukunft
Autor: Bruno B.
Heute möchte ich mich von allen Freunden und Befürwortern verabschieden, die in so vielen Jahren treu zu mir gestanden haben. Geboren wurde ich – wie man mir erzählt hat – bereits in Gefangenschaft. Viele Jahre war ich bei einem Bärendompteur, der mit mir öffentlich auftrat. Ich wurde ihm zu groß und stark und er wollte mich „entsorgen“, wie – weiß ich nicht. Aber dann gab es doch noch eine Notaufnahme für mich im Lübecker Tierpark, zunächst in einer Behelfsunterkunft, denn es waren bereits ein Braunbär und ein Kragenbär vorhanden. Nun wurde ein Gehege für mich gebaut, und 1987 gab es dann ein tolles Einweihungsfest mit 1200 Gästen.
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Airport Lübeck
Autor: Carsten Stier
„Warum fängt Lübeck nicht an?“, so fragt Herr Ludgar van Bebber, der Flughafenchef von Weeze. Er wundert sich zu Recht über die „Lübecker Verhältnisse“. Der Erfolg in Weeze gibt Herrn van Bebber und seinem positiven Konzept Recht! Nur schade, dass gerade die überwiegenden Mitglieder unseres hiesigen Flughafen-Aufsichtrates beratungsresistent sind oder eigentlich den Flughafen überhaupt nicht wollen! Allen Kritikern zum Trotz, das Bürgerbegehren ist bindend. Alle Fraktionen haben diesen Bürgerauftrag zu beachten, konsequent einzuhalten und umzusetzen!
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Gier nach dem Grünstrand hält an
Autorin: Dr. Hildegund Stamm
Der Grünstrand im Travemünde ist ein bezaubernder Flecken mit besonderem Charme. Die große Wiese direkt am Ostseestrand ist einzigartig an der deutschen Küste. Sie ist bei Bürgern, Erholungssuchenden und Touristen gleichermaßen beliebt. Der Versuch des Lübecker Bürgermeisters, die Fläche zum Stopfen von Haushaltslöchern zu verkaufen und zur Bebauung freizugeben, haben die Bürger vor Jahren schon mit wütenden Protesten und einer großen Unterschriftenaktion beantwortet.




