Ausgabe 622 vom 15. Dezember 2009
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Lichterkönigin in der Stadt
Der "Tag der Lucia" hat eine lange Tradtion in Schweden
Reger Andrang herrschte am Mittwoch im Rathaus. Menschen von jung bis alt drängelten sich in der Rathaushalle, um dem Gesängen der schwedischen Lichterkönigin Lucia und ihrem Gefolge zu lauschen. Zuvor wurden die jungen Damen aus Trelleborg von Stadtpräsidentin Gabriele Schopenhauer (SPD) begrüßt. Auch dabei der zweite stellvertretende Stadtpräsident Lienhard Böhning (ebenfalls SPD), der am 13. Dezember zum Tag der Lucia nach Trelleborg reiste. -
IHK gründet Fonds für den Flughafen
Bürgerbegehren wird gut angenommen und läuft noch bis zum 6. Januar
Jetzt soll die Wirtschaft mit helfen, den Fortbestand des Lübecker Flughafens zu sichern: Vergangenen Mittwoch gab die IHK zu Lübeck den Startschuss für einen Flughafen-Fonds bekannt und investierte bereits 50.000 Euro. Die IHK schrieb rund 4000 Unternehmen an, dass diese Geld für die Gewinnung neuer Fluglinien und dem Marketing für bestehende Linien bereit stellen. -
Wege bis 1300 im Ostseeraum
Im Rahmen des Vortragzyklus "Handel, Geld und Politik - vom frühen Mittelalter bis heute" hält Dr. Raoul Zühlke aus Münster am Dienstag, 15. Dezember, um 20 Uhr im Kapitelsaal des Burgklosters, Hinter der Burg 2-6, einen Vortrag über den "Knotenpunkt Lübeck? Die Wege von Menschen, Waren und Nachrichten im Ostseeraum bis 1300." Macht und Reichtum der hansischen Seestädte beruhten auf dem Zwischenhandel. Kauf und Verkauf fremder Güter auf den Märkten in nah und fern spülte Geld in die Kassen der Hansen - allen voran in Lübeck. Transport und Logistik spielten eine bedeutende Rolle für die Anhäufung großer Vermögen und den Aufbau einer zeitweise beeindruckenden Machtfülle. Wie aber entstand das Verkehrsnetz im Ostseeraum und welche Waren brachten den Hansen Macht und Wohlstand? Welchen Risiken und Gefahren mussten sich die Menschen dabei aussetzen und in welchem Maße kann man von abenteuerlichen Reisen oder von geregeltem Verkehr sprechen? Der Eintritt beträgt 2,50 Euro, ermäßigt 50 Cent. -
Träumerische Experimente
Das Buddenbrookhaus begleitet die Inszenierung von Thomas Manns letztem Roman "Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull" am Theater Lübeck mit einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm. Am Donnerstag, 17. Dezember um 16 Uhr, bietet das Literaturmuseum eine Sonderführung zu dem berühmten Schelmenroman an. Titel: Träumerische Experimente. Die Entstehungsgeschichte des Romans umfasst fast 50 Jahre und soll in der Führung neben vielen weiteren Aspekten beleuchtet werden. Die Sonderführung mit Christina Ulrich beginnt im Buddenbrookhaus und führt ins Altstadt Klassik Hotel. Dort zeigt das Buddenbrookhaus bis zum Ende der Spielzeit im April 2010 Auszüge aus der Ausstellung "Felix Krull - Szenen einer schönen Welt", die zum Romanjubiläum 2004 in Lübeck erarbeitet wurde und seither in Zürich, München, Augsburg und Berlin zu sehen war. Die Teilnahme an der Sonderführung kostet acht Euro. -
"Blechtrommel" als Film
Doppeltes Jubiläum: In diesem Jahr wurde der Roman "Die Blechtrommel" 50 Jahre alt, die Verfilmung der Blechtrommel feierte ihren 30. Geburtstag. Am Sonnabend, 19. Dezember, treffen der Autor Günter Grass und der Regisseur Volker Schlöndorff aufeinander. Im Rahmen eines Podiumsgesprächs im Filmhaus Lübeck, Königstraße 38-40, wollen sie über die Verfilmung der Blechtrommel, über Volker Schlöndorffs weiteres filmisches Schaffen und den Nachkriegsfilm im Allgemeinen diskutieren. Der Eintritt kostet neun, ermäßigt sechs Euro. Karten können im Museumsshop des Günter-Grass-Hauses direkt oder unter 0451/122-4230 sowie über das Filmhaus Lübeck erworben werden. -
Entwurf eines Stadtkonzepts
Blick auf die gesamte Stadt und einzelne Stadtteile
Was im Juli vorigen Jahres auf den Weg gebracht wurde, nimmt jetzt konkrete Züge an: Bausenator Franz-Peter Boden stellte den Entwürf des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) für die Hansestadt vor. Das Papier erarbeitete das Berliner Büro Jahn, Mack und Partner. -
Konzequenzen aus Mauturteil
Stadtverkehr: Eine Meidung des Herrentunnels für den ÖPNV ist möglich
Am 12. November wies das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) den Antrag des Stadtverkehrs auf Revision des Urteils vom Oberverwaltungsgericht Schleswig, das die Mautpflicht für Busse, die den Herrentunnel nutzen feststellte, in zweiter Instanz zurück. Jetzt muss der Stadtverkehr eine jährliche Maut von 300.000 Euro an den die Herrentunnel AG zahlen. -
Neues vom Juze Kücknitz
Der letzte Öffnungstag des Jugendzentrum Kücknitz, Haferkoppel 11, ist in diesem Jahr Freitag, der 18. Dezember. Und hier soll ordentlich gefeiert werden:?Die Mega-Juze-Party startet an diesem Tag von 16 bis 19 Uhr. Es wird einen Jahresrückblick über alle Aktivitäten geben. Die Frechen Tulpen, die Power-Girls, die Youth-Club-Dancer, die Super-Girls aus dem Tunneltreff und die Breakdancer zeigen ihr Können - und gerappt wird auch. Die Funky Girls und zwei Breakdance-Gruppen aus dem Tanzclub hanseatic e.V. werden zu Gast sein. Dazu gibt es eine große Tombola, deren Erlös den Kindern und Jugendlichen zugute kommen wird. Am Montag, dem 4. Januar, hat das Juze dann wieder geöffnet. Ein Schwerpunkt im nächsten Jahr: Die Schulhofumgestaltung zum Naturspielraum soll zu Ende gebracht werden. Die Schule und das Juze haben für diesen Zweck mittlerweile über 40.000 Euro Sponsorengelder sammeln können. -
Jeden Donnerstag Eltern-Kind-Cafe
Jeden Donnerstag von 9.30 bis 11.30 Uhr lädt das Marliforum zum Eltern-Kind Cafe ein. Es ist gedacht für Kinder unter drei Jahren und deren Eltern, die miteinander ins Gespräch kommen können. Das Angebot ist kostenfrei. Weitere Informationen unter Marliforum, Elisabeth-Haseloff-Str. 12, Telefon 0451/621203. -
Salzstreuen ist umweltschädlich
Die Lübecker Straßenreinigungssatzung überträgt dem Grundstückseigentümer die Pflicht zur Schnee- und Glättebeseitigung, der dem Grundstück anliegenden Gehwegen. Immer wieder ist zu beobachten, dass einige Hausbesitzer Salz streuen. Der Bereich Umweltschutz weist deshalb darauf hin, dass das Streuen von Salz und auftauenden Mitteln laut Straßenreinigungssatzung auf Gehwegen und Plätzen verboten ist. Es dürfen dafür nur abstumpfende Stoffe Verwendung finden. Streusalz verursacht Schäden an Straßenbäumen und Sträuchern. Natriumchlorid als Hauptbestandteil des Streusalzes verdrängt die im Boden für die Pflanzen verfügbaren Nährstoffe, wie Kalzium und Magnesium. Auch für Haustiere ist Streusalz schädlich. Das Grundwasser und die Flüsse werden belastet. Eine Versalzung der Trinkwasservorräte kann die Folge sein. Darüber hinaus erschwert Streusalz die Klärung der Abwässer in der Kläranlage. Um die Umwelt vor negativen Auswirkungen zu schützen, empfiehlt der Bereich Umweltschutz im Handel nach Streumitteln mit dem blauen Umweltengel zu fragen oder abstumpfende Mittel wie Sand, Splitt oder Granulat zu verwenden. -
Die Weihnachtsmärkte in Lübeck: Teil 3
Märchenwald und Obertrave laden die ganze Familie ein
Es war einmal... eine Zeit, in der Lübecks Weihnachtsmärkte noch nicht von der LTM betreut wurden. Das klingt nach einem Lübschen Märchen, doch nichts im Märchenwald an der Marienkirche deutet darauf hin. Die Lieblingsgestalten der Märchen der Brüder Grimm laden die ganze Familie zum gemeinsamen Erinnern und Besinnen ein. Zwanzig Märchenhäuschen, gestaltet mit viel Detailliebe, wollen entdeckt, bestaunt und durchreist werden. Nach dem Streifzug durch die Gefilde von König Drosselbart, Dornröschen, Schneewittchen und Aschenputtel lieben die Kinder die rasante Fahrt auf dem Nostalgiekarussell mit Pferden und Kutschen. -
SPD für solide Finanzen
Autor: Peter Reinhardt
In der gesamten Stadt gibt es nur ein Thema: Was wird aus dem Lübecker Flughafen. Deutlich wird dabei, dass noch erheblicher Klärungsbedarf besteht. Tatsachen sind: 1. Die SPD will das Interessen-bekundungsverfahren für den Flughafen mit einem neuen Investor zu Ende bringen. 2. Die Haushaltssituation der Hansestadt lässt keine Möglichkeiten für weitere große Subventionen und Investitionen zu. 3. Der Betrieb eines Flughafens ist keine Aufgabe der kommunalen Daseinsvorsorge. 4. Die zur Finanzierung herangezogenen Erlöse aus dem weiteren Verkauf von Erbbaurechten waren bisher zur Schuldentilgung und nicht zur Abdeckung von Verlusten des Flughafens eingeplant. 5. Der angeführte Liquiditätsbedarf von 2010 bis 2012 von 3,5 Millionen ist nur dann zutreffend beziffert, wenn Ryan-Air in Blankensee eine Basisstation einrichtet, was bis heute trotz Absichtserklärungen nicht vertraglich fixiert wurde. 6. Der Zuschuss steigt 2010 bis 2012, wenn diese Basisstation realistischer Weise nicht kommt, auf rd. 15 Millionen Euro. 7. Die Risiken aus laufenden Gerichtsprozessen werden ausgeblendet. 8. Es werden keine Aussagen gemacht, was nach 2012 geschieht, wenn kein Investor gefunden wird. 9. Es ist nicht klar, zu welchen Bedingungen eine Vereinbarung mit einem Investor getroffen werden soll. 10. CDU, FDP und BfL verabschieden sich mit diesem Kurs endgültig von der gerade von ihnen stets mit Vehemenz geforderten Haus- haltskonsolidierung. Wo wollen CDU, FDP und BfL die Millionen streichen, die ein Weiterbetrieb des Flughafens in der alleinigen Hand der Hansestadt kosten würde. -
Ganztagsschule mitgestalten
Autorin: Anette Röttger
Ganztagsbetreuung ist gut, richtig und wichtig. Dies gilt sowohl für die Vereinbarkeit von Familie und Berufsleben, als auch für den Beitrag bei der Integration von Kindern mit Migrationshintergrund. Wenn aber an einzelnen Schulen hierfür keine Mehrheit vorhanden ist, sollten die politischen Kräfte in unserer Stadt dies akzeptieren. Allein das Wort ,gebunden' assoziiert den Eltern, eine Entscheidung zu treffen, die sie nicht mehr so einfach aufkündigen können. Daher ist auch die Kritik des Fraktionsvorsitzenden von B'90/Die Grünen, Bernd Möller, die Entscheidung der Eltern sei nicht zeitgemäß, nicht angemessen. Was Elternwille ist, ist auch zeitgemäß. Vielmehr ist es unsere Aufgabe als Schulträger, Schulen in Erlebnis- und Lebensräume umzugestalten. Dies ist ein Prozess, den Schulen mit ihren Lehrern, Schülern und Eltern gemeinsam erarbeiten und durchleben müssen. Das geht nicht von oben herab, es muss von der Basis kommen. Bestehende, offene Ganztagssysteme werden daher verbessert und ausgebaut werden, damit gerade diejenigen, die eine Betreuung so dringend brauchen, jetzt schon in den Genuss kommen. Verbessern sich die Systeme, wird sich die Zahl der Teilnehmer automatisch vergrößern. Politik verschafft nur die Mittel dazu. Die Lübecker CDU wird in Zukunft an diesen Themen arbeiten. Wir wollen gemeinsam mit den Menschen vor Ort die Sachen anpacken. Dabei sind wir besonders auf die Ansprache aus den Reihen der Eltern, Schüler und Lehrer angewiesen. Gestalten Sie die Zukunft von Schulen mit! -
Billigtickets - dafür zahlen alle !
Autorin: Hilde Klöckner
Seit wir GRÜNEN in der letzten Bürgerschaftssitzung zusammen mit SPD, LINKEN und Frau Dr. Stamm beschlossen haben, kein weiteres Geld in den Lübecker Flughafen zu inves-tieren, hagelt es von allen Seiten Kritik. "Die Wirtschaft" schäumt, will aber selbst keine finanziellen Mittel für den Flughafenbetrieb beitragen. Die Befürworter von Privatisierungen in allen Bereichen, fordern jetzt lautstark die Rekommunalisierung. Diese "Finanzexperten" wissen genau, dass sich kein neuer Investor für den Flughafen finden wird, weil es mit der Billigfluglinie Ryanair nichts zu verdienen gibt. Auch die bürgerlichen Fraktionen müssten das wissen. Trotzdem starteten sie jetzt ein Bürgerbegehren, das mit Halbwahrheiten bei den LübeckerInnen auf Unterschrif- tenfang geht. Meine geschätzte Kollegin von der BfL benutzte gar den städtischen e-mail-Verteiler, um den Aufruf nebst Unterschriftenlisten allen MitarbeiterInnen der Stadt zukommen zu lassen - ein klarer Missbrauch dieses Kommunikationsweges. Natürlich werden viele der Lübecker EinwohnerInnen gerne für den Flughafenerhalt unterschreiben. Vordergründig ist es aus deren Sicht ja auch zu begrüßen, per Luft billig von der Heimatstadt aus ein Urlaubsziel ansteuern zu können. Aber wissen diese Menschen auch, wie teuer die Stadt und alle EinwohnerInnen und damit auch sie selbst diese billigen Flugtickets kommen? Die Flughafen-Millionen fehlen in unseren Schulen und Jugendzentren, bei den Frühen Hilfen, beim Straßenausbau, in der Gebäudeunterhaltung usw., usw. - und dabei sind die Kosten für unser Klima noch gar nicht berücksichtigt! -
Halbgott in Grün
Autorin: Dr. Michaela Blunk
Um den scheidenden Oberförster der Stadt schaffen er selbst und seine Anhänger eine geradezu heilige Atmosphäre. Die "naturnahe Waldbewirtschaftung" wird mit aggressiver Absolutheit als die einzig selig machende dargestellt. Die vielen anders denkenden Fachleute werden als Raubritter und Dummköpfe diffamiert, denen man entweder ausfallend begegnet oder lieber ganz aus dem Weg geht. Abschiedsfeiern werden von einschlägigen Verbänden ausgerichtet. Bei der verteilten Lobeshymne auf dem Papier des Bundesamtes für Naturschutz hat ganz eindeutig der Ober-Förster selbst die Hand geführt. Auch Zertifizierungen nach selbst erstellten Kriterien passen in diese Reihe. Dabei bestreitet niemand, dass das Konzept einige ökologisch positive Elemente enthält. Aber denen sehen Fachleute auch erhebliche - bei weitem nicht nur wirtschaftliche - Nachteile gegenüber. Wie das Bundeswaldgesetz allgemein, stellt auch die FDP für den Lübecker Wald Wirtschaftlichkeit, Erholung und Umwelt gleichberechtigt neben einander. Die immer wiederkehrende Behauptung, dass das "Fähser-Konzept" 50 Euro pro ha Wald Gewinn erzielt, wurde nie belegt. Wenn einschlägige Verbände, SPD und Grüne Wünsche nach wirtschaftlichem Erfolg regelmäßig verurteilen, geben sie zu, dass auch sie nicht an diese Mähr glauben. Die Liberalen wollen nicht, dass ein/e Nachfolger/in per Bürgerschaftsbeschluss gezwungen wird, ein derart umstrittenes Konzept kritiklos zu übernehmen. Wir wollen z.B. auch mit offenem Ergebnis darüber nachdenken dürfen, ob eine gemeinsame Bewirtschaftung mit Lauenburg der Hansestadt Vorteile bringen kann. -
Vorlage des Kindergesundheitsbericht
Autor: Sascha Thomas
Die aktuelle Fortschreibung des Armutsberichts für die Hansestadt Lübeck - so kann man den Kindergesundheitsbericht, der vor einigen Tagen im Sozialausschuss vorgelegt wurde, getrost nennen - zeigt einmal mehr die Schieflage in unserer Kommune. Während in der Innenstadt fleißige Helfer der FDP und BüfüLü Unterschriften sammeln, damit man weiterhin billig und auf Kosten der Allgemeinheit, von Blankensee in die Toscana fliegen kann, gehen Kinder in Falkenfeld-Vorwerk und Buntekuh hungrig zur Schule. Inzwischen leben in Lübeck mehr als ein Drittel aller Kinder unter der Armutsgrenze. Dass wachsende Armut die Kinder krank macht und damit die Zukunftsfähigkeit unserer Gemeinschaft an die Wand gefahren wird, muss uns wachrütteln! Wenn selbst die Verwaltung aus dem neuen Kindergesundheitsbericht die Schlussfolgerung ziehen muss, dass die Grundsicherungsleistungen für Kinder dringend erhöht werden müssen, wenn sich so deutlich, wie in diesem Bericht darstellt, dass Armut in der Hansestadt sich in bestimmten Wohnquartieren geradezu verfestigt hat und - bezogen auf die Kinder - ein direkter Zusammenhang zu der sozialen Struktur und Herkunft der Eltern besteht, sind alle gefragt, die in dieser Stadt Verantwortung tragen endlich zu handeln. Es wird dringend Zeit für kostenloses Essen an Schulen, für den Ausbau öffentlicher Betreuungsangebote, für ein Sozialticket, für Zugang zu Kultur und Bildung für alle, für kostenlose Verhütungsmittel für Bedürftige - schlicht für eine gerechte Chance der Teilnahme aller Menschen an der Gesellschaft! -
Investoren zieht es nach Lübeck
Autor: Günter Scholz
Konkurrenz belebt das Geschäft, diese alte und unstrittige Kaufmannsweisheit ist was die Ansiedlung von IKEA, XXXLutz und die Citti-Erweiterung anbetrifft auch Leitlinie für die BfL. Dass diese Investoren nach Lübeck kommen wollen, ist ein sicheres Zeichen für die Attraktivität des Standortes an der Achse Hamburg - Fehmarnbelt-Querung. Hier treffen Firmen mit Zukunftsvisionen unternehmerische, das Wirtschaftspotenzial der Hansestadt stärkende und der Funktion der Stadt als Oberzentrum des Einzelhandels Rechnung tragende Entscheidungen. Die BfL begrüßen diese Ansiedlungsintentionen und wollen diesen Investoren im Rahmen der rechtlichen Vorgaben die Realisierung ihrer Pläne ermöglichen. Dass Arbeitsplätze in Zukunft kaum noch im produzierenden Gewerbe entstehen, sondern überwiegend im Handel, Dienstleistungssektor und teilweise jungen Start-Up-Unternehmen in den sich entwickelnden Zukunftsbrachen Bio- und Medizintechnik wie auch alternativer Energiege- winnung ist Realität. Hier die richtige Weichenstellung auch in der lokalen Politik zu treffen, dafür stehen die BfL mit ihrer Wirtschaftskompetenz. Eine gute Wirtschaftsförderung schafft die Grundlagen für zukunftsweisende Bildung und Ausbildung unserer Jugend. Gleichzeitig sichert sie die finanzielle Substanz für die Erhaltung eines tragfähigen sozialen Umfeldes und beugt der Perspektivlosigkeit vor. Die BfL sind angetreten, eine bürgernahe Politik in Lübeck umsetzen zu wollen und sich nicht an ideologischen Vorgaben orientieren zu müssen. Eine liberale und offene Ansiedlungspolitik gehört deshalb zu den Maximen unserer Arbeit. -
Vom Migrationsforum profitieren alle
Autor: Calogero Ciulla
Im Jahre 2003 beschloss die Bürgerschaft die Bildung einer Interessenvertretung für Lübecker Migranten, um damit dem Integrationskonzept des Landes gerecht zu werden. Viele Mitbürger mit Migrationshintergrund hofften nun darauf, politisch partizipieren zu können und Gehör für ihre Bedürfnisse zu finden. Bis dahin war es noch ein weiter Weg. Erst im Juni 2007 konnte nach langer Verhandlung mit den Betroffenen ein Konzept zur Gründung eines Forums erarbeitet und schließlich auch beschlossen werden. Wir Migranten feierten das als einen großen Erfolg, denn die Einrichtung des Forums war keineswegs eine Selbstverständlichkeit. Während andere Städte schon seit Jahrzehnten Ausländerbeiräte bildeten, stieß die Idee hier bei vielen Politikern auf Ablehnung. Dem zum Trotz wurde ein Vorstand gewählt, welcher die Migranten-Gemeinschaft gegenüber der Verwaltung vertreten und diese bei der Erarbeitung von Integrationsmaßnahmen beraten sollte. Aus Angst vor zu viel Demokratie wagte sich die Bürgerschaft dann aber nicht, uns auch noch ein Antragsrecht in den Lübecker Selbstverwaltungsgremien zu gewähren. Dies ist bedauerlich. Dessen ungeachtet hat der Vorstand in den vergangenen zwei Jahren dennoch gute Arbeit geleistet und vier Forumssitzungen einberufen. Persönliche Gründe veranlassten den Vorstand dazu, seine Arbeit nun in die Hände anderer zu geben. Am 17. Dezember findet die Neuwahl statt. Hiermit möchten wir alle Lübecker mit Migrationshintergrund auffordern, ihrer schriftlichen Einladung zu folgen und aus den Kandidaten, zu denen auch ich gehöre, einen neuen Vorstand zu wählen.




