Ausgabe 621 vom 08. Dezember 2009
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Weihnachtliches Lübeck
Neue Beleuchtung sorgt für stimmungsvolls Licht in der Hansestadt
Der erste Teil der von der Lübeck und Travemünde Marketing GmbH (LTM) ins Leben gerufenen und von der Possehl- sowie der Sparkassenstiftung finanzierten Aktion "Lübeck leuchtet" sorgt für eine stimmungsvolle Atmosphäre. Illuminiert sind die Entrees in die Innenstadt (Holstentor, Burgtor, Mühlentor und die Drehbrücke/Untertrave), die Bäume an der Untertrave und die MuK-Brücke (Foto). Die Burgstraße sowie die Holstenstraße ziert die neue Beleuchtung aus großen Kugeln und Kristallen. -
Bundesverdienstmedaille für Mohrhagen
Mitgründerin des Fördervereins Buddenbrookhaus für kulturelles Engagement geehrt
Ein besonderer Tag, eine große Ehrung: Birgitt Mohrhagen aus Lübeck wurde am 30. November im Rahmen einer Feierstunde im Schloss Ahrensburg mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland für ihr großes Engagement im historischen und kulturellen Bereich der Hansestadt Lübeck ausgezeichnet. -
Vordenker der Evolutionstheorie
Das Museum für Natur und Umwelt, Musterbahn 8, lädt am10. Dezember um 19.30 Uhr zum Vortrag "Idealistische Wege zur Evolutionstheorie - Evolutionsvorstellungen um 1800 vor Charles Darwin" ein. Der britische Naturforscher Charles Darwin gilt aufgrund seines Werkes "Die Entstehung der Arten" (1859) als der "Erfinder" der Evolutionstheorie. Prof. Dietrich von Engelhardt, Direktor a.D. des Instituts für Medizingeschichte und Wissenschaftsforschung an der Universität zu Lübeck, referiert über die weniger bekannten Vordenker Darwin's. Bereits um 1800, als noch das aus der Schöpfungsgeschichte abgeleitete Paradigma von der Konstanz der Arten vorherrschte, gab es deutsche und französische Naturphilosophen wie Lamarck, Buffon, Schelling und Kielmeyer, die erkannten, dass es Übergänge von einfachen zu vollkommeneren Formen und auch Degenerationserscheinungen gab, die mit der Bibel nicht erklärt werden konnten. So taucht schon vor Darwin der Begriff der Evolution auf. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Naturwissenschaftlichen Verein zu Lübeck statt. Die Teilnahme ist kostenfrei, um Spenden wird gebeten. -
Geehrt: Christian von Alvensleben
Seine ersten Fotos machte er als Elfjähriger mit einer Kodak-Box-Kamera aus einem US-Care-Paket. Heute - mehr als fünf Jahrzehnte später - gehört er zu den renommiertesten Fotografen der Welt. Am 2. Dezember wurde Christian von Alvensleben in Berlin vom Art Directors Club für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Die Kunsthalle St. Annen zeigt Arbeiten von Christian von Alvensleben: Noch bis zum 17. Januar 2010 wird dort seine Ausstellung "GötterBäume und MeeresFrüchte" gezeigt. -
Weihnachtliches Barockkonzert
Unter dem Thema "Con voce festiva" findet am Sonnabend, 12. Dezember, um 18 Uhr im St-Annen-Museum ein vorweihnachtlichen Barockkonzert mit Werken von Bach, Händel und Scarlatti statt. Den Besucher erwarten drei Meisterwerke der sakralen Musik: Neben Alessandro Scarlattis gleichnamiger Arie "Con voce festiva" die kunstvolle Sopranarie "Let the bright seraphim" aus Georg Friedrich Händels Oratorium "Samson" sowie virtuose Trompeten und Gesangspartien in J. S. Bachs berühmter Solo-Kantate "Jauchzet Gott in allen Landen". Es singt die Sopranistin Andrea Stadel, begleitet von Violine (Lucy Finckh, Maria Korndörfer), Viola (David Lau), Violoncello (Cäcilia Altenberger), Trompete (Mathias Krebber) und Cembalo (Alexander Bülow). Der Eintritt beträgt neun, ermäßigt sechs Euro. -
Schwedische Lichterkönigin
Die schwedische Lichterkönigin "Lucia" aus Trelleborg besucht am Mittwoch, 9. Dezember, die Hansestadt Lübeck. Während ihres Aufenthalts in Lübeck sind diverse Auftritte geplant.Unter anderem empfängt Stadtpräsidentin Gabriele Schopenhauer die Lucia im Rathaus. Wer die Lichterkönigin erleben möchte, hat hierzu folgende Gelegenheiten: um 9 Uhr im Hafenhaus Travemünde, um 10 Uhr am Kreuzfahrtterminal/Ostpreußenkai und 17 Uhr im Lübecker Rathaus. -
Klima schützen und Geld sparen
Heute: Sparen mit einer optimalen Heizungseinstellung
Haben auch Sie eine hohe "zweite Miete"? Im Rahmen der Lübecker Heizspiegelkampagne 2009 unterstützt Sie der Bereich Umweltschutz an dieser Stelle regelmäßig rund ums Energiesparen. -
Weihnachtsmärkte der Hansestadt: Teil 2
Koberg und Markt erstrahlen in der Adventszeit
"Noch besser würde es mir gefallen, wäre es nicht so nass", schimpft ein älterer Mann und zieht trotzig von dannen. Der Besuch des Weihnachtsmarktes auf dem Koberg am zweiten Advent fiel für viele ins Wasser, doch nur wenige störte es wirklich. Schnee hätte den meisten mehr zugesagt, doch Mandeln, Glühwein und weihnachtliche Lichtstimmung halfen der Besinnlichkeit in die Spur. Und die Kinder ließen sich problemlos für Schneeballwerfen und Kinderpunsch begeistern. -
Spielewelt des 18. und 19. Jahrhunderts
Im St. Annen-Museum ist in der Weihnachtszeit die historische Spielzeugausstellung zu sehen. Für Kinder im Grundschulalter gibt es dazu ein schönes museumspädagogisches Angebot: An den drei Sonnabenden 12. und 19. Dezember, jeweils um 11 und 14 Uhr, können Jungen und Mädchen in die Spielewelt des 18. und 19. Jahrhunderts eintauchen, hören Spannendes, Neues und Kurioses über Spiele rund ums Weihnachtsfest, können aber auch selbst aktiv werden. Eine Voranmeldung ist nicht nötig. Die Teilnahme beträgt sieben Euro pro Person. -
Literarischer Spaziergang
Zu einem stimmungsvollen literarischen Spaziergang durch das vorweihnachtliche Lübeck lädt das Buddenbrookhaus an den Adventssonntagen jeweils um 11 Uhr ein. Besucht werden Orte, die im Roman beschrieben werden, sowie Drehorte der aktuellen Buddenbrooksverfilmung. Die Teilnahme beträgt acht Euro pro Person, inklusive Eintritt in das Literaturmuseum. -
Bücherflohmarkt in Moisling
Die Stadtteilbibliothek Moisling, Moislinger Berg 2, lädt am Dienstag, 8. Dezember, von 11 bis 16 Uhr zum Bücherflohmarkt ein. Romane, Sach- und Kinderbücher sowie Comics und Taschenbücher können zum Preis von 1,50 Euro pro Kilo erstanden werden. -
Neue "Lübecker Orgelbücher"
Im Rahmen des Sammelalbums "Lübecker Orgelbuch" der Lübecker Stadtbibliothek sind jetzt zwei neue Bände erschienen: In Band 3,1 sind große Choralbearbeitungen, Choralpartiten und Choralfantasien zusammengestellt worden. Der Band 3,2 enthält kürzere Choralvorspiele für den Gottesdienst. Den zeitlichen Schwerpunkt bilden Werke des 18. und 19. Jahrhunderts, aber es sind auch Kompositionen des 20. Jahrhunderts unter anderem von Klaus Brenneke, Klaus Meyers, Günther Pods, Hartmut Rohmeyer, Uwe Röhl, Armin Schoof, Wilhelm Stahl und Erwin Zillinger in den Bänden zu finden. Beide Bände sind jeweils zum Preis von 15 Euro in den Lübecker Musikalienhandlungen und der Stadtbibliothek erhältlich. -
Historischer Adventskalender
Im St. Annen-Museum ist ein etwa drei mal drei Meter großer, kunstvoll gestalteter historischer Adventskalender zu bewundern. Bis zum 24. Dezember wird jeden Tag ein Türchen geöffnet, hinter dem sich eine Kostbarkeit aus dem St. Annen-Museum verbirgt. -
Handwerkerschaft Lübeck zeichnet aus
Goldene und Silberne Nadeln sowie Sieger im Leistungswettbewerb
Ohne Handwerker ist auch in der heutigen Zeit jeder aufgeschmissen. Vom Steinmetz über Goldschmied, Maßschneider und Konditor bis hin zum Segelmacher: Die Berufsbilder sind vielseitig und vielschichtig. In der vergangenen Woche wurden im Audienzsaal des Lübecker Rathauses die Landessiegerinnen und Landessieger des Leistungswettbewerbs des Deutschen Handwerks 2009 geehrt. Zudem zeichnete Hans Falkenhagen, Kreishandwerksmeister, im Ehrenamt engagierte Meister mit der Goldenen und Silbernen Nadel aus. -
Verfahren geordnet abschließen
Autor: Peter Reinhardt
Die Gründe für die Probleme des Lübecker Flughafens sind bekannt. Der bisherige Betreiber hat "die Brocken" hingeschmissen und ist auf und davon. Wir haben aus den Fehlern der Beteiligten in der Vergangenheit gelernt. Wir wollen das laufende Interessenbekundungsverfahren zu einem Abschluss bringen. Die Bürgerinnen und Bürger, vor allem aber die Beschäftigten beim Flughafen, aber auch die möglichen Interessenten, haben einen Anspruch darauf zu wissen, wann die Ergebnisse vorliegen werden und nach welchen Kriterien die Entscheidung getroffen wird. Die Lübeckerinnen und Lübecker haben genug von ständig neuen Versprechungen, unverbindlichen Erklärungen und Verträgen, an die sich die Vertragspartner nicht halten. -
"Soziale Stadt" ausweiten
Autorin: Roswitha Kaske
Seit 1999 besteht das vom Bundeministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) aufgelegte Städtebauförderpro- gramm "Soziale Stadt", die Hansestadt Lübeck ist von Anfang an dabei. Zunächst in St. Lorenz, anschließend in Buntekuh ist dabei unglaublich viel erreicht worden. Wo bisher keine Stadtteilgemeinschaft vorhanden war, ist nun eine entstanden - und bringt viele Ideen mit. Seien es städtebauliche Entwicklungen wie am Lunapark in St. Lorenz oder die Bemühungen um ein attraktives Stadtteilzentrum in Buntekuh: Das Projekt "Soziale Stadt" leis_-tet einen bedeutenden Beitrag für die Lebensqualität in den betroffenen Bezirken. Die CDU-Fraktion hat daher in der letzten Sitzung der Lübecker Bürgerschaft nicht nur dem Vorschlag des Bürgermeisters zugestimmt, das Projekt in Buntekuh fortzusetzen, sondern auch den Antrag eingebracht, es auf einen zusätzlichen Stadtteil auszuweiten. -
Sozialtickets nach Mallorca
Autor: Rolf Klinkel
Kiel und Lübeck haben vieles gemeinsam. Beide sind Hafenstädte, sind fast gleich groß, und beide müssen sparen. Nur sparte die Hansestadt nicht dort wo sie es könnte und sollte. Im Gegensatz zu uns in Lübeck haben die PolitikerInnen in Kiel schon vor über einem Jahrzehnt beschlossen, keine Steuergelder mehr für den Betrieb eines Regionalflughafens zu verschwenden. Diese kluge Entscheidung trägt nun ihre Früchte. Die Landeshauptstadt kann es sich jetzt leisten, den Bau einer Stadtbahn in die Wege zu leiten und Sozialtickets für bedürftige BürgerInnen einzuführen. LübeckerInnen können davon nur träumen. Denn das dafür notwendige Geld hat die bisherige bürgerliche Stadtparlamentsmehrheit für den Betrieb und Ausbau eines Flughafens vergeudet. Allein in diesem Jahr muss die Stadt 26 Millionen für das unnötige Prestigeobjekt bezahlen. Wie viele Kilometer einer Stadtbahnstrecke könnten mit 26 Millionen Euro gebaut, wie viele Arbeitsplätze könnten damit geschaffen oder erhalten, wie viele Not leidenden Kinder könnten damit unterstützt und wie viele Sozialtickets könnten damit finanziert werden? Den politischen FlughafenunterstützerInnen ist dies jedoch egal. Für Billigflüge von Lübeck nach Mallorca oder zu anderen Zielen würden die schwarz-gelb-farblosen StadtpolitikerInnen sogar das Holstentor verhökern, die Stadtkasse bis zum letzten Cent ausleeren, das städtische Tafelsilber verscherbeln, weitere Schulden anhäufen und die Stadt ins finanzielle Elend stürzen. Zum Glück gibt es eine rot-rot-grüne Bürgerschaftsmehrheit und CDU, BfL und FDP haben nicht viel zu sagen. V.i.S.d.P.: Rolf Klinkel " -
Bürgerbegehren: Ja zum Flughafen!
Autor: Thomas Schalies
Am vergangenen Mittwoch (02.12.2009) fiel der Startschuss für das Bürgerbegehren "Ja zum Lübecker Flughafen!". Die FDP-Fraktion in der Lübecker Bürgerschaft hat auf ihrer -
Skandal: LMG Resolution abgesetzt
Autor: Hans-Jürgen Martens
Die Fraktion DIE LINKE verurteilt die Absetzung der Resolution für die Mitarbeiter der LMG. Auf Betreiben der BfL nahm die Bürgerschaft diese mehrheitlich von der Tagesordnung. Als Grund nannte die BfL unter anderem, dass die Stadt nichts mit dem privaten Unternehmen zu tun habe und die Geschäftsordnung der Bürgerschaft diese Resolution nicht zulasse. Die Mehrheit für die Absetzung konnte nur zustande kommen, weil zum Zeitpunkt der Abstimmung einige Bürgerschaftsabgeordnete der SPD nicht im Sitzungssaal anwesend waren. Mit der Resolution wollten wir erreichen, dass die Bürgerschaft die Geschäftsleitung der LMG auffordert, ihren Austritt aus dem Arbeitgeberverband zurückzuziehen und ihrer sozialen Verpflichtung nachzukommen. Es geht um Tarifgebundenheit und Arbeitnehmerrechte. Wir finden, dass die Lübecker Bürgerschaft eine Fürsorgepflicht für Beschäftigte in Lübeck hat. Wir vermuten, dass der wahre Grund für den Antrag der BfL, unsere Resolution von der Tagesordnung abzusetzen, nicht die Geschäftsordnung der Bürgerschaft ist und es auch nicht um irgendwelche Zuständigkeiten geht, sondern um den Sachverhalt, dass der Geschäftsführer der LMG Mitglied der BfL ist. Eine Annahme der Resolution wäre wohl für die BfL eine peinliche Sache geworden. Auf der einen Seite setzt sich die BfL angeblich für die Rechte der Arbeitnehmer auf dem Flughafen ein, aber für die Mitarbeiter der LMG hat diese "Bürgerbewegung" nur soziale Kälte übrig. Die Bürgerschaftsfraktion DIE LINKE wird nicht aufhören, sich für Arbeitnehmer in Lübeck einzusetzen, unserer Solidarität könnt ihr euch sicher sein. V.i.S.d.P.: Antje Jansen " -
Lübeck ohne Zukunft mit Rot-Rot-Grün
Autor: Bruno Böhm
In der letzten Bürgerschaftssitzung, der Geburtsstunde der Rot-Rot-Grün-Allianz, hat diese die Voraussetzungen geschaffen, dass der Flughafen abgewickelt wird und es in der Stadt keinen Tierpark mehr geben wird. _ aller weiteren Anträge wurden von Rot-Rot-Grün ideologiegetrieben durchgeboxt ohne Rücksicht auf deren Sinnhaftigkeit und Zweckmäßigkeit. Dieser sich seit Monaten abzeichnende Trend erfuhr im November somit seinen Höhepunkt. Rot-Rot-Grün arbeitet damit klar gegen den Bürgerwillen. Über 70% der Lübecker Bürger bedauern entsetzt die Abwicklung des Flughafens. Über 60% der Bürger sind enttäuscht über die Entscheidung gegen einen Tierpark in Lübeck. Zukunft Lübeck, ohne Flughafen, kein Tierpark, keine Großveranstaltung in Travemünde. Was kommt als nächstes? Verhinderung von IKEA? Zukunft Lübeck ohne Marketing? Ohne Tourismusförderung? Keine Investoren und somit Investitionsstau? Also Rückführung von Lübeck, der Kulturhauptstadt des Nordens, der Wissenschaftsstadt, ohne Tourismus und Investoren, zur Provinzhauptstadt des Nordens. Angesichts der riesigen Haushaltsdefizite gehen vor allem die rot-rot-grüne Flughafen-Entscheidung und alle Investitionsverzögerungen völlig an der notwendigen Stärkung der Wirtschaftskraft in Lübeck vorbei. Nur positive Wirtschaftsimpulse schaffen Arbeitsplätze und damit Einnahmen für den Stadtsäckel. Folgekostenträchtige Abwicklungen, politisch motivierte Investitions-Verhinderungs-Diskussionen und sozialträumerische Ausgabeninitiativen wie ein Sozialticket lassen nichts Gutes von Rot-Rot-Grün für die kommenden Haushaltsdebatten erwarten. V.i.S.d.P.: Dr. R. Mildner " -
Abwägen wie nüchterne Kaufleute
Autorin: Dr. Hildegund Stamm
Die Entscheidung der Bürgerschaft, kein weiteres Geld im Millionengrab Flughafen zu versenken, ist nicht vom Himmel gefallen und auch keine "Bruchlandung" des "Airports". Denn der hat noch nie wirklich abgehoben, sondern hat sich bislang als flugunfähige Ente erwiesen. Entgegen der rosigen Aussichten, die uns seit Jahren ausgemalt werden, verbrennt der Traum vom Düsenjet-Fliegen in der Blankenseer Heide lediglich haufenweise Steuergeld, das uns an anderer Stelle fehlt: beim Straßenbau, Kinderbetreuung, bei Schulen, Jugendarbeit und Kultur und anderen wichtigen Aufgaben der Daseinsfürsorge. Der Lübecker BUNT hat daher in der jüngsten Bürgerschaftssitzung die Pläne des Bürgermeisters ebenfalls abgelehnt, erneut Millionen in den Flughafen zu stecken, wo bislang nur Einer groß verdient: Der Billigflieger Ryanair. Kühl kalkulierende Airportbetreiber in Hamburg, Basel, Köln-Bonn und anderswo wollen Ryanair nicht haben, weil sie deren Geschäftsmodell nicht für seriös und fair halten. Ryanair-Boss O'Leary wird sich über die Lübecker Einfaltspinsel in den letzten Jahren herrlich amüsiert haben. Doch damit soll jetzt Schluss sein. Der Flughafen kann nur weitermachen, wenn er sein Geld selbst verdient oder einen Sponsor findet, der auf öffentliches Geld beim Betrieb verzichten kann. In die derzeit heftige Diskussion muss dringend wieder mehr nüchternes Abwägen einziehen, wie man es von Lübecker Kaufleuten eigentlich erwartet. Der Traum vom Fliegen in alle Welt hat hierbei nichts zu suchen. Dem können alle Lübecker auch von Hamburg-Fuhlsbüttel aus nachgehen _ und dort sogar richtig. V.i.S.d.P.: Dr. H. Stamm "




