Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 18. Dezember 2018

Ausgabe vom 04. Mai 2004

Wohnen wie die Wikinger

Langhaus nach einjähriger Bauzeit eingeweiht - Jugendliche bauten mit

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Haben kräftig mitgeholfen: Kinder und Jugendliche auf dem Bauspielplatz Roter Hahn bauten das Wikingerhaus; Neubauer

Itikka und Baldur, ein Schleswiger Kaltblut und ein Kaltblut Isländermix, sind bereits eingezogen, im Sommer ziehen Kinder nach, dann nämlich nutzt eine Kindergartengruppe der Dreifaltigkeits-Kirchengemeinde den neuesten Bau auf dem Gelände des Bauspielplatzes Roter Hahn: das wikingerzeitliche Langhaus". Am Freitag wurde bereits nach nur einem Jahr Bauzeit Einweihung gefeiert.

Daß das Haus, ein fünfeinhalb Meter breiter und 18 Meter langer Bau, schon jetzt fertiggestellt wurde, ist den vielen Helfern zu verdanken: Kinder, Jugendliche, Schüler verschiedener Schulen, Teilnehmer eines internationalen Workcamps packten mit an: Sie flochten Hasel für den Giebel, deckten das Dach mit Holzschindeln und rührten aus Pferdeäpfeln, Sand und Lehm eine Masse für die Wände an. "Toll ist, wie wir das Interesse für Geschichte bei den Schülern wecken konnten", sagt Jörn Puhle, Sozialpädagoge auf dem Bauspielplatz. So sei aus einem Tag, den eine Klasse der Travemünder Stadtschule arbeitend am Wikingerhaus verbracht habe, ein regelmäßiger Kontakt enstanden: Jeden Monat verknüpfe die Lehrerin Stoff des Lehrplans mit Anschauungsunterricht; im Sommer wolle die Klasse sogar ihre Klassenfahrt im Langhaus verbringen.

Das Haus bietet zwei Räume: Der Stall ist Itikka und Baldur vorbehalten, den zweiten Raum nutzen verschiedene Gruppen. Es wurde in Zusammenarbeit mit der UniversitätHamburg/Archäologie und dem Büro Agil (Büro für angewandte Archäologie) nach einem Befund bei Tönning gebaut. Von den 75 000 Euro Gesamtkosten finanziert Bingolotto 49 500 Euro, der Bauspielplatz Roter Hahn übernimmt 25 500 Euro.

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